Waldviertel
48.66666666666715.25Koordinaten:48° 40′ N,15° 15′ O
Viertel und BezirkeNiederösterreichs |
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DasWaldviertel, altertümlichViertel ober dem Manhartsberg, ist der nordwestliche Teil desösterreichischen BundeslandesNiederösterreich. Es entspricht weitgehend einer derHauptregionen des Landes (Hauptregion Waldviertel) und in der amtlichen Statistik einer Gruppe von Bezirken (NUTS:AT124).
Als 1868 die administrativenKreise, die sich noch an den alten Vierteln orientierten, durchpolitische Bezirke ersetzt wurden, verloren die Viertel ihre rechtliche Bedeutung und wurden zu reinen Landschaftsbezeichnungen.
Überblick
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Süden bildet dieDonau die Grenze zum niederösterreichischenMostviertel. Im Uhrzeigersinn von Südwesten nach Osten angrenzende Regionen sind dasoberösterreichischeMühlviertel, dastschechischeSüdböhmen und das niederösterreichischeWeinviertel mit dem markantenManhartsberg (537 m). Letzterem verdankt es auch den NamenViertel ober dem Manhartsberg (auch Viertel/KreisOber-Manharts-Berg, im 18. und 19. Jahrhundert oft abgekürzt mit V. O. M. B.[1] oder O.M.B.[2]).
Das Waldviertel umfasst eine Fläche von etwa 4.900 km² und wird von etwa 228.000 Personen bevölkert (Stand: 2023), dies entspricht weniger als 50 Einwohner je km².
Verglichen mit den politischen Grenzen umfasst die traditionell-landschaftliche Abgrenzung die BezirkeGmünd,Horn,Krems,Waidhofen an der Thaya undZwettl, dazu denBezirk Melk nördlich der Donau sowie die westlichsten Teile des BezirkesHollabrunn (wie die GemeindenHardegg, und teilweise die GemeindenMaissau undMühlbach am Manhartsberg). Kleinere Ostteile der Bezirke Krems und Horn hingegen werden zum Weinviertel gerechnet. Die wichtigsten Städte sind nebenKrems die BezirkshauptstädteGmünd,Horn,Waidhofen undZwettl sowieEggenburg (am Übergang zum Weinviertel),Heidenreichstein,Litschau,Schrems undWeitra.
Zu den strukturstärksten Gebieten des Viertels gehört die FlusslandschaftWachau mit ihren Hauptorten Krems an der Donau undSpitz an der Donau. Geologisch betrachtet liegt die Wachau zu beiden Seiten der Donau im Waldviertel, denn derDunkelsteinerwald gehört ebenfalls zurBöhmischen Masse.
Im Zentrum des Waldviertels befindet sich der nach dem „Anschluss“ 1938 angelegteTruppenübungsplatz Allentsteig, der mit 157 km² gut 3 % der Fläche einnimmt.
Verwaltung und politische Gliederung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Historische Verwaltungsregion
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Zuge derTheresianischen Reformen wurde derKreisOber-Manhartsberg errichtet, der als unterste staatliche Einheit den lokalenGrundherren gegenüberstand. Sitz des Kreisamtes wurdeKrems an der Donau. Nach demUmbruch im Jahr 1848 und der Überführung der Herrschaften in freie Gemeinden übernahmen Bezirksämter (sieheAmtsbezirk) viele Aufgabenbereiche der Kreisämter. Derartige Bezirksämter wurden 1853 für die AmtsbezirkeAllentsteig,Dobersberg,Eggenburg,Geras,Gföhl,Groß Gerungs,Horn,Krems,Langenlois,Litschau,Ottenschlag,Persenbeug,Pöggstall,Raabs,Schrems,Spitz,Waidhofen,Weitra undZwettl eingerichtet und das Kreisamt in Krems fungierte nun als zweite Instanz der Bezirksämter und war auch als Aufsichtsbehörde tätig. Diese verwaltungstechnische Struktur war bis 1867 aufrecht. Mit demAusgleich 1867 wurde das Waldviertel in der neuenVerfassung Österreichs von 1867, im Jahr 1868 in Bezirke (bzw.Bezirkshauptmannschaften) eingeteilt und damit der Kreis Ober-Manhartsberg aufgehoben.
Anfangs bestand das Waldviertel aus den BezirkenHorn,Krems,Waidhofen undZwettl. DerBezirk Gmünd wurde erst 1899 aus Teilen der Bezirke Waidhofen und Zwettl gebildet. Überdies bestand zwischen 1899 und 1938 derBezirk Pöggstall, der aus Teilen der Bezirke Amstetten, Krems und Zwettl gebildet wurde.[3]
Das alte Kreisgebilde überdauerte jedoch im Bereich der Justiz alsKreisgericht Krems, das weiterhin die zweite Instanz für die Bezirksgerichte des Waldviertels war. Zudem war das Waldviertel bis zum Inkrafttreten derNationalrats-Wahlordnung 1971 am 1. Jänner 1971 ein eigener Wahlkreis für Nationalratswahlen mit dem NamenViertel oberm Manhartsberg. Mit derNationalrats-Wahlordnung 1992 wurde derRegionalwahlkreis Waldviertel eingeführt.
Hauptregion
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Niederösterreich ist für die Raumplanung in fünf Hauptregionen gegliedert. Der größte Teil des Waldviertels liegt in der gleichnamigenHauptregion Waldviertel, Ausnahmen sind Krems und die Gemeinden an der Donau, die zuNÖ-Mitte gehören, der Bezirk Melk nördlich der Donau (Hauptregion Mostviertel) und die Gegend umHardegg, die zurHauptregion Weinviertel gehört. Die Gemeinden des Bezirks Horn östlich des Manhartsberges gehören dagegen zur Hauptregion Waldviertel.
Statistikregion
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]AlsGruppe von Bezirken, das ist dieNUTS-3-Ebene der amtlichen EU-Statistik für Österreich umfasst das AT124 Waldviertel (Stand 2015):[4]
- Statutarstadt Krems an der Donau
- Bezirk Gmünd (vollständig)
- Bezirk Horn (vollständig)
- Bezirk Krems (vollständig)
- Bezirk Waidhofen an der Thaya (vollständig)
- Bezirk Zwettl (vollständig)
Gemeinden
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zum Waldviertel gehören 99 selbstständigeGemeinden mit etwa 228.000 Einwohnern (Stand 2023[5]).
Geografie und Natur
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Gliederung in Teilräume
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Nach dem Naturschutzkonzept von 2015 ist Niederösterreich in 124 Teilräume gegliedert (diese Einteilung wurde bereits in den 1990ern entwickelt), die in 26 Regionen zusammengefasst werden. Ausschlaggebend sind die Grenzen der Hauptregionen, sodass die Einteilung nicht rein naturräumlich ist, sondern sich auch nach der Verwaltungsgliederung orientiert.[6]
Siehe dazuListe der naturräumlichen Einheiten Niederösterreichs
Geomorphologie und Geologie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das Waldviertel ist eineGrundgebirgslandschaft ausGraniten undGneisen mit Höhen bis 1000 m. Wichtigster Fluss des nordöstlichen Teils dieser nördlich der Donau gelegenen Landschaft ist derKamp. Nördlich von Krems tritt er in das Donautal, dessen nördliche Hangkante durch alte schotterführende Terrassen, dem sogenanntenWagram, gebildet wird. Das Kamptal ist etwa 100 Meter tief in die Hochfläche des Waldviertels eingeschnitten. Das Waldviertel präsentiert sich heute als eine wellige Rumpffläche derböhmischen Masse, dessen österreichischer Teil als GroßlandschaftGranit- und Gneisplateau genannt wird. Es bildet dessen östlichen Rand. Granitblöcke (Restlinge) finden sich an vielen Stellen, wie in derBlockheide Gmünd, einige davon als so genannteWackelsteine.
Durch Verwitterung rundet sich die Form dieserFelsblöcke allmählich, weil die Erosion an den Ecken stärker wirkt als an den Flächen. Manchmal sind die Felsblöcke noch stärker gerundet, fast in der Form einesEllipsoids. Sie kann auch durch Druckentlastung entstehen, wenn das Gestein an die Erdoberfläche kommt. Sie finden sich auch imMühlviertel, imBayerischen Wald sowie in anderen Gebieten desBöhmischen Massivs. Wegen ihrer auffälligen, glatten Form werden diese Felsblöcke bisweilen als Zierde in manchen Vorgärten platziert.
Weite Teile weisen Verwitterungsböden auf, es gibt aber auch im Randbereich tertiäre Ablagerungen und auchLößablagerungen (z. B. imHorner Becken und imDonautal).
Geologisch ist das im Westen vorkommendeMoldanubikum vom im Osten vorkommendenMoravikum zu unterscheiden, das am Ostrand des Waldviertels unter das Moldanubikum abtaucht. Das Moldanubikum lässt sich weiter in die hauptsächlich ausParagneisen aufgebauteOstronger Einheit (Monotone Serie), in die aus verschiedenen Gesteinsserien bestehendeDrosendorfer Einheit (Bunte Serie) und dieGföhler Einheit unterteilen, die hauptsächlich ausGranuliten, demGföhler Gneis undAmphiboliten besteht. Die schmale Drosendorfer Einheit folgt, vonDrosendorf kommend, dem Ostrand des Moldanubikums, biegt dann in südwestliche Richtung ab und erreicht westlich vonGföhl vorbei anSpitz endlichPersenbeug, wo sie südlich der Donau unter jüngere Bedeckung abtaucht. In ihr befinden sich auch Bodenschätze wieMarmor oderGraphit. Westlich davon liegt die Ostronger Einheit und südöstlich die Gföhler Einheit. Alle diese Einheiten bestehen aushochmetamorphen Gestein dervariszischen Gebirgsbildung. Westlich der LinieSarmingstein–Bad Traunstein–Zwettl–Kirchberg am Walde–Kautzen zieht sich eine aus demIntrusivgestein Granit bestehende „Insel“, die sich weit bis insMühlviertel und nachTschechien fortsetzt.
Durch das nordwestliche Waldviertel verläuft dieeuropäische Hauptwasserscheide. DieLainsitz, an der Gmünd liegt, entwässert nach Norden über dieMoldau und dieElbe in dieNordsee und bildet so innerhalb Österreichs eine eigene hydrographische Grundeinheit (Flussgebietseinheit Elbe). Alle anderen Flüsse im Waldviertel, vor allem Kamp undThaya, entwässern wie der Großteil des Landes über die Donau insSchwarze Meer.
Berge
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]DerTischberg ist mit 1063 Metern der höchste Berg des Waldviertels. DerGroße Peilstein ist mit 1061 Metern der höchste Berg imOstrong-Massiv und der höchste Berg des südlichen Waldviertels.
Klima
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Im Waldviertel herrscht einkontinental geprägtes Hochflächenklima vor, das im Westen (Weinsberger Wald) zumatlantisch geprägten Hochflächenklima und im Osten (Manhartsberg, unteresKamptal) zum pannonischen Klima übergeht. Hier grenzt es an die trockenste Region Österreichs an: das nördliche Weinviertel. Im Waldviertel beträgt die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge 400 mm, in manchen Jahren regnet es nur 250 mm. Im inneren Waldviertel ungefähr zwischen Zwettl undNeupölla befindet sich ein inneres Trockengebiet. Trotz relativ kalter Winter sind deshalb die Schneehöhen eher gering.
Das Klima des Waldviertels ist kalt und rau. Relativ zur Seehöhe weist das Waldviertel die tiefsten Jahresmitteltemperaturen aller Messstationen derZAMG an bewohnten Orten Österreichs auf, wobeiZwettl darüber hinaus einen Ausreißer nach unten darstellt.[7] Zwettl hält mit −36,6 °C weiters den Temperaturrekord Österreichs für die niedrigste Lufttemperatur an einem bewohnten Ort.[8] Der Winter ist gekennzeichnet durch Schnee und Sonnenschein. Der Sommer durch warme, wenig heiße Tage und kühle Nächte. Der Niederschlag nimmt in Richtung Osten ab. Es gibt eine thermische Benachteiligung in den Bezirken Waidhofen/Thaya, Zwettl und Gmünd. Weiters ist das Klima durch kurze Vegetationszeit mit häufigenFrüh- und Spätfrösten gekennzeichnet. Die Windhäufigkeit ist hoch, von Herbst bis Mai tritt häufig Nebel auf.[9]
Trotz des kühlen Klimas ist das Waldviertel das größteRapsanbaugebiet und das zweitgrößteAckerbaugebiet Österreichs. Die Erträge pro Flächeneinheit sind dabei höher als im Weinviertel oderAlpenvorland. Dies könnte an der hervorragenden Bodenqualität liegen. Durch die Höhenlage bedingt reift die Ernte später, was zu einer Benachteiligung aufgrund Preisverfall und niedriger Erlöse führt.
Fauna und Flora
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Ausfloristischer Sicht gehört das Waldviertel – so wie der Großteil Österreichs – zur Mitteleuropäischen Florenregion. Nur der Ostrand, wie die Gegend umRetz undEggenburg, das untereKrems- undKamptal sowie die südexponierten Hänge derWachau am Südrand, gehören zurPannonischen Florenprovinz.[10] Im Gmünder Becken, das im Gegensatz zum Rest von Niederösterreich nicht in dasSchwarze Meer, sondern über dieLainsitz in dieNordsee entwässert, macht sich ein gewisser subatlantischer Einfluss bemerkbar. Ein typisches Beispiel sind dieLämmersalatfluren in Äckern im Raum Gmünd-Litschau, die aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft vom Aussterben bedroht sind.[11] Aufgrund der geologischen Zugehörigkeit zur Böhmischen Masse ist der Gesteinsuntergrund überwiegendsilikatisch und die Böden daher meist sauer. Das Gebiet erstreckt sich von der submontanen bis in die montaneHöhenstufe. Als Habitate sind noch einige geringe Reste naturnaher Laub- und Fichten-Tannen-Buchen-Wälder, bodensaure Fichtenwälder und -Forste, Hochmoore, trockene Sonderstandorte über Granit, stark bodensaure Sandböden und Äcker, in Zerstörung begriffene Silikatmagerrasen undFeuchtwiesen sowie seit dem Mittelalter angelegte Fischzuchtteiche vorhanden.[10]
Während derEiszeiten war das Waldviertel stetsunvergletschert und wies damals eine Kältesteppenvegetation ähnlich einerTundra auf. Mit der vor rund 12.000 Jahren einsetzenden Erwärmung wanderten die während der letzten Eiszeit nach Süden verdrängten BaumartenFöhre,Birke,Fichte,Eiche,Buche undTanne wieder ein, bis das Gebiet zur Zeit von Christi Geburt von einem geschlossenenUrwald überzogen war. Erst an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert setzte eine planmäßige Besiedlung durch den Menschen ein, welche mit Waldrodungen verbunden war. Im damals ohne nennenswerte technische Hilfsmittel geführten Kampf gegen die Natur schuf der Mensch eine kleinteilig strukturierte Kulturlandschaft und eine Vielfalt neuerHabitate. Dadurch konnten Arten aus anderen Arealen einwandern, wurden unbeabsichtigt vom Menschen eingeschleppt oder es konnten sogar neue Arten entstehen und dieBiodiversität wurde deutlich erhöht. Im Wald wurden Rodungsinseln angelegt und der Boden in kleinen, schmalenParzellen auf dieLehner aufgeteilt. Es entstand ein vielfältiges Landschaftsmosaik aus Äckern,Wiesen, Streuobstwiesen, Weiden und Teichen, welche untereinander oft durch Feldraine, Hecken und Böschungen getrennt waren. Es entstanden typische Stufenrainlandschaften und durch die mühevolle Anlage der Raine konnte dieBodenerosion wirksam verhindert werden. Innerhalb der landwirtschaftlich genützten Flächen befindliche, aus dem Gesteinsuntergrund emporragende Felsbildungen, führten zur Entstehung von kleinen, bewaldeten Bicheln (Büheln), welche zusammen mit den Rainen, Klaubsteinhaufen und Hecken wertvolle und abwechslungsreiche Lebensräume für viele Arten bieten. An besonders mageren Stellen entstanden lichte Föhrenheidewälder mit den sehr langsam wachsenden und sehr genügsamenRot-Föhren sowieHeidelbeere undPreiselbeere in der Krautschicht. Aufgrund der steigenden Holzbedarfs wurden im Waldviertel immer mehr Wälder gerodet und Holz wurde teilweise, z. B. in der Umgebung derGlashütten zur Mangelware.[11]
Ab der Zeit derIndustrialisierung erhielt der Mensch unter anderem in Form von schweren Maschinen,Kunstdünger undDrainagesystemen Techniken, welche mit geringem Aufwand schwerste Eingriffe in die Natur ermöglichen. Neben der Zerstörung durch Siedlungen, Verkehr und Industrie stellen im Waldviertel vor allem Flurzusammenlegungen und die Zerstörung von Kleinstrukturen mit Hilfe von Planierraupe und Felssprengungen, um die Flächen mit größeren Maschinen leichter bearbeiten zu können, eine große Gefahr für die Natur und jahrhundertelang gewachsene Kulturlandschaft dar. Wurden Wiesen bis zur Zeit desZweiten Weltkriegs überhaupt nicht gedüngt und der wertvolleMist für die Äcker aufgespart, werden heute viele Wiesen intensiv mit Kunstdünger behandelt, früh und oft gemäht, umgebrochen und standortfremde Arten eingesät. Dadurch wird die ursprüngliche, vielfältige Artengesellschaft vernichtet und es entstehen artenarme Intensivwiesen. Eine weitere Gefahr stellt die Aufforstung an allen möglichen und unmöglichen Stellen – wie z. B. in Erlenbachauen – mit ökologisch problematischen Fichtenmonokulturen dar. Die mannigfaltigen und qualitativ hochwertigen Feuchtgebiete sowie dieMoore wurden und werden teilweise durch Regulierungen und Trockenlegungen vernichtet. Aufgrund dieser Eingriffe kam es an manchen Orten zu einem deutlichen Rückgang der Habitat- und Artenvielfalt und viele ehemals häufige Arten, wie z. B.Raubwürger,Wachtelkönig,Lämmersalat,Wildkatze undLuchs sind heute gefährdet, vom Aussterben bedroht oder im Gebiet bereits ausgestorben.[11]
Geschichte
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Urzeit
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Aus demPleistozän stammen die ersten nachgewiesenen Spuren des Menschen. Es sind rund 50.000 Jahre alte Werkzeuge und sonstige Hinterlassenschaften desNeandertalers, die in einer Höhle unterhalb der Ruine Hartenstein imKremstal gefunden wurden.
Zahlreiche Nachweise des eiszeitlichen Menschen liegen dann erst wieder für die Zeit der jüngerenAltsteinzeit vor, die 20.000 bis 30.000 Jahre alt sind. Diese Rast- und Siedlungsplätze wurden im südlichen Randbereich des Waldviertels, in derWachau und in angrenzenden Gebieten (am bekanntesten die Fundorte Krems,Willendorf,Aggsbach,Stratzing), imKamptal (Gobelsburg,Kammern,Kamegg,Langenlois,Zitternberg) und im Horner Becken festgestellt. Weltberühmt sind die Menschenplastikenvon Willendorf und Stratzing. Auch Nachweise der Musikausübung (Flöten von Kammern undGudenushöhle, jüngere Schichte) sind gefunden worden. Ein eigenes Kapitel sind die zahlreichen Fundstellen des Plateaulehmpaläolithikums in der Thayagegend, hauptsächlich im Land umDrosendorf, deren nähere Datierung innerhalb desPaläolithikums noch umstritten ist.
Nur spärlich dokumentiert ist der Übergangshorizont zumNeolithikum, das sogenannteMesolithikum, das durch Fundstellen inLimberg,Kamegg, Horn,Mühlfeld undRosenburg bekannt geworden ist.
Die im 6. Jahrtausend einsetzende bäuerliche Lebensweise (Neolithische Revolution) ist vor allem imHorner Becken, aber auch um Eggenburg und Weitersfeld durch Siedlungen der ältestenLinearbandkeramik vertreten. Es folgen in denselben Räumen Siedlungsnachweise derNotenkopfkeramik, derStichbandkeramik, derBemaltkeramik (Lengyel-Kultur) und endneolithische Erscheinungen (wieSchnurkeramik undGlockenbecherkultur etc.). DasAltneolithikum des Waldviertels ist durch seine anthropomorphen und auch zoomorphen Plastiken (Idole) besonders geprägt.
Die urzeitliche Besiedlung umfasste hauptsächlich die östlichen und südlichen Randgebiete des Waldviertels (Manhartsberggebiet, Bereich derThaya und Randbereiche des Donautales). Das „Hohe Waldviertel“ war anscheinend nahezu unbesiedelt. Es gibt kaum Anhaltspunkte für Siedlungsplätze und auch nur wenige Einzelfunde in den Bezirken Gmünd und Zwettl.
Die gute Kenntnis der urzeitlichen Besiedlung und der gute Forschungsstand sind der Lokalforschung zu verdanken. Diese begann 1837 mitCandidus Ponz und reicht überJohann Krahuletz,Josef Höbarth,Franz Xaver Kießling,Raimund Bauer,Theobald Wolf,Robert Kammerzell,Friedrich Berg,Ingo Prihoda,Alois Gulder undHermann Maurer bis in die Gegenwart.
Mit der Erforschung des Waldviertels beschäftigt sich auch der GeschichtsvereinWaldviertler Heimatbund, der seit 1952 die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift „Das Waldviertel“ und Waldviertel-Bücher in einer Schriftenreihe herausbringt.
Antike
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die um etwa 2000 v. Chr. einsetzendeBronzezeit ist sowohl für die frühen, mittleren als auch späten Abschnitte nachgewiesen (Aunjetitz-, Veterovkultur, Hügelgräberbronzezeit, Urnenfelderkulturen). Bedeutende Siedlungen undHügelgräber kennt man z. B. von Roggendorf bei Eggenburg, Kamegg, Baierdorf und Theras. Ab etwa 750 v. Chr. ist dieHallstattkultur belegt. Große Siedlungen und Gräberfelder (Gars/Kamp, Maiersch) stammen aus diesem Zeithorizont. Die nachfolgendeLatènezeit (späte Eisenzeit) kennt man bereits durch zahlreiche Siedlungen der Frühphase (Typus Kamegg-Poigen-Maiersch). Die Spätphase ist durch Siedlungen, die auch befestigt sein können (Altenburg, Umlaufberg), in Weitersfeld, Oberthürnau, Obermixnitz und Mühlbach am Manhartsberg vertreten.
Ein Grabfund aus Horn zeigt die Ausrüstung deskeltischen Kriegers (Lanze, Schwert, Schild). Die Einverleibung der süddanubischen Gebiete des keltischen KönigreichsNoricum in dasRömische Reich 15 v. Chr. brachte für die nördlich der Donau gelegenen Gebiete vorerst keine Veränderungen. Im heutigen Waldviertel lebten die Kelten ungestört weiter. Erst die im Laufe des ersten nachchristlichen Jahrhunderts einwanderndenGermanen veränderten die kulturelle Landschaft. Ab dem zweiten Jahrhundert siedelten im östlichen Randbereich des WaldviertelsMarkomannen. Große Siedlungen sind von Horn,Maiersch undStraning bekannt. An geeigneten Orten, wo Raseneisenerz oderMagnetit ansteht, wurden – wie bereits vorher von den Kelten – ausgedehnteEisenverhüttungsanlagen errichtet. Die größte Anlage erstreckt sich beidseits der Taffa in der KatastralgemeindeStrögen. Mit dem Zusammenbruch der römischen militärischen Ordnung im südlichen Niederösterreich erfolgte eine Veränderung des gesamten Siedlungsraumes durch dieVölkerwanderung. Von den zahlreichen germanischen Stämmen, die Niederösterreich durchzogen, ist im Waldviertel bisher nur wenig gefunden worden.
Es gibt gotische und langobardische Gräber, die meist nur dürftig ausgestattet sind. Nach dem Abzug derLangobarden Mitte des 6. Jahrhunderts nach Italien rückten in Niederösterreichawarische reiternomadische Bevölkerungsgruppen ein. Einige Gräber und Einzelfunde sind dafür auch aus dem Waldviertel bekannt. Die in der Folge einwandernden slawischen Menschengruppen sind etwa ab dem 8. Jahrhundert im Waldviertel spärlich nachweisbar. Im 9. und 10. Jahrhundert gab es bereits größere slawische Siedlungen und auch befestigte Anlagen, wie die „Schanze“ oberhalb vonThunau am Kamp.
Mittelalter
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das Waldviertel wurde als Teil derMarcha orientalis schon früh weiter kolonisiert. Nach denUngarneinfällen kam es zu einem planmäßigen Landesausbau durchRodung unter denBabenbergern als Markgrafen ab 976. Im 11. Jahrhundert beteiligten sich daran viele geistliche und weltliche Herren durch die Gründung von Propsteien und Burgherrschaften, insbesondere längs der Donau. Dazu gehörten dasHochstift Passau, dasHochstift Salzburg, aber auch Klöster, darunterKloster Niederaltaich undKloster Tegernsee, sowie altbaierischeedelfreie Geschlechter wie dieKuenringer, die Herren vonFormbach undPitten, vonRauheneck,Ottenstein,Lichtenfels,Arnstein,Grie-Ranna,Poigen-Regau,Plain und andere. Die Rodung des Urwaldes (silva nortica) erschloss neue Siedlungsräume. Es entstanden die ältesten Burganlagen in der Nähe der Dörfer.
Neuzeit
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zeitweise galt das wirtschaftlich benachteiligte und strukturschwache Waldviertel als ein „Armenhaus“ der Donaumonarchie. Erst das Aufblühen der Holz-, Glas- und Textilindustrie sorgte nebst der Landwirtschaft für bescheidenen Wohlstand. Der Bau derFranz Josephs-Bahn sowie die Errichtung von Lokalbahnstrecken sorgte für einen besseren Anschluss und ein sanftes Aufblühen der Region. Vor allem dasKamptal (Rosenburg) und das Thayatal (Drosendorf) entwickelten sich zuSommerfrischen.
Der deutschnationale PolitikerGeorg Ritter von Schönerer, geistiger WegbereiterAdolf Hitlers, war aufSchloss Rosenau ansässig. Schon früh erstarkte daher derNationalsozialismus in der Region, bereits 1920 hielt Hitler eine Versammlungsrede derNSDAP in Gmünd. Bei der Nationalratswahl 1930 betrug der Stimmenanteil für die Nationalsozialisten bereits 10 Prozent. 1932 regierten u. a. in Zwettl und Gmünd nationalsozialistische Bürgermeister. Das Waldviertel wurde in derNS-Zeit auchAhnengau genannt, daHitlers Familie aus der Region stammte. Um dies jedoch ein wenig zu verschleiern, wurde u. a. derTruppenübungsplatz Allentsteig angelegt.
Wirtschaft und Infrastruktur
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Das Waldviertel ist von jeher einstrukturschwaches Landwirtschaftsgebiet. Neben der Landwirtschaft entstand hier sehr zeitig eineTextilindustrie, die sich aus den zahlreichen Kleinwebereien entwickelte. Auf vielen Bauernhöfen stand vorher einWebstuhl, auf dem dieSchafwolle des eigenen Hofes verarbeitet wurde. Speziell Bandwebereien undFlechtereien entstanden hier, die dem Waldviertel auch den BeinamenBandlkramerland gaben. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war das Waldviertel durch denEisernen Vorhang stark benachteiligt. Erst durch die Öffnung konnte das Waldviertel durch dasneue Hinterland wirtschaftlich aufholen.
Im RaumKarlstein an der Thaya hatte sich eine Uhrenindustrie gebildet, man nennt diese Region auch „Horologenland“. Österreichs einzige Uhrmacherfachschule ist hier situiert.
Im Jahre 1984 wurde die Waldviertler Schuhwerkstatt inSchrems von SozialministerAlfred Dallinger ins Leben gerufen. Es war ein Projekt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und ist inzwischen ein international agierender Betrieb. 2009 kaufte die Schuhwerkstatt eine Lagerhalle der insolventenErgee.
Durch den Holzreichtum einerseits und den vorhandenenQuarz (oder Kies, wie er hier bezeichnet wird) wurden seit dem Mittelalter mehr als 120Glashütten gegründet.[12][13] In historischen Zeiten waren Waldviertler Sande gute Rohstoffe für dieWaldglas-Produktion, besonders für farbige Gläser.[14] Einige dieser Manufakturen haben sich bis heute erhalten und spielen nach wie vor eine wirtschaftliche und kulturelle Rolle. Im 19. Jahrhundert markierte die wissenschaftlich-technische Revolution das Aus für viele kleine Hütten und brachte moderne Großbetriebe mit maschineller Massenproduktion hervor. Eine Schlüsselfigur in diesem Fortschritt der Glaserzeugung war Carl Anton Stölzle, der zahlreiche Glashütten erwarb und damit der Glasindustrie zu neuem Aufschwung verhalf.[15] Daraus entstand die heutigeStoelzle-Glasgruppe. Mehrere Glasmuseen erinnern an die Geschichte dieses Wirtschaftszweigs.[16]
Durch den Rückgang der Landwirtschaft ist die Waldfläche in der Zunahme begriffen. In der ursprünglich textilen Region des Waldviertels sind überhaupt nur mehr wenige Textilbetriebe übrig geblieben; zu den größten gehören die Firma „Herka Frottier“ in Kautzen und die Firma „Framsohn Frottier“ in Heidenreichstein. Als letzter Traditionsbetrieb stellteJoh. Backhausen & Söhne im Jahr 2023 die Produktion ein.
Im Tourismus setzt man vornehmlich aufsanften Tourismus undWellnesstourismus wie imMoorbad Harbach, im Sole-Felsen Bad in Gmünd oder im FrauengesundheitsresortLa Pura (vormalsDungl-Hotel)[17] inGars am Kamp. Im Unterschied zu anderen Regionen Niederösterreichs hatte das Waldviertel in den vergangenen Jahren einen permanenten Zuwachs im Bereich der Tourismuswirtschaft zu verzeichnen. Allein 2009 stieg die Anzahl der Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr um über sieben Prozent.[18]
Viele landwirtschaftliche Produkte, wie der WaldviertlerGraumohn und daraus hergestellte Artikel, werden vermarktet – zum Beispiel im „Mohndorf“Armschlag. Die Landwirtschaft setzt sehr stark aufDirektvermarktung (Ab-Hof-Verkauf) in denWiener Bereich. Auch dieFischzucht in vielen Fischteichen, die massiv zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia angelegt wurden, um die immer wieder auftretenden Lebensmittelknappheiten auszugleichen, ist ein Nischenprodukt. Alljährlich zuWeihnachten werden vieleKarpfen vor allem für den Wiener Markt abgefischt. 2024 wurde die Karpfen-Teichwirtschaft im Waldviertel in die Liste derGlobally Important Agricultural Heritage Systems derFAO aufgenommen.[19]
Im nördlichen Waldviertel gab es ab 2005 den Versuch einer eigenenRegionalwährung. DerWaldviertler Regional wurde in etwa 200 Unternehmen akzeptiert. Nach elf Jahren Laufzeit wurde das Projekt beendet. Die verbliebenen Waldviertler konnten noch bis Ende März 2017 umgetauscht werden.[20]
Verkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]DieWaldviertler Straße B 2 und dieKremser Straße B 37 bilden gemeinsam die Hauptverkehrsadern des Waldviertels. Nachdem die Planungen für eineAutobahn bzw. Schnellstraße verworfen wurden, wurde ein Ausbau der beiden Straßen in Angriff genommen (Ortsumfahrungen,2+1 System).
Im Bahnverkehr besitzt das Waldviertel nur wenige Linien. Viele Planungen, wie eine Bahn Groß Gerungs–Zwettl–Donau, Langschlag–Mühlviertel oder Litschau–Nová Bystrice konnten wegen desErsten Weltkrieges nicht verwirklicht werden. Die wichtigste Strecke ist dieFranz-Josefs-Bahn zwischenWien und Gmünd. Bis in die 1990er Jahre fuhren hier Züge nach Prag und Berlin (Vindobona). Heute ist die Strecke nur noch von regionaler Bedeutung. Die Österreichische Nordbahn übernahm den Hauptteil des Bahnverkehrs in Richtung Tschechien. Auch auf den Nebenbahnen, derKamptalbahn und derDonauuferbahn, hat die Auslastung abgenommen. Auf den Waldviertler Schmalspurbahnen, derLokalbahn Göpfritz–Raabs, derThayatalbahn und derLokalbahn Schwarzenau–Zwettl–Martinsberg wurde der planmäßige Personenverkehr bereits eingestellt.
Um dennoch ein öffentliches Verkehrsnetz anzubieten, verkehren seit dem 21. Dezember 2009 zum bestehenden Busnetz mit dem neu gegründetenWaldviertel-Bus zusätzliche und großteils vertaktete Buslinien für eine stärkere Vernetzung regionaler Zentren. Der Waldviertel-Bus ist eine Initiative des Landes Niederösterreich und umfasst ein Schnellbussystem aus zwei Haupt- (Krems–Gmünd undHorn–Waidhofen a.d. Thaya) und 19 Zubringerlinien, wobei auch regionale Zentren in unmittelbarer Umgebung des Waldviertels angefahren werden (Hollabrunn,Melk oderRetz).[21]
Kultur, Sehenswürdigkeiten, Tourismus
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Kulturelle Anziehungspunkte sind neben Krems, demKamptal und derWachau die WallfahrtsorteMaria Dreieichen,Maria Taferl undMaria Laach am Jauerling, die StifteAltenburg,Geras,Eisgarn undZwettl sowie zahlreiche Burganlagen wie etwaRappottenstein,Ottenstein oder dieRosenburg. Stark besucht ist auch das Ausflugsgebiet rund um die Kampstauseen. Besuchenswerte Museen gibt es in den Städten Horn, Drosendorf-Zissersdorf,Eggenburg,Raabs an der Thaya, Zwettl sowie inGars am Kamp.
Weiters ist auch dieYsperklamm als Sehenswürdigkeit im südlichen Waldviertel anzuführen. Für Naturliebhaber stehen die verschiedenen Naturparke in Gmünd (Blockheide),Dobersberg,Geras,Heidenreichstein (Heidenreichsteiner Moor),Schrems (Hochmoor Schrems mit Unterwasserreich),Kamptal-Schönberg und der skandinavisch anmutendeNaturpark Nordwald im BereichBad Großpertholz zur Verfügung.

Das Waldviertel weist ein großes Angebot an Wanderwegen auf, mehrereösterreichische Weitwanderwege nehmen hier ihren Ausgang: derNord-Süd-Weitwanderweg, derNiederösterreichischer Mariazellerweg, derOstösterreichische Grenzlandweg und derEisenwurzenweg.
Eisenbahnliebhaber finden im Waldviertel verschiedene touristische Bahnen. Ab Gmünd verkehren dieWaldviertler Schmalspurbahnen nach Norden RichtungLitschau mit Abzweig nachHeidenreichstein sowie nach Süden RichtungGroß Gerungs. AbDrosendorf verkehrt im Sommer dieLokalbahn Retz–Drosendorf Richtung Weinviertel und in der Wachau kann man zwischen Krems undEmmersdorf dieDonauuferbahn oder auch Wachauer Bahn nutzen. Am südlichsten Punkt des Waldviertels befindet sich das ältesteDonaukraftwerk Österreichs, dasKraftwerk Ybbs-Persenbeug.
Das internationale KammermusikfestivalAllegro Vivo findet jährlich im August und September an rund 30 unterschiedlichen Spielorten im Waldviertel statt. Im Rahmen des Festivals finden in Horn Meisterkurse mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Lehrenden internationaler Musikuniversitäten und Konservatorien statt. Diese Meisterkurse werden jährlich von rund 500 Musikstudierenden aus 40 Nationen besucht.[22]
Bekannte Waldviertler
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]DieListe bekannter Waldviertler stellt im Waldviertel geborene, hier lebende oder mit dieser Region besonders verbundene Persönlichkeiten der Geschichte und Gegenwart vor.
Siehe auch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Literatur
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- Allgemeines
- Elisabeth Gruber,Martin Heintel:Das Waldviertel – die ewige Abwanderungsregion? Perspektiven aus der Sicht der Regionalentwicklung. In:Das Waldviertel, 67. Jg., Heft 3, S. 427–438. Horn 2018: WHB.
- Elfriede M. Klepoch:Das Waldviertel. Sutton 2007,ISBN 978-3-86680-175-2.
- Barbara Krobath,Mella Waldstein:Das Land der Stille. Waldviertel. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2001.ISBN 3-85252-253-6.
- Franz Obendorfer, Franz K. Obendorfer:Gesichter des Waldviertels. Eigenverlag, Mistelbach 2011,ISBN 978-3-200-02119-8.
- Gerhard Trumler (Fotogr.):Granit. Das Land vor dem Winter – Waldviertel. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 1994.ISBN 3-85252-024-X.
- Mella Waldstein (Red.):Das Waldviertel. Auf festem Grund. VerlagBibliothek der Provinz, Weitra 2009 (=Jahrbuch Volkskultur Niederösterreich 2009).ISBN 978-3-900000-08-0.
- Spezialgebiete
- Antonín Bartoněk, Bohuslav Benes, Wolfgang Müller-Funk:Kulturführer Waldviertel, Weinviertel, Südmähren. Deuticke, Wien 1993,ISBN 978-3-216-30043-0.
- Evelyn Benesch,Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg:Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990,ISBN 3-7031-0652-2.
- Robert Bouchal –Johannes Sachslehner:Waldviertel. Mystisches – Geheimnisvolles – Unbekanntes. Pichler Verlag, Wien 2002,ISBN 3-85431-274-1
- Franz Eppel:Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historische Lebens- und Siedlungsformen. Salzburg 1963 (mehrere Auflagen).
- Franz Heilsberg:Geschichte der Kolonisation des Waldviertels. In:Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich, Neue Folge, Band 6 (1907), S. 1–92.
- Herbert Knittler (Hg.):Wirtschaftsgeschichte des Waldviertels (= Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, Band 47). Verein für Landeskunde von Niederösterreich, Horn 2006,ISBN 978-3-900708-21-4.
- Andrea Komlosy:An den Rand gedrängt. Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Oberen Waldviertels (= Österreichische Texte zur Gesellschaftskritik, Band 34). Verlag für Gesellschaftskritik, Wien 1988,ISBN 3-900351-82-1.
- Georg Kuhr, Gerhard Bauer, Gustav Reingrabner (Hg.):Das Verzeichnis der Neubekehrten im Waldviertel 1652–1654. Codex Vindobonensis 7757 der Nationalbibliothek Wien. Nürnberg 1992 (Quellen und Forschungen zur fränkischen Familiengeschichte, 3).
- Richard Pils (Hg.):Das Waldviertel in seinen Sagen nach dem Volksmund. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 1995,ISBN 3-85252-039-8.
- Friedrich Polleroß (Hrsg.):„Die Erinnerung tut zu weh“. Jüdisches Leben und Antisemitismus im Waldviertel (= Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, Band 37). Waldviertler Heimatbund, Horn 1996,ISBN 3900708118.
- Friedrich Polleroß (Hrsg.):Jüdische Familien im Waldviertel und ihr Schicksal(= Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, Band 58). Waldviertler Heimatbund, 3. Auflage, Horn 2018,ISBN 9783900708337.
- Birgit Zotz:Das Waldviertel – Zwischen Mystik und Klarheit. Das Image einer Region als Reiseziel. Berlin 2010,ISBN 978-3-89574-734-2.
Film
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Waldviertel – Vom Zauber des rauen Landes. Dokumentarfilm, Österreich, 2003, 43:42 Min., Buch und Regie:Kurt Mündl, Produktion:ORF, Reihe:Universum.[23]Online-Video aufYouTube
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Hauptregionsstrategie 2024 – Waldviertel. (PDF; 4,6 MB) In: raumordnung-noe.at. 16. Juni 2015; abgerufen am 27. November 2020.
- Messdaten - Luft/Wasser - Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
- Lexikon des Waldviertels
- Das Waldviertel – Zeitschrift für Heimat- und Regionalkunde des Waldviertels und der Wachau
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Niederösterreich II. Abgerufen am 18. Dezember 2019.
- ↑K. k. Finanzministerium (Hrsg.):Die Verwaltungs-Berichte der k. k. Berghauptmannschaften über Verhältnisse und Ergebnisse des Österreichischen Bergbaues im Verwaltungsjahre 1858. Wien 1859,S. 3 (Online in der Google-Buchsuche [abgerufen am 2. März 2015]).
- ↑RGBl. Nr. 153/1899
- ↑Gliederung Österreichs in NUTS-Einheiten. Gebietsstand 1. Jänner 2017. In: statistik.at, (PDF; 26 kB).
- ↑Bevölkerung. In: noe.gv.at. 4. September 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.
- ↑Naturschutzkonzept Niederösterreich. (PDF; 3,3 MB) In: noe.gv.at. Februar 2015, abgerufen am 28. Juli 2019.
- ↑Klimadaten von Österreich 1971–2000. In:zamg.ac.at. Abgerufen am 15. Dezember 2021.
- ↑Wikipedia:Tiefsttemperaturen (seit Beginn der Aufzeichnungen)
- ↑ Bernhard Fürst, Cornelia Jöbstl, Iris Wagner:Das Waldviertel. Universitätsarbeit in der ArbeitsgruppeKartographie und Geoinformation derUniversität Wien, 2004.
- ↑abManfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler:Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008,ISBN 978-3-85474-187-9,S. 127.
- ↑abcDieter Manhart, Ernst Wandaller:Schatzkammer Waldviertel – Vielfalt als heimlicher Reichtum. Gmünd 2004,ISBN 3-200-00156-9.
- ↑dpa: Altes Handwerk in Österreichs Waldviertel. In: Zeit. Abgerufen am 13. April 2024.
- ↑Peter-Philipp Schmitt: Warum diese Weingläser einen Knick haben. In: FAZ. Abgerufen am 13. April 2024.
- ↑Barbara Frasl: Waldglas und Waldglasrohstoffe (Quarzsande) im nördlichen Waldviertel. Abgerufen am 7. April 2024.
- ↑Markus Lohninger: Auf den Spuren der Glashütten. In: NÖN. Abgerufen am 13. April 2024.
- ↑Glasbläserei im Norden Österreichs. In: austria.info. Abgerufen am 19. September 2018.
- ↑Dungl-Hotel wurde Frauengesundheitszentrum. In: noev1.orf.at. 18. Mai 2011, abgerufen am 19. Juni 2020.
- ↑Birgit Zotz:Das Waldviertel – Zwischen Mystik und Klarheit. Das Image einer Region als Reiseziel. Berlin 2010, S. 31–32.
- ↑Carp pond farming in the Waldviertel region of Lower Austria auf der Webpräsenz des GIAHS-Programms der FAO, abgerufen am 2. März 2025
- ↑Das Pilotprojekt Waldviertler Regionalwährung setzt einen Punkt. (PDF; 79,9 kB) Sondernewsletter. In: waldviertler-regional.at. 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2017; abgerufen am 10. April 2024.
- ↑Mobil im Waldviertel. (PDF; 585 KB) In: vor.at. 5. August 2019, abgerufen am 14. Juli 2020.
- ↑Rupert Kornell: Festival-Gründer: „Bin dankbar und demütig!“ 5. August 2016, abgerufen am 21. Oktober 2023.
- ↑Dokumentation: Waldviertel – Vom Zauber des rauhen Landes. Inhaltsangabe. In: 3sat.de. Archiviert vom Original am 14. Februar 2017; abgerufen am 12. Oktober 2017 (Das Video ist nach Neuausstrahlungen kurzfristig in der Mediathek abrufbar.).