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Wacholder

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterWacholder (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wacholder

Heide-Wacholder (Juniperus communis) in der Lüneburger Heide

Systematik
Unterabteilung:Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse:Coniferopsida
Ordnung:Koniferen (Coniferales)
Familie:Zypressengewächse (Cupressaceae)
Unterfamilie:Cupressoideae
Gattung:Wacholder
Wissenschaftlicher Name
Juniperus
L.
Sektionen
  • Caryocedrus
  • Juniperus
  • Sabina
Illustration ausKöhler's Medizinalpflanzen desSadebaumes (Juniperus sabina)
Illustration ausThe cypress and juniper trees of the Rocky Mountain region, 1915 desAlligator-Wacholder (Juniperus deppeana)

DieWacholder (Juniperus) sind einePflanzengattung in derUnterfamilie Cupressoideae innerhalb derFamilie derZypressengewächse (Cupressaceae). Mit den etwa 50 bis 70 Arten, die dieser Gattung zugerechnet werden, stellen sie fast 40 Prozent der Arten innerhalb der Zypressengewächse. In Mitteleuropa kommen in freier Natur nur zwei Arten vor: derGemeine Wacholder und derSadebaum.

Name

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Der deutsche NameWacholder (von althochdeutschwechalter, mittelhochdeutschwëcholtër)[1] hat verschiedeneetymologische Deutungen erfahren. Sicher ist, dass der Teil „-der“ der Reflex der indogermanischen Baumbezeichnung ist, wie sie inHolunder,Affolter (Apfelbaum),Flieder,Heister und anderen vorkommt. Unsicher ist der erste Teil. Hier wird entweder ein Zusammenhang mitwachsen angenommen, unter Verweis auf den immergrünen Baum, oder mitwickeln, nach einer (wahrscheinlich vom früheren hebräischen Namen abgeleiteten)[2] Verwendung zum Binden bzw. für rituell genutzte Wacholdersträuße.[3][4][5] Weiter zurück reicht die Formqueckolder, in der der Baum als der Lebenskräftige (zuqueck) gefasst wird, schon ahd. belegt.[6] Die hin und wieder anzutreffende Deutung alsWach-Halter ist hingegen wohl eineVolksetymologie.

Im Niederdeutschen wird der Wacholder auch als Machandelbaum bezeichnet.[7] Daraus hat sich dann als Nebenform die Bezeichnung Machangelstrauch (oder nurMachangel)[8] entwickelt. Diese Bezeichnung ist vor allen Dingen in Grimms Märchen und einigen Gedichten anzutreffen. Der BegriffMachangel findet sich mehrfach in der Erzählung „Der Wehrwolf“ vonHermann Löns.[9]

Der botanische Name ist ebenfalls nicht sicher gedeutet. Favorisiert wird die Lesart alslateinisch *iūni-perus aus älterem *iuveni-paros in der Bedeutung „(zu) früh gebärend, abortierend“ nach der Verwendung vonJuniperus sabina.[10] Der altgriechische Nameἄρκευθος (arkeuthos) erscheint in derHistoria plantarum.[11]

Der heute nur selten vorkommende NameJuniper, welcher als Vor- und Nachname existiert, leitet sich vonJuniperus ab.

In Deutschland finden sich inalthochdeutschenGlossen vorwiegend ab dem 10. Jahrhundert aus den von Spohra/Spurcha entwickelten Namensformen der Begriff „Spurk“ für Wacholder.[12]

Unter anderem in Österreich und Teilen Bayerns ist der Wacholder unter der BezeichnungKranewitt bekannt, das über mhd.kranewite auf ahd.kranawitu,chranawita, welches Kranichholz bedeutet, zurückgeht. Den gleichen Ursprung besitzt das gleichbedeutendeKrammet.[13] Von der BezeichnungKranewitt leiten sich die FamiliennamenKranewitter,Kranebitter,Kronawitter,Kranevitter undGranovetter ab.

Der Wacholderschnaps ist demgemäß in Österreich unterKranewitter bekannt.

Beschreibung

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SektionSabina:Borke derAlligator-Wacholder (Juniperus deppeana)
SektionJuniperus: Blätter und beerenförmige Zapfen in verschiedenen Reifestadien desStech-Wacholders (Juniperus oxycedrus)

Vegetative Merkmale

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Wacholder-Arten sind immergrüneSträucher oderBäume. Als größtes Einzelexemplar gilt einSyrischer Wacholder (Juniperus drupacea) in der Türkei mit einer Wuchshöhe von 40 Metern. DasHolz besitzt einen schmalenSplint und einen rötlich-braunen Kern und duftet oft aromatisch, wobei die Namensgebung wie „stinkend“ andeutet, welche Arten besonders intensiv riechen. Die Zweige sind rund oder vier- bis sechsflügelig. Die Blätter sind im Allgemeinen kurz und liegen eng an den Zweigen an. Sie sind in der Jugend nadelförmig, später schuppen- oder nadelförmig. Die Blätter sind in gegenständigen Paaren in vier Reihen oder in wechselständigenQuirlen in drei bis sechs Reihen oder selten in Quirlen mit vier bis acht Reihen an den Zweigen angeordnet.

Die Sämlinge besitzen zwei bis acht Keimblätter (Kotyledonen).

Generative Merkmale

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Die zu denNacktsamigen Pflanzen gehörenden Arten sind meist zweihäusig (diözisch), selten einhäusig (monözisch) getrenntgeschlechtig. Die männlichen Zapfen besitzen drei bis vier Paare oder TriosSporophylle. Jedes Sporophyll besitzt zwei bis acht Pollensäcke.

Die beerenförmigen weiblichenZapfen, oft als Beeren bzw.Wacholderbeeren bezeichnet, sind bei einem Durchmesser von 0,3 bis 2 Zentimetern ei- bis kugelförmig. Sie benötigen bis zur Reife ein bis zwei Jahre, bleiben geschlossen und werden bläulich. Die meist dicken, fleischigen Zapfenschuppen sind aus Deck- und Samenschuppen verwachsen und besitzen ein bis drei Samen. Die ungeflügelten, hartschaligen Samen sind rund bis kantig. Die beerenförmigen Zapfen werden von Vögeln als ganzes geschluckt, und die Samen verlassen den Darmtrakt unversehrt. Der bittere Geschmack der Zapfen (bei den meisten Arten) ist wohl eine Anpassung gegen Fraß durch Säugetiere.

DieChromosomengrundzahl beträgt x = 11.

Vorkommen

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Wacholder-Arten kommen vorwiegend auf derNordhalbkugel der Erde vor. Nur das Verbreitungsgebiet desOstafrikanischen Wacholders reicht imöstlichen Afrika bis 18° Süd.

Wacholder-Arten sind sehr anpassungsfähig. Sie gedeihen in Klimaregionen, die von dersubarktischen Tundra bis zu Halbwüsten reichen. Nahezu alle Arten sind gut an regenarme Zeiten angepasst. In Bergregionen sind es häufig Wacholder-Arten, die noch an derBaumgrenze gedeihen. Der auf den Azoren gedeihendeKurzblättrige Wacholder ist die einzige Nadelholzart, die sich auf einer mitten im Ozean liegenden Inselkette vulkanischen Ursprungs etablieren konnte.[14] Die Samen der Vorfahren dieser Art gelangten vermutlich im Verdauungstrakt von Vögeln dorthin.

Sie kommen vielfach auf trockenen Böden (Sand,Heide,Steppe,Halbwüste) vor.

In vielensemiariden Gebieten wie in den westlichen USA, im nördlichenMexiko, im zentralen und südwestlichen Asien sind sie die dominante Waldbedeckung in weiten Bereichen der Landschaft. Die Untergattung Juniperus ist hauptsächlicheurasisch mit einerholarktischen Art (Juniperus communis). Sie ist auch die einzige Art dieser Untergattung inNordamerika und Mitteleuropa und überhaupt die am weitesten verbreiteteKoniferenart. Die UntergattungCaryocedrus istendemisch in Südwestasien undSüdosteuropa. Die UntergattungSabina besiedelt fast alle Areale, die auch für die ganze Gattung gelten – außer nördlich von 50° Nord in Europa und 60° Nord in Asien.

Instark beweideten Gebieten ist Wacholder aufgrund seiner Unverträglichkeit für Weidetiere oft der einzige vorkommende Baum.

Die häufigere der beiden Wacholder-Arten in Deutschland, derHeide-Wacholder, war derBaum des Jahres 2002.[15]

Inhaltsstoffe

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Die Zusammensetzung derätherischen Öle unterscheidet sich je nach Art und Pflanzenteil.α-Thujen undγ-Terpinen finden sich in den Nadeln, während(−)-Camphen nur in den Früchten zu finden ist.(±)-α-Pinen und (±)-β-Pinen,Myrcen,(+)-Sabinen,(+)-3-Caren,(±)-Limonen,β-Phellandren undTerpinolen sind sowohl im Öl der Nadeln als auch der Früchte zu finden.[16] Neben ätherischen Ölen enthalten die BeerenFlavonoide undBiflavonoide.[17]

Giftwirkung des Wacholders

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Die in denBeeren undNadeln des Gemeinen Wacholders enthaltenen ätherischen Öle können bei Hautkontakt und Verzehr zu Reizerscheinungen führen.[18]Im Gegensatz zu den anderen Wacholdergewächsen ist beimJuniperus communis nur die Beere (Fructus Juniperi) giftig. Reif ist sie im zweiten Jahr. Eine Überdosierung des Teeröls desStech-Wacholders führt zu Nierenschmerzen, Nierenversagen, Hautreizungen und Leberschädigung.[19] Ferner wird die Herztätigkeit und Atmung gesteigert; seltener können Krämpfe auftreten. Äußerlich kommt es zur Rötung der Haut bis zurBlasenbildung. Die maximale Dosierung liegt bei erwachsenen Menschen bei 2 g.

Systematik

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SektionCaryocedrus:Syrischer Wacholder (Juniperus drupacea)
SektionJuniperus:Kurzblättriger Wacholder (Juniperus brevifolia) auf den Azoren
SektionJuniperus:Alpen-Wacholder (Juniperus communis var.saxatilis) imWitoschagebirge, Bulgarien
SektionJuniperus:Juniperus macrocarpa auf der griechischen Insel Paros
SektionJuniperus:Juniperus navicularis
SektionJuniperus:Igel-Wacholder (Juniperus rigida)
SektionSabina:Bermuda-Wacholder (Juniperus bermudiana), Sand Island,Midwayinseln, Hawaii-Inseln
SektionSabina:Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis)
SektionSabina: Zweig mit Zapfen desAlligator-Wacholders (Juniperus deppeana)
SektionSabina:Griechischer Wacholder (Juniperus excelsa) auf der Krim
SektionSabina:Juniperus grandis in der Sierra Nevada, Kalifornien
SektionSabina:Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalis) in Saskatchewan
SektionSabina: Habitus vonJuniperus maritima imHabitat
SektionSabina: Habitus desEinsamigen Wacholders (Juniperus monosperma) imHabitat
SektionSabina: Habitus desUtah-Wacholders (Juniperus osteosperma) imHabitat
SektionSabina:Phönizischer Wacholder (Juniperus phoenicea) aufEl Hierro
SektionSabina: Habitus desPersischen Wacholders (Juniperus polycarpos) im Habitat
SektionSabina: Habitus vonJuniperus procera imHabitat
SektionSabina: Habitus vonJuniperus recurva var.coxii
SektionSabina: Hängende Zweige vonJuniperus recurva var.coxii
SektionSabina: Habitus vonJuniperus saltuaria imHabitat
SektionSabina: Habitus vonJuniperus saxicola
SektionSabina:Rocky-Mountain-Wacholder (Juniperus scopulorum),Habitat in denRocky Mountains
SektionSabina:Rocky-Mountain-Wacholder (Juniperus scopulorum)
SektionSabina: Zweig mit Zapfen vonJuniperus semiglobosa
SektionSabina: Habitus vonJuniperus standleyi imHabitat
SektionSabina:Spanischer Wacholder (Juniperus thurifera) in Spanien
SektionSabina:Virginischer Wacholder (Juniperus virginiana)

Die GattungJuniperus wurde durchCarl von Linné aufgestellt.[20] DieGattung gehört zurUnterfamilie Cupressoideae innerhalb derFamilieCupressaceae.

Die Gattung Wacholder (Juniperus) enthält etwa 50 bis 70Arten. Die wissenschaftlichen Diskussionen über die Artenzahlen, die Rangzuordnungen nach Varietäten, Unterarten oder Formen werden teilweise kontrovers geführt. Untersuchungen auf DNA-Basis (RAPD undGenetischer Fingerabdruck – Fingerprinting) und bezüglich der Blattölzusammensetzung halten die Diskussion in Bewegung; auch in der Feldforschung gefundene neue Arten lassen die Taxonzahlen schwanken.

Hier wird meist und vorzugsweise den Ausführungen vonRobert Phillip Adams gefolgt, der 2008[21] annähernd 70 Arten und 27 Varietäten anerkennt, aber die Kategorie Unterart nicht verwendet.[22]

Die GattungJuniperus s. l. wird in dreiSektionen eingeteilt, die in der Literatur manchmal auch alsUntergattungen geführt werden:[23]

  • SektionJuniperus (Syn.: GattungJuniperus sect.OxycedrusSpach): Mit zehn Arten:
    • Kurzblättriger Wacholder[24], auch Azoren-Wacholder genannt, (Juniperus brevifolia(Seub.)Antoine, Syn.:Juniperus oxycedrus var.brevifoliaSeub.): Er kommt nur auf denAzoren vor.[23]
    • Zedern-Wacholder[24] (Juniperus cedrusWebb &Berthel.) auf denKanarischen Inseln und aufMadeira.
    • Gemeiner Wacholder[24] oder Heide-Wacholder (Juniperus communisL.) mit sieben Varietäten:
      • Juniperus communisL. var.communis
      • Juniperus communis var.charlottensisR.P.Adams: Sie ist auf den kanadischenQueen-Charlotte-Inseln endemisch.
      • Kanadischer Wacholder[24] (Juniperus communis var.depressaPursh) bzw. in manchen Quellen auch als homonyme Unterart (Juniperus communis subsp.depressa(Pursh)Franco) angegeben, ist in ganz Kanada und den USA verbreitet.
      • Juniperus communis var.jackiiRehder in Nordamerika.
      • Juniperus communis var.megistocarpaFernald &H.St.John in Kanada.
      • Juniperus communis var.nipponica(Maxim.) E.H.Wilson in Japan.
      • Alpen-Wacholder,[24] auch Zwerg-Wacholder genannt (Juniperus communis var.saxatilisPall., Syn.:Juniperus communis var.montanaAiton,Juniperus communis var.nana(Willd.) Baumg.,Juniperus nanaWilld.): Er ist in der nördlichen Hemisphäre weitverbreitet (von Europa über das westliche, zentrale, nördliche Asien bis in den Fernen Osten, weiters im westlichen Teil Nordamerikas und in Grönland).
    • Juniperus deltoidesR.P.Adams: Die Heimat liegt ab Italien im östlichen Mittelmeerraum und weiter bis zum Iran.
    • Formosa-Wacholder (Juniperus formosanaHayata, Syn.:Juniperus taxifoliaParl. nonHook.,Juniperus maireiLemée et Lev.,Juniperus formosana var.mairei(Lemée et Lev.) R.P.Adams et C.F.Hsieh,Juniperus formosana var.concolorHayata,Juniperus formosana var.sinicaNakai,Juniperus chekiangensisNakai): Sie ist inChina undTaiwan verbreitet.[23]
    • Juniperus macrocarpaSm.: Er ist entlang der Mittelmeer- und Schwarzmeerküsten in Nordafrika, Europa und Kleinasien beheimatet.
    • Juniperus navicularisGand. ist nur inPortugal beheimatet.
    • Stech-Wacholder[24] (Juniperus oxycedrusL.): Er ist im Mittelmeerraum westlich von Italien heimisch.
    • Igel-Wacholder oder Nadel-Wacholder (Juniperus rigidaSiebold &Zucc.): Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt inOstasien mit China,Korea, im südöstlichen Russland sowie inJapan.
    • Luchu-Wacholder (Juniperus taxifoliaHook. &Arn., Syn.:Juniperus lutchuensisKoidz.): Dieser Endemit kommt nur auf den japanischen Ogasawara-Inseln vor und gedeiht von der Küste bis in Höhenlagen von 300 Metern an sonnigen, steinigen Standorten.[23]
  • SektionSabinaSpach (Syn.: GattungSabinaMill.): Mit etwa 56 Arten:
    • Juniperus angosturanaR.P.Adams (Syn.:Juniperus monosperma var.gracilisMartínez): Sie gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 2140 Metern in derSierra Madre Oriental in den mexikanischen BundesstaatenCoahuila,Hidalgo,Nuevo León,San Luis Potosí sowieTamaulipas.[23]
    • Juniperus arizonicaR.P.Adams (Syn.:Juniperus coahuilensis var.arizonicaR.P.Adams): Den Rang einer Art hat sie 2006 erhalten. Sie kommt an voneinander isolierten Standorten in den südwestlichenUS-Bundesstaaten inArizona sowieNew Mexico und in den nördlichen mexikanischen BundesstaatenChihuahua sowie Sonora vor. Sie gedeiht in Höhenlagen von 980 bis 1600, selten bis zu 2200 Metern.[23]
    • Ashes Wacholder[24] (Juniperus asheiJ.Buchholz, Syn.:Juniperus sabinoides(Kunth) Nees nonGriseb.,Juniperus sabinoidesSarg. nonGriseb.,Juniperus occidentalis var.texanaVasey,Juniperus occidentalis var.conjugensEngelm.,Juniperus tetragona var.oligospermaEngelm.): Es gibt zwei Varietäten:[23]
      • Juniperus asheiJ.Buchholz var.ashei: Sie kommt in den US-Bundesstaaten Arkansas, Missouri (in den Ozark Bergen), Oklahoma, Texas (nur auf dem Edwards Plateau) und im mexikanischen BundesstaatCoahuila vor. Hauptsächlich kommt sie Oklahoma, Arkansas und in denOzark Bergen vor.[23]
      • Juniperus ashei var.ovataR.P.Adams: Sie wurde 2007 erstbeschrieben.[25] Sie kommt hauptsächlich in Coahuila and im westlichen Texas vor.[23]
    • Karibischer Wacholder[24] (Juniperus barbadensisL.): Es gibt zwei Varietäten:[23]
      • Juniperus barbadensisL. var.barbadensis (Syn.:Juniperus virginiana var.barbadensis(L.) Gordon): Dieser Endemit kommt nur auf der karibischen InselSt. Lucia (Petit Piton) vor.[23]
      • Juniperus barbadensis var.lucayana(Britton) R.P.Adams (Syn.:Juniperus virginiana var.australisEndl.,Juniperus lucayanaBritton,Juniperus australis(Endl.) Pilg.): Sie kommt nur auf den Großen Antillen aufHispaniola,Jamaika und inKuba nur in der Sierra de Nipe und auf derIsla de la Juventud vor.[23]
    • Bermuda-Wacholder[24] (Juniperus bermudianaL., Syn.:Juniperus oppositifoliaMoench,Juniperus pyramidalisSalisb.,Juniperus virginiana var.bermudiana(L.) Vasey): Dieser gefährdete Endemit kommt nur auf denBermuda-Inseln vor.[23] Er soll auf der südatlantischen Insel St. Helena einNeophyt sein.[23]
    • Juniperus blancoiMartínez: Seit 2006 gibt es drei Varietäten:[23]
      • Juniperus blancoiMartínez var.blancoi:[20] Sie kommt in den mexikanischen BundesstaatenDurango,México,Michoacán sowieTlaxcala vor. Einige der Fundorte sind vielleicht durch Aussamen gepflanzter Exemplare entstanden.[23]
      • Juniperus blancoi var.huehuentensisR.P.Adams et al.[26]: Sie wurde 2006 erstbeschrieben. Dieser Endemit ist nur aus dem Gebiet um dem Gipfel des Cerro Huehuento, südlich von Huachichiles im mexikanischen Bundesstaat Durango bekannt. Sie gedeiht auf Felsen und sehr dünnen Substratansammlungen in Höhenlagen von 3150 bis 3270 Metern.[23]
      • Juniperus blancoi var.mucronata(R.P.Adams) Farjon (Syn.:Juniperus mucronataR.P.Adams): Dieser Endemit ist nur aus dem Gebiet Maicoba/Yecora bekannt, in der Nähe der Grenze der mexikanischen Bundesstaaten Sonora sowie Chihuahua. Sie gedeiht an Hängen 30 bis 60 Meter über dem Fluss Maicoba und benachbarter Fließgewässer überBasaltgestein.[23]
    • Kalifornischer Wacholder[24] (Juniperus californicaCarrière,Juniperus pyriformisLindl.,Juniperus cerrosianusKellogg,Juniperus cedrosianaKellogg,Juniperus occidentalisHook.): Er kommt in den südwestlichen US-Bundesstaaten südliches Nevada, Kalifornien sowie nördliches Arizona und im mexikanischen BundesstaatBaja California Norte sowie ihre vorgelagerten InselnIsla de Cedros sowieIsla Guadalupe.[23]
    • Chinesischer Wacholder[24] (Juniperus chinensisL.): Je nach Autor gibt es zwei bis vier Varietäten:[23]
      • Juniperus chinensisL. var.chinensis (Syn.:Juniperus sinensisJ.F.Gmel. orth. var.,Juniperus barbadensisThunb.,Juniperus cabiancaeVis.,Juniperus cernuaRoxb.,Juniperus dimorphaRoxb.,Juniperus erectopatens(W.C.Cheng & L.K.Fu) R.P.Adams,Juniperus flagelliformisLoudon,Juniperus fortuneiCarrière,Juniperus gausseniiW.C.Cheng,Juniperus jacobiiBeissn.,Juniperus keteleeri(Beissn.) Prop.-Giesel.,Juniperus neaboriensisA.H.Kent,Juniperus reevesianaEndl.,Juniperus sphaericaLindl.,Juniperus shepherdiiBeissn.,Juniperus sheppardii(A.H.Kent) Melle,Juniperus struthiaceaKnight,Juniperus thunbergiiHook. & Arn.,Juniperus virginicaThunb.,Juniperus japonica var.pyramidalisCarrière,Juniperus japonica var.variegataCarrière,Juniperus virginiana var.keteleeri(Beissn.) Rehder,Juniperus sabina var.erectopatens(W.C.Cheng & L.K.Fu) Y.F.Yu & L.K.Fu,Juniperus chinensis var.aureaM.Young,Juniperus chinensis var.aureoglobosaRehder,Juniperus chinensis var.corneyanus(Antoine) Gordon & Glend.,Juniperus chinensis var.foeminaLavallée,Juniperus chinensis var.gaussenii(W.C.Cheng) Silba,Juniperus chinensis var.glauca(Slavin) L.H.Bailey,Juniperus chinensis var.globosaHornibr.,Juniperus chinensis var.horizontalisNakai,Juniperus chinensis var.japonicaSiebold,Juniperus chinensis var.keteleeriBeissn.,Juniperus chinensis var.leeanaLavallée,Juniperus chinensis var.masGordon & Glend.,Juniperus chinensis var.masculaLavallée,Juniperus chinensis var.pendulaFranch.,Juniperus chinensis var.plumosaHornibr.,Juniperus chinensis var.sheppardii(A.H.Kent) Hornibr.,Juniperus chinensis var.smithiiLoudon,Juniperus chinensis var.torulosaEastw.,Juniperus chinensis var.variegataMaxwell): Sie ist inJapan,Korea,Myanmar, in derInneren Mongolei und in den chinesischen ProvinzenAnhui,Fujian, südlichesGansu,Guangdong, nördlichesGuangxi,Guizhou,Hebei,Henan, westlichesHubei,Hunan,Jiangsu,Jiangxi, südlichesShaanxi,Shandong,Shanxi, Sichuan, Yunnan sowieZhejiang verbreitet.[27]
      • Juniperus chinensis var.sargentiiA.Henry (Syn.:Juniperus procumbensSarg. nom. illeg.,Juniperus sargentii(A.Henry) Takeda ex Nakai,Juniperus chinensis subsp.sargentii(A.Henry) Silba,Juniperus sargentii var.coeruleumPshenn.,Juniperus sargentii var.cyanusPshenn.): Sie kommt in Japan, im östlichen Russland (nur inSachalin sowie auf den SüdlichenKurilen) und in der chinesischen ProvinzHeilongjiang vor.[27][23]
      • Juniperus chinensis var.tsukusiensis(Masamune) Masamune (Syn.:Juniperus tsukusiensisMasamune,Juniperus sargentii sensuSasaki,Juniperus chinensis var.sargentiiSasaki nonHenry): Sie kommt nur auf der südlichen japanischen InselYakushima und imLandkreis Hualien im östlichen Taiwan vor.[27][23] Sie wird 2011 als eigenen ArtJuniperus tsukusiensisMasamune angesehen.[28]
    • Rotbeeren-Wacholder (Juniperus coahuilensis(Martínez)Gaussen): Sie kommt nur im US-Bundesstaat Texas und im mexikanischen BundesstaatCoahuila vor.[23]
    • Juniperus comitanaMartínez: Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas sowie Hidalgo und in Guatemala inBaja Verapaz,Huehuetenango sowieZacapa vor. Sie gedeiht in Höhenlagen von 1300 bis 1775, selten bis zu 2300 Metern.[23]
    • Mekong-Wacholder (Juniperus convalliumRehder &E.H.Wilson): Es gibt zwei Varietäten:[27][23]
      • Juniperus convalliumRehder & E.H.Wilson var.convallium (Syn.:Juniperus mekongensisKom.,Juniperus ramulosaFlorin): Sie gedeiht auf hohen Bergen in Höhenlagen von 2200 bis 4300 Metern im östlichen Tibet und in den chinesischen Provinzen südliches Qinghai sowie nordwestliches Sichuan.[27][23]
      • Juniperus convallium var.microsperma(W.C.Cheng & L.K.Fu) Silba (Syn.:Juniperus microsperma(W.C.Cheng et L.K.Fu) R.P.Adams): Sie gedeiht auf hohen Bergen in Höhenlagen von 3200 bis 4000 Metern nur im östlichen Tibet.[27][23]
    • Alligator-Wacholder (Juniperus deppeanaSteudel): Nach Adams und Schwarzbach 2006 gibt es vier Varietäten:[23]
      • Juniperus deppeanaSteudel var.deppeana (Syn.:Juniperus thuriferaSpach nom. illeg.,Juniperus foetidaSpach,Juniperus foetida var.multicaulisSpach,Juniperus giganteaRoezl,Juniperus pachyphlaeaTorr.,Juniperus deppeana subsp.pachyphlaea(Torr.) Silba,Juniperus deppeana subsp.sperryi(Correll) A.E.Murray,Juniperus deppeana var.pachyphlaea(Torr.) Martínez,Juniperus deppeana var.sperryiCorrell,Juniperus deppeana f.sperryi(Correll) R.P.Adams,Juniperus deppeana f.elongataR.Adams): Sie ist von den südlichen US-Bundesstaaten Arizona sowie westliches Texas bis Mexiko verbreitet.[29] Innerhalb dieser Varietät wurden drei Formen beschrieben, die nicht von allen Autoren anerkannt werden.
      • Juniperus deppeana var.gamboana(Martínez) R.P.Adams: Sie gilt bei manchen Autoren als ArtJuniperus gamboana und kommt von Mexiko bis Guatemala vor.
      • Juniperus deppeana var.patoniana(Martínez) Zanoni (Syn.:Juniperus patonianaMartínez,Juniperus deppeana subsp.patoniana(Martínez) Silba,Juniperus deppeana var.obscura(Martínez) Gaussen,Juniperus patoniana f.obscuraMartínez): Sie kommt nur im mexikanischen Bundesstaat Durango vor.[29]
      • Juniperus deppeana var.robustaMartínez: Sie gedeiht in Mexiko nur in derSierra Madre Occidental.[29]
    • Juniperus durangensisMartínez: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1600 bis 2900 Metern in den mexikanischen BundesstaatenAguascalientes, Chihuahua, Durango,Jalisco,Sonora sowie Zacatecas.[23]
    • Griechischer Wacholder[24] (Juniperus excelsaM.Bieb., Syn.:Juniperus olivieriCarr.,Juniperus isophyllosK.Koch,Juniperus taurica(Pall.) Lipsky nonLindl.,Juniperus sabina var.tauricaPall.,Juniperus sabina var.excelsa(M.-Bieb.) Georgi,Juniperus foetida var.excelsa(M.-Bieb.) Spach,Juniperus excelsa var.depressaO.Schwarz): Sie ist vom östlichen Mittelmeerraum über die Schwarzmeerregion und dieKaukasusregion bis zumiranischenElburs-Gebirge verbreitet.[23] Der bei manchen Quellen als Unterart behandelteJuniperus excelsa subsp.polycarpos(K.Koch) Takht. wird hier als ArtJuniperus polycarpos geführt.
    • Mexikanischer Wacholder[24] (Juniperus flaccidaSchltdl.): Seit 2015 gibt es keine Varietäten mehr[30][23]: Er kommt im US-Bundesstaat Texas (dort nur im südwestlichsten Teil) und in weiten Teilen Mexikos vor.[30][23]
    • Stinkender Wacholder[24] (Juniperus foetidissimaWilld., Syn.:Juniperus phoeniceaPall. nonL.,Juniperus sabinoidesGrisebach,Juniperus foetida var.squarrulosaSpach,Juniperus foetidissima var.pindicolaFormanek): Sie kommt vonAlbanien,Nordmazedonien bis Griechenland (bis zumPeloponnes, BergAthos, aufThásos), aufZypern imLibanon, über den asiatischen Teil derTürkei (aber nur selten auf dem Zentralplateau) und im südöstlichenKaukasusraum bis zur Küste des Kaspischen Meeres inAserbaidschan und entlang der Küste des schwarzen Meeres in der Nähe vonNovorossiysk und auf derKrim vor.[23]
    • Juniperus graciliorPilg.: Es gibt drei Varietäten auf der karibischen InselHispaniola:[23]
      • Juniperus graciliorPilg. var.gracilior: Dieser Endemit kommt in derDominikanischen Republik nur in der Nähe von Costanza und dem Dorf Yaque vor.
      • Juniperus gracilior var.ekmanii(Florin) R.P.Adams (Syn:Juniperus ekmaniiFlorin): Dieser Endemit kommt inHaiti nur auf dem Pic la Selle sowieMorne la Visite vor.[23]
      • Juniperus gracilior var.urbaniana(Pilg. &Ekman) R.P.Adams (Syn.:Juniperus urbanianaPilg. & Ekman,Juniperus barbadensis var.urbaniana(Pilg. & Ekman) Silba,Juniperus barbadensis subsp.urbaniana(Pilg. et Ekman) Borhidi): Dieser Endemit kommt in Haiti nur auf demPic la Selle vor.[23]
    • Juniperus grandisR.P.Adams (Syn.:Juniperus occidentalis subsp.australisVasek,Juniperus occidentalis var.australis(Vasek) A.H.Holmgren & N.H.Holmgren): Sie wurde 2006 erstbeschrieben und kommt in den südwestlichen US-Bundesstaaten westlichesNevada sowieArizona vor.
    • Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalisMoench, Syn.:Juniperus horizontalis var.douglasii hort.,Juniperus horizontalis var.variegataBeissner): Sie ist in sämtlichen Regionen Kanadas und in nördlich gelegenen US-BundesstaatenAlaska,Montana,Wyoming,Nebraska,South Dakota,North Dakota,Minnesota,Iowa,Illinois,Wisconsin,Michigan,New York,Vermont,Massachusetts,New Hampshire sowieMaine weitverbreitet.[23]
    • Schwarzer Wacholder (Juniperus indicaBerthel.): Es gibt seit 2005 zwei Varietäten imHimalaya:[23]
      • Juniperus indicaBerthel. var.indica (Syn.:Juniperus wallichianaHook. f. et Thomson)[23]: Sie kommt in nördlichen Pakistan, Nepal sowie nordwestlichen Yunnan vor.
      • Juniperus indica var.caespitosaFarjon: Sie wurde 2005 erstbeschrieben und kommt im südlichen Tibet,Bhutan sowieNepal vor.[23]
    • Jalisco-Wacholder (Juniperus jaliscanaMartínez): Sie kommt nur in den mexikanischen Bundesstaaten südliches Durango sowie nordwestlichesJalisco vor.[23]
    • Juniperus komaroviiFlorin (Syn.:Juniperus glaucescensFlorin): Sie kommt in den chinesischen Provinzen südlichesQinghai sowie nordwestlichesSichuan und in Russland um denUssuri.[23]
    • Juniperus maritimaR.P.Adams: Sie kommt nur an den Küsten rund um denPuget Sound von Whidbey Island bis Lesqueti Island und den angrenzenden Küsten von Vancouver Island im westlichen Nordamerika im kanadischenBritish Columbia sowie im US-Bundesstaat Washington vor. Sie gedeiht bis auf eine Ausnahme, einer Düne, nur auf küstennahen Felsen.[23]
    • Juniperus martineziiPérez de la Rosa (Syn.:Juniperus flaccida var.martinezii(Pérez de la Rosa) Silba,Juniperus flaccida subsp.martinezii(Pérez de la Rosa) Silba): Seit Adams und Schwarzbach 2015 gibt es keine Subtaxa mehr. Dieser Endemit kommt nur in derSierra Cuatralba im mexikanischen Bundesstaat Jalisco vor.[30]
    • Einsamiger Wacholder[24] (Juniperus monosperma(Engelm.)Sarg.,Juniperus occidentalis var.monospermaEngelm.,Juniperus occidentalis var.gymnocarpaLemmon,Juniperus californica var.monosperma(Engelm.) Lemmon,Juniperus mexicana var.monosperma(Engelm.) Cory,Juniperus gymnocarpa(Lemmon) Cory): Sie kommt in den US-Staaten Arizona, Colorado, New Mexico, Oklahoma sowie Texas und in den angrenzenden mexikanischen Bundesstaaten nördliches Sonora sowie Chihuahua vor.[23]
    • Berg-Wacholder[24] (Juniperus monticolaMartínez, Syn.:Juniperus mexicanaSpreng. nom. superfl.,Juniperus tetragonaSchltdl. nom. illeg.,Juniperus sabinoides(Kunth) Nees nom. illeg.,Juniperus sabinoidesHumb. ex Lindl. & Gordon nom. illeg.,Juniperus monticola subsp.orizabensis(Martínez) Silba,Juniperus monticola f.orizabensisMartínez): Es wurden Formen beschrieben, diese werden von einigen Autoren nicht anerkannt. Er ist in Mexiko verbreitet.
    • Juniperus morrisonicolaHayata: Dieser Endemit gedeiht nur in der zentralen Bergkette in Höhenlagen oberhalb von 3000 Metern in Taiwan. Sie wurde vor 2000 als VarietätJuniperus squamata var.morrisonicola(Hayata) Li & Keng betrachtet. Ihre Eigenständigkeit wurde durch molekulargenetische und phytochemische Untersuchungen erkannt.[31]
    • Westlicher Wacholder (Juniperus occidentalisHook., Syn.:Juniperus andinaNutt.,Juniperus pseudocupressusDieck): Er kommt in westlichen US-Bundesstaaten vor.
    • Utah-Wacholder (Juniperus osteosperma(Torr.)Little): Er kommt in westlichen US-Bundesstaaten vor.
    • Phönizischer Wacholder[24] (Juniperus phoeniceaL.): Mit zwei Varietäten, die in verschiedenen Quellen auch als Unterarten genannt werden:
      • Juniperus phoeniceaL. var.phoenicea inPortugal, an den Küsten der Mittelmeerregion, auf derBalkanhalbinsel, derTürkei, inSaudi-Arabien und inIsrael. Auch in den südlich des Mittelmeeres gelegenen Staaten Nordafrikas ist die Varietät anzutreffen.
      • Juniperus phoenicea var.turbinata(Guss.) Parl. von den atlantischen Inseln Madeira und den Kanaren über die KüstenregionenFrankreichs, weiters inItalien,Griechenland und auf den Inseln der Mittelmeerraumes und im westlichenNordafrika.
    • Texas-Wacholder (Juniperus pinchotiiSudw.): Er kommt in südlichen US-Bundesstaaten und im nördlichen Mexiko vor.
    • Juniperus pingiiW.C.Cheng: Es gibt vier Varietäten:[20]
      • Juniperus pingiiW.C.Cheng var.pingii: Sie gedeiht in Wäldern an Berghängen in Höhenlagen von 2600 bis 3800 Metern in den chinesischen Provinzen südwestlichesSichuan sowie nordwestlichesYunnan.[27]
      • Juniperus pingii var.chengii(L.K.Fu & Y.F.Yu) Farjon (Syn.:Juniperus chengiiL.K.Fu & Y.F.Yu[27]): Sie wurde 1998 als Art erstbeschrieben[27] und hat den Rang einer Varietät seit 2005. Dieser Endemit kommt nur in der chinesischen Provinz nordwestlichenYunnan vor.[20]
      • Juniperus pingii var.mieheiFarjon: Sie wurde 2005 aus dem südlichen Tibet erstbeschrieben.[20]
      • Juniperus pingii var.wilsonii(Rehder) Silba (Syn.:Juniperus squamata subsp.wilsonii(Rehder) Silba,Juniperus squamata var.wilsonii(Rehder) R.P.Adams,Juniperus wallichiana var.loderiHornibr.,Juniperus squamata var.loderi(Hornibr.) Hornibr. ex F.J.Chittenden,Juniperus pingii var.carinataY.F.Yu & L.K.Fu,Juniperus carinata(Y.F.Yu & L.K.Fu) R.P.Adams): Sie kommt in Tibet und in den chinesischen Provinzen südlichesGansu, nordwestlichesHubei, südlichesQinghai, südlichesShaanxi, Sichuan sowie Yunnan.[27][20]
    • Persischer Wacholder[24] (Juniperus polycarposK.Koch)[32]: Mit drei Varietäten in einem weiten Verbreitungsgebiet vomOman auf der Arabischen Halbinsel überVorderasien und die Kaukasusregion in GebieteZentralasiens und im Norden desIndischen Subkontinents.
      • Juniperus polycarposK.Koch var.polycarpos
      • Juniperus polycarpos var.seravschanicaKom.
      • Juniperus polycarpos var.turcomanica(B.Fedtsch.) R.P.Adams
    • Juniperus poblana(Martínez) R.P.Adams (Syn.:Juniperus flaccida var.poblanaMartínez): Diese Neukombination erfolgte 2006. Seit 2015 gibt es zwei Varietäten:[30]
      • Juniperus poblana var.decurrensR.P.Adams[30]
      • Juniperus poblana(Martínez) R.P.Adams var.poblana[30]
    • Ostafrikanischer Wacholder (Juniperus proceraHochst. ex Endl.): Er kommt in Ostafrika und in den BergenJemens undSaudi-Arabiens entlang des Roten Meeres vor.
    • Kriechender Wacholder[24] (Juniperus procumbens(Siebold ex Endl.)Miq.): Er kommt nur auf den japanischenBonininseln und aufKyūshū vor.
    • Juniperus przewalskiiKom.: Er kommt in den chinesischen ProvinzenGansu,Qinghai undSichuan vor.
    • Juniperus pseudosabinaFisch. &C.A.Mey. ist eine in Asien weit verbreitete Art vom südlichenSibirien über GebieteZentralasiens und des nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen GebietsXinjiang bis nachPakistan undAfghanistan.
    • Hänge-Wacholder[24] (Juniperus recurvaBuch.-Ham., Syn.:Juniperus butanensisWender.,Juniperus canescensWall. ex Gordon & Glend.,Juniperus incurvaBuch.-Ham. ex Endl.,Juniperus lambertianaWall. ex Endl.,Juniperus lorulasiK.Koch,Juniperus nepalensisRinz. ex Gordon & Glend.,Juniperus procumbensSiebold ex Lindl.,Juniperus religiosaRoyle,Juniperus repandaCarrière,Juniperus squamosaBuch.-Ham. ex Wall. nom. nud.,Juniperus uncinata(R.P.Adams) R.P.Adams,Juniperus uviferaLoudon,Juniperus recurva var.tenuifoliaSpach,Juniperus recurva var.typicaPatschke,Juniperus recurva var.uncinataR.P.Adams[33]): Es gibt zwei Varietäten:[27][23][34]
    • Sadebaum[24] (Juniperus sabinaL.): Seit 2005 gibt es vier Varietäten:
      • Juniperus sabinaL. var.sabina ist eine weit verbreitete Art, die neben Afrika und dem Großteil Europas auch in vielen Regionen Asiens anzutreffen ist.
      • Juniperus sabina var.arenaria(E.H.Wilson) Farjon in der Mongolei und einigen nördlich gelegenen Provinzen Chinas.
      • Juniperus sabina var.davurica(Pall.) Farjon[35] (Syn.:Juniperus davuricaPall.[27]): Sie hat seit 2005 den Rang einer Varietät. Sie ist in Sibirien, im südöstlichen Russland, im nordöstlichen China und in der nördlichen Mongolei verbreitet.[20]
      • Juniperus sabina var.mongolensisR.P.Adams in derMongolei.
    • Juniperus saltillensisM.T.Hall[36] in vorwiegend nördlich gelegenen Bundesstaaten Mexikos.
    • Sichuan-Wacholder (Juniperus saltuariaRehder & E.H.Wilson) verbreitet in den chinesischen ProvinzenGansu,Qinghai,Sichuan undYunnan sowie dem Autonomen Gebiet Tibet.
    • Juniperus saxicolaBritton &P.Wilson: Sie ist ein Lokalendemit in der kubanischenSierra Maestra in Höhenlagen von 1600 bis 1700 Metern.
    • Rocky-Mountain-Wacholder oder Felsengebirgs-Wacholder (Juniperus scopulorumSarg.) in einem breiten Streifen entlang derRocky Mountains von Kanada über die Vereinigten Staaten von Amerika bis nach Nordmexiko.
    • Halbkugeliger Wacholder (Juniperus semiglobosaRegel): Es gibt seit 2012 zwei Varietäten:[37]
      • Juniperus semiglobosa var.jarkendensis(Kom.) R.P.Adams (Syn.:Juniperus jarkendensisKom.,[28]Juniperus sabina var.jarkendensis(Kom.) Silba): Diese Neukombination erfolgte 2012.[37] Sie kommt im nordwestchinesischen Uigurischen Autonomen GebietXinjiang vor.
      • Juniperus semiglobosaRegel var.semiglobosa (Syn.:Juniperus talassicaLipsky,Juniperus shugnanicaKom.,Juniperus excelsa auct. nonM.-Bieb,Juniperus macropoda auct. nonBoiss): Sie gedeiht im Hochgebirge im westlichenZentralasien (Kirgisistan,Kasachstan,Usbekistan,Tadschikistan),Hindu Kush im nordöstlichen Afghanistan und entlang desKarakorums bisKaschmir in Pakistan und im nordwestlichen Himalaja in Indien bisGarhwal.[23]
    • Beschuppter Wacholder[24] (Juniperus squamataBuch.-Ham.) mit vier Varietäten in weiten TeilenZentralasiens, in Ostasien, in nördlichsten TeilenSüdasiens und auch im südostasiatischen Myanmar.
      • Juniperus squamataBuch.-Ham. var.squamata
      • Juniperus squamata var.fargesiiRehder & E.H.Wilson
      • Juniperus squamata var.hongxiensisY.F.Yu & L.K.Fu
      • Juniperus squamata var.parvifloraY.F.Yu & L.K.Fu
    • Juniperus standleyiSteyerm. im Hochland von Guatemala und in Mexiko.
    • Spanischer Wacholder[24] (Juniperus thuriferaL.) in Spanien, Frankreich, Marokko und Algerien:
      • Juniperus thuriferaL. var.thurifera
      • Juniperus thurifera var.africanaMaire wird von anderen Quellen lediglich als Synonym fürJuniperus thuriferaL. geführt.[38]
    • Tibet-Wacholder[24] (Juniperus tibeticaKom.): Er kommt in den chinesischen ProvinzenGansu,Qinghai,Sichuan und im Autonomen Gebiet Tibet vor.
    • Virginischer Wacholder (Juniperus virginianaL.): Es gibt zwei Varietäten:
    • Juniperus zanoniiR.P.Adams (Syn.:Juniperus compacta(Martínez) R.P.Adams,Juniperus monticola subsp.compacta(Martínez) Silba,Juniperus monticola f.compactaMartínez): Dieser Endemit kommt nur im nördlichen mexikanischen BundesstaatNuevo León vor.[39]

Die SektionSabina wird gelegentlich auch als eigenständige Gattung angesehen; manche Botaniker nehmen an, dass die Arten dieser Sektion/Gattung eine eigenständige Entwicklung mit einem anderen stammesgeschichtlichen Ursprung darstellen.

Gefährdung und Schutzmaßnahmen

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Obwohl die Wacholder-Arten generell gut angepasst und auch weit verbreitet sind, gibt es dennoch viele Arten, die die WeltnaturschutzunionIUCN in derRoten Liste gefährdeter Arten[40] führt, aber als „nicht gefährdet“ (Least Concern) bezeichnet. Von insgesamt 55 gelisteten Arten werden 13 Arten mit einer Gefährdungskategorie versehen. Das sind ausschließlich Arten, die auf karibischen sowie den atlantischen Inseln derAzoren und derKanaren oder inMexiko undGuatemala beheimatet sind:

  • Zwei Arten (Bermuda-Wacholder undJuniperus saxicola) werden als „vom Aussterben bedroht“ (Critically Endangered) bezeichnet.
  • Sieben Arten werden als „stark gefährdet“ (Endangered) gelistet.
  • Vier Arten werden als „gefährdet“ (Vulnerable) angeführt.

Ursachen der Bedrohung sind in vielen Fällen andauernde Abholzung und Überweidung.

In der Roten Liste der Schweiz[41] werden derGemeine WacholderJuniperus communis s. str.,Juniperus communis subsp.nana als Synonym für denAlpen-Wacholder oder Zwerg-WacholderJuniperus communis var.saxatilis und derSadebaumJuniperus sabina aufgelistet und als nicht gefährdet (LC) bezeichnet.

Auf europäischer Ebene wurde mit derBerner Konvention Appendix I[42] desEuroparats derKurzblättrige Wacholder oder auch Azoren-Wacholder (Juniperus brevifolia) als streng geschützte Wildpflanze ausgewiesen.

Mit derFauna-Flora-Habitat-Richtlinie Nr. 92/43/EWG in der aktualisierten Fassung vom 1. Januar 2007[43] derEuropäischen Union (FFH-RL) Anhang 1 werden Schutzgebietausweisungen für folgende Lebensraumtypen (LRT), denen Wacholder-Arten angehören, gefordert:

  • Mediterrane Küstendünen mit Wacholder-ArtenJuniperus spp. (LRT 2250) – die Inschutzstellung dieser Lebensräume wird als prioritär durchzuführen gefordert
  • Formationen desGemeinen WacholdersJuniperus communis auf Heiden und Kalkrasen (LRT 5130)
  • Baumförmige Hartlaubgebüsche (Matorrals) mit Wacholder-ArtenJuniperus spp. (LRT 5210)
  • Endemische Wälder mit Wacholder-ArtenJuniperus spp. (LRT 9560) – die Inschutzstellung dieser Lebensräume wird als prioritäre Angelegenheit angesehen

In der Bundesrepublik Deutschland wird derZedern-WacholderJuniperus cedrus in derBundesartenschutzverordnung (BArtSchV)[44] durch Ausweisung als streng geschützte Art unter Schutz gestellt.

Auf dem Nordamerikanischen Kontinent führt die USA über verschiedene Bundesstaaten acht Wacholder-Arten als gefährdete und zu schützende Arten an.[45]

Die SorteJuniperus procumbens ‘Nana’
Die SorteJuniperus squamata ‘Meyeri’

Nutzung

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Arzneiliche und medizinische Verwendung

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Die Verwendung von Wacholder alsHeilpflanze ist schon aus Zeiten um 1550 v. Chr. überliefert. So im ägyptischenPapyrus Ebers, worin Wacholderbeeren als Abführmittel[46] empfohlen werden. Innerlich kann Wacholder beiVerdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) wie beispielsweise Magen-Darm-Krämpfen, Völlegefühl und Blähungen sowie Sodbrennen eingesetzt werden.[47] In der äußerlichen Anwendung wird Wacholder in der Rheuma- und Gicht-Therapie traditionell eingesetzt.

Die durchblutungsfördernde Wirkung kann auch die Ausscheidung von Primärharn steigern, sodass auch der Einsatz alsDiuretikum monographisch erfasst ist, wofür jedoch im Gegensatz zur Verwendung bei Verdauungsbeschwerden keineArzneimittelzulassung erteilt ist.[48]

In aktueller Forschung wurde festgestellt, dass Wacholderauszüge in Laborversuchen signifikante „Anti-Tumor-Wirkung“ auf Glioblastome und Kolontumore hatten.[49][50]

Zierpflanze

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Viele Sorten einigerJuniperus-Arten werden in Gärten und in Park- sowie Friedhofsanlagen alsZierpflanzen verwendet. Es handelt sich meist um Ausleseformen, die vegetativ vermehrt werden.[51] In Asien sind Wacholder-Arten schon seit Jahrhunderten Zierpflanzen, beispielsweise der Chinesische Goldwacholder.[52]

Sporenlager des Birnengitterrosts am Wacholder

Die Ausbreitung der Wacholder-Arten und ihrer Sorten als pflegeleichte und immergrüneZierpflanzen in Parks und Gärten hat zur zunehmenden Ausbreitung desBirnengitterrosts geführt. DiesePilzkrankheit ist auf Wacholder alsWirtspflanze angewiesen, wobei der einheimische Gemeine Wacholder (Juniperus communis var.communis und var.saxatilis) wohl weniger anfällig ist.[53] Dadurch ist der Bestand anBirnbäumen stark zurückgegangen.

Wacholder in der Heilkunde, in der Küche und in Getränken

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SieheGemeiner Wacholder

Getränke

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Und: Wird denn aus allen Wacholder-Arten Gin hergestellt? Wenn nicht, gehört dieser Abschnitt nicht hierher sondern in den ArtikelGemeiner Wacholder.

Gin erhält seinen charakteristischen Geschmack aus der Aromatisierung mit Gewürzen, darunter vor allem Wacholderbeeren und Koriander. Der Name leitet sich indirekt vom lateinischen Namen des Wacholdersjuniperus ab, wobei manchmal die auf Englisch so genanntenjuniper berries als Namensgeber genannt werden, meist aber das niederländische VorläufergetränkGenever.

Brotaufstrich

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In einigen Regionen der Schweiz wird ausWacholderbeeren ein Konzentrat (Saft) hergestellt, das dann zusammen mit Glukosesirup, Rohzucker, Wasser und Karamellzucker zu dem BrotaufstrichLatwerge verarbeitet wird. Das Rezept für diesen Brotaufstrich wird seit langem mündlich überliefert.Seit ein paar Jahren wird Latwerge bei Großverteilern und in Reformhäusern angeboten.[54]

Die Zapfen desSyrischen Wacholders werden vonanatolischen Bergbauern gesammelt und als vitamin- und zuckerreichesMus namens Andiz Pekmezi genutzt.[55]

Weitere Nutzung

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Wacholder-Holz, -Zweige und -Beeren werden gerne zumVerräuchern verwendet. Wacholder-Rauch gilt als reinigend und desinfizierend und wurde schon im Mittelalter verwendet. Er riecht sehr holzig und gleichzeitig frisch; die Rauchentwicklung ist mäßig bis stark.

Der Glaube, dass Wacholder-Weihrauch das Böse fernhält, war unter den Turkvölkern weit verbreitet. Jeremiah Curtin bemerkte, dass einige Schamanen in Sibirien Wacholder-Weihrauch verwendeten, bevor sie Tiere opferten.[56]

DasWacholderöl (Oleum iuniperi, von lateinischiuniperus für Wacholder, insbesondereGemeiner Wacholder,[57] undoleum für Öl) ist ein aus Wacholderholz (vom Gemeinen Wacholder) bzw. den Zweigen des Wacholders[58] durch Destillation gewonnenes ätherisches Öl.[59] Davon abzugrenzen ist dasWacholderbeeröl, in dessen Herstellung ausschließlich Wacholderbeeren (ohne Nadeln und Zweige; lateinischGrana iuniperi) zum Einsatz kommen dürfen, wofür in der pharmazeutischen Spezifizierung die ArtJuniperus communis L. verwendet wird.

Wacholder wird im Bogensport als sogenanntes Bogenholz verwendet, wobei das Holz dann für mindestens 2 Jahre abgelagert wird. Danach wird der vorbereitete Stamm geviertelt und danach weiterverarbeitet. Die weitere Verwendung ist meistens als sogenanntes Laminat zur Zierde von Bögen und Wurfarmen.[60]

Trivia

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Den Strauch, unter den sich der biblische ProphetElija in seiner Verzweiflung zum Schlafen legte (1. Könige 19,5), hatteMartin Luther derVulgata folgend mitWacholder (lateinischjuniperus) übersetzt, was bis einschließlich der Revision der Luther-Bibel von 1984 beibehalten wurde. Die einflussreicheKing-James-Bibel folgte ihm dabei. 1775 ordnetePeter Forsskål den hebräischen PflanzennamenRotem der nahöstlichenGinsterartGenista raetam Forssk. (heuteRetama raetamWebb) zu;[61] als Wacholder gilt hebräischberosh oderberot, der Name derMittelmeer-Zypresse.[62] Erst in der revidierten Ausgabe der Luther-Bibel von 2017 ist derWacholder durchGinster ersetzt.[63] Anders als die Luther-Bibel nannte die deutsche Bibelübersetzung vonLudwig Philippson bereits 1848 die PflanzengattungGinsterstrauch.[64] Wegen der Dominanz der Luther-Bibel ist jedoch der Wacholder in die Kulturgeschichte eingegangen, wie z. B. im OratoriumElias von Felix Mendelssohn Bartholdy, in dem ein Rezitativ den Titel trägt: „Siehe, er schläft unter dem Wacholder“. AuchNelly Sachs verband in ihrem 1957 publizierten GedichtImmer noch Mitternacht Elija mit dem Wacholder und nicht mit dem Ginster: „So Elia; wie ein Wald mit ausgerissenen Wurzeln / erhob er sich unter dem Wacholder“.[65]

Siehe auch

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Quellen

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Literatur

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  • Robert P. Adams:Junipers of the World: The genus Juniperus. 2. Auflage. Trafford Publishing Co., Vancouver 2008,ISBN 978-1-4251-6880-3. 

Einzelnachweise

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  1. Jörg Mildenberger:Anton Trutmanns 'Arzneibuch', Teil II: Wörterbuch. Würzburg 1997 (=Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 56), Band V, S. 2257f.
  2. Cyclopædia of Biblical, Theological and Ecclesiastical Literature. Juniper (biblicalcyclopedia.com). 
  3. Kluge:Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 23. erweiterte Auflage, bearbeitet von Elmar Seebold. Berlin, New York 1999,ISBN 3-11-016392-6.
  4. Heinrich Marzell:Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen. Band II, Leipzig 1972.
  5. Vgl. auch Ute Obhof:Rezeptionszeugnisse des „Gart der Gesundheit“ von Johann Wonnecke in der Martinus-Bibliothek in Mainz – ein wegweisender Druck von Peter Schöffer. In:Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 36/37, 2017/2018, S. 25–38, hier: S. 36 („Juniperus – wegholler“).
  6. wachholder, wacholder, m.. In:Jacob Grimm,Wilhelm Grimm:Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1961 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier).
  7. Siegfried Joneleit: Gewächs für alle Fälle. 24. Mai 2021, abgerufen am 24. Mai 2021. 
  8. W. Schmitz inBeiträge zur deutschen Philologie. Band 8–12 (1954, 1970)Machandel, Machangel, Wacholder in der Google-Buchsuche
  9. Projekt Gutenberg-DE - Kultur - SPIEGEL ONLINE. 14. April 2005, archiviert vom Original am 14. April 2005; abgerufen am 27. August 2020. 
  10. Helmut Genaust:Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996,ISBN 3-7643-2390-6.
  11. A Greek-English Lexicon. (lsj.gr). 
  12. Sporkmann (Familienname). In: wiki.genealogy.net. Abgerufen am 21. März 2025. 
  13. Wacholder-Beeren auf Gewürzkarawane abgerufen am 14. August 2020.
  14. Colin Tudge:The secret life of trees. Penguin books, London 2006,ISBN 0-14-101293-5, S. 107.
  15. Bäume seit 1989. Abgerufen am 4. Juli 2025. 
  16. R. Hiltunen, I. Laakso:Gas chromatographic analysis and biogenetic relationships of monoterpene enantiomers in Scots Pine and juniper needle oils. In:Flavour and Fragrance Journal.Band 10,Nr. 3, Mai 1995,S. 203,doi:10.1002/ffj.2730100314. 
  17. Marzia Innocenti, Marco Michelozzi, Catia Giaccherini, Francesca Ieri, Franco Francesco Vincieri, Nadia Mulinacci:Flavonoids and biflavonoids in Tuscan berries of Juniperus communis L.: detection and quantitation by HPLC/DAD/ESI/MS In:Journal of Agricultural and Food Chemistry. Band 55, Nr. 16, 2007, S. 6596–6602,PMID 17622155.
  18. Informationszentrale gegen Vergiftungen:Wacholder (Juniperus communis) (Memento vom 1. Juni 2011 imInternet Archive)
  19. Suda Tekin Koruk, Esin Ozyilkan, Pınar Kaya, Dilsen Colak, Omer Donderici, Yıldırım Cesaretli:Juniper tar poisoning. In:Clinical Toxicology (Philadelphia). Band 43, Nr. 1, 2005, S. 47–49,PMID 15732446.
  20. abcdefgJuniperus imGermplasm Resources Information Network (GRIN),USDA,ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 31. März 2019.
  21. Robert P. Adams:Juniperus of Canada and United States: Taxonomy, Key and Distribution. In:Phytologia.Band 90,Nr. 3, 2008,S. 255–314 (juniperus.org [PDF;4,5 MB]). 
  22. Robert P. Adams: The Juniperus of the World. Abgerufen am 29. September 2019 (englisch). 
  23. abcdefghijklmnopqrstuvwxyzaaabacadaeafagahaiajakalamanaoapaqarasatauavawaxChristopher J. Earle:Juniperus beiThe Gymnosperm Database, 2019.
  24. abcdefghijklmnopqrstuvwxyWalter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold:Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2:Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008,ISBN 978-3-8001-5406-7.
  25. Robert P. Adams, Lori E. Baker:Pleistocene Infraspecific Evolution in Juniperus ashei Buch. In:Phytologia.Band 89,Nr. 1, 2007,S. 8–23 (juniperus.org [PDF;3 kB]). 
  26. Robert P. Adams, M. Socorro González Elizondo, Martha González Elizondo, Erin Slinkman:DNA fingerprinting and terpenoid analysis of Juniperus blancoi var. huehuentensis (Cupressaceae), a new subalpine variety from Durango, Mexico. In:Biochemical Systematics and Ecology.Band 34,Nr. 3, 2006,S. 205–211,doi:10.1016/j.bse.2005.11.004 (englisch). 
  27. abcdefghijklmnLiguo Fu, Yong-fu Yu, Robert P. Adams, Aljos Farjon:Cupressaceae.:Juniperus Linnaeus. S. 69–73 – textgleich online wie gedrucktes Werk In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.):Flora of China. Band 4:Cycadaceae through Fagaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Peking / St. Louis 1999,ISBN 0-915279-70-3.
  28. abRobert P. Adams, C.-F. Hsieh, J. Murata:Systematics of Juniperus chinensis and J. tsukusiensis from Japan and Taiwan: DNA sequencing and terpenoids. In:Phytologia. Band 93, 2011, S. 118–131.
  29. abcRobert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach:Taxonomy of Juniperus deppeana varieties and formas based on nrDNA (ITS), petN-psbM, trnS-trnG, trnD-trnT, trnL-trnF sequences. InPhytologia. Band 95, 2013, S. 161–166.
  30. abcdefRobert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach:A new, flaccid, decurrent leaf variety of Juniperus poblana from Mexico: J. poblana var. decurrens R. P. Adams & S. González. In:Phytologia. Band 97, Nr. 3 3, 2015, S. 152–163.
  31. Robert P. Adams:Systematics of the one seeded Juniperus of the eastern hemisphere based on leaf essential oils and random amplified polymorphic DNAs (RAPDs). In:Biochemical Systematics and Ecology.Band 28,Nr. 6, 2000,S. 529–543,doi:10.1016/S0305-1978(99)00096-4 (englisch). 
  32. Robert P. Adams:Systematics of multiseeded eastern hemisphere Juniperus based of leaf essential oils and RAPD DNA fingerprinting. In:Biochemical Systematics and Ecology.Band 27,Nr. 7, 1999,S. 709–725,doi:10.1016/S0305-1978(99)00016-2 (englisch,juniperus.org [PDF;732 kB]). 
  33. Robert P. Adams, Ram P. Chaudhary, R. Naresh Pandey, Ram Lakhan Singh:Juniperus recurva var. uncinata, the Hooked Branchlet Juniper, a New Variety from Nepal. In:Phytologia.Band 91,Nr. 3, 2009,S. 361 (juniperus.org [PDF;1,2 MB]). 
  34. abAljos Farjon:A handbook of the world's Conifers. Brill, Leiden/Boston 2010,ISBN 978-90-04-17718-5, Band 1, S. 1–526.doi:10.1163/9789047430629
  35. Robert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach, Sanko Nguyen, Julie A. Morris, J-Q. Liu:Geographic Variation in Juniperus sabina L., J. sabina var. arenaria (E. H. Wilson) Farjon, J. sabina var. davurica (Pall.) Farjon and J. sabina var. mongolensis R. P. Adams. In:Phytologia.Band 89,Nr. 2, 2007,S. 153–166 (juniperus.org [PDF;300 kB]). 
  36. Germplasm Resources Information Network (GRIN): Taxon: Juniperus saltillensis M. T. Hall. In: GRIN Taxonomy for Plants. United States Department of Agriculture Agricultural Research Service, abgerufen am 24. Mai 2010 (englisch). 
  37. abRobert P. Adams, Andrea E. Schwarzbach:Taxonomy of the multi-seeded, entire leaf taxa of Juniperus section Sabina: Sequence analysis of nrDNA and four cpDNA regions. In:Phytologia. Band 94, 2012, S. 350–366.Juniperus semiglobosa var. jarliendensis (Komarov) R. P. Adams, comb. nov. auf S. 354 eingescannt beibiodiversitylibrary.org.
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  59. Gundolf Keil, Hans Reinecke:Der „kranewittber“-Traktat des ‚Doktor Hubertus‘. Untersuchungen zur spätmittelalterlichen Pharmakologie der Baccae Juniperi. In:Sudhoffs Archiv. Band 57, 1973, S. 361–415, hier: S. 407 f.
  60. Angelika Hörning:Das Bogenbauer-Buch: Europäischer Bogenbau von der Steinzeit bis heute. 7. Auflage. Angelika Hörning, Ludwigshafen 2012,ISBN 978-3-9805877-7-8. 
  61. Jewish Encyclopedia. Juniper (jewishencyclopedia.com). 
  62. Encyclopaedia Judaica. Juniper (archive.org). 
  63. Vgl.https://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-1984/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=1.+k%C3%B6nige+19@1@2Vorlage:Toter Link/www.die-bibel.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023.Suche in Webarchiven) mithttps://www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln/lutherbibel-2017/bibeltext/bibel/text/lesen/?tx_bibelmodul_bibletext%5Bscripture%5D=1.+k%C3%B6nige+19@1@2Vorlage:Toter Link/www.die-bibel.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023.Suche in Webarchiven).
  64. Ludwig Philippson (Hrsg.): Die Israelitische Bibel - Zweiter Theil: Die Propheten. Enthaltend: Den heiligen Urtext, die deutsche Uebertragung, die allgemeine, ausführliche Erläuterung mit mehr als 500 englischen Holzschnitten. 2. Aufl. Leipzig 1858.
  65. Gellner, Christoph: … nichts von Stille, Sanftmut und Erbauung. Elia-Fort- und Weiterschreibungen in der Literatur. URL:http://www.theologie-und-literatur.de/fileadmin/user_upload/Theologie_und_Literatur/Gellner_Elia.pdf (Aufruf 8.12.2019).

Ergänzende Literatur

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  • Heinrich Lehmann:Beiträge zur Geschichte von Sambucus nigra, Juniperus communis und Juniperus Sabina. Math.-nat. Diss. Basel 1935.
  • Lutz Roth,Max Daunderer, Kurt Kormann:Giftpflanzen, Pflanzengifte : Vorkommen, Wirkung, Therapie, Allergische und phototoxische Reaktionen. 3. Auflage. ecomed, Landsberg 1987,ISBN 3-609-64810-4; 6. Auflage, Nikol, Hamburg 2012,ISBN 978-3-86820-009-6.
  • Sabine Kurschat-Fellinger:Kranewitt. Untersuchungen zu den altdeutschen Übersetzungen des nordischen Wacholderbeertraktats (= Mittelalterliche Wunderdrogentraktate, III). (Medizinische Dissertation Würzburg) Pattensen/Hannover (jetzt bei Königshausen & Neumann, Würzburg) 1983 (=Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 20).

Weblinks

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Commons: Wacholder (Juniperus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Wacholder – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weiterführende Literatur

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  • R. P. Adams:Evolution of dioecious/monecious taxa in Juniperus, contrasted with Cupressus, Hesperocyparis, Callitropsis and Xanthocyparis (Cupressaceae). In:Phytologia. Band 100, Nr. 4, 2018, S. 248–255.Volltext-PDF.
Normdaten (Sachbegriff):GND:4136387-5 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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