Wackernheim StadtIngelheim am Rhein | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 58′ N,8° 7′ O49.9741666666678.1166666666667222Koordinaten:49° 58′ 27″ N,8° 7′ 0″ O |
| Höhe: | 222 m ü. NHN |
| Einwohner: | 2521 (31. Dez. 2021)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Juli 2019 |
| Eingemeindet nach: | Ingelheim am Rhein |
| Postleitzahl: | 55263 |
| Vorwahl: | 06132 |
Ortskern Wackernheim im April 2019 von Osten aus gesehen | |
Wackernheim ist einOrtsbezirk der StadtIngelheim am Rhein imLandkreis Mainz-Bingen inRheinland-Pfalz. Das Bergdorf war bis Juni 2019 alsOrtsgemeinde Teil derVerbandsgemeinde Heidesheim. Seit dem 1. Juli 2019 gehört es zur Stadt Ingelheim am Rhein.
Der Ort liegt etwa sieben Kilometer westlich vonMainz in einem Seitental desRheins zwischen denNaturschutzgebietenRabenkopf,Layenhof undMainzer Berg. Im Osten grenzt er an den Mainzer StadtteilFinthen sowie westlich an den Ingelheimer NachbarstadtteilOber-Ingelheim. Weitere Nachbarstadtteile und -gemeinden sindHeidesheim am Rhein im Norden sowie knapp 5 Kilometer südlichSchwabenheim an der Selz,Stadecken-Elsheim undEssenheim. Zu Wackernheim gehört auch derWohnplatz „Haus Vetter“.[2]
Wackernheim entstand wahrscheinlich schon um 500 v. Chr. Seine erste urkundliche Erwähnung alsVuacharenheim datiert vom 17. Juni 754, in der die Schenkung eines Weinbergs an dasKloster Fulda vermeldet wurde. Weitere Namensvarianten sindVuacharenberg undWachernheim. Seit dem Jahr 1200 ist der Name Wackernheim in seiner heutigen Schreibweise bei allen Urkunden und Unterschriften zu finden.
Wackernheims Bedeutung imMittelalter war nicht gering. Davon zeugen die Wasserleitungen der Karlsquellen zur Umgebung des Wackernheimer Tales sowie dreiSarkophage (eine Art Grabröhren). Auch fand man alte römische Mauernzüge, geplättete Wege und Gänge sowie behauene Steintafeln und alte Gebäudereste. Wackernheim war erst seit etwa 900 ein zumIngelheimer Grund gehörendesReichsdorf.
Die Bewohner Wackernheims betreiben seit jeher Landwirtschaft und Obstanbau. Seit etwa 1950 hat sich auch Gewerbe in Wackernheim angesiedelt; der Ort ist jedoch in erster Linie Wohngemeinde geblieben.
Zum 1. Juli 2019 wurden die Ortsgemeinden Wackernheim und Heidesheim in die Stadt Ingelheim eingemeindet.[3]

Wackernheim ist gemäßHauptsatzung alsOrtsbezirk ausgewiesen und wird von einemOrtsbeirat und einemOrtsvorsteher politisch vertreten.[4]
Der Ortsbeirat besteht aus zwölf Ortsbeiratsmitgliedern und dem Ortsvorsteher als Vorsitzendem. Bei derKommunalwahl am 9. Juni 2024 wurden die Beiratsmitglieder in einerpersonalisierten Verhältniswahl gewählt. Die Sitzverteilung im gewählten Ortsbeirat:
| Wahl | SPD | CDU | Grüne | FWG a | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | 3 | 2 | 3 | 4 | 12 Sitze[5] |
| 2019 | 3 | 2 | 3 | 4 | 12 Sitze[6] |
Theo Paridon (CDU) wurde am 3. Juli 2024 Ortsvorsteher von Wackernheim.[7] Bei derDirektwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Kandidat mit einem Stimmenanteil von 74,0 % für fünf Jahre gewählt worden.[8]
Paridons Vorgänger Dieter Berg (FWG), seit 2019 der erste Ortsvorsteher Wackernheims, war zur Wahl 2024 nicht erneut angetreten.[9]
Der letzteGemeinderat in Wackernheim bestand aus 20 Ratsmitgliedern, die bei derKommunalwahl am 25. Mai 2014 in einerpersonalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und derehrenamtlichenOrtsbürgermeisterin als Vorsitzender. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 16 Ratsmitglieder an.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[10]
| Wahl | SPD | CDU | Grüne | FDP | FWG | BL | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 6 | 3 | 3 | – | 7 | 1 | 20 Sitze |
| 2009 | 7 | 3 | 2 | 1 | 6 | 1 | 20 Sitze |
| 2004 | 6 | 4 | 2 | 0 | 3 | 1 | 16 Sitze |
Ortsbürgermeisterin war seit 2009 Sybille Vogt von der Freien Wählergruppe Wackernheim.[11]
Wackernheim war seit etwa 900 einReichsdorf. Es erhielt als Wappen denReichsadler im goldenen Felde, welches auch heute noch das Ortswappen ist.
Partnerschaften bestehen mit der GemeindeDaix inBurgund sowie mitRoncà in derProvinz Verona.
Die Kirche „Schmerzen Mariens“ wurde 1733 fertiggestellt. Ermöglicht hatte den Bau ein vermögendes Mitglied der FamilieGedult von Jungenfeld, der der katholischen Kirchengemeinde das Gelände 1729 zweckgebunden geschenkt hatte, um dort ein Gotteshaus zu errichten.
DieFreiwillige Feuerwehr Wackernheim wurde 1896 gegründet. Seit der Eingemeindung nach Ingelheim am 1. Juli 2019 wird sie als Einheit Wackernheim der Freiwilligen Feuerwehr Ingelheim geführt.
Der größte Sportverein des Ortes ist derTurn- und Sportverein 1862 Wackernheim e. V. Er hat über 800 Mitglieder in den AbteilungenFußball,Turnen,Tischtennis,Taekwondo undBreitensport. Die Vereinshalle des TSV wird auch für andere kulturelle Events genutzt.
Weitere Vereine sind der 1949 gegründeteCarneval Club Wackernheim und der MGV 1888 Wackernheim.
Wackernheims Wirtschaft ist geprägt vom Obst- undWeinanbau. Im Ort befinden sich dieMcCully Barracks der US-amerikanischen Streitkräfte.[12]
Wackernheim liegt unweit derBundesautobahn 60, erreichbar über die AusfahrtenHeidesheim,Ingelheim Ost undMainz-Finthen. Es existierten Anschlüsse an das DB-Nahverkehrsnetz inHeidesheim. Außerdem fahren Buslinien derMainzer Verkehrsgesellschaft vom Wackernheimer Rathausplatz über Mainz-Finthen und die Universität bis zumMainzer Hauptbahnhof und in Gegenrichtung zur Stadtmitte Ingelheims.