Mit derJulius-Maximilians-Universität, die in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule zu Würzburg steht und damit die älteste Universität Bayerns ist, zählt die Stadt zu den klassischen deutschenUniversitätsstädten. DieTechnische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (ehemals Fachhochschule) und die 1797 gegründeteHochschule für Musik Würzburg sind weitere akademische Einrichtungen. 35.600 Studenten (Stand Wintersemester 2017/18) und weitere Hochschulangehörige prägen das städtische Leben.
Würzburg liegt umgeben vonSpessart,Rhön undSteigerwald im sogenanntenMaindreieck in einemTalkessel im mittleren Maintal. Durch den westlichen Teil der Stadt fließt derMain, das bedeutendste Fließgewässer der Region. Seine Hanglage, die klimatischen Verhältnisse sowie andereStandortfaktoren machten Würzburg zu einem renommiertenWeinbaugebiet.[6] Drei der fünfzehn größten deutschenWeingüter sind in Würzburg beheimatet.[7] Durch seine verkehrsgünstige Lage[8] ist Würzburg ein beliebter Treffpunkt für viele Veranstaltungen. Mit der Bahn ist man im Idealfall in annähernd vier Stunden inBerlin, und nachFrankfurt am Main sind es 120 Kilometer.[8]
Das Stadtgebiet ist in 13Stadtbezirke eingeteilt.[12] Bis zur Aufhebung der Festungseigenschaft für das rechtsmainische Würzburg am 26. September 1856 und linksmainisch 1867[13] bestand das bewohnte Würzburger Stadtgebiet im Wesentlichen nur aus dem Bereich innerhalb desRingparks und dem linksmainischenMainviertel. Dann durfte auch das vor der Stadtmauer anschließende Land besiedelt werden. Spätere größere Erweiterungen des Stadtgebiets waren die Eingemeindungen vonHeidingsfeld (1930),Rottenbauer (1974), Oberdürrbach (1976), Unterdürrbach (1976),Lengfeld undVersbach (1978). Die heutige Einteilung basiert auf der Neugliederung des Stadtgebiets im Rahmen der Bezirksreform[14] von 1978.[15]
Im Bereich Würzburgs finden sich fast ausschließlich Gesteine des Muschelkalks, teilweise bedeckt mitquartären Ablagerungen (Löß,pleistozäne Schotter).[19]
Hochwassermarken am Eingang zum Grafeneckart, dem Rathaus von Würzburg
DerWasserstand des Mains wird mit dem Messstab amAlten Kranen gemessen. Normalstände sind an der Ufermauer des Mains,Hochwasserstände am Mauerwerk des GebäudesAlter Kranen angezeigt.
Extreme Hochwasserstände des 14. bis 19. Jahrhunderts sind am rechten Türpfosten des Eingangs zumGrafeneckart, dem seit 1316[21] als Rathaus fungierenden Gebäude, markiert: dasJahrtausendhochwasser am Magdalenentag dem 21. Juli 1342 (vom FürstbischofOtto von Wolfskeel als göttliche Strafe für „böse“ Eide bei von ihm deshalb 1343 verbotenen Spielen um Geld angesehen[22]), weitere am 29. Februar 1784, am 27. Januar 1682 und am 30. März 1845.
Hochwasserstände des 20. Jahrhunderts, am 7. Februar 1909, 16. Januar 1920 und 25. Februar 1970 (Wasserpegel 670 cm) sind an der Mauer des Alten Kranens dokumentiert.
Der Talkessel besitzt einen urbanenWärmeinseleffekt starker Ausprägung,[24] aufgrund mehrerer Faktoren: dichte Bebauung mit relativ wenig Stadtgrün,[24] Talhänge mit Weinbergen, die sich im Sommer stark erhitzen, dem Maintal, das hier von Süd nach Nord quer zurHauptwindrichtung verläuft, zu der die Stadt auf derLee-Seite des südwestlich gelegenem Nikolausbergs (Frankenwarte) liegt; zudem ist der umgebendeLandkreis Würzburg der waldärmste Landkreis Bayerns.[25] Bereits heute gibt es an manchen Tagen einen Temperaturunterschied zwischen der Stadtmitte und den Talkessel umgebenden Gauflächen von bis zu sechs Grad.[26] Für die Würzburger Innenstadt wurde eine erhebliche Steigerung der Hitzetage und Tropennächte prognostiziert, mit einer drastischen Reduzierung der Lebensqualität.[24]
Das relativ trockene und gegenüber dem Umland wärmere Würzburger Klima[27] eignet sich besonders gut für den Weinbau.[28] Diemittlere Temperatur beträgt im Januar −0,6 °C, im Juli 18,4 °C. Über das gesamte Jahr ergibt sich einemittlere Temperatur von 9,2 °C. Die höchste je gemessene Temperatur war 39,4 °C am 7. August 2015,[29] die niedrigste gemessene Temperatur −24,0 °C am 10. Februar 1956.
Die Auswirkungen derglobalen Erwärmung sind auch in Würzburg messbar. Im Vergleich zur Messperiode 1961–1990 sind dieTemperaturen deutlich angestiegen und es werden wenigerNiederschläge gemessen. Im Frühling und Sommer werden deutlich mehrSonnenstunden verzeichnet.
Panorama von Würzburg mit derFestung Marienberg.Matthäus Merian in Cornelis Danckerts:Historis, 1642.10%-Schuldverschreibung über 5000 Mark der Stadt Würzburg vom 20. Februar 1923
Die frühesten Erwähnungen des Ortsnamens von Würzburg (im 19. Jahrhundert auch nochWirzburg und im 18.[31][32]Würtzburg undWirtzburg sowie latinisiertWirceburgis[33]) finden sich um 700 n. Chr., so beimGeographen von Ravenna, der den NamenUburzis schrieb (zu lesen ist vielleichtWurcis) und in einer Urkunde von 704,[4] wo vonin castello Virteburh die Rede ist.[34] Spätere Namensformen sindWirzaburga (741/2),Uuirziburg (820),Wirciburg (10. Jahrhundert) undWerzeburc (1073).[35]
Die Herleitung des Ortsnamens ist unsicher. Schon im 10. Jahrhundert wurde in der FormHerbipolis eine Etymologie auf der Basis von lateinischherba ‚(Heil-)Kräuter‘ vorgenommen; Würzburg würde damit „Burg auf dem kräuterreichen Platz“ bedeuten. Der GermanistNorbert Wagner stellte 1985 das Bestimmungswort zu einem rekonstruiertenalthochdeutschen*wirz in einer angenommenen Bedeutung ‚zugesetztes Würzkraut zur Bierherstellung, wilder Hopfen‘. Der IndogermanistAlbrecht Greule erwog hingegen 2007 aufgrund des Alters des Marienberges als Höhensiedlung einen vorgermanischen Namen: Als Erstglied setzte er eine rekonstruierte Wortwurzel*vertia-, *vertio- an und suchte eine Anknüpfung an dasKeltische, etwagallisch*vertamos ‚der Höchste‘.[35]
Würzburgs vermutlich erste Erwähnung erfolgte um das Jahr 700. Eine innerhalb der heutigen Stadtgrenzen liegende, bisher undatierteFliehburg auf demMarienberg lässt eine deutlich frühere Besiedlung möglich erscheinen. Seit dem Jahr 604 war WürzburgfränkischerHerzogssitz, von dem aus das südliche Thüringen und die Mainlande beherrscht wurden. Zwischen 685 und 689 sollen dort die FrankenapostelKilian,Kolonat undTotnan missioniert haben.Sicherlich bedingt durch die Lage an vielen Verkehrswegen, zum Beispiel demMain, machteBonifatius Würzburg 741 zumBischofssitz. Mit derHeiligsprechung der Frankenapostel 752 begannen die Pilgerfahrten zum erstenMärtyrergrab rechts desRheins.Ludwig der Fromme verlieh denWürzburger Bischöfen um 820 ein Zollprivileg (Markt- undMünzrecht folgten erst 1030). Der im 10. Jahrhundert von Fernkaufleuten und Großhändlern besuchte Marktplatz befand sich in der heutigen Domstraße.[36]Im 11. Jahrhundert gelangte eineSilbermünze aus Würzburg bis auf dieFäröer, wie derMünzfund von Sandur belegt. Das ersteRitterturnier auf deutschem Boden wurde 1127 in der Stadt ausgetragen. Als technische Meisterleistung gilt seiner Zeit der um 1130 erfolgte Bau der steinernenMainbrücke.[37]
1188 wurden staufische Höfe und Eigengüter in der Stadt und dem Bistum Würzburg („curtes et allodia, que habemus tam in civitate Herbipolensi quam in episcopatu“) in einem Vertrag zwischen KaiserFriedrich I. Barbarossa und KönigAlfons VIII. von Kastilien erwähnt. Der Vertrag regelte die Ehe zwischen Friedrichs SohnKonrad und Alfons TochterBerengaria. Der Besitz in Würzburg gehörte mit weiteren 29 staufischen Gütern zurMorgengabe der Braut. Allerdings wurde diese Ehe niemals in die Praxis umgesetzt.[38]
Bedeutend für die Würzburger Geschichte war der FürstbischofJulius Echter von Mespelbrunn. Er stiftete dasJuliusspital, gründete die Universität neu und baute die Festung auf dem Marienberg alsRenaissanceschloss aus. Er war weit über Würzburg hinaus bekannt alsGegenreformator undHexenverfolger. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden inHochstift Würzburg mehr als 260 Menschen aufgrund einer Anklage wegen Hexerei oder Zauberei hingerichtet.[39]
1631 bis 1634 wurde Würzburg von den Schweden besetzt. Im Jahr 1639 fiel als Heerführer der SchwedenHans Christoph von Königsmarck in das Hochstift Würzburg ein.[40] Nach dem Dreißigjährigen Krieg und demWestfälischen Frieden 1648 erfolgte, unter anderem durch Schaffung neuer Festungs- und Stadttore, der barocke, sternförmige Ausbau der Befestigung Würzburgs.[41]
Unter dem FürstbischofJohann Philipp II. von Greiffenclau zu Vollraths und seinen Nachfolgern insbesondere aus dem HauseSchönborn kam es ab 1699 zu bedeutenden Kunst- und vor allem Bautätigkeiten. Wichtige städtebauliche Akzente wurden nicht allein durch den neuen Nordflügel desJuliusspitals mit seinem Fürstenbau, durch den Abschluss des Neubaukirchturms und durch den Kuppelbau desNeumünsters samt dessen römisch inspirierter Fassade gesetzt, auch Adel und Klöster bauten oder erneuerten im Sinne barocker Prachtentfaltung allenthalben. Eine Regulierung vieler Straßenzüge wurde begonnen und damit gezielt in die oft beengten mittelalterlichen Strukturen eingegriffen. Anschließende Steuererleichterungen für Neubauten und dazu eine allgemeine wirtschaftliche Konsolidierung zogen eine starke Zunahme auch des bürgerlichen Bauwesens nach sich. Zu den bedeutenden Architekten imHochstift Würzburg nach dem Tod vonAntonio Petrini gehörte zu dieser Zeit vor allemJoseph Greissing.[42][43] Für das Stadtbild prägend wurde dieWürzburger Residenz, entworfen vonBalthasar Neumann. Der Steinbau wurde zwischen 1720 und 1744 fertiggestellt, der Bau der Innenausstattung dauerte bis in die 70er Jahre.[44]
Von 1802 bis 1814 wechselten die Würzburger mit der Auflösung des Hochstifts viermal ihre Staatszugehörigkeit. Zunächst waren sie Bürger des Hochstifts Würzburg gewesen, ab 22. November 1802[45] dann Bürger des KurfürstentumsPfalzbayern, das 1806 zumKönigreich Bayern wurde. Ende 1805 wurde Würzburg Kurfürstentum unter dem ErzherzogFerdinand von Toskana, der am 1. Mai 1806 in die Würzburger Residenz einzog,[46] ab September 1806 war die Stadt unter ihm Hauptstadt des im September 1806 entstandenenGroßherzogtums Würzburg und ab 28. Juni 1814 kam sie wieder an das Königreich Bayern und blieb seither bayerisch.
Nach dem Untergang des Großherzogtums Würzburgs, das sich im Oktober 1813 dem bayerischen GeneralCarl Philipp von Wrede zunächst widersetzt, aber im gleichen Monat kapituliert[47] hatte, im Jahr 1814 wurde die Stadt noch ein letztes Mal Residenz. Ab 1816 residierte KronprinzLudwig bis zu seinem Regierungsantritt 1825 meist in Würzburg; sein SohnLuitpold, der spätere Prinzregent, wurde 1823 in der Residenz geboren.
Am 2. August 1819 begannen in Würzburg dieHep-Hep-Krawalle, die sich in der Folge im ganzenDeutschen Bund ausbreiteten (siehe unten: Jüdische Gemeinde).
DerPegel Würzburg wurde 1823 in Betrieb genommen und ist der älteste in Betrieb befindliche Pegel am Main. Im seit dem Mittelalter der Musik verbundenen Würzburg fand im August 1845 das erste gesamtdeutsche Sängerfest statt.[48]
Schon seit 1817 war Würzburg Hauptstadt imUntermainkreis, der 1837 zu Unterfranken wurde. Nach der Aufhebung der Festungseigenschaft für das rechtsmainische Würzburg 1857 wandelte sich das seit dem Ende des 17. Jahrhunderts weitgehend gleich gebliebene Stadtbild.[49]
Im Jahr 1900, acht Jahre nach Eröffnung der Straßenbahnlinie als Pferdebahn, erhielt Würzburg seine erste elektrischeStraßenbahn.
Am 9. November 1918 bildete sich in Würzburg einArbeiter- und Soldatenrat. Im April 1919 bestand eine dreitägige Herrschaft desRätekommunismus, die so genannteWürzburger Räterepublik.[50] Am 6. Dezember 1922 entstand in Würzburg eineOrtsgruppe derNSDAP und gelangte nach der Wiederzulassung 1925 mit vier Mandaten im Dezember 1929 in den Stadtrat.[51]
1930 wurde in der Augustinerstraße 9 nach Plänen vonFranz Kleinsteuber Würzburgs erstes Hochhaus fertiggestellt.[52] Um 1935 waren darin unter anderem Räume der NSDAP-Kreisleitung im vierten Stock untergebracht.[53] 1934 war WürzburgGroßstadt geworden.
Nach dem Verbot von Aktivitäten derSPD (Würzburgs und Deutschlands älteste demokratische politische Partei) und der Auflösung der Bayerischen Volkspartei wurden am 4. September 1934 die Stadtratsmitglieder aufAdolf Hitler neu vereidigt.[54]
Am 27. November 1941 wurden in Würzburg erstmals jüdische Bürger deportiert,[55] am 17. Juni 1943 zum letzten Mal.
Die ersten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg erfuhr Würzburg mit dem Luftangriff am 21. Februar 1942.[56] Hierbei war vor allem der Südbahnhof betroffen.[57]
DieGeheime Staatspolizei (Gestapo) unterhielt ihr Gefängnis in der Ottostraße. Weil dieses zu klein wurde, richtete man ab dem 1. September 1942 eine zusätzliche Haftanstalt in der Friesstraße ein.[58]
Unter der Regierung derNationalsozialisten spielte die Stadt eine wichtige Rolle bei der sogenanntenAktion T4, bei der in Deutschland mehr als 100.000 Psychiatrie-Patienten und behinderte Menschen durchSS-Ärzte und -Pflegekräfte systematisch ermordet wurden. Zentrale Figur dabei warWerner Heyde, Professor fürPsychiatrie undNeurologie an der Universität Würzburg sowie Leiter der „medizinischen Abteilung“ der „Euthanasie“-Zentrale und Obergutachter der Aktion T4.
Im Frühjahr 1943 wurde Würzburg Standort eines der 92 Außenlager desKonzentrationslagers Flossenbürg. Im Mai saßen imKZ-Außenlager Würzburg 28 Häftlinge ein. Diese wurde unter anderem zum Ausbau der Psychiatrischen Universitätsklinik und eines SS-Lazaretts eingesetzt. Später stieg die Zahl der Inhaftierten auf 50 an.[56]
Am 16. März 1945 erfolgte von 21:15 bis 21:42 Uhr der die Kernstadt zu 80 Prozent zerstörendeBombenangriff auf Würzburg und Heidingsfeld als Hauptangriff der Alliierten. Mindestens 4500 Menschen starben dabei, etwa 5000 im Jahr 1945 insgesamt durch Fliegerangriffe, Feindeinwirkungen und Verwundungen in Lazaretten. Ebenfalls etwa 5000 Würzburger fielen im gesamten Zweiten Weltkrieg. Am 31. März erreichten US-amerikanische Truppen den Landkreis Würzburg, am 2. April das Mainufer unterhalb der Festung und am 4. April, dem Tag der Einrichtung der Militärregierung Mainfranken, marschierten sie in die Stadt Würzburg ein. Am 5. April war Würzburg dann endgültig von der 7. US-Armee erobert.[59][60] Der 1946 beginnende[61] und in den folgenden Jahren, beruhend auf einem Wiederaufbauplan für die Altstadt von 1948 und einem Generalverkehrsplan von 1953, fortgesetzte Wiederaufbau der Stadt wurde am 16. Dezember 1963 von Oberbürgermeister Zimmerer in einer Haushaltsrede vor dem Stadtrat für abgeschlossen erklärt. Zu Beginn der 1960er Jahre waren die Planungen für ein Universitätszentrum am Hubland und für die Stadtausdehnung auf dem Heuchelhof begonnen worden.[62][63]
Am 1. Januar 1930 wurde die bis dahin selbständige GemeindeHeidingsfeld mit den Gemeindeteilen Heidingsfeld, Heuchelhof, Vogelshof und Zwickerleinshof eingegliedert.[65] Weitere Eingemeindungen erfolgten im Rahmen der im Januar 1971 durch den bayerischen MinisterpräsidentenAlfons Goppel initiiertenGebietsreform: Am 1. Januar 1974 kam die Gemeinde Rottenbauer hinzu.[15] Unterdürrbach sowie die Gemeindeteile Oberdürrbach, Schafhof und Ziegelhütte aus der Gemeinde Oberdürrbach wurden am 1. Juli 1976 eingegliedert.[15] Es folgten am 1. Januar 1978 die Gemeinde Lengfeld mit den Gemeindeteilen Holzmühle, Pilziggrund, Riedmühle und Rosenmühle und die Gemeinde Versbach mit den Gemeindeteilen Herrnmühle, Schäfermühle und Straubmühle.[15] Am 1. Mai 1978 wurden im hinteren Steinbachtal 154 ha von der Gemeinde Höchberg nach Würzburg umgemarkt.[66]
Einwohnerentwicklung von Würzburg nach nebenstehender Tabelle. Oben von 1200 bis 2018. Unten ein Ausschnitt ab 1871
Bevölkerungspyramide für Würzburg (Datenquelle: Zensus 2011[67].)
Im Jahr 1840 hatte Würzburg 26.814 Einwohner und 1880 waren es 50.000. Nach demDeutschen Krieg erlebte die Stadt von 1867 und 1896 einen „Bauboom“, der zur Neuerrichtung von über 1300 Wohnhäusern führte. Während 1903 noch 79.547 Einwohner gezählt wurden, betrug 1904 die geschätzte Zahl der Einwohner dann 80.000.[68] Mit 94.671 Einwohnern war Würzburg 1918 die viertgrößte Stadt im rechtsrheinischen Bayern.[69] Von 1919 bis 1939 stieg die Einwohnerzahl infolge von Geburten- und Migrationsüberschüssen von etwa 86.500 auf 107.500 an.[70] 1932/33 hatte die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000 überschritten, wodurch Würzburg zurGroßstadt wurde. Durch die Auswirkungen desZweiten Weltkrieges verlor die Stadt zwischen 1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) ihrer Bewohner. Nachdem 1955 die Stadt zum zweiten Mal die 100.000-Einwohner-Grenze überschritten[71] hatte, erreichte die Bevölkerungszahl 1957 wieder den Vorkriegsstand. Ende Dezember 2004 lebten in Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 133.539 Menschen mitHauptwohnsitz. Das war der historische Höchststand. Durch den Zensus 2011 wurde die Einwohnerzahl stark nach unten auf 124.449 korrigiert, stieg danach etwas an und fiel 2020 erstmals seit sechs Jahren wieder ab auf rund 127.000 Einwohner.
Bei der Bevölkerungsentwicklung sind neben dem Aufbau und dem späteren Abzug der starken amerikanischen Garnison vor allem auch die umfangreichen Eingemeindungen der 1970er Jahre zu berücksichtigen (sieheEingemeindungen). Würzburg in den Grenzen von 1939 (also mitHeidingsfeld), jedoch einschließlich des gesamten StadtbezirksSteinbachtal, hatte am 31. Dezember 2013 nur noch 99.541 Einwohner (gemäßStadtgliederung). Wobei es sich hier um dieMelderegisterbasierte Einwohnerzahl einschließlichZweitwohnsitz handelt. DieAmtliche Einwohnerzahl für dieses Gebiet liegt noch etwas unter diesem Wert.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach umVolkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“ (ohne Militär[72] und Studenten), ab 1925 auf dieWohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
Im Jahr 2010 hatte Würzburg mit 11.283 Ausländern aus diversen Herkunftsländern einen Ausländeranteil von 8,5 %.[79] Der höchste Ausländeranteil ist im StadtbezirkAltstadt mit 16,8 % verzeichnet, gefolgt von derZellerau und demFrauenland (beide 13,6 %) sowieGrombühl (12,0 %).[80] Die meisten Ausländer kommen (Stand 2013) aus derTürkei (1.237),Russland (840),Italien (756),Ukraine (678) undRumänien (662).
Laut Zensus 2011 waren 51,5 % (64.017) Einwohnerrömisch-katholisch, 22,2 %evangelisch und 26,3 % gehörten anderenKonfessionen oderGlaubensgemeinschaften an oder warenkonfessionslos.[83] Der Anteil der evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder an der Gesamtbevölkerung ist seitdem gesunken. Ende 2024 gab es in Würzburg 35,2 % (40,8 % im Jahr 2021) Katholiken und 16,5 %Protestanten, während 48,3 % der Bevölkerung entweder eine andere oder keine Religionszugehörigkeit hatte.[84]
Zahlen zu weiteren Religionsgemeinschaften wurden letztmals beim Zensus von 2011 erhoben. Damals waren 1,7 % der Bevölkerungchristlich-orthodox, 0,8 % waren Mitglieder einerevangelischen Freikirche, 0,3 %jüdisch und weitere 2,8 % gehörten sonstigen in Bayern anerkannten öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften (beispielsweiseAlt-Katholische Kirche oderZeugen Jehovas) an. Der Anteil dermuslimischen Bevölkerung wird nicht ausgewiesen.[85][86]
Der Beginn des christlichen Lebens in Würzburg wird mit dem Wirken der Frankenmissionare St.Kilian, St.Kolonat und St.Totnan verbunden und auf ca. 682 datiert. St. Kilian gilt als Schutzpatron des katholischen Bistums Würzburg. Würzburg wurde 741/742 Sitz einesBistums, das sich bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte, dasHochstift Würzburg. Oberster Herr dieses Territoriums war derFürstbischof.
DieReformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen. Die evangelische Bewegung wurde später jedoch durch den Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn[87] und dieGegenreformation ab 1586 stark zurückgedrängt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt, die meisten von ihnen ließen sich in der benachbartenReichsstadtSchweinfurt nieder. Während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg konnten die Protestanten von 1631 bis 1634[88] vorübergehend wieder Fuß fassen. Im Jahr 1633 war ihnen die Benutzung desWürzburger Doms für ein Jahr erlaubt worden. Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts war Würzburg dann eine, abgesehen von Protestanten ohne Bürgerrecht, katholische Stadt.[89]Erst das bayerischeReligionsedikt von 1803 brachte eine Gleichbehandlung der beiden Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten zunächst im April die Kapelle des ehemaligenKartäuserklosters und im November die Kirche des säkularisiertenSt.-Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet.Alle gehörten von Anfang an zurEvangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die sich bis 1811 (ab 1808 mit dem Pfarrer Paul Kanut Ebermayer) in Würzburg vollständig etabliert hatte,[90] und sind Teil des 1827 eingerichteten[91] evangelischen Dekanats Würzburg innerhalb desKirchenkreises Ansbach-Würzburg. In Würzburg entstand auch das bayrische Konsistorium, aus dem sich die einheitliche evangelische Kirche im Königreich Bayern entwickelte. Zudem wurden in der Stadt die Vorarbeiten für das Religionsedikt von 1818 geleistet, aus dem die evangelische Landeskirche Bayerns hervorging.[92]
Heinrich von Kleist, der sich mit seinem FreundLudwig von Brockes drei Wochen (bis zum 22. Oktober 1800) in der Stadt aufgehalten hat, schrieb im Jahr 1800 über Würzburg: „Die ganze Stadt wimmelt von Heiligen, Aposteln und Engeln, und wenn man durch die Straßen geht, so glaubt man, man wandle durch den Himmel der Christen.“[93]
VerschiedeneFreikirchen haben in Würzburg Gemeinden gegründet. Hierzu gehört dieEvangelisch-Freikirchliche Gemeinde, die ihre Wurzeln in Würzburg bis ins Jahr 1907 zurückverfolgen kann. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einer Verschmelzung vonBaptisten- undBrüdergemeinde;[94] in der Folge sieht sich diese Gemeinde heute beiden Traditionen zugehörig.[95]
Von besonderer Bedeutung ist dieWürzburger Synode (1971–1975), die im Exerzitienhaus des Karmelitinnen-KlosterHimmelpforten stattfand und wesentliche Impulse für das Verhältnis zwischen Klerus und Laien, das Verhältnis zur evangelischen Kirche sowie für die Liturgie setzte. Eine unmittelbare Folge war u. a. die Einrichtung einesÖkumenischen Zentrums im VorortLengfeld. Im Exerzitienhaus Himmelpforten kam dieDeutsche Bischofskonferenz auch später zu regelmäßigen Tagungen zusammen.[97]
Der im Mittelalter angelegte ehemalige jüdische Friedhof in Würzburg (Ort der heutigenMarienkapelle am Marktplatz). Sebastian Münster 1550
Würzburg ist Sitz einer altenjüdischen Gemeinde, die erstmals 1147 erwähnt wurde. Ihre Blütezeit hatte sie im 12. und 13. Jahrhundert. Während desRintfleisch-Pogroms im Jahre 1298 wurden in Würzburg zwischen dem 18. und 23. Juli etwa 900 Juden getötet. Weitere Pogrome ereigneten sich 1336/1337 bei der sogenanntenArmledererhebung. 1349 kam es zu denJudenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes in der Stadt und im Umland. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert wurden die Juden immer wieder aus der Stadt verwiesen. 1803 konnte sich, (aus eher finanziellen Gründen pragmatisch) gewährt von der neuen bayerischen Regierung, nach mehr als 150 Jahren mitMoses Hirsch und seinen Söhnen Salomon undJakob von Hirsch aus Gaukönigshofen wieder eine jüdische Familie in Würzburg niederlassen. Offiziell wurde mit einer Verordnung erst am 12. September 1808 die Ansässigmachung von Juden in Würzburg wieder erlaubt. Weitere Rechte erhielten die bayerischen Juden erst mit dem 1816 wirksam gewordenenEdikt, die Verhältnisse der jüdischen Glaubensgenossen im Königreich Baiern betreffend von 1813.[103]
Am 2. August 1819 war Würzburg der Ausgangspunkt derHep-Hep-Krawalle, die sich gegen jüdische Bürger richteten. Über vier Tage befand sich die Stadt durch die pogromartigen Ausschreitungen im Ausnahmezustand. Jüdische Geschäfte und Wohnhäuser wurden attackiert und geplündert, Personen körperlich und teils auch mit Schusswaffen angegriffen. Die meisten der etwa 400 jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner verließen am 4. August fluchtartig die Stadt. Einer der Angreifer und ein Soldat kamen am 3. bzw. 4. August ums Leben. Polizei und Militär konnten die Lage zunächst nicht unter Kontrolle bringen, zumal sich auch Soldaten an den Ausschreitungen beteiligten. Erst als am 5. August das Militär auf etwa 700 Soldaten aufgestockt wurde und in die Stadt einrückte, beruhigte sich die Lage und die jüdischen Familien kehrten am 8. August wieder in ihre Häuser zurück. In den kommenden Wochen flammte die Gewalt immer wieder auf. Ende August wurde die Würzburger Synagoge verwüstet.[104] Ausgehend von Würzburg kam es anüber 80 Orten im Deutschen Bund und über seine Grenzen hinaus (vor allem in Dänemark) zu Ausschreitungen und anderen Vorfällen.
Um 1900 erreichte die jüdische Gemeinde mit annähernd 2500 Mitgliedern ihren höchsten Stand (1910 lebten in Würzburg 2514 Juden, 3 Prozent der Bevölkerung[105]). 1925 betrug die Zahl der Juden in Würzburg dann mit 2261 2,5 Prozent der Gesamteinwohnerschaft (1814 waren es mit 172 0,9 % und 1867 1099[106]).
1933 kam es in Würzburg zumBoykott von Geschäften jüdischer Inhaber. Bei denNovemberpogromen 1938 starben in Würzburg mindestens vier Menschen. Einrichtungen der Jüdischen Kultusgemeinde wurden vonSA-Männern zerstört, woran eine Gedenktafel an einer Mauer in der Domerschulstraße erinnert. Die Inneneinrichtung der 1837 bis Sommer 1841[107] erbauten Hauptsynagoge wurde unter Anwesenheit des Universitätsrektors und SA-Führers Seifert zerstört, das Gebäude wurde jedoch nicht niedergebrannt, vermutlich aus Rücksicht auf angrenzende „arische“ Häuser. Im Synagogengebäude, das bei derBombardierung 1945 zerstört wurde, war ein NSDAP-Parteibüro eingerichtet. Im November 1941 begann dieDeportation der verbliebenen Würzburger Juden inKonzentrationslager. Die jüdische Gemeinde hörte 1943 auf zu existieren.[108] Die Würzburger Juden ahnten nichts von ihrem Schicksal und gingen nach brieflicher Aufforderung freiwillig zur Sammelstelle.[109] 895 Mitglieder der Gemeinde wurden ermordet.[110]
Bereits wenige Jahre nach dem Ende desZweiten Weltkrieges wurde in Würzburg eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die im Jahr 1970 in der Valentin-Becker-Straße 11 eine neue Synagoge erhielt, in deren Vorraum eine Gedenktafel an die Verfolgung und Ermordung der Würzburger Juden erinnert. Im ersten Stock des dort befindlichen jüdischen Altersheims wurde 1987 ein Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken errichtet. Bis zumHolocaust gab es sieben Synagogen in Würzburg. Eine von ihnen, die 1929 in der Sandbergerstraße errichtet wurde, beherbergt heute dieDavid-Schuster-Realschule. In ihrem Innern wird mit einer Gedenktafel an den Leiter der ehemaligen Israelitischen Lehrerbildungsanstalt (ILBA), den PädagogenJakob Stoll, erinnert, der nach seiner KZ-Haft in die USA emigrierte. Am Standort der ehemaligen Synagoge in Heidingsfeld in der Zindelgasse/Ecke Dürrenberg wurde 1986 eine Gedenksäule errichtet.[111]
Am 9. Januar 1987 wurden im Würzburger Stadtviertel Pleich beim Abriss eines ehemaligen gewerblichen Gebäudes 1455jüdische Grabsteine gefunden. Ihre wissenschaftliche Erforschung habenKarlheinz Müller und seine Kollegen Simon Schwarzfuchs, Rami Reiner und Edna Engel im Jahr 2012 mit der Veröffentlichung des dritten Bandes abgeschlossen. Die weltweit einmalige Sammlung befindet sich im Museum Shalom Europa im jüdischen Gemeindezentrum.
Am 23. Oktober 2006 wurde nach fünfjähriger Bauzeit das neue jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum mit dem NamenShalom Europa eröffnet.[112] Die Zahl der Gemeindemitglieder ist durchKontingentflüchtlinge auf etwa 1100 gestiegen. Seit August 2001 gibt es wieder einenRabbiner in Würzburg. Im April 2012 lud die Stadt erstmals frühere Bürger ein, die die nationalsozialistische Judenverfolgung überlebt haben.[113]
In Würzburg, wo seit 1976 derVerband der islamischen Kulturzentren e. V. in der Erthalstraße 1 Freitagsgottesdienste für muslimische Männer angeboten hatte, gibt es einigeMoscheen, darunter eine der 1994 hinzugekommenenTürkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DİTİB) in der Äußeren Aumühlstraße 11,[115] die Moschee der 2003 entstandenenIslamischen Gemeinschaft Würzburg in der Barbarastraße, zwei weitere desVerbands der Islamischen Kulturzentren in der Erthalstraße und eine derIslamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland in der Doktor-Maria-Probst-Straße (1994 trafen sich Mitglieder des von Flüchtlingen gegründeten Bosnisch-Islamischen Vereins in der Wredestraße 32, wo auch die um 2000 gebildete Islamische Gemeinschaft Millî Görüş untergekommen war[116]).
In der Edith-Stein-Straße befindet sich die von derAhmadiyya-Bewegung 2005 erbaute MoscheeBait-ul-Aleem[117] (übersetzt: „Haus des Gelehrten“), Würzburgs erster Moscheebau.
In der Stadt Würzburg befanden und befinden sich zahlreicheKlöster und Ordensgemeinschaften. Zudem bestanden mehrere Häuser derBeginen und Begarden im Stadtbereich. Vor allem im 13. Jahrhundert begannen junge Orden, sich in der Stadt niederzulassen.[118] Beispiele:
St.-Ulrichs-Kloster (seit 1295Benediktinerinnen), benannt nachUlrich von Augsburg, 13.–16. Jahrhundert.[119][120] Aus einer ehemaligenBeginengemeinschaft, urkundlich 1256 und 1323 belegtenKlauseSt. Ulrich (genannt auchUlrichsklause, im 15. Jahrhundert auch „Sanct Ulrich zu der genaden porten“) ging unter Rudolf von Scherenberg 1476, nach Bestätigung der Regel des hl. Benedikt in der KircheSt. Ulrich und St. Bonifatius und Umwandlung derKirche in ein Kloster, das derBursfelder Kongregation angegliederte BenediktinerinnenprioratAd portam gratiae bzw.St. Scholastika zur Gnadenpforte (unter Aufsicht des Abtes vonSt. Stephan) hervor. Das infolge Reformation und Bauernkrieg verarmte und um 1570 aufgegebene Kloster befand sich auf dem Gelände des heutigen Innenhofs derAlten Universität, in die das leerstehende Ulrichskloster 1583 baulich integriert wurde (Die Fundamente des Ulrichsklosters wurden 1955 freigelegt).[121][122]
Die Stadt Würzburg wurde schon seit ihrer Gründung vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand derSchultheiß. Später gab es einenAlten Rat und einenNeuen Rat. Der Alte Rat, Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach denBauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. Ein Denkmal in den Grünanlagen unterhalb der Residenz erinnert an die Bauernkriege. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. Mit einer Verordnung vom 17. Mai 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das BayerischeGemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1908 den in Bayern für Groß- und Mittelstädte eingeführten[124] Titel Oberbürgermeister erhielt.[125] Der Stadtrat setzt sich aus 50 Stadträten zusammen.
Die Ersten (rechtskundigen) Bürgermeister und Oberbürgermeister Würzburgs seit 1796:[126][127]
Grafeneckart (ältester Teil des Rathauses nach dem 2017 erfolgten Neuanstrich)[128]
Bei der Oberbürgermeisterwahl 1990 kandidierte die spätere bayerische Sozialministerin und LandtagspräsidentinBarbara Stamm gegen den überraschend aufgestellten Jürgen Weber und schied bereits in der ersten Wahlrunde als Drittplatzierte aus.[131][132] Jürgen Weber setzte sich 1996 in der Stichwahl nochmals durch, gegen Erich Felgenhauer. Er musste sich 2002 aber der CSU-Bewerberin Pia Beckmann geschlagen geben.[133]
Bei derOberbürgermeisterwahl 2008 kam es zwischen der AmtsinhaberinPia Beckmann (41,3 %) und ihrem SPD-HerausfordererGeorg Rosenthal (24,7 %) zur Stichwahl. Weitere Kandidaten waren Matthias Pilz (Grüne, 16,3 %), Benedikt Kuttenkeuler (Würzburger Liste, 14,6 %) undUwe Dolata (ÖDP, 3,0 %). In der Stichwahl konnte sich dann der SPD-Kandidat überraschend gegen Amtsinhaberin Pia Beckmann mit 52,5 % gegen 47,5 % durchsetzen. Die Wahlbeteiligung betrug dabei lediglich 41,0 %.
Am 16. März 2014 kandidierten unter anderem der ausGerbrunn stammende Muchtar Al Ghusain für SPD und Grüne sowieChristian Schuchardt für CSU, FDP und Würzburger Liste. Christian Schuchardt selber gehört derCDU an.[129] Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, fand am 30. März eine Stichwahl statt. Bei dieser gewann Christian Schuchardt mit einer absoluten Mehrheit von 55,73 % der abgegebenen Stimmen.[134] Er ist somit der erste CDU-Bürgermeister in einer bayerischen Großstadt.[129] Auf Muchtar Al Ghusain entfielen 44,27 % der Stimmen. Zur Stichwahl kamen nur 40,47 % der Wahlberechtigten.[134] Bei derOberbürgermeisterwahl 2020 wurde Schuchardt im ersten Wahlgang am 15. März mit 51,95 % der abgegebenen Stimmen bei insgesamt fünf Gegenkandidaten wiedergewählt.[135]
DieOberbürgermeisterwahl in Würzburg 2025 fand vorzeitig statt, da der amtierende Oberbürgermeister Christian Schuchardt sein Amt zum 30. Juni niederlegte, um eine leitende Position beim Deutschen Städtetag zu übernehmen. Im ersten Wahlgang am 4. Mai erhielt Martin Heilig (Grüne) die meisten Stimmen, verfehlte jedoch die absolute Mehrheit, weshalb es am 18. Mai zu einer Stichwahl kam, in der er sich mit 65 % gegen Judith Roth-Jörg (CSU) durchsetzte.[136][137] Tatsächlich handelte es sich um den ersten Oberbürgermeister einer kreisfreien Stadt oder großen Kreisstadt in Bayern, der während seiner Amtszeit ein grünes Parteibuch besitzt.[138][139]
Der Stadtrat setzt sich aus den Stadträten und dem Oberbürgermeister zusammen. Die Sitzverteilung sieht für die Wahlperioden seit 2020 folgendermaßen aus:[140]
Blasonierung: „In Schwarz eine schräggestellte und an beiden senkrechten Seiten je zweimal eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Standarte (das „Rennfähnlein“) an silbernem Lanzenschaft.“
Wappenbegründung: DasRennfähnlein als Ortswappen ist seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts belegt. Es handelt sich um die Fahne desBistums Würzburg, jedoch in anderer Farbgebung (statt schwarz blaue, golden silberneTingierung), statt des Lanzenschaftes ist eine Turnierlanze zu sehen. Ferner ist die Fahne des Bistums nicht geviert. Der Name entstammt der Sitte derBerennung des kaiserlichen Lehens, bei der der zu belehnende Fürstbischof bei der Belehnungszeremonie das Sitzgerüst mit demLehensherrn (Kaiser) dreimal in vollem Tempo umritt, erst ohne Fahne, dann mit der entsprechenden Rennfahne, zuletzt mit der Lehensfahne mit dem Wappen der Lehensländer. Seit 1570 wird das Rennfähnlein ebenfalls in den Siegeln der Stadt[145] verwendet.
DieStadtflagge orientiert sich an der Fahne im Wappen. Sie ist geteilt von rot und gold und trägt das Wappen in der Mitte.[146]
Würzburg, Kongresszentrum, Pleichertorstraße: Monument für die Städtepartnerschaften von WürzburgDer Mwanza-Weg im Stadtteil Heuchelhof
Die Stadt Würzburg unterhält seit 1962Städtepartnerschaften. Nach einigen dieser Partnerschaften sind Straßen im Würzburger StadtbezirkHeuchelhof benannt. Mit folgenden Städten unterhält Würzburg eine Partnerschaft:[147]
Die Zusammenarbeit wird über das Büro „Würzburg International“ in der Stadtverwaltung koordiniert und beinhaltet u. a. verschiedene Bürgerreisen zu den Partnerstädten, Schüleraustausch Würzburger Schulen mit Schulen in den Partnerstädten oder dem Angebot für Würzburger Schüler und Studierende, in den Sommerferien an einem Praktikantenaustausch z. B. mit Caen und Dundee teilzunehmen.[152] Verschiedene Freundschaftsgesellschaften unterstützen den Austausch mit den Partnerstädten, z. B. die Deutsch-Französische Gesellschaft Würzburg e. V. oder dieDeutsch-Irische Gesellschaft Würzburg e. V.
Das Gebiet der Kernstadt, das durch Main, Juliuspromenade, Theaterstraße, Balthasar-Neumann-Promenade und Neubaustraße begrenzt ist, wird wegen seines Aussehens auf Karten als „Bischofshut“[153][154] oder „Bischofsmütze“ bezeichnet.[155][156]
Im siebten Jahrhundert war Würzburg Mittelpunkt eines von denMerowingern errichteten Herzogtums. Der merowingische Rundbau derMarienkirche der Festung Marienberg ist eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Eine imposanteromanische Kirche ist der unter BischofBruno (1034–1045) begonneneDom St. Kilian, neben Speyer und Mainz der größte deutsche romanische Dom. Wichtige Bauwerke der Romanik sind auch das später barock umgestalteteNeumünster mit seinem Kreuzgang(Lusamgärtlein) aus dem späten 12. Jahrhundert sowie die KircheSt. Burkard. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden die Ostseite des Doms samt der Türme und das Neumünster neu erbaut. Viele Kirchen und Klöster wurden in dieser Zeit bereits gegründet, von den romanischen Ursprungsbauten hat sich jedoch kaum etwas erhalten. Das Gebäude desGrafeneckarts wurde als mittelalterlicherGeschlechterturm bereits erstmals 1180 erwähnt.
Im Mainviertel stehen die frühgotischeDeutschhauskirche und dieSchottenkirche Don Bosco. Die bedeutendste Kirche derGotik ist dieMarienkapelle an der Nordseite des Unteren Marktes, die trotz ihrer Größe kirchenrechtlich eineKapelle ist. Gotisch sind auch die Kirche desFranziskanerklosters und die KlosterkircheMaria Aufnahme in den Himmel in der Zellerau. Die gotischeAllendorf-Kapelle nahe dem Dom ist Bestandteil des Domherrnhofs Kurie Seebach. Spätgotische Züge zeigt auch nochSt. Gertraud im Viertel Innere Pleich. 1316 erwarb die Stadt den Hof des bischöflichen Schultheißen, des Grafen Eckhart. Aus dem sogenanntenGrafeneckart entwickelte sich dasRathaus der Stadt, vor dem sich der barockeVierröhrenbrunnen befindet. Auch dasBürgerspital zum Heiligen Geist mit seiner Kirche wurde in gotischer Zeit gegründet. DerSchneidturm aus dem frühen 14. Jahrhundert befindet sich am Kranenkai in der Nähe des Congress Centrums und war einst Teil der nordwestlichen Vorstadtbefestigung. Auch der rundeHexenturm im Südosten und derHirtenturm mit einem Mauerrest im Südwesten haben sich erhalten. Im heutigen StadtteilHeidingsfeld dagegen, einer ehemaligen Freien Reichsstadt, ist die mittelalterliche Stadtmauer noch nahezu vollständig vorhanden.
DieFestung Marienberg (auch Marienfeste genannt) wurde bereits in gotischer Zeit und danach in der Renaissance weiter ausgebaut und ist das bekanntesteWahrzeichen der Stadt. Sie ist mit städtischem Bus ab Residenz, zu Fuß ab Alter Mainbrücke über die Tellsteige bzw. ab der Friedensbrücke über das Gelände der früheren Landesgartenschau oder per Auto zu erreichen. Nach dem Passieren mehrerer Tore der imponierenden Befestigungsanlage erreicht man dasMainfränkische Museum, dann eine wegen ihrer Dimensionen kaum zu identifizierende Pferdeschwemme aus Buntsandstein, einen 100 m tiefen Brunnen und den Fürstengarten. Eine Umrundung der Festung zu Fuß ergibt erste Eindrücke. Das wahre Ausmaß der Befestigungsanlagen erschließt sich beim Rückweg durch die Weinberge zu St. Burkard und zum Mainufer. Die Festung wurde von den Fürstbischöfen als Sitz gewählt, später zu Gunsten der neu erbauten, repräsentativeren Residenz aufgegeben. DieAlte Mainbrücke selbst entstand ab 1476 als Verbindung zur auf der gegenüberliegenden Mainseite befindlichen Stadt und wurde später mit zahlreichen barocken Plastiken geschmückt. Um 1500 erreichte bereits die spätgotische Plastik mitTilman Riemenschneider europäischen Rang.
Unter dem FürstbischofJulius Echter von Mespelbrunn (1573–1617) wurde Würzburg zu einem Zentrum derRenaissance. So veranlasste ab 1572 der Fürstbischof große Neu- und Umbauten für die Festung im Renaissancestil. 1583 wurde dieNeubaukirche (Universitätskirche) als einer der wichtigsten Kirchenbauten dieser Zeit errichtet. Der Gebäudekomplex derAlten Universität mit der Neubaukirche wurde 1591 fertiggestellt, neun Jahre nach der Wiedergründung derUniversität durch den Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Optisch dominant mit dem höchsten Turm der Stadt (ca. 91 m) und architektonisch herausragend ist die Universitätskirche, die heute von der Universität als Aula genutzt wird. Sie wurde Ende des 17. Jahrhunderts vonAntonio Petrini umgestaltet und vonJoseph Greissing vollendet. Die Wiederherstellungsarbeiten nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs dauerten bis 1985. Auch das weitläufigeJuliusspital entstand in der Zeit der Renaissance. Erhalten geblieben ist auch dessen Rokoko-Apotheke,[157] deren Anfänge in das 16. Jahrhundert zurückreichen.
Das Bischöfliche Palais(Hof Conti) mit seinem Prunkerker wurde ab 1588 für den Domherrn Julius Ludwig Echter von Mespelbrunn errichtet, es befindet sich am Kardinal-Döpfner-Platz 5. DerVordere Gressenhof (heuteCastell-Bank) am Markt ist ebenfalls ein Renaissancebau, er verfügt über einen Prunkerker von 1591.[158]
DieBarockzeit wurde insbesondere unter den Fürstbischöfen aus dem HauseSchönborn und den beiden Fürstbischöfen aus der FamilieGreiffenclau[159] zu einem goldenen Zeitalter der Künste in Würzburg. DerHof Heideck, wo einst auch der ArztOrtolf von Baierland[160] wohnte, ist ein früher Barockbau an der Domerschulstraße von 1625–26. Der westliche Erweiterungsbau des Rathauses entstand 1659 mit einer Hausteinfassade aus rotem Sandstein(Roter Bau). Der stattlichePetersbau in der Münzstraße 1 ist eine Dreiflügelanlage mit Barockgliederung, 1689 vonAntonio Petrini geschaffen. Auch die Festung wurde in der Barockzeit weiter ausgebaut, sie wurde dabei durch prachtvolle Tore ausgeschmückt und danach unter anderen um das Neue Zeughaus sowie den Maschikuliturm erweitert. Im Hochbarock entstanden der Fürstenbau des Juliusspitals ab 1702 sowie dasAdelspalais am Residenzplatz (ehemaliger Rosenbachhof) etwa 1701, beide erbaut vonJoseph Greissing, der ab 1704 auch den Gartenpavillon im Juliusspital errichtete. Auf die Jahre 1706 bis 1708 datiert derRote Bau des Greiffenclau-Palais an der Theaterstraße.[161] Als Jesuitenkolleg, heute Priesterseminar, schuf Joseph Greissing einen Gebäudekomplex mit feinem Portalrisalit in der Domerschulgasse von 1715 bis 1719 und parallel dazu als Amtshof im Auftrag des Ritterstifts St. Burkard denRückermainhof in derKarmelitenstraße 20 (Rückermaingebäude) 1716 bis 1721 (1723). Auch dasHuttenschlösschen, erbaut 1719 bis 1721 für den damaligen Domdekan und späteren FürstbischofChristoph Franz von Hutten als privates Sommerschlösschen, ist ein archivalisch gesichertes Werk Greissings. Seit 1884 dient es alsCorpshaus desCorps Rhenania Würzburg. Nahe der Stadt entstand bereits ab 1680Schloss Veitshöchheim, das später, durch Greissing umgebaut und schließlich durch Neumann erweitert, für seinen Hofgarten berühmt wurde. 1719 wurde für Johann Friedrich Dietrich Faust zu Stromberg durch Greissing dasTalavera-Schlösschen in der Zellerau erbaut. Ab 1720 entstand ein Karmeliterkloster, dessen Reste heute im nördlichen Flügelbau des Rathauses stecken.In der Bischofsstadt befinden sich zahlreiche Kirchen, die im Barock entstanden oder in dieser Zeit umgestaltet wurden. Darunter sind die„Reurerkirche“ (St. Joseph und St. Maria Magdalena) von Petrini, dieUrsulinenkirche von einem nicht bekannten Baumeister,St. Peter und Paul von Greissing, dieAugustinerkirche vonBalthasar Neumann sowieSt. Michael, deren Neubau durchJohann Philipp Geigel undJohann Michael Fischer entstand. Die vom Volumen her größte Barockkirche, und gleichzeitig einer der beiden großen Kuppelbauten Würzburgs, die entscheidend die Stadtsilhouette mitformen, istStift Haug von Antonio Petrini. Die über dem Grab der Landespatrone Kilian, Kolonat und Totnan vonJoseph Greissing unter Einbeziehung älterer Substanz errichteteNeumünsterkirche ist nur wenig kleiner, weist dagegen einen größeren Kuppeldurchmesser auf. Am volkstümlichsten aber ist das von Balthasar Neumann erbauteKäppele auf dem Nikolausberg gegenüber der Festung. Es ist von weither als Silhouette sichtbar. Erreicht werden kann diese Wallfahrtskapelle über eine hinauf führende Prozessionstreppe mit 14 Kreuzwegstationen. Die Aussicht von oben erstreckt sich auf den Main, die langgestreckte Festungsanlage und die Stadt Würzburg mit ihren vielen Kirchtürmen. Die hochwertige Innenausstattung gehört überwiegend dem späten Rokoko an. Häufig werden hier Konzerte aufgeführt. Vom Querschiff aus gibt es einen Zugang zu den hinteren Räumen, in denen dieVotivgaben der Wallfahrer für die Heilung von Krankheit und Leid ausgestellt sind. Besonders prachtvoll ist dieSchönbornkapelle am Dom sowie dasRokoko derHofkirche Allerheiligste Dreifaltigkeit in der Residenz, beide von Balthasar Neumann.
DieWürzburger Residenz wurde 1981 als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Sie ist im späten Barockstil (Rokoko) 1720–1744 im Auftrag des FürstbischofsJohann Philipp Franz von Schönborn (1719–1724) und seiner Nachfolger nach Plänen vonBalthasar Neumann unter planerischer Anteilnahme einesJohann Lucas von Hildebrandt,Maximilian von Welsch und anderer führender Künstler der Zeit erbaut worden. Das Treppenhaus wird durch ein etwa 600 m² großes freitragendes Gewölbe überspannt, das vonGiovanni Battista Tiepolo in Fresko-Technik ausgemalt wurde. Die Einfahrtshalle (Vestibül) wurde so konstruiert, dass bis zu sechsspännige Kutschen vorfahren konnten. In der Residenz sind Institute und Museen der Universität untergebracht. In den Südwesten des Residenzgebäudes ist die Hofkirche integriert. Die Weinkeller des Staatlichen Hofkellers liegen unter dem Nord- und Südflügel. Der Hofgarten mit den schmiedeeisernen Toren von Johann Georg Oegg und einem Denkmal vonJulius Bausenwein an Oegg am Rennweg liegt hinter der Residenz.
DerHof zum Rebstock nahe der Neubaukirche stammt aus dem Mittelalter, aber die Fassade wurde ab 1737 im Barock erbaut, ebenso die gegenüber liegenden Häuser. DasKaufhaus am Markt, erbaut von Balthasar Neumann, stammt von 1740. DerHof Marmelstein, als Domherrnhof ebenfalls erbaut von Balthasar Neumann (1747), an der Domerschulstraße ist jetzt Bischöfliches Ordinariat. Die wohl schönste Rokokofassade der Stadt besitzt dasHaus zum Falken. Das Gebäude am Oberen Markt stammt aus dem 18. Jahrhundert. 1751 wurde die Fassade mit überreichen Rokoko-Stuckdekorationen versehen. DerEhemalige Gesandtenbau amResidenzplatz stammt von 1767 und derEhemalige Hauger Stiftshof Murrelini vonFranz Ignaz Michael Neumann an der Bahnhofstraße 11 ist auf 1775 bezeichnet. Weitere Höfe und Bürgerhäuser liegen im Bereich Unterer Markt und Gressengasse. In der Gressengasse befindet sich der GasthofZum Stachel, der heute ein Weinlokal ist und zur Zeit der Bauernkriege ein Treffpunkt der Aufständischen war. In der Bronnbachergasse 8 befindet sich derFichtel’sche Hof, dessen Eingang durch das Fichtel’sche Wappen, eine stilisierte grüne Fichte im roten Feld, geziert wird.[162] Bemerkenswert ist das steinerne Geländer im Treppenhaus. DerAlte Kranen am Main ist ein spätbarocker Hafenkran aus dem Jahre 1773.
Frauenzuchthaus von Peter SpeethZeller Straße 45, ehemaliges Zeller Torhaus, jetzt Kirche der russisch-orthodoxen Gemeinde
DemKlassizismus gehören der Neubau vonSt. Stephan sowie die Fassade der ehemaligenHofspitalkirche im Mainviertel am Fuße des Marienberges an, beide vonGeigel. Letztere dient seit Kriegsende als Ausstellungsraum. In Lengfeld wurdeSt. Laurentius zu Beginn des neuen Jahrhunderts erbaut. 1806 entstand das Großherzogtum Würzburg. Ein bedeutender Bau dieser Zeit ist dasEhemalige Frauenzuchthaus, ein Werk des frühen Klassizismus vonPeter Speeth unterhalb der Festung, neben St. Burkard, von 1809. Ein 1814 begonnener klassizistischer Kuppelbau von Peter Speeth mit Säulenportal und Rustikagliederung, das ehemaligeZeller Torhaus in der Zeller Straße 45, ist heute die Kirche der russisch-orthodoxen Gemeinde. Auch dasGerichtsdienerhaus in der Turmgasse stammt von Speeth.
Als Würzburg dann nach dem Wiener Kongress endgültig Bestandteil des Königreich Bayerns geworden war, nahm die Bedeutung der Stadt für die Kunstgeschichte spürbar ab. Die wichtigsten Bauten dieser Zeit wurden nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut, so der klassizistischeHarmoniesaal von 1823. KönigLudwig I. ließ von 1837 bis 1841 durch seinen HofbaumeisterFriedrich von Gärtner die neueHauptsynagoge im „ägyptischen Stil“ errichten und vereitelte somit die geplante Erstellung des Baus durch den Würzburger Baumeister Anton Eckert.[107] 1938 wurde sie demoliert und 1945 zerstört. Dasselbe Schicksal hatte die 1858 entstandeneMaxschule, das Hauptbeispiel für denMaximilianstil in Würzburg.
Das monumentaleHauptgebäude derNeuen Universität stammt von 1896. Ähnlich monumental ist das Gebäude derPädagogischen Hochschule am Wittelsbacherplatz. Ein repräsentatives Gebäude desHistorismus ist auch derJustizpalast. DasHauptzollamt entstand dann in einem barockisierendenJugendstil. Eine besonders monumentale Kirche des Historismus ist der neoromanische Bau vonSt. Adalbero. Große neugotische Kirchen sindSt. Josef der Bräutigam in Grombühl, flächenmäßig nach dem Dom die zweitgrößte Kirche von Würzburg, und dieSt.-Johannis-Kirche, sie wurde nach Kriegszerstörungen modern wiedererrichtet, der alte Turm blieb als Mahnmal erhalten. Südlich des Doms, etwas abseits, befindet sich die neoromanischeMutterhauskirche St. Joseph.
Bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts gab es kurzzeitig auf dem Würzburger Steinberg eine Burg. Das nach dem Weltkrieg vereinfacht wiederhergestellte Gebäude derSteinburg wurde jedoch erst in den Jahren 1897/98 als Restaurant mit Blick über die Stadt errichtet. Heute befindet sich in der Burg das Schlosshotel Steinburg. Dominant im Stadtbild ist derKamin der Wäscherei des Universitätsklinikums Grombühl (Höhe: 66 Meter, Baujahr: 1917).
Die Lerchenhainsiedlung, die der Würzburger ArchitektPeter Feile 1929 plante und teilweise realisieren konnte, ist ein Beispiel für dieBauhaus-Architektur jener Zeit. Das Hochhaus Augustinerstraße (Ämterhochhaus, offiziell:Hans-Löffler-Haus) wurde im Jahr 1930 durchFranz Kleinsteuber im Stil derNeuen Sachlichkeit als erstes Hochhaus in Franken in der Augustinerstraße 9 erbaut und als städtisches Ämtergebäude genutzt. Es überstand den Krieg, dennoch wurde 2018 ein Abriss und Neubau genehmigt. Baudenkmäler der Neuen Sachlichkeit finden sich besonders auch im StadtteilKeesburg. Die demHeiligsten Herzen Jesu geweihte Klosterkirche mit dem Piusseminar derMariannhiller Missionare ist ein 1927–1929 durchAlbert Boßlet errichteter expressionistischer Bau in stadtbildprägender Lage.
Im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Gebäude der Innenstadt zerstört oder beschädigt, zahlreiche Adels- und Bürgerhäuser verschwanden für immer, während die wichtigsten Wahrzeichen, meisten Gebäudeensembles und Kirchen wiederaufgebaut oder rekonstruiert wurden, so dass die Altstadt heute eine zusammenhängende Denkmalzone ist. Das WürzburgerStadttheater entstand nach 1945 als Ersatz für den zerstörten Vorkriegsbau, gleiches gilt für den Neubau für denHauptbahnhof.
Von den modernen Kirchen ist besonders die Pyramide vonSt. Andreas in der Sanderau stadtbildprägend. Die quadratische Anlage aus Sichtbeton mit schrägem Pyramidendach wurde im Jahre 1967 erbaut und ist ein Paradebeispiel für denBrutalismus. Zuvor entstand in den 1950er Jahren mitSt. Alfons ein beachtlicher Kirchenbau der Moderne vonHans Schädel. BeimHeizkraftwerk am alten Hafen wurde im Zuge der Umrüstung von Kohle- auf Erdgasfeuerung das äußere Erscheinungsbild gründlich überarbeitet. Mit der Fassadengestaltung erwarb das ArchitekturbüroBrückner & Brückner 2007 die AuszeichnungBest Architects 08 Gold. In die Umgestaltung einbezogen wurde das Becken des alten Hafens, insbesondere durch die Errichtung einer großen Freitreppe am Ort des ehemaligen Kohlebunkers. Auch derKulturspeicher ist von Interesse. Mittlerweile entstanden auch weitere moderne Hochhäuser wie das 2012 eröffneteGHOTEL Würzburg.
DieAlte Mainbrücke war bis 1886 der einzige Flussübergang. Sie wurde von 1476 bis 1703 erbaut und wiedererrichtet und zeichnet sich durch Heiligenfiguren aus, die ab 1725 hinzugefügt wurden.[163]
DieBrücke der Deutschen Einheit (auch Talavera-Brücke genannt, nach dem großen Volksfest- und Parkplatz auf der linken Mainseite) ist die jüngste Brücke und wurde am 3. Oktober 1992 eingeweiht.[77] Die Schrägseilbrücke überquert den Main und ein Hafenbecken.
DieFriedensbrücke wurde 1888 als Luitpoldbrücke fertiggestellt und nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt.
DieKonrad-Adenauer-Brücke ist die südlichste der vier Straßenbrücken. Die Spannbetonbrücke wurde von 1965 bis 1967 erbaut.
DieLudwigsbrücke wurde 1895 erbaut und ist in der Bevölkerung wegen der vier Löwenstatuen an den beiden Auffahrten zur Brücke als Löwenbrücke geläufig.
DieLaurentiusbrücke, als Zeller Brücke bekannt, verbindet Würzburgs neuen Hafen mit Zell am Main.
Der Sebastian-Kneipp-Steg wurde am 22. Juli 1978 eingeweiht und ist eine reine Fußgängerbrücke.
Vierströmebrunnen (auch Greifenbrunnen oder Auverabrunnen) in der Parkanlage des Juliusspitals. 1706–1708 erbaut vonJacob van der Auwera (1672–1760) für Johann Philipp II. von Greiffenclau.
Vierröhrenbrunnen am Grafeneckart, der von Balthasar Neumann 1727 entworfen und gemeinschaftlich von Jacob van der Auwera undJohann Peter Wagner ausgeführt wurde. Auf dem Obelisk des Brunnens stehtFrankonia mit Herzogschwert und Fahne. Oberhalb der Brunnenschale werden die vier Tugenden Tapferkeit, Weisheit, Mäßigkeit und Gerechtigkeit dargestellt.[164] Mit einem Kanalsystem zu diesem Brunnen wurde von Balthasar Neumann erstmals die Frischwasserversorgung von Würzburg hergestellt.
Kiliansbrunnen am Bahnhof, enthüllt am Kiliansfest 1895 durch Prinzregent Luitpold.[165]
Brunnen am Sternplatz (geschaffen 1987 durch den 1990 gestorbenen Bildhauer Lothar Forster)[166]
Vor einzelnen markanten Bauwerken stehen abtastbareModelle. Sie sind profiliert, aus Metall gefertigt und erleichtern es Blinden, sich eine Vorstellung von den Größenverhältnissen, Innenhöfen, Dachneigungen, Türmen und Zinnen zu machen. Standorte derTastmodelle:
Rathaus: Südeingang beim Grafeneckart
Dom: Kiliansplatz, zwischen Dom und Dom-Museum
Residenz: Zwischen dem Eingang der Hofkirche und dem Tor zum Hofgarten
Alte Mainbrücke: Linksmainisch (Festungsseite) am Brückenaufgang
Kirche St. Adalbero im Stadtteil Sanderau
Gleichartige Modelle gibt es unter anderem inGraz oder auf demDomplatz in Münster und vor der Herbert-Meder-Schule in Unsleben.
Schenkenturm, 1275 errichteter Bergfried der früheren Schenkenburg im Ortsteil Unterdürrbach (von 1575 bis 30. Juni 1976[170] eigenständig) am Südrand des gleichnamigen Flugplatzes Schenkenturm. Ende des 19. Jahrhunderts zum Aussichtsturm wieder aufgebaut.[171]
Festung Marienberg, Würzburg: Landesgartenschau-Park: Skulptur eines Stieres von Reinhard Dachlauer, Geschenk der Partnerstadt Salamanca. Beim RosengartenGedenkstein fürWalther von der Vogelweide im Lusamgärtchen mit ehemaligem Kreuzgang des NeumünstersFestung Marienberg: ScherenbergtorFestung Marienberg: Fürstengarten
Jedem Besucher sofort ins Auge fallend ist derRingpark, der anstelle der früheren Befestigungsanlage halbkreisförmig um die Altstadt von Mainufer (Friedensbrücke) zu Mainufer (Ludwigsbrücke) verläuft. Er ist 3,3 km lang und bis zu 240 m breit. Er wird von Hauptbahnhof und Berliner Platz unterbrochen, grenzt an denHauptfriedhof und ist von der Residenz durch eine hohe Mauer getrennt. Markante und exotische Bäume im Park sind mit deutscher und lateinischer Bezeichnung spezifiziert.
DerHofgarten liegt hinter der Residenz und vor der ehemaligen Stadtbastion (heute Ringpark). Er bietet Buchen, Laubengänge, Brunnen und Blumen und steigt über drei Terrassen an. Im „Südgarten“ ist das Wasserbassin der Mittelpunkt. Im östlich an der Residenz gelegenen Gartenteil ist der Hang zur ehemaligen Stadtbastion durch Treppen zu ersteigen. Laubenartige Gänge führen bogenförmig um das Areal.
DasLusamgärtchen am übrig gebliebenen Kreuzgangflügel des Neumünsterstifts ist eine sehr kleine Oase der Ruhe mitten in der Stadt. Dort wird von den Besuchern desWalther von der Vogelweide gedacht, der hier lautMichael de Leone (dem Herausgeber des ersten Kochbuchs in deutscher Sprache) „zu dem Nuwemunster in dem grasehove“ begraben sein soll.
DerGarten hinter dem Juliusspital dient der Erholung der Patienten und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier befand sich 1696 bis 1854 derBotanische Garten, von dem noch Teile des Baumbestands zeugen.
Das ehemaligeLandesgartenschaugelände von 1990, wo vom 27. April[150] bis 21. Oktober[16] 1990 die damals besucherreichsteLandesgartenschau (LGS) stattgefunden hatte, besteht aus zwei Teilen: dem unteren Teil mit der markanten Pyramide, dem Sieboldgarten und dem Ökohaus, von der Dreikronenstraße bis zum Nautiland, sowie dem oberen Teil, der sich vom Zeller Tor aus, unter der Zellerstraße durch, den Festungsberg hoch und über die Schrebergartensiedlung bis zur Festung Marienberg erstreckt. Im oberen Teil findet sich unter anderem ein Wasserspielplatz sowie Teilbereiche, die von Würzburgs Partnerstädten angelegt wurden.
DieLeonhard-Frank-Promenade (linksmainischer Grünstreifen am Ufer zwischen Alter Mainbrücke und Talavera) ist an heißen Sommerabenden ein erfrischender Aufenthaltsort.
DerFürstengarten der Festung Marienberg entstand auf einer früheren Geschützplattform der Festung und bietet deswegen eine besondere Aussicht auf die Stadt. Er wurde nach Vorbild der italienischen „giardini segreti“ angelegt.
DerBotanische Garten derUniversität am Dallenberg umfasst Bauerngarten, exotische Nutzpflanzen und unterschiedliche Baumarten.
Im Zuge derLandesgartenschau 2018 im neuen StadtteilHubland konnte eine größere Konversionsfläche – das Areal des ehemaligen Flugfelds Hubland in den Leighton Barracks – zu einem weitflächigen Parkgelände für den Stadtteil umgestaltet werden.[172][173]
Die Naturschutzgebiete zusammen nehmen eine Fläche von 110 Hektar ein. Das größere Naturschutzgebiet ist das 2002 eingerichtete NaturschutzgebietNaturwaldreservat Waldkugel.
Alljährlich im Frühjahr locken zwei etablierte Laufveranstaltungen jeweils mehrere tausend Läufer in die Stadt. DerWürzburger Residenzlauf findet regelmäßig im April statt und führt auf zehn Kilometern in vier Runden um die Residenz. Im Mai findet derWürzburg-Marathon statt. Die Marathondistanz führt in zwei unterschiedlichen Runden durch die Stadt.
Die 1876 gegründeteSektion Würzburg desDeutschen Alpenvereins (DAV) ist der größteSportverein Würzburgs mit 10.596 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2025).[174] Sie unterhält mehrere Klettermöglichkeiten (DAV-Kletterzentrum Würzburg) sowie dreialpine Hütten. Die zweite Sektion des DAV in Würzburg ist der 1948 gegründeteBergbund Würzburg mit 3.923 Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2025)[175], er besitzt eineSchutzhütte in derRhön.
Würzburg ist die Geburtsstadt vonDirk Nowitzki, dem erfolgreichsten Basketballer der deutschen Geschichte. Neben Nowitzki wurden außerdem die deutschen Nationalmannschafts-SpielerMaximilian Kleber,Robert Garrett,Demond Greene undMarvin Willoughby „groß“. Das damalige Erstligateam spielte zunächst sieben Jahre erfolgreich in der BBL und ein Jahr imULEB Eurocup. In der Saison 2004/2005 musste das Team jedoch sportlich und wirtschaftlich Insolvenz anmelden. Der nachfolgende Versuch des USC Mainfranken Basket, in der Zweiten Basketball-Bundesliga Fuß zu fassen, scheiterte noch in derselben Saison.Nach einem Jahr Pause im höherklassigenBasketball stehen seit der Saison 2007/2008 dieSCH Würzburg Baskets, ein von zwei passionierten Managern in Kooperation mit dem örtlichen Verein SC Heuchelhof geführtes Projekt, in den Startlöchern auf dem Weg zurück in den Profibasketball. In der Saison 2008/2009 haben die Würzburg Baskets ungeschlagen als Meister die Regionalliga Südost beendet und sind in die 2. Bundesliga, Pro B, aufgestiegen. Es erfolgte der Durchmarsch durch die Pro B und im folgenden Jahr durch die Pro A, aus der die Mannschaft am 23. April 2011 in die 1.Basketball-Bundesliga aufstieg. Nach zwei Jahren folgte nach einer chaotischen Saison mit Punktabzügen und Eignerwechsel[176] der Abstieg in die Pro A,[177] aus der das Team im darauffolgenden Jahr aber wieder aufstieg.
Basketball wurde in Würzburg 1950 eingeführt. Erste überregionale Erfolge erzielten die Damen der TG 48 Würzburg in den 1960er Jahren. Bei den Herren spielte nach der TG 48 Würzburg die DJK Würzburg auf nationaler Ebene bzw. in der Basketball-Bundesliga (BBL) und behauptete sich von 1998 bis 2005[77] in der 1. Bundesliga.
Würzburg beheimatet den SchwimmvereinSV Würzburg 05. DessenWasserballmannschaft ist fünfmaliger deutscher Meister und spielt in der deutschen Wasserball-LigaDWL (Saison 2006/2007). Mit dem zwölffachen Welt- und fünffachen EuropameisterThomas Lurz stellt der SVW 05 einen Ausnahmeathleten der deutschen Schwimmszene. Ebenfalls für den SVW auf Titeljagd ging die zweifache EuropameisterinAnnika Liebs.
Würzburg hat mehrere Rudervereine. Der erste Würzburger Ruderverein, der WRVB, erhielt 1933 nach der Deutschen Meisterschaft im Achter die Würzburger Stadtplakette (Silber auf Sockel). 1934 erhielt der Würzburger Ruderverein von 1875 die Goldene Stadtplakette für die Europameisterschaft im Vierer ohne Steuermann. 1936 ging die Goldene Stadtplakette anlässlich des Olympiasieges im Vierer ohne Steuermann an Willi Menne, Martin Karl, Toni Rom und Rudolf Eckstein vom WRVB. Sie wurden am 18. August triumphal in der Stadt empfangen.[178] DerAkademische Ruderclub Würzburg, Bayerns größter Ruderverein, entstand 1905. Der ARCW wurde in den letzten Jahren immer wieder durch Sportler auf den Ruder-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen vertreten, zuletzt 2017 durchJoachim Agne. Ab 2015 gab es in Würzburg einen dritten Ruderverein, die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg (ROW). Sie löste sich aufgrund mangelnder Zukunftsaussichten zum 31. Dezember 2019 auf.[179]
Der Eingang zur Flyeralarm Arena, Heimspielstätte der Würzburger Kickers
Fußball hat in Würzburg eine lange Tradition (1895 wurde der 1. Fußballclub Würzburgs am Realgymnasium, dem heutigenSiebold-Gymnasium, gegründet[180]), wenn auch die meiste Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Amateurbereich. So gewann eine Stadtauswahl am 7. Juni 1946 mit 4:0 über denFC Schalke 04, 10.000 Zuschauer sahen das Spiel.
DenWürzburger Kickers, einem Fußballverein, der in derSaison 2016/17 zum zweiten Mal nach1977/78 in der2. Bundesliga vertreten war, gelang innerhalb von zwei Jahren der direkte Durchmarsch aus derviertklassigen Regionalliga. Nach dem Wiederabstieg in die 3. Liga im Jahr 2017 schafften die „Kickers“ in derSaison 2019/20 erneut den Aufstieg in die 2. Bundesliga, konnten aber wie zuvor die Klasse nicht halten. ZurSaison 2022/23 spielen die Kickers erneut in der Regionalliga. Der im Jahr 1907 gegründete Verein trägt seine Heimspiele imStadion am Dallenberg aus. Durch den Sieg imBayerischen Landespokalfinale 2014 qualifizierten sich die „Kickers“ für denDFB-Pokal. In der ersten Pokalrunde konnte der ZweitligistFortuna Düsseldorf nach Verlängerung mit 3:2 vor über 10.000 Zuschauern geschlagen und die zweite Runde gegenEintracht Braunschweig erreicht werden. Der Sieg bedeutete, dass sich nach 31 Jahren wieder eine Würzburger Mannschaft für die 2. Hauptrunde qualifizieren konnte (zuletzt war dies imDFB-Pokal 1983/84 derSV Heidingsfeld gewesen).
DerFV 04 Würzburg spielte in der Zeit von 1976 bis 1980 ebenfalls in der 2. Bundesliga. Die Stadt Würzburg zählte damit zu den wenigen Städten, die im Männerbereich parallel zwei Fußballzweitligisten stellte, was in der Saison 1977/78 der Fall war. Der 1904 gegründete Verein meldete in den 1980er Jahren die Insolvenz an und wurde alsWürzburger FV neu gegründet.ZurFußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war Würzburg Gastgeber derNationalmannschaft Ghanas, diese nutzte das Stadion der Würzburger Kickers als Trainingsgelände.
DerETSV Würzburg stellt neben den „Kickers“, anders als der Würzburger FV, ebenfalls Damen- und Mädchenfußballmannschaften.
Der ESV Würzburg[181] – entstanden 1986 aus der Fusion des EHC 82 Würzburg und des EC Würzburg – nimmt seit 1986 am Spielbetrieb desBEV teil, dabei trägt er seine Heimspiele in der Eisbahn am Nigglweg aus. Seine größten Erfolge waren die vierfache Meisterschaft der Bayerischen-Landesliga Nord und die "Bayerische Landesliga-Vizemeisterschaft 1993. Da die Eishalle wegen Reparaturarbeiten zum Saisonstart nicht genutzt werden konnte, musste der ESV seine 1. Mannschaft nur für die Saison 2017/18 aus dem Spielbetrieb derBayerischen Bezirksliga abmelden. Der ESV spielte ab 2018 wieder in der Bayerischen Bezirksliga.Quelle: rodi-db.de[182]
In und um Würzburg wird erfolgreichJu-Jutsu betrieben. So werden in Heidingsfeld Wettkämpfe bestritten, die Ju-Jutsu-Abteilung des Sportverein Oberdürrbach hat gar zweiWeltmeister und einen Vizeweltmeister hervorgebracht.
DerRadsport wird von der Radsportgemeinschaft Würzburg gefördert. Neben einer regulärenRadtourenfahrt, derMainfrankentour, wird jährlich dieKiliani Radeltour ausgerichtet, die vor allem Gelegenheitsfahrer ansprechen soll. Ansonsten zeichnet sich der Verein durch regelmäßige öffentliche Trainingstreffs fürRennrad undMountainbike aus. Die AbteilungRhönrad der Turngemeinde Würzburg konnte sich neben zahlreichen Erfolgen bei Landes- und Bundesklassewettkämpfen international behaupten. Claudia Renz wurde 1997 Weltmeisterin im Geradeturnen mit Musik. Isabell Gramß schaffte es in der Jugendklasse, sich auf den 3. Platz derRhönrad-Weltmeisterschaft 2005 zu turnen.
Die Stadt ist durch ihre Hochschulen, dieJulius-Maximilians-Universität, dieMusikhochschule und dieTechnische Hochschule Würzburg-Schweinfurt geprägt, die über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal beschäftigen (Stand: 2024). Davon entfallen etwa 4.600 Mitarbeiter alleine auf die Universität. Größter Arbeitgeber mit etwa 7.500 Mitarbeitern ist das Universitätsklinikum.
Würzburg ist als Sitz einesAmts-,Land-,Arbeits-,Verwaltungs- undSozialgerichts ein überregional bedeutsamer Gerichtsstandort. Daneben gibt es eine Justizvollzugsanstalt im Stadtbezirk Lengfeld.
In Würzburg sind als wesentlicheMittelbehörden dieBezirksregierung fürUnterfranken und das Polizeipräsidium Unterfranken angesiedelt. Würzburg ist Sitz des Landratsamtes Würzburg für den umliegendenLandkreis Würzburg sowie des Bezirks Unterfranken.
Im Jahre 2016 erbrachte Würzburg, innerhalb der Stadtgrenzen, einBruttoinlandsprodukt (BIP) von 7,452 Milliarden € und belegte damit Platz 50 innerhalb derRangliste der deutschen Städte nach Wirtschaftsleistung. Das BIP pro Kopf lag im selben Jahr bei 59.404 € (Bayern: 44.215 €/ Deutschland 38.180 €) und damit deutlich über dem regionalen und nationalen Durchschnitt. In der Stadt gibt es 2017 ca. 56.800 erwerbstätige Personen.[185] DieArbeitslosenquote lag im November 2019 bei 3,1 %.[186]
Würzburg zählt zu den erfolgreichsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. ImZukunftsatlas 2019 belegte die Stadt Würzburg Platz 24 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „sehr hohen Zukunftschancen“.[187]
Größter industrieller Arbeitgeber ist dieBrose Fahrzeugteile SE & Co. KG.[189] Der DruckmaschinenherstellerKoenig & Bauer und die Druckereiflyeralarm sind weitere Arbeitgeber des produzierenden Sektors, die auch eine überregionale Bekanntheit besitzen. Würzburg ist ebenso der Produktions- und Verwaltungsstandort vonNKM Noell Special Cranes, einem der führenden deutschen Brückenkranhersteller. Weiterhin hat die FirmaMero, bekannt für die Raumfachwerke und Stahl-Glaskonstruktionen, ihren Hauptsitz in Würzburg. Mit derSektkellerei J. Oppmann AG ist eine weitere Aktiengesellschaft ansässig. Die Börsennotierung derWürzburger Hofbräu wurde nach der Übernahme durch dieKulmbacher Brauerei AG und die Umwandlung in eineGmbH eingestellt. Als größeres Handelsunternehmen ist dieDuttenhofer Gruppe zu nennen. DieVogel Medien Gruppe hat ihren Hauptsitz in Würzburg. Ebenso hat dieFürstlich Castell’sche Bank, eine kleine Privatbank für die Region, ihren Sitz in Würzburg.
Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.
Anders als im benachbarten BereichSchweinfurt, wo eher Großindustrie und Maschinenbau sesshaft wurden, ist Würzburg das Dienstleistungszentrum der Region. DieArbeitslosenquote lag im September 2019 bei 3,5 %.[189]
Aus einer 1876 von Josef Neubert gegründeten Schreinerei hervorgegangen[190] wurde nach dem Zweiten Weltkrieg inHeidingsfeld dasMöbelhaus Neubert errichtet. Filialen vonMöbel-Hess (ehemals „Deutschlands größtes Möbel- und Einrichtungshaus“[191]) sowieWöhrl[192] und der Modehandelskette „Der modische Arendt“[193] waren in den 1960er Jahren entstanden.[194] 1980 war dasKaufhaus Hertie auf dem Gelände des ehemaligenHotel Schwan fertiggestellt worden.[195] Seit 2000 befindet sich dort (am Vierröhrenbrunnen) das „Wöhrlhaus“, eine große Wöhrl-Filiale.[196] Im Jahr 1997 eröffneteRainer Schaller in Würzburg das erste Fitnessstudio der europaweit tätigen FitnessketteMcFit.[197]
Der 2011 vom Studiengang Medienmanagement der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt veröffentlichteMedienatlas Würzburg verzeichnet ca. 150 Unternehmen und Organisationen, die Medienarbeit betreiben bzw. in der Medienausbildung aktiv sind.[198]
In Würzburg unterhält derBayerische Rundfunk (BR) seit 1977 dasRegionalstudio Mainfranken desStudio Franken und auf derFrankenwarte eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle, DAB+ und DVB-T mit einem 125 Meter hohen Stahlgittermast („kleiner Eiffelturm“). Das Regionalstudio beherbergt zwei Hörfunk- und ein Fernsehstudio und befindet sich im zweiten und neunten Stockwerk des Posthochhauses am Würzburger Bahnhofsvorplatz. Von Montag bis Freitag wird von dort für Unterfranken das Regionalprogramm „Mittags in Mainfranken“ und von Montag bis Samstag die „Regionalnachrichten um halb“ fürBayern 1 produziert. Dienstags und donnerstags kommt aus Würzburg die „regionalZeit“ für die „Nordkette“Franken vonBayern 2. Weitere Berichte aus der Region werden nach Bedarf von Würzburg nach Nürnberg, München oder andere ARD-Studios für die weiteren Hörfunkprogramme zugeliefert. Zudem liefert das mainfränkische Fernsehstudio desBR Bilder für dieARD.
Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband, und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender inHof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.
Ebenso besteht dort die private Funkhaus-Würzburg-Studiobetriebs-GmbH (Funkhaus Würzburg), welche die beiden Hörfunkprogramme106,9 Radio Gong sowieRadio Charivari Würzburg mitRadio Opera veranstaltet. Sie versorgen die RegionMainfranken mit regionalen Informationen.
Bis 1992 gab es in Würzburg noch einen dritten Lokalsender mit dem NamenRadio W1. Er startete am 8. Mai 1987 und teilte sich die UKW-Frequenz mitMain-Radio (heute:Charivari.fm) undRadio Mainland (heute: 106,9 Radio Gong). Eine beliebte Rubrik war der wöchentliche Szenebericht „Kai war dabei“. Dieser Sender bekam später die eigenständige Frequenz 95,8 MHz zugewiesen. Der Sendebetrieb wurde zum 1. Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Zunächst war auf dieser Frequenz bis zum 31. März 2008 das 24-Stunden-VolksmusikprogrammRadio Melodie zu hören. Am 21. November 2008 startete das JugendradioegoFM aus München und liefert teilweise auf Würzburg zugeschnittene Programminhalte. Der Sender richtet sich an Jugendliche und Studenten.
Die Sendeanlage Frankenwarte auf dem Nikolausberg versorgt das Stadtgebiet und das nähere Umland von Würzburg mit 12 analogen UKW-Programmen. Hinzu kommen über 30 digitale Programme (inkl. Regionalfenster) imDAB-Standard, darunter alle Angebote des BR, des Deutschlandradios sowie viele landesweite und bundesweite Privatsender.
Daneben existieren zahlreiche Internetradios. Die Studenten derUniversität Würzburg senden ehrenamtlich ein eigenes Programm für ihre Kommilitonen, das HochschulradioUR Würzburg. Der ehemalige dritte Lokalsender Würzburgs, Radio W1, existiert im Internet weiter. Aus dem Funkhaus Würzburg kommen die WebradiosRadio Gong In The Mix undStars on Radio Gong.
Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendete bis Juli 2008AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast auf dem Areal der US-Streitkräfte auf Mittelwelle 1143 kHz und UKW 104,9 MHz.
Neben dem Studio des öffentlich-rechtlichen FernsehsendersBayerischer Rundfunk gibt es seit 1987 einen lokalen Fernsehsender namensTV touring (seit 2018TV Mainfranken), der im regionalen Kabelnetz und überFranken-Sat zu empfangen ist. In den Anfangsjahren gab es noch die Radio Television Unterfranken (RTU), deren Gesellschafter die ZeitungsgruppeMain-Post war.
Seit 2002 besteht das Online-MedienmagazinQuotenmeter.de mit Redaktionssitz in Würzburg. Es hat sich auf Einschaltquoten, Kino- und Fernsehkritiken und aktuelle Nachrichten spezialisiert.[199]
Als Tageszeitungen erscheinen dieMain-Post (Nachfolger des von den Würzburger Brüdern Carl und August Richter im Mai 1883 gegründetenWürzburger General-Anzeigers, welcher von der Druckerei Richter mit der ersten in Würzburg aufgestellten Rotationspresse gedruckt wurde) und dasFränkische Volksblatt[200] (welches nur eine Auflage von etwa 12.000 hat), vertrieben durch die Main-Post-Verlagsgruppe (gehört seit 1. Mai 2011 zur Augsburger Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Würzburg-Heuchelhof). Folglich ist Würzburg mittelbarEinzeitungskreis. Aus vorgenanntem Hause erschien am 29. Januar 2004 die erste lokale Wochenzeitung Europas imTabloid-Format,Boulevard Würzburg, am 1. März 2007 inneun7 umbenannt. Die Main-Post-Verlagsgruppe gibtmarkt, die Wochenzeitung mit den meisten Verteilorten in Unterfranken, heraus. IhreAuflage beträgt mittwochs 362.550 und am Wochenende 226.600 Exemplare, die kostenlos an alle erreichbaren mainfränkischen Haushalte verteilt werden. Am 31. März 2011 startete zudem das MagazinTiepolo, welches vierteljährlich erscheint und an bestimmten Auslegestellen mitgenommen werden kann.
Die älteste Wochenzeitung Würzburgs istwob – Würzburgs Wochenzeitung. Die Zeitung wird seit 1990 herausgegeben.wob – Würzburgs Wochenzeitung erscheint zum Wochenende mit einer Auflage von 81.000 Exemplaren[201], die allen erreichbaren Haushalten in Würzburg und dem Großteil des Landkreises (etwa 20 km Umkreis) kostenlos zugestellt werden.
Zum Wochenende erschienprimaSonntagWürzburg (Verteilung seit 2015: FR/SA) im Stadtgebiet, mit einer Auflage von 66.000 Stück. Die Zeitung wurde 2020 eingestellt. Es handelt sich jeweils umAnzeigenblätter.
Die einzige überregionale katholische Tageszeitung im deutschsprachigen Raum wird in Würzburg produziert: DieTagespost trägt den Untertitel „Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur“, hieß früherDeutsche Tagespost und erscheint dreimal wöchentlich im Verlag Johann Wilhelm Naumann.
Im Verlag des Bistums Würzburg erscheint dasWürzburger katholische Sonntagsblatt, 1850 alsWürzburger Bistumsblatt gegründet und mit einer Verteilung von ca. 15.000 Exemplaren wöchentliche Auflage zentrales Kommunikationsmittel des Bistums.
Der VerlagVogel Business Media veröffentlicht Print- und Online-Medien verschiedener Fachbereiche. Hierzu zählen unter anderem die erste deutsche ComputerzeitschriftChip,MM MaschinenMarkt,kfz-betrieb,IT-Business,Elektronikpraxis,Process,bike und business sowie die Informationsdienste des zur Gruppe gehörenden IWW Instituts für Wirtschaftspublizistik. Mit dem Ziel der multimedialen Vermittlung von Fachinformationen wandte sich die Vogel Business Media ab 2005 verstärkt der Digitalisierung zu. Die zu diesem Zweck gegründete Vogel Future Group wurde mit der Entwicklung eines digitalen Geschäftsmodells beauftragt. 2005 trennte sich das Unternehmen von seiner Beteiligung an derMotorpresse Stuttgart (heuteGruner + Jahr) und vom Druckgeschäft (heutearvato). In den dadurch zur Verfügung stehenden ehemaligen Produktionsstätten des Verlagsunternehmens entstand 2006 das Vogel Convention Center (VCC), ein Tagungs- und Kongresszentrum.
Über kulturelle Veranstaltungen im Raum Mainfranken informiert monatlich das MagazinLeporello. Ferner gibt esFRIZZ Das Magazin (seit 2003, früher unter den NamenTrend undFritz), das mit einer IVW-geprüften Auflage von 22.000 Stück monatlich erscheint. Für den Leser ist es kostenlos und liegt an rund 550 Auslagestellen in und um die Stadt aus. Es ist Mitglied im Bewegungsmelderverbund, informiert über sämtliche Veranstaltungen aus den Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik, Bühne, Film usw. und enthält unter anderem die offiziellen Mensapläne der Uni-Mensen. Daneben erscheint noch dasXity-Magazin, das seit dem 25. Januar 2007 mit einem kostenlosen TV-Programm erscheint. Es informiert die Leser über Events, News und Angebote über die Stadt.
Viermal pro Jahr (Januar, April, Juli und Oktober) erscheint kostenlosBlick, die Zeitschrift derJulius-Maximilians-Universität Würzburg, die unter anderem über Themen aus der Forschung informiert. Bis Juli 2006 wurde die HochschulzeitungJulius kostenlos verteilt, deren Herausgeber ebenfalls die Universität war. Jedoch ist derJulius nach zwei Jahren, unter Protest der Studierenden, aus finanziellen Gründen eingestellt worden. Daher initiierte die Studierendenvertretung im Dezember 2006 den studentischen Nachfolger dieser Hochschulzeitung, diegewürzt! die sich als „Erste Würzburger Studentenzeitung“ bezeichnete. Aufgrund von internen Meinungsverschiedenheiten löste sich der Großteil dergewürzt!-Redaktion jedoch nach rund zwei Jahren von ihrem Herausgeber, der Studierendenvertretung, und gründete im Januar 2008 zusammen mit dem VereinJunge Presse Würzburg (Regionalgruppe des DachverbandsJunge Presse Bayern) das inoffizielle NachfolgermagazinMax & Julius. Wie ihre Vorgängerin informiert sie die Würzburger Studenten regelmäßig über das Hochschulgeschehen, Politik, Kultur und andere wichtige Themen in der Stadt. Die Studierendenvertretung gründete ihrerseits die ZeitungSprachrohr, die ihren Themenschwerpunkt jedoch mehr auf Hochschulpolitik legt. DasSprachrohr erscheint für alle Hochschulen in Würzburg. Außerdem erschien bis 2008 das HochschulmagazinUnimaxX. Heute gibt es nur noch denUnimaxX-Guide, der einmal pro Semester an allen Hochschulen verteilt wird.
In der Ausbildung für Medienberufe sind neben den diversen Trainee- und Volontariatsprogrammen der Würzburger Medienunternehmen v. a. die Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit dem Studiengang Medienwissenschaften im Bachelor und im Master sowie die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt mit einem Bachelor-Studiengang Medienmanagement, einem MasterprogrammMarken- und Medienmanagement sowieFachjournalismus zu nennen. Die Medienstudiengänge der FHWS präsentieren ihre Arbeit regelmäßig auf einer so genanntenMedienbühne bei den jährlich in Würzburg und Schweinfurt stattfindenden VerbraucherausstellungenUFRA bzw.Mainfranken-Messe.[202][203]
Main mit altem Hafen und derBrücke der Deutschen Einheit
Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Die ursprünglich durch denMain hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch den zwischen 1960 und 1980 erfolgten Anschluss der Stadt an dieAutobahnen unterstrichen. Dem war nach Studien in den 1920er und Entwürfen zu Beginn der 1930er Jahre eine Anbindung Würzburgs an das Netz derReichsautobahnen vorangegangen). Dies wurde ab 1937 zunächst zu militärischen Zwecken realisiert.Würzburg Hauptbahnhof ist einEisenbahnknoten und einer der wichtigsten Umsteigebahnhöfe derDeutschen Bahn. Ab 1971 gehörte Würzburg mit Einführung desIntercity-Taktverkehrs zu einem der fünf Linienverknüpfungsbahnhöfe.[204] Die nächstgelegenen größeren Städte sindFrankfurt am Main, rund 100 Kilometer nordwestlich,Bamberg 90 Kilometer östlich,Nürnberg 90 Kilometer südöstlich,Stuttgart 120 Kilometer südwestlich,Mannheim 110 Kilometer westsüdwestlich undHeilbronn 90 Kilometer südwestlich.
Einige größere Projekte stehen auf der Warteliste, zum Beispiel die geplanteB 26n von der A 3, AnschlussstelleHelmstadt überKarlstadt,Arnstein bis zur A 7,Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck. Infolgedessen kommt es innerhalb Würzburgs besonders auf der Bundesstraße 19 zu häufigen Verkehrsbehinderungen.[205][206][207]
Das Stadtgebiet von Würzburg ist ebenso wie der Landkreis in den VerkehrsverbundNahverkehr Mainfranken eingegliedert. Innerhalb dieses Tarifverbundes können alle Linien des öffentlichen Personennahverkehrs zu einheitlichen Preisen genutzt werden. Es besteht eine Übergangsregelung mit demVerkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN).
Das Rückgrat des ÖPNV in Würzburg sind fünf Straßenbahnlinien, die ein Streckennetz von 19,7 Kilometern Länge bedienen. Zuletzt wurde 1989 eine Neubaustrecke in den Stadtteil Heuchelhof eröffnet, sowie 1996 deren Fortsetzung in den Stadtteil Rottenbauer. Eine verbesserte Straßenbahnanbindung des Universitätsklinikums soll mittels einer weiteren Neubaustrecke in absehbarer Zeit erfolgen. Über die Anbindung weiterer Stadtteile und Umlandgemeinden wird ebenfalls nachgedacht; konkrete Planungen bestehen für die Linie zum Hubland. Betreiber des Straßenbahnnetzes ist dieWürzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH.
Weiterhin verkehren in Würzburg zahlreicheStadt- undRegionalbuslinien, die von der Omnibus-Betriebsgesellschaft (NVG), einem Tochterunternehmen derWürzburger Straßenbahn GmbH (WSB), derOmnibusverkehr Franken GmbH sowie einer Reihe weiterer privater Omnibusunternehmen versorgt werden. Hauptknotenpunkt des Omnibusverkehrs ist der Busbahnhof am Hauptbahnhof.
DerWürzburger Hauptbahnhof ist überregionalerKnotenpunkt im Personenfernverkehr der Deutschen Bahn. In Würzburg, nach 1828 begonnenen Planungen seit Oktober 1854 ans Eisenbahnnetz angeschlossen und mit Einrichtung der Strecke nach Ansbach 1864 und der nach Nürnberg 1865 zu einem bedeutenden Bahnknoten geworden,[208][209] treffen sich eine Nord-Süd-Verbindung von Hamburg/Bremen, Hannover, Göttingen und Kassel nach Nürnberg und München mit der von Nordwest nach Südost verlaufenden Trasse aus demRuhrgebiet, demRheinland undFrankfurt am Main nachRegensburg,Passau,Wien und weiter nachBudapest. Es bestehen mindestens stündliche Verbindungen. Am Hauptbahnhof ergeben sich pro Stunde zweiTaktknoten mit Anschlüssen in alle Richtungen. Die Verbindung mit Heilbronn–Stuttgart oder nach Erfurt wird nur mit Zügen des Regionalverkehrs angeboten.Neben dem Hauptbahnhof existieren in Würzburg dieStationen Süd und Zell, welche jedoch nur eine untergeordnete Bedeutung haben und lediglich im Regionalverkehr bedient werden. Der StadtteilHeidingsfeld besitzt mit dem 2022 wiedereröffnetenBahnhof Würzburg-Heidingsfeld Ost ebenfalls Anschluss an den Schienenverkehr.ImGüterzugverkehr hat Würzburg seine frühere Knotenpunktfunktion mit der Stilllegung seinesRangierbahnhofes im Februar 2005 vollständig verloren und hat auch seine frühere Bedeutung als Zugbildungsbahnhof imInterCargo-Verkehr an Nürnberg abgetreten.[210]
Geschäftsreisejets können den rund 16 Kilometer südlich gelegenenFlugplatz Giebelstadt imLandkreis Würzburg anfliegen. Dieser Verkehrslandeplatz wurde bis 2006 von den US-Streitkräften genutzt. Betrieben wird der Flugplatz mit der knapp zwei Kilometer langen Start-/Landebahn von einer Betreibergesellschaft, an der neben den Gebietskörperschaften insbesondere die Firma Knauf beteiligt ist. Nach der Übernahme von der US-Armee und der Räumung zahlreicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in die technischen Anlagen investiert und der Verkehrslandeplatz modernisiert. Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenenVerkehrslandeplatz Würzburg-Schenkenturm oder dem 5 km entfernten Sonderlandeplatz Hettstadt, der von derFluggruppeHermann Köhl e. V. betrieben wird.
1841 wurde in Würzburg unter der Leitung von Stephan Gätschenberger die Main-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gegründet[211] und 1842 die Dampfschifffahrt auf dem Main eingeführt. Dies bedeutete einen erleichterten Zugang zu den Seehäfen.[212] Würzburg ist über denRhein mit derNordsee, mit der Fertigstellung desLudwig-Donau-Main-Kanal im Jahr 1846 über eben diesen und derDonau mit demSchwarzen Meer verbunden. Von 1846 bis 1875 wurde eine Niedrig- und Mittelwasserkorrektion vorgenommen mit Vergrößerung der Fahrwassertiefe sowie Schaffung von Teillebensräumen in denBuhnenbereichen.[213]
Ab 1898 war auch Würzburg an derKettenschifffahrt auf dem Main beteiligt.[214] Ein Schiff der Mainkettenschifffahrt wurde seinerzeit auch als „Meekuh“ bezeichnet. 1883 war die Kanalisierung des Mains beschlossen worden, aber erst 1940 war der Ausbau des Mains als Großschifffahrtsstraße in Würzburg angelangt, wo im selben Jahr der „Neue Hafen“, der neue Mainhafen Würzburg-Zell, als (bis 1954 bestehender) Kopfhafen eröffnet wurde.[57][215][216] Das erste Schiff, welches im Juli 1954 die neuerbaute Schleuse an derAlten Mainbrücke befuhr, war dieMainz als Schiff der Bundesregierung.[217]
Mit der Auflassung des Ludwig-Donau-Main-Kanals im Jahr 1950 ging die direkte Anbindung ans Schwarze Meer verloren. Diese wurde 1992 mit der Fertigstellung desMain-Donau-Kanal wiederhergestellt. Heute ist der Main eine bedeutende, dem Güter- und Personenverkehr dienendeBundeswasserstraße. Zwischen April und Oktober verkehren mehrmals täglich Personenschiffe im Linienbetrieb nachVeitshöchheim. Die Fahrtdauer zwischen den Anlegestellen in Veitshöchheim und dem Alten Kranen in Würzburg beträgt etwa 45 Minuten.[218][219]
Jakobsweg: Eine der Routen aus dem Netz der Jakobswege nachSantiago de Compostela führt, von Veitshöchheim und Margetshöchheim kommend, über die Kirche Don Bosco zur Alten Mainbrücke, wechselt dort von linksmainisch nach rechtsmainisch und verläuft am Mainufer Richtung Randersacker. Sie ist Teil des Fränkischen Wegs, der vonFulda über Würzburg,Ochsenfurt,Uffenheim nach Ulm geht.
Turm der Neubaukirche. Heute wird das Gebäude als Aula und Festsaal der Julius-Maximilians-Universität benutztUniversitätsgebäude am Sanderring
Julius-Maximilians-Universität, Erstgründung 1402, Neugründung 1582, eine der ältesten und traditionsreichsten Universitäten Deutschlands, seit 1802 bayerische Universität. Mitüber 30 Studentenverbindungen zählt Würzburg in diesem Bereich zu den „Verbindungshochburgen“. Die ältesten reichen bis in das Jahr 1805 zurück. In Würzburg wurde beim erstenDeutschenStudententag im Juli 1919 dieDeutsche Studentenschaft gegründet. Neben den männlichen Verbindungen gibt es in Würzburg dreiDamenverbindungen.
Hochschule für Musik Würzburg, gegründet 1804 als öffentliche Musikanstalt an der Universität, ist sie die älteste Musikausbildungsstätte Deutschlands. 1821 wurde sie Königliches Musikinstitut, 1875 Königliche Musikschule, 1912 Königliches Konservatorium der Musik, 1921 Bayerisches Staatskonservatorium und anschließend Bayerische Fachakademie für Musik. 1973 erhielt sie den Namen Hochschule für Musik. 2001 wurde die Fachakademie für Musik Würzburg eingegliedert.
Dag-Hammarskjöld-Gymnasium (seit 1. August 2011, vorher die zumMozart- und Schönborn-Gymnasium 2001/2002 zusammengelegten[77] Gymnasien)
Riemenschneider-Gymnasium (1886 alsKönigliches Neues Gymnasium und zweites humanistisches Gymnasium Würzburgs[222] eröffnet, 1960 nach Riemenschneider benannt).
Röntgen-Gymnasium (1820 Kreisrealschule, seit 1910 als Oberrealschule am heutigen Standort, 1960 benannt nach Röntgen)
Siebold-Gymnasium (1864 als Realgymnasium, mit Schwerpunkt moderne Sprachen und Naturwissenschaften, gegründet, seit 1907 am heutigen Standort, 1961 nach Siebold benannt).
Wirsberg-Gymnasium (1561 als „Paedagogium“ gegründetes erstes humanistisches Gymnasium Würzburgs, 1829 in der Augustinerstraße, seit 1960 am heutigen Standort[223]).
Seit Ende der 1990er Jahre kam es in der Schullandschaft zu größeren Veränderungen, zum einen durch den gesellschaftlichen Wandel (sinkende Schülerzahlen anGrund- undMittelschulen), zum anderen durch den schrittweisen Rückzug der Stadt Würzburg als Schulträger aufgrund zu hoher finanzieller Belastungen durch den Schulbetrieb.
Von 1945 bis September 2008 war WürzburgGarnisonsstadt derUS-Streitkräfte. Es existierten vier Kasernen, dieEmery Barracks (bis 1990), dieHindenburg-Kaserne (bis 1990), dieFaulenberg-Kaserne (bis 2006) und die 1998 mit dem größten Einkaufszentrum der US-Army in Europa ausgestatteten[77]Leighton Barracks (bis 2008), in denen bis zum Jahr 2006 circa 6000 Soldaten mit 3000 Familienangehörigen angesiedelt waren. Die Gesamtzahl der Angehörigen der US-Army um 1985, welche auch die außerhalb der Stadtgrenzen wohnenden Mitglieder derWürzburg Military Community einschließt, lag Schätzungen zufolge bei 11.000, wovon 4800 Militärs und 6200 Zivilisten waren. Die Leighton Barracks waren von 1945 bis 1955 und von 1996 bis 2006 der Sitz desHauptquartiers der1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, eines gepanzerten Großverbandes in Stärke von vierBrigaden, von denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (Schweinfurt,Kitzingen,Vilseck) und die 4. Brigade inFort Riley inKansas stationiert waren. Zuvor waren Teile der3. US-Infanteriedivision von 1958 bis 1996 sowohl in Würzburg als in Schweinfurt, Kitzingen sowie anderen ehemaligen Standorten der US-Streitkräfte in Deutschland stationiert.
Weitere Verbände und Dienststellen, die in den beiden Kasernen zuletzt in Würzburg stationiert waren:
98th Area Support Group (Faulenberg Kaserne)
417th Base Support Battalion (Leighton Barracks)
diese beiden sind aufgegangen in dieU.S. Garrison Franconia
101st Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks)
1st Military Police Company
69th Signal Battalion (Leighton Barracks)
Im Rahmen der Reorganisierung der auch für die lokale und regionale Wirtschaft bedeutsamen amerikanischen Landstreitkräfte mit ab 1990 bekanntgemachten Plänen zur Aufgabe von Standorten[228] kam es zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg, wo der Abzug 1995 begann. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem großen Teil in die Heimat, nach Fort Riley im US-Bundesstaat Kansas, zurückverlegt wurde. Infolgedessen wurde die Faulenberg-Kaserne (Nürnberger Straße) geschlossen, und Ende 2006 erfolgte die Rückgabe der Liegenschaft an Deutschland, vertreten durch dieBundesanstalt für Immobilienaufgaben. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einemAppell. Die Streitkräfte der US-Armee zogen sich bis September 2008 vollständig aus Würzburg zurück. Die Verabschiedung fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen Flagge statt. Die Übergabe der letzten Schlüssel fand in einer Zeremonie am 14. Januar 2009 statt. Seit Oktober 2007 ist das Gelände bereits im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
In Würzburg fanden konkrete Überlegungen für eine sinnvolleKonversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-Firmen, Universität etc.). Es entstand ein neuer Stadtteil mit dem Namen Hubland. Deshalb wurde für die weitere Nutzung des Geländes von der Größe der Altstadt (135 ha) ein Ideenwettbewerb veranstaltet. Nach einer gescheiterten Bewerbung für dieLandesgartenschau 2016 erhielt die Stadt den Zuschlag für die Landesgartenschau 2018, bei der dieses Gelände genutzt wurde.[229][230] Das ehemalige amerikanische Wohngebiet wird seit dem Sommersemester 2011 von der Universität genutzt.
Bis Oktober 2007 gab es ein Krankenhaus der US Army, dasWürzburg Hospital, das eines der drei Hospitäler im Verantwortungsbereich desUS Army European Command war. Das Gebäude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt. Hieraus entstand eine Wohnanlage, der sogenannteMönchberg Park.[231]
Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor waren und das Militär als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungierte, wurde die Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet.
Seit 1994 gibt es in Würzburg einen Kulturbeirat, der die Aufgabe hat, „den Stadtrat, den Kulturausschuss und die Stadtverwaltung in künstlerischen und kulturellen Fragen zu beraten und die Zusammenarbeit der Stadt mit kulturellen Organisationen und Einrichtungen zu fördern“.[232]
DasMainfranken Theater (1804 gegründet und eröffnet) besitzt alsDreispartenhaus einSchauspiel-, einMusiktheater- und einBallettensemble sowie einPhilharmonisches Orchester. Diesen stehen mit dem „Großen Haus“ (738 Plätze), dem 2023 eröffneten „Kleinen Haus“ (330 Plätze) und der der Öffentlichkeit gelegentlich zugänglichen „Probebühne“ (125 Plätze) drei Auftrittsorte zur Verfügung, die im Gebäude des Mainfrankentheaters in der Würzburger Altstadt liegen. Außerdem gibt das dem Mainfranken Theater zugehörigePhilharmonische Orchester Würzburg regelmäßigSinfonie- als auch in kleineren FormationenKammerkonzerte.
ImKulturspeicher, einem ehemaligen Hafengebäude am Rande der Altstadt, sind neben einem Museum das „Bockshorn“ und der „tanzSpeicher“ zu finden. Ersteres hat sich vor allem den BereichenKabarett,Chanson undMusik verschrieben, wobei sich die meisten der hier auftretenden Künstler schon zuvor durch Fernsehauftritte oder diverse Auszeichnungen einen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben. DertanzSpeicher dient als Veranstaltungsort sowohl für externe Tanzvorführungen als für Auftritte des eigenen Ensembles.
DasTheater Chambinzky[233] liegt im Frauenland und präsentiert alsBoulevardtheater vor allemKomödien, manchmalVolksstücke,Krimis undMusicals, in eigenen Produktionen. Für diese Zwecke stehen eine große und eine kleine Bühne zur Verfügung. Darüber hinaus ist das „Chambinzky“ seit der Gründung 1983 eine Musikkneipe.
DieTheaterwerkstatt, gegründet 1981, zeigt literarisch-politisches und zeitgenössisches Theater sowie moderne Klassik-Inszenierungen. zwischen 1985 und 2013 war das Theater bekannt unter dem Namen „Werkstattbühne“ Die Bühne war in ihrer Zeit als Werkstattbühne stark politisch ausgerichtet und wollte „dem korrupten Zeitgeist Paroli bieten“.
DemExperimentaltheater haben sich sowohl dasTheater am Neunerplatz[234] als dasTheater Ensemble Würzburg[235] verschrieben, wobei beide daneben noch einige andere Sparten bieten: DasTheater am Neunerplatz, in derZellerau gelegen, präsentiert außerdem politische und satirische Stücke sowie Kindertheater. Das „theater ensemble“ befindet sich ebenfalls in der Zellerau und widmet sich ferner demAbsurden Theater,Dramen und Komödien und bietet außerdem Theaterkurse für jedermann an.
Würzburg besitzt eine Vielzahl weiterer Bühnen, die sich mit den verschiedensten Sparten des Theaters beschäftigen. Im Einzelnen sind dies das Kinder- und Jugendtheater „Spielberg“, die „Werkstattbühne“, das „Plastische Theater Hobbit“, das „Würzburger Kasperhaus“, das Tanztheater „blackboX“, das Theater „Augenblick“ derMainfränkischen Werkstätten[236] und der „Kunstkeller Würzburg“.
Zudem hat Würzburg eine Vielzahl vonImprovisationstheater-Gruppen, darunter mit denWürzburger Beutelboxern eine der ältesten Gruppen Deutschlands (seit 1990), sowie „Der Kaktus“ (ehem. „Die Kaktussen“), der unter anderem das jährliche Würzburger Improtheaterfestival veranstaltet.[237]
Würzburgs erste Lichtspielvorführungen erfolgten im Oktober 1896 durch den „Edison-Salon“, einem mobilen Kinematographen, der in der Ebracher Gasse im ehemaligen Domherrenhof Kalb aufgestellt wurde.[238] Das erste feste Lichtspieltheater Würzburgs hatte 1913 eröffnet und trug den NamenLuitpold-Lichtspiele.[239]
DasMuseum für Franken (früher Mainfränkisches Museum, 1939 hervorgegangen aus dem 1913 in der Maxstraße eingerichteten Luitpoldmuseum[240]) auf derFestung Marienberg beherbergt in 45 Räumen eine Sammlungfränkischer Kunstwerke, darunter die größte Sammlung von Skulpturen und Arbeiten von BildhauerTilman Riemenschneider, aus seiner Werkstatt und von seinen Schülern. Darunter sind die Sandsteinfiguren der Marienkapelle. Weiter werden gezeigt Gemälde vonLucas Cranach undGiovanni Battista Tiepolo, Grabdenkmäler, Fayencen, eine vorgeschichtliche Sammlung mit Steinpfeilern, Rüstungen, Zeugnisse der Römerzeit, Zeugnisse fränkischer Weinkultur sowie Sammlungen zur Volkskunde.
DasMartin-von-Wagner-Museum der Universität befindet sich im Südflügel der Residenz und umfasst die Antikenabteilung, die Gemäldegalerie und die Graphische Sammlung. Die Antikenabteilung beherbergt unter anderem eine große und bedeutende Sammlung[241] von griechischen und etruskischen Vasen, Korkmodelle italienischer antiker Bauwerke und Mumien-Sarkophage.
Die benachbarte BBK-Galerie im Kulturspeicher beherbergt denBBK Unterfranken. Sie zeigt in ihren Räumlichkeiten sowie im angegliederten Künstlerhaus mit Druckwerkstatt jährlich etwa acht Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Künstlern aus der Region Unterfranken, wobei aber auch überregionale und internationale Positionen gezeigt werden.[242][243]
Hofspitalkirche „Spitäle“ – in der spätgotischen 1789 umgebauten Kapelle des ehemaligen Hofspitals befindet sich die Galerie Spitäle mit Wechselausstellungen zeitgenössischer Künstler
Bekannte Chöre sind derBachchor Würzburg, derMonteverdichor Würzburg (1. Preisträger beimBayerischen und beimDeutschen Chorwettbewerb), derOratorienchor Würzburg und der Chor derAkademisch-Musikalischen Verbindung Würzburg. Die Chöre der Würzburger Dommusik umfassen dieWürzburger Domsingknaben, den Kammerchor, die Jugendkantorei und die Mädchenkantorei am Würzburger Dom. DerWürzburger Domchor gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Chören Würzburgs. Seine Wurzeln gehen bis ins Jahr 1821 zurück. In der Reihe der kirchlichen Chöre ist dieCappella Herbipolensis – Chor der Hofkirche der Residenz zu nennen. DerKammerchorcappella vocale würzburg besteht seit 1997. Der ChorNew Future wurde 1993 mit überwiegend jungen Sängern gegründet. Im Mai 2017 gegründet stellt der Würzburger Kneipenchor den jüngsten Chor Würzburgs dar.[244]
Mit den MusikinitiativenFreakShow Würzburg undPsychedelic Network verfügt Würzburg über zwei alternative Rockmusikszenen, die innerhalb der durch sie präsentierten Genres –Progressive Rock bei FreakShow,Psychedelic-/Space Rock bei Psychedelic Network – zu den wichtigsten Veranstaltungen in Deutschland gezählt werden können. Dies wird insbesondere von den Festivals der beiden Musikinitiativen unterlegt, deren weitläufige Bedeutung durch eine oftmals internationale Interpretenauswahl und eine stark überregional geprägte Besucherzusammensetzung gekennzeichnet ist.Auch als Metal-Stadt ist Würzburg überregional bekannt. Festivals wie dasHammer of Doom oder dasMetal Assault finden regelmäßig in der Posthalle statt.
Diefränkische bzw.unterfränkische Mundart wird in Würzburg gesprochen und meist verstanden. In derNärrischen Weinprob, die im Januar zu Beginn der Fastnachtszeit im Staatlichen Hofkeller unter der Würzburger Residenz stattfindet, werden kritische Beiträge zum Jahresgeschehen in allen fränkischen Mundarten vorgetragen. Diese mundartliche Sitzung wird im Dritten Programm desBayerischen Fernsehens übertragen.
Die Bombardierung der Stadt Würzburg am 16. März 1945 hat sich tief in das kollektive Gedächtnis der Stadt eingegraben und wird regelmäßig zum Jahrestag in den Medien der Stadt thematisiert.[245][246] Ein öffentlich zugänglicher Gedenkraum im Grafeneckart am Rathaus enthält ein Modell der zerstörten Stadt und eine Hülse einer britischen Fliegerbombe.
In Würzburg erinnern seit Juli 2006Stolpersteine an Opfer aus der nationalsozialistischen Zeit, zum Beispiel vor dem 1956 errichtetenKaufhof-Neubau der in der Schönbornstraße an die früheren Eigentümer des seit etwa 1900 auf demselben Grundstück gestandenen, 1898 von Siegmund Ruschkewitz[247] gegründeten WarenhausesRuschkewitz[248][149] sowie vor der Kiliansgruft an den katholischen PfarrerGeorg Häfner, der für seine Überzeugung einstand und am 15. Mai 2011seliggesprochen wurde.[249][250][251][252][253]
Neben den Gedenkorten zu jüdischem Leben erinnert ein Gedenkstein amGeschwister-Scholl-Platz / Ottostraße an die christlichenWiderstandskämpferHans und Sophie Scholl, die 1943 ermordet wurden. Im Gewerbegebiet vonHeuchelhof halten mehrere Straßennamen die Erinnerung an Verfolgte und Opfer dernationalsozialistischen Gewaltherrschaft aufrecht. InHeidingsfeld erinnert derHerta-Mannheimer-Weg an die jüdischeSPD-Stadträtin Herta Mannheimer, die imKZ Auschwitz ermordet wurde.
Der katholische Apotheker undPfadfindergruppenleiter in Würzburg und Pforzheim Fred Joseph (1911–1943) wurde im Zusammenhang mit der Verwendung von Pfadfinderabzeichen inhaftiert, nach seiner Entlassung erneut von der Gestapo in Würzburg verhaftet und in das KZ Auschwitz überstellt. Joseph starb am 21. Januar 1943 in Auschwitz angeblich an Rippenfellentzündung.[254] Er führte – als „Halbjude“ diffamiert – trotz Verbots die Pfadfinderarbeit in der „Gemeinschaft St. Georg“ weiter. Nach ihm nennt sich ein Stamm derDeutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg im StadtteilSanderau.[255]
DasWürzburger Mozartfest ist das älteste Mozart-Festival Deutschlands und findet seit 1922 während der Sommermonate in der Würzburger Residenz statt. Es zählt heute mit zirka 50 Einzelkonzerten neben den Salzburger Festspielen zu den renommiertesten Festivals für klassische Musik im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr kommen bis zu 30.000 Besucher zu den Veranstaltungen, die in dem historischen Gebäude der Residenz, im Hofgarten und in benachbarten Orten stattfinden.
1974 wurde dasInternationale Filmwochenende Würzburg gegründet. Die Veranstaltung findet jährlich zu Beginn des Jahres statt.[256] Unter den Festival-Mitbegründern befanden sich unter anderem Georg Förster, Almut Kircher oder DokumentarfilmerNorbert Westenrieder von der Filminitiative.[257]
Das „Africa Festival“ ist eine Veranstaltung zur Kultur und Musik des afrikanischen Kontinents. Es wurde 1989 vom Würzburger Afro Projekt, einer Arbeitsgemeinschaft zur Förderung afrikanischer Kultur in Deutschland, ins Leben gerufen. Das Africa Festival gilt derzeit als das größte Festival dieser Thematik in Europa und wird durch dasBayerische Kulturministerium und dasAuswärtige Amt gefördert.
Das Flamencofestival besteht seit dem Jahr 2003. Auf der jährlich stattfindenden Veranstaltung treten regionale und internationaleFlamenco-Tänzer und -Musiker auf.
Als Studentenstadt besitzt Würzburg ein vielfältiges Nachtleben mit einigenDiskotheken, Clubs, Bars,Kneipen und anderen gastronomischen Betrieben.
Weit über den fränkischen Raum hinaus bekannt ist in Würzburg die DiskothekAirport, eine der ältestenGroßraumdiskotheken Deutschlands, die im Oktober 1983 eröffnet wurde.
An nicht-kommerziellen Nachtangeboten sind städtische Einrichtungen wie die Jugendeinrichtungen „Cairo“, der „Bechtolsheimer Hof“ (kurz: B-Hof), die Kellerperle sowie das in evangelischer Trägerschaft befindliche „Immerhin“ erwähnenswert.
DasStaatsarchiv Würzburg ist für den Regierungsbezirk Unterfranken zuständig und verwahrt rund 21.350 lfd. Meter Akten zur Geschichte des Regierungsbezirks und der auf dessen Gebiet liegenden ehemaligen Territorien.
DasStadtarchiv Würzburg (untergebracht in einem 1716 erbauten Wohnhaus mit einer wohl von dem Domkapitelsbaumeister Georg Bayer geschaffenen überreichen Fassade in der Neubaustraße 14[259]) verwahrt die Urkunden- und Aktenüberlieferung der städtischen Dienststellen, das Archiv des Bürgerspitals, das Archiv der Stadt Heidingsfeld und die Archive der eingemeindeten Orte sowie etwa 90 Nachlässe von Würzburger Persönlichkeiten und eine umfangreiche Foto-, Plakat- und Kartensammlung.
DasDiözesanarchiv in der Domerschulstraße verwahrt die Schriftgutüberlieferung des alten und des 1821 geschaffenen neuenBistums Würzburg sowie Sondersammlungen und etwa 250 Nachlässe und personenbezogene Sammlungen. Es wurde bereits 1339 erwähnt und befand sich damals auf der Marienburg. Heute umfasst es Urkunden, Matrikelbücher der Pfarreien und Schriftverkehr der Dekanate. Etwa ein Drittel der ursprünglichen Bestände ist noch erhalten. Die Einbußen im Bestand rühren von den Auswirkungen der Reformation, derSäkularisation und der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg her.[260]
Das Universitätsarchiv verwahrt die Überlieferung der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität.
Bis 2005 befand sich das Archiv der ehemaligen Reichsstudentenführung und des ehemaligen Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) als Depositum im Staatsarchiv Würzburg und wurde von dort aus betreut. Es befindet sich jetzt als Leihgabe im Bundesarchiv Berlin.
Das 1987 eröffnete Dokumentationszentrum für jüdische Geschichte ist die zentrale Auskunftsstelle für jüdische Geschichte in der Region.
Im Jahr 1779 berichtet Wolfgang Amadeus Mozart in einem Brief an seine Frau Constanzezu würzburg haben wir auch unseren theuern Mägen mit koffè gestärkt, eine schöne, prächtige Stadt.[261]Der 1917 in der Schweiz erschienene BandPoetenleben enthält einen launigen BerichtRobert Walsers über einen Aufenthalt in der Stadt. Darin wird unter anderem der Freizeitwert mainfränkischer Weinlokale in der Altstadt und einschlägiger Lokalitäten in den erwanderbaren Weinbergen um Würzburg herum lobend erwähnt. Auf seiner Reise von München nach Berlin hatte der junge Schweizer Poet im Sommer 1901 bei seinem Würzburger Freund, dem DichterMax Dauthendey, einen achttägigen Unterwegshalt eingelegt.
Im 1927 veröffentlichten ReiseberichtDas Wirtshaus im Spessart vonKurt Tucholsky (Pseudonym: Peter Panter) wird ein Ausflug mit Besuch auf der Festung Marienberg und Konsum desSteinweins erzählt.
Am 22. März 1928 besuchteHermann Hesse die Bischofsstadt, was in seinem RomanNarziß und Goldmund Niederschlag fand. Konkreter schildert er seine Eindrücke 1928 in dem ProsatextEinst in Würzburg[262] und in dem 1945 erschienenen ReiseberichtSpaziergang in Würzburg.[263][264]
Im Frühjahr 2008 berichtete der SchriftstellerWladimir Kaminer im Monatsmagazin „Cicero“ in der Rubrik „Kaminers Reisen“ über einen Aufenthalt in Würzburg. Er beschrieb seine Wahrnehmungen rund um den Wahlkampf anlässlich derKommunalwahl.[265]
Würzburg ist ein Zentrum desFrankenweins;[266] auf dem Stadtgebiet befinden sich die bekanntesteFrankenweinlageWürzburger Stein und die drei großen, traditionsreichen Weingüter mit jeweils saalartigen Weinstuben:
Alle drei Weingüter bieten Führungen durch die Weinkeller und direkten Weinverkauf an.
Die Weinlagen (Einzellagen) sind neben demStein (85 ha) die Lagen Abtsleite im Süden (45 ha), Innere Leiste (südlich an die Festung Marienberg angrenzend – 10 ha), Kirchberg im Stadtteil Heidingsfeld (50 ha), Pfaffenberg im Norden (60 ha), Schlossberg (4,5 ha), die Ostlage unterhalb der Festung Marienberg, sowie Stein/Harfe nördlich (oberhalb des Hauptbahnhofs – 8 ha). Als Großlagenbezeichnung fürVerschnittweine aus diesen Einzellagen fungiert etwas irreführend die Bezeichnung „Marienberg“, sie wird fast nie gebraucht. DerGreinberg (der zur Zeit derHexenprozesse in Würzburg als Ort vonHexensabbaten galt[168]) im Nordosten Würzburgs wurde im April 2013 vom Juliusspital-Weingut mit Silvanerreben bestockt. Die 4 ha tragen den Lagennamen Würzburger Festungsblick. Die Lese des Jungfernweins erfolgte 2016.[267]
Eine weitere Besonderheit der Würzburger Trinkkultur sind dieBäcken, Weinstuben, in denen mitgebrachtes Essen verzehrt werden darf.
Seit den 1980er Jahren hat Würzburg seine eigene, von dem damaligen BürgermeisterKlaus Zeitler angeregteBratwurst. Des Weiteren geltenMeefischli als Würzburger Spezialität, im Original in Öl frittierte Kleinfische (eine Art Verwertung vonBeifang, in der Nachahmung in Butterteig gestaltetes Naschwerk).
Bemerkenswert sind die verschiedenen Beinamen oder Mottos, die Würzburg in den letzten Jahrzehnten hatte:
1969 wurde über einen Wettbewerb „Würzburg wirbt“ ein Slogan gesucht, welcher neue Gäste in die Stadt locken sollte. Aus über 2000 Einsendern wurde schließlich der Werbespruch des Zweitplatzierten Helmut Rademacher „Würzburg – Das Weinfaß an der Autobahn“ ausgewählt.[268] Dieses Motto wurde anschließend in großen Lettern auf hochkant gestellten Weinfassböden angebracht, die an allen Ausfallstraßen Würzburgs postiert wurden. Schnell wurde dieser Beiname von etlichen Reiseführern adaptiert und gab öfter Anlass für spöttische Bemerkungen.
Mitte der 1970er Jahre wurden vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt noch weitere Slogans verwendet, u. a. „In Würzburg hat man Zeit zu leben“ oder „In Würzburg fängt der Süden an“.[269]
Der 1986 aus Vertretern von Handel, Gastronomie und Dienstleistung gegründete FörderkreisWürzburg macht Spaß e. V., 2005 umbenannt inStadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ e. V., wirbt mit dem gleichnamigen Motto für seine Aktionen.
„Würzburg. Provinz auf Weltniveau“ lautet 2010 der Motto-Vorschlag derWürzburg AG. Dieser fiel bei der Bevölkerung[271] und schließlich im Stadtrat[272] durch.
Beinamen, die vor 1945 auftauchten, waren beispielsweise „Perle des Mains“ und „Juwel unter den Städten“.[273]
Die erste nachweisbareBadestube in Würzburg befand sich 1294 „gegen sant Affern“. Weitere Badestuben waren in der Büttnergasse (die „Mittelstube“ und die „zume Lewen“), imSander Viertel in der PfarreiSt. Peter (die Badestube „zu dem Gueldin“ in der heutigen Neubaustraße und eine in der Nähe vomSt.-Agnes-Kloster), imHauger Viertel („zu dem Becken“ und „Ebersperg“), bei derKapelle zu Unserer Lieben Frau (die Badestube „vor dem Loch“), im Kresser Viertel (oderGressenviertel) nahe derKärrnergasse beim Holztor die Badestube „uf dem Sande“ und im Pleicher Viertel eine weitere Badestube. Die Badestube in der damaligen Semmelgasse wurde 1342 an dasBürgerspital verkauft. Zudem gab im DomherrnhofSternberg eine Badestube, im Stephanskloster und im Siechenhaus (domus leprosorum) vor dem Zeller Tor (Siehe auchGeschichte der Stadt Würzburg#Leprosorien in Würzburg). Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts (als die Badestuben als Übertragungsorte von Geschlechtskrankheiten erkannt wurden) bestanden etwa neun Badestuben in der Stadt Würzburg. Als zum Handwerkerstand gehörig hatte sich die Baderbruderschaft nach einer 1515 erlassenen Handwerksordnung zu richten.[274]
Geschwommen bzw. gebadet wurde vor der Entstehung von Schwimmbädern in Würzburg nicht nur im Main, sondern im Mittelalter auch im Stadtgraben (Badeverbot 1502) oder – ab 1504 ebenfalls verbotenerweise – im damaligenEichelsee (Gebiet zwischen Semmelstraße und Ludwigstraße).[275] Erste Schwimmbäder in Würzburg waren ein auf den Zellerauer Wiesen von 1932 bis 1934 bestehendes Flussbad und ab 1934 das 1935 fertiggestellte „Bad im freien Mainfluß“, dasRiedinselbad auf der „Riedinsel an der Eisenbahnbrücke“ im 1930 eingemeindeten Heidingsfeld. 1934 entstand bei Heidingsfeld direkt am Mainufer auch eine weitere Freibadeanlage. Am 15. November 1936 wurde das heute noch bestehende, vonFranz Kleinsteuber auf Grund eines Modellentwurfs von 1929 errichtete, erste Hallenschwimmbad Würzburgs in der Sanderau eröffnet.[276]
Im Oktober[277] 1930 wurde die nach dem Verleger Otto Richter benannte Kunsthalle in der Hofstraße 11 eröffnet.[278][279]
Ebenfalls trägt seit 2002 derICE-Triebzug 406 080den Namen „Würzburg“. Es handelt sich hierbei um ein Mehrsystem-Fahrzeug, das für die Stromsysteme in derSchweiz, denNiederlanden,Belgien undFrankreich ausgerüstet ist.
Das „Eisenbahnmuseum Würzburg“[280] gab der Dampflok527409 den Namen „Stadt Würzburg“. Sie trägt das Würzburger Wappen auf den Windleitblechen.
DerWürzburg-Riese (FuMg 65) undWürzburg (FuMg 39) waren Radar-Anlagen, die im Zweiten Weltkrieg das Eindringen alliierter Bomber und Jäger in den von Deutschland kontrollierten Luftraum anzeigen konnten.
1946 wurde der Pfadfinderstamm Schwarzer Haufen Würzburg gegründet, dies war nur mit der Genehmigung der amerikanischen Besatzungsmacht möglich.
1971 bis 1975 fand in Würzburg die sogenannteWürzburger Synode statt.
Würzburg war der Drehort für Teile der Außenaufnahmen des FilmesLammbock sowie für diverse Innen- und Außenaufnahmen von dessen FortsetzungLommbock.
„Würzburger Schlüssel“ wird eine Klassifikation psychischer Störungen aus dem Jahr 1933 genannt, die zu einer Differenzierung der psychischen Krankheiten führte und von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie entwickelt wurde.
1980 eröffnete das WürzburgerCongress Centrum mit Blick auf Main und Festung Marienberg.[195]
Am 13. September 2010 begannen die Dreharbeiten für den Hollywood-FilmDie drei Musketiere unter anderem mitOrlando Bloom undMilla Jovovich im Treppenhaus der Würzburger Residenz, in der Festung Marienberg und auf derAlten Mainbrücke.[282]
Auf derletzten Serie der D-Mark-Banknoten befand sich auf der 50-D-Mark-Banknote, links neben dem Porträt des BaumeistersBalthasar Neumann, eineCollage verschiedener historischer Bauwerke von Würzburg. Dort waren die Residenz, das alte Rathaus, die Festung Marienberg, dieSchönbornkapelle am Dom, das Stift Haug, das Holztor und die Alte Mainbrücke zu sehen.[283]
Bis 1999 betrieb der Bayerische Rundfunk auf der Frankenwarte einen Mittelwellensender auf der außerhalb des offiziellen Mittelwellenbandes gelegenen Frequenz 520 kHz. Er war zusammen mit dem auf der gleichen Frequenz betriebenen Sender Hof der einzige Rundfunksender Deutschland außerhalb eines offiziellen Rundfunkbereichs. Er wurde oft genutzt, um Empfangsbereiche von Rundfunkgeräten und Ausbreitungsbedingungen zu testen.
Würzburg ist die Stadt mit den meisten 100-Jährigen in Deutschland.[284]
Würzburg, Ringpark um die Altstadt: Übersichtskarte
Der Weg durch den Ringpark Würzburg führt im Halbkreis von der Friedensbrücke am Main über den Hauptbahnhof, den Kreisverkehr Berliner Platz, tangiert den Hauptfriedhof, die Vogel-Volieren imKlein Nizza und endet an der Ludwigsbrücke am Main. Er folgt dem Verlauf der ehemaligen Befestigungsanlagen.
Die bekannteWeinlage Stein wird durch diesen Spaziergang durch die Reben erschlossen. Der Startpunkt beimWeingut am Stein wird erreicht über Rotkreuzstraße und Rotkreuz Steige. Auf 20 Informationstafeln werden Rebsorten, Weingüter (Bürgerspital zum Heiligen Geist,Juliusspital,Staatlicher Hofkeller Würzburg, private), Gesteinsarten, Terroir, altfränkische und neue Pflege der Weinstöcke vorgestellt. Der Weg führt über die Steinburg, den Pavillon Moltkeruh bis zum Bismarckturm und dann steil abwärts zum Ausgangspunkt beim Weingut am Stein. Würzburg ist nebenStuttgart undWien die dritte Stadt, in der sich auf Stadtgebiet ein Weinberg befindet.[285]
Würzburg: Beginn des Planetenwegs im Oberen Frauenland/Gartenstadt Keesburg an der Ecke Ebertsklinge/Oberer Neubergweg
DerPlanetenweg im Südosten von Würzburg führt durch das Obere Frauenland und die Gartenstadt Keesburg. Er beginnt an der Ecke Ebertsklinge/Oberer Neubergweg, 100 Meter in den Oberen Neubergweg hinein an einem Kinderspielplatz (Lage49.7767399.952473). Als erster Planet wird dieSonne, das Zentralgestirn unseres Sonnensystems vorgestellt. Der Planetenweg endet nach der Kettelerstraße am Sieboldswäldchen mit dem ZwergplanetenPluto. Auf 2,5 Kilometern Länge werden die Entfernungen zwischen den Planeten (Merkur, Venus, Erde, Mars, Asteroiden, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto) im Maßstab 1 zu 1,2 Milliarden beschritten. Auf Steinstelen mit Metalltafeln werden die Eckdaten zu dem jeweiligen Planeten vermittelt.[286][287] Der Weg führt zunächst durch einen Grünstreifen, danach durch ein Gebiet mit Einfamilienhäusern. Er führt nahe an derVolkssternwarte Würzburg e. V. und dem Wolfgang-Adami-Bad vorbei. Die Steinstelen in der zweiten Hälfte des Weges sind schwer aufzufinden.[287][288]
Festung Marienberg, Würzburg: Erinnerung an den Bauernkrieg, Denkmal vor den Festungsmauern
Der direkte Weg von der Alten Mainbrücke über die Tellsteige führt am Bauernkriegsdenkmal vorbei durch das Neutor. Er vermittelt die Steillage der Festung und weist starke Steigungen auf.
Über den Ost- und Südhang des Marienbergs führt von der Kirche St. Burkard der „Weinwanderweg Schlossberg und Leiste“ durch die Weinlagen zur Festung. Er vermittelt die Bauweise der äußeren Bastionen und führt amMaschikuliturm vorbei.
Von der Friedensbrücke führt ein Weg durch die Parkanlage des Landesgartenschaugeländes von 1990 zur Festung. Er vermittelt die Dimensionen der Burg- und Befestigungsanlage (Höhe und Länge der Schutzmauern).
Oliver van Essenberg:Lebensart genießen – in und um Würzburg. Essen, Trinken, Ausgehen, Wohnen, Mode, Schmuck, Kunst, Kultur, Natur. Bamberg 2012,ISBN 978-3-9813799-3-8.
Roland Flade:Die Würzburger Juden. Ihre Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Würzburg 1987,ISBN 978-3-8260-1257-0.
Daniel Gerken:Die Selbstverwaltung der Stadt Würzburg in der Weimarer Republik und dem „Dritten Reich“ (=Veröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg. Band 17). Schöningh, Würzburg 2011,ISBN 978-3-87717-835-5 (Dissertation Universität Würzburg 2004).
Sybille Grübel, Clemens Wesely:Würzburg. 100 Jahre Stadtgeschichte. Sutton, Erfurt 1998,ISBN 3-89702-039-4.
Leo Günther, Ludwig Gehring u. a. (Hrsg.):Würzburger Chronik. Band 1–4, Bonitas-Bauer, Würzburg (1848) 1924–1927 (1935), Neudruck Neustadt a. d. Aisch 1987.
Barbara Hahn, Roland Baumhauer, Dorothea Wiktorin (Hrsg.):Atlas Würzburg. Vielfalt und Wandel der Stadt im Kartenbild. Emons-Verlag, Köln 2016,ISBN 978-3-95451-910-1.
Erich Keyser,Heinz Stoob (Hrsg.):Bayerisches Städtebuch. Band V. 1. Teilband Unter-, Mittel- und Oberfranken. In:Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Historischen Kommissionen. E. Kohlhammer, Stuttgart 1971 (Band 2 1974,ISBN 3-17-210181-9).
Rainer Leng:Würzburg im 12. Jahrhundert (Das Bayerische Jahrtausend, Bayerisches Fernsehen). 2 Bände, Volk, München 2012,ISBN 978-3-86222-065-6.
Peter Moser:Würzburg – Geschichte einer Stadt. Bamberg 1999,ISBN 3-933469-03-1.
Carl Gottfried Scharold:Würzburg und die umliegende Gegend, für Fremde und Einheimische kurz beschrieben. Joseph Stahel und im Intelligenz Comtoir, Würzburg 1805; Nachdruck, mit einem Nachwort vonBernhard Schemmel, Palm & Enke, Erlangen 1980 (=Bibliotheca Franconia. Band 6),ISBN 3-7896-0306-6.
Willy Schmitt-Lieb,Wilhelm Engel:Würzburg im Bild. Mit einem Geleitwort von OberbürgermeisterFranz Stadelmayer. Wisli-Mappe, Würzburg 1956.
Barbara Schock-Werner:Die Bauten im Fürstbistum Würzburg unter Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617). Schnell & Steiner, Regensburg 2005,ISBN 3-7954-1623-X.
Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I–III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007.
Vor- und Frühgeschichte der Stadt Würzburg (=Mainfränkische Heimatkunde. Band 3). Verlag Universitätsdruckerei H. Stürtz AG, Würzburg 1951.
Georg Muck:Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit.Band2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993,ISBN 3-923006-90-X,S.410–416 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
↑abLudwig August Schultes:Directorium Diplomaticum oder chronologisch geordnete Auszüge von sämmtlichen über die Geschichte Obersachsens vorhandenen Urkunden vom Jahre 704 bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts.Band1. Hahn, Altenburg 1821,S.1 (google.de).
↑Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs.Band1. Theiss, Stuttgart 2001,ISBN 3-8062-1465-4,S.19.
↑Horst-Günter Wagner:Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 396–426 und 1298–1302, hier: S. 400 und 425.
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 381 f.(Würzburg als Verwaltungsstandort).
↑abcdStatistisches Bundesamt (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983,ISBN 3-17-003263-1,S.734.
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 381–393(Würzburg als zentraler Ort nach 1945).
↑Bruno Rottenbach:Würzburger Straßennamen. Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 83.
↑Wolfgang Schneider:Volkskultur und Alltagsleben. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1 (2001):Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs.ISBN 3-8062-1465-4, S. 491–514 und 661–665, hier: S. 505 und 664.
↑Ab Mitte der 1970er Jahre wurden Umweltmessstationen eingerichtet, so am Kardinal-Faulhaber-Platz, an der Kopfklinik und am„Mittleren Ring“.
↑Winfried Schenk,Rüdiger Glaser, Moritz Nestle:Würzburgs Umwelt in der Transformation von der vorindustriellen Zeit in die Dienstleistungsgesellschaft. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 351–368 und 1295 f., hier: S. 361–363(Das Stadtklima Würzburgs: trocken, heiß und heikel) und 366–368(Zur Entwicklung des Umweltbewusstsein, Umweltwahrnehmung und Umweltschutz in Würzburg).
↑Vgl. etwa Theophilus Frank:Kurzgefaßte Geschichte des Frankenlandes und dessen Hauptstadt Würtzburg. Frankfurt 1755.
↑Vgl. auchNachrichten die Medicinalanstalten in Wirtzburg 1792 betreffend. In:Baldingers Neues Magazin für Aerzte. Band 13, 1791, S. 330–334.
↑Ignaz Gropp:Collectio novissima scriptorum et rerum Wirceburgensium. Band 1. Frankfurt 1741; Ignaz Gropp:Wirtzburgische Chronick 1. Würzburg 1748.
↑Ulrike Bausewein,Johannes Gottfried Mayer:Zum Namen „Würzburg“. In:Franz-Christian Czygan, Ulrike Bausewein, Johannes Gottfried Mayer (Hrsg.):Würzburg – Herbipolis. Stadt der Gärten, der Pflanzen und des Weins. Schnell & Steiner, Regensburg 2009,ISBN 978-3-7954-2139-7, S. 10 f.
↑abManfred Niemeyer (Hrsg.):Deutsches Ortsnamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2012, S. 707.
↑Wilhelm Engel in: Willy Schmitt-Lieb, Wilhelm Engel:Würzburg im Bild. Mit einem Geleitwort von OberbürgermeisterFranz Stadelmayer. Wisli-Mappe, Würzburg 1956, S. 10.
↑Christine Demel u. a.:Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 160–162 (Das Leinachtal im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648), hier: S. 162.
↑Stefan Kummer:Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004,ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 612–614.
↑Johannes Mack:Der Baumeister und Architekt Joseph Greissing. Mainfränkischer Barock vor Balthasar Neumann. In: Veröffentlichungen der Gesellschaft für Fränkische Geschichte (Hrsg.):8. Reihe: Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte.Band16. Würzburg 2008,ISBN 978-3-86652-816-1,S.32–72, 74–77, 80, 85–88, 90, 112–124, 130–156, 179–201, 218–280, 296, 381–400, 479–486, 491–505, 514–522, 524, 531–596 u. a., Taf. 1–5, 10, 11, 19, 20, 40–42, 45, 46.
↑Stefan Kummer:Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. 2004, S. 628–647(Die Greiffenclau-Zeit).
↑Georg Dehio:Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Band 1: Mitteldeutschland. Wasmuth, Berlin 1905,S.334–336,doi:10.11588/diglit.11052.
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 370.
↑Christine Demel u. a.:Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart. Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 18 und 23.
↑Andreas Mettenleiter:Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001,ISBN 3-933964-04-0, S. 142.
↑Hanswernfried Muth:Bildliche und kartografische Darstellungen der Stadt. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004,ISBN 3-8062-1477-8, S. 294–307 und 901, hier: S. 307.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1237.
↑Peter Weidisch:Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290; hier: S. 232–242.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1238.
↑Peter Weidisch:Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290; hier: S. 203–209(Die Gleichschaltung des Stadtrats).
↑Dokument VEJ 6/22:Anweisung In: Susanne Heim (Bearb.):Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945 (Quellensammlung). Band 6:Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren Oktober 1941–März 1943. Berlin 2019,ISBN 978-3-11-036496-5, S. 208–209.
↑Ulrich Wagner:Die Eroberung Würzburgs im April 1945. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 294–314 und 1290–1292.
↑Horst-Günter Wagner:Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. 2007, S. 415–420.
↑Rolf-Ulrich Kunze:Würzburg 1945–2004. Wiederaufbau, moderne Großstadt. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 318–346 und 1292–1295; hier: S. 331–341.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1240 und 1243.
↑Islamistisches Motiv?: Täter von Würzburg rief auch „Dschihad“. In:FAZ.net.ISSN0174-4909 (faz.net [abgerufen am 28. Juni 2021]).
↑Wilhelm Volkert (Hrsg.):Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983,ISBN 3-406-09669-7,S.603.
↑Richard Bauer:Markt Höchberg. Heimatbuch & Chronik. S. 7.
↑Ulrich Wagner:Würzburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts – eine Stadt im Bauboom. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1302, Anm. 3.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1227, 1230 und 1236.
↑Horst-Günter Wagner:Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 396–426 und 1298–1302, S. 414 f.(Stadterweiterung ab 1920).
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1242.
↑Hans-Wolfgang Bergerhausen:Würzburg unter schwedischer Besatzung 1631–1634. Hrsg.:Mainfränkisches Museum Würzburg (= Ans Werk – 100 Jahre Mainfränkisches Museum Würzburg). Würzburg 2013,ISBN 978-3-932461-42-2.
↑Peter Weidisch:Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1289, Anm. 448.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1244.
↑Hans-Christoph Rublack:Gescheiterte Reformation. Frühreformatorische und protestantische Bewegungen in süd- und westdeutschen geistlichen Residenzen, Spätmittelalter und Frühe Neuzeit. Stuttgart 1978 (=Tübinger Beiträge zur Geschichtsforschung. Band 4), S. 6 ff. und 187 ff.
↑Walter Scherzer:Die Protestanten in Würzburg. In:Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte. Band 54, 1985, S. 97–117, insbesondere S. 103 ff.
↑Martin Elze:Die Evangelisch-Lutherische Kirche. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände (I-III/2). Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 482–494 und 1305 f.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1226.
↑Daniel Staffen-Quandt:Evangelische »Keimzelle«. InGlaube und Heimat vom 10. November 2024, S. 3.
↑Zitiert aus:Martin Droschke:Heinrich von Kleist […]. In:Franken 2024. Franken-Wissen für das ganze Jahr. Emons Verlag, Köln 2023,ISBN 978-3-7408-1797-8, Blatt12. September und Blatt22. Oktober.
↑100 Jahrfeier. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. Oktober 2014; abgerufen am 28. November 2010.
↑Martin Elze:Weitere christliche Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 495–498, hier: S. 495 f.(Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Würzburg und die evangelischen Freikirchen).
↑Ursula Gehring-Münzel:Die Würzburger Juden von 1803 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. Band III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, S. 499–528 und 1306–1308, hier: S. 499–501(Die Rückkehr der Juden nach Würzburg).
↑Werner Bergmann:Tumulte ― Excesse ― Pogrome: Kollektive Gewalt gegen Juden in Europa 1789–1900, Wallstein 2020, S. 142–150.
↑Roland Flade:Die Würzburger Juden von 1919 bis zur Gegenwart. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 529–545 und 1308, hier: S. 529
↑Ursula Gehring-Münzel:Die Würzburger Juden von 1803 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. 2007, S. 504.
↑abUrsula Gehring-Münzel:Die Würzburger Juden von 1803 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. Band III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, S. 499–528 und 1306–1308, hier: S. 513 f.
↑Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995,ISBN 3-89331-208-0, S. 199.
↑Ingrid Heeg-Engelhart:Die Frauenklöster. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1 (2001), S. 272–294 und 625–634, hier: S. 277–279(Die Klause St. Ulrich – das spätere Benediktinerinnenpriorat St. Scholastika zur Gnadenpforte) und 628.
↑Peter Kolb:Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. Band 1:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 399–401.
↑Peter Kolb:Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1, 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 389–391.
↑Harm-Hinrich Brandt:Würzburger Kommunalpolitik 1869–1918. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1262, Anm. 189.
↑Ulrich Wagner:Würzburger Landesherren, bayerische Ministerpräsidenten, Vorsitzende des Landrates/Bezirkstagspräsidenten, Regierungspräsidenten, Bischöfe, Oberbürgermeister/Bürgermeister 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1221–1224; hier: S. 1223 f.(Würzburger Bürgermeister).
↑Ulrich Wagner:Würzburger Landesherren, bayerische Ministerpräsidenten, Vorsitzende des Landrates/Bezirkstagspräsidenten, Regierungspräsidenten, Bischöfe, Oberbürgermeister/Bürgermeister 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1221–1224; hier: S. 1224.
↑Die Bürgermeister von 1272 bis 1797 sind im ArtikelBürgermeister des Würzburgwiki aufgelistet.
↑Eberhard Schellenberger,Dramatische OB-Wahl 1990 in Würzburg, Beitrag des Bayerischen Rundfunks vom 20. März 2017, www.br.de/nachricht/unterfranken/ob-wahl-wuerzburg-1990-102.html
↑Richard Wurst,Wenn Barbara Stamm sogar Jürgen Weber verzeiht, Main-Post vom 19. März 2014, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/wenn-barbara-stamm-sogar-juergen-weber-verzeiht-art-8038921
↑Stadt Würzburg - Fachabteilung Statistik,1952- 2014, als PDF o. D. veröffentlicht
↑Bezeugt ist ein Würzburger Stadtsiegel erstmals für das Jahr 1195. Vgl.Wilhelm Engel in: Willy Schmitt-Lieb, Wilhelm Engel:Würzburg im Bild. Mit einem Geleitwort von OberbürgermeisterFranz Stadelmayer. Wisli-Mappe, Würzburg 1956, S. 10.
↑Stadt Würzburg. In: kommunalflaggen.de. Abgerufen am 23. Oktober 2021.
↑Paul-Werner Kempa:Trautenau – Würzburgs Patenstadt im Riesengebirge. Preußler, Nürnberg,ISBN 3-925362-56-8 (LautSudetendeutscher Zeitung keine „Heimatchronik, sondern der Versuch, interessierte Würzburger Bürger an ihre nordostböhmische Patenstadt heranzuführen“).
↑abcdeSybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1243.
↑abcdSybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1245.
↑Stadt Würzburg, Büro Würzburg International,Auf nach Frankreich - acht Wochen in Caen leben und arbeiten Online-Beitrag o. D., www.wuerzburg.de/rathaus/internationale-angelegenheiten/wuerzburg-international/aktuelles/535391.Auf-nach-Frankreich---acht-Wochen-in-der-Partnerstadt-Caen-leben-und-arbeiten.html
↑Stadt Würzburg,Leitbild für den südlichen Bischofshut, als PDF am 30. Oktober 2020 veröffentlicht, www.wuerzburg.de/m_568075
↑Steffen Sauer,Würzburgs Wirtschaft äußert sich zum Konzept "Besser leben im Bischofshut", Main-Post, 22. November 2021, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/wuerzburgs-wirtschaft-aeussert-sich-zum-konzept-besser-leben-im-bischofshut-art-10690419.
↑Erika Kerestely:Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG, Würzburg 2008,ISBN 978-3-8003-1929-9, S. 11.
↑Hans Steidler:Neues von der Bischofsmütze. In:Tempora mutantur et nos? Festschrift für Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen. Hrsg. vonAndreas Mettenleiter, Akamedon, Pfaffenhofen 2007 (= Aus Würzburgs Stadt- und Universitätsgeschichte, 2),ISBN 3-940072-01-X, S. 169–172
↑Andreas Mettenleiter:Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001,ISBN 3-933964-04-0, S. 482–515 (Chemisches Laboratorium und Juliusspital-Apotheke).
↑Stefan Kummer:Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004,ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 596.
↑Weniger bekannt ist, dass die große Phase der barocken Kunst, vor allem der Architektur, in der Stadt unter Johann Philipp II. von Greiffenclau (reg. 1699–1719) begann. In dieser „Greiffenclau-Zeit“ genannten Epoche, in der Architektur als „Greissingzeit“ bezeichnet, wurde u. a. das Talent Balthasar Neumanns entdeckt, ausgebildet und erstmals gefördert. Der „zweite“ Greiffenclau auf dem Würzburger Bischofsthron, Carl Philipp (reg. 1749–1754), setzte das Mäzenatentum seines Onkels sowie das der Familie Schönborn fort als Förderer der Wissenschaften und durch zahlreiche Bautätigkeiten, wo er namhafte Künstler beschäftigte. Neben dem bewährtenBalthasar Neumann gab er Aufträge anJohann Zick undAntonio Giuseppe Bossi. V.a. ließ erGiovanni Battista Tiepolo nach Würzburg kommen!
↑Erst seit dem 19. Jahrhundert wird, ohne Quellenbeleg, Andreas Müller als Architekt des Greiffenclaupalais behauptet. Von ihm gibt es jedoch kein einziges(!) belegtes (zivil-)architektonisches Werk! Gesichert ist Müller hingegen als Artillerist und Feldmesser.
↑Bruno Rottenbach:Würzburger Straßennamen. Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 50 f.
↑Christoph Pitz:Alte Mainbrücke. (Mein-Wuerzburg.com, abgerufen am 16. Dezember 2017).
↑Erika Kerestely:Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG, Würzburg 2008,ISBN 978-3-8003-1929-9, S. 65.
↑Wolfgang Weiß:Die katholische Kirche im 19. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 430–449 und 1303, hier: S. 449.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1231.
↑abFriedrich Merzbacher:Die Hexenprozesse in Franken. 1957 (=Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte. Band 56); 2., erweiterte Auflage: C. H. Beck, München 1970,ISBN 3-406-01982-X, S. 7.
↑Bismarckturm. In: würzburg.de. Abgerufen am 26. Februar 2016.
↑Bruno Rottenbach:Würzburger Straßennamen. Band 2, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1969, S. 45(Schenkenturm – Schenkenfeld).
↑Catharina Hettiger,Hubland - was tut sich auf dem ehemaligen Landesgartenschau-Gelände?, Main-Post, 14. Februar 2021, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/hubland-was-tut-sich-auf-dem-ex-landesgartenschau-gelaende-art-10564683
↑Claudia Henzler,Die Landesgartenschau ist ein 179tägiges Eröffnungsfest für den neuen Stadtteil, Süddeutsche Zeitung, 11. April 2018, www.sueddeutsche.de/bayern/wuerzburg-die-gartenschau-ist-ein-179-taegiges-eroeffnungsfest-fuer-einen-neuen-stadtteil-1.3937707
↑Peter Weidisch:Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 218, Abb. 58, und S. 1273, Anm. 60.
↑o. V.,DJK Rimpar Wölfe, Beitrag o. D., Main-Post, www.mainpost.de/dossier/djk-rimpar-woelfe/
↑Nathalie Greß,Handball - Rimparer Wölfe erhalten Lizenz für ihre zehnte Saison in der 2. Bundesliga, Main-Post, 20. April 2022, www.mainpost.de/sport/wuerzburg/handball-rimparer-woelfe-erhalten-lizenz-fuer-ihre-zehnte-saison-in-der-2-bundesliga-ohne-auflagen-art-10776307
↑Ursula Lux,UFRA präsentiert sich tierisch, Main-Post, 20. September 2016, www.mainpost.de/regional/schweinfurt/ufra-praesentiert-sich-tierisch-art-9357547
↑Claudia Kneifel,Darum lohnt sich ein Abstecher auf die MainfrankenMesse, Main-Post, 29. September 2017, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/darum-lohnt-sich-ein-abstecher-auf-die-mainfranken-messe-art-9758700
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 382–386(Die Entwicklung der Verkehrslage).
↑Andreas Jungbauer,B19 - Staus auf Ausweichrouten, Main-Post vom 16. August 2011, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/wuerzburgs-wirtschaft-aeussert-sich-zum-konzept-besser-leben-im-bischofshut-art-10690419
↑Patrick Wötzel,Streit um Greinbegknoten, Main-Post, 25. Juni 2021, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/verkehr-wuerzburger-stadtrat-beschliesst-ausbau-am-greinbergknoten-art-10622034
↑Lara Wantia,Wie der Verkehr auf Ausweichrouten Bürger belastet und nervt, Main-Post, 12. Juli 2019, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/wie-der-verkehr-auf-ausweichrouten-anwohner-belastet-und-nervt-art-10274860
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. 2007, S. 374–377.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247, hier: S. 1229.
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. 2007, S. 384.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1227.
↑Roland Flade:Unterfränkische Amerika-Auswanderer in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In:Tempora mutantur et nos? Festschrift für Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen. Hrsg. vonAndreas Mettenleiter, Akamedon, Pfaffenhofen 2007 (= Aus Würzburgs Stadt- und Universitätsgeschichte, 2),ISBN 3-940072-01-X, S. 207–212, hier: S. 207
↑Winfried Schenk,Rüdiger Glaser, Moritz Nestle:Würzburgs Umwelt in der Transformation von der vorindustriellen Zeit in die Dienstleistungsgesellschaft. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 351–368 und 1295 f., hier: S. 363 f.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. 2007, S. 1234.
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 377.
↑Rolf-Ulrich Kunze:Würzburg 1945–2004. Wiederaufbau, moderne Großstadt. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 318–346 und 1292–1295; hier: S. 335.
↑Jonas Keck,Beförderung für FHWS - Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt darf sich bald Technische Hochschule nennen, Main-Post, 17. Juni 2022, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/befoerderung-fuer-fhws-fachhochschule-wuerzburg-schweinfurt-darf-sich-bald-technische-hochschule-nennen-art-10819072.
↑Walter Ziegler:Die Universität Würzburg im Umbruch (1918–1920). In:Peter Baumgart (Hrsg.):Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift. Degener & Co. (Gerhard Gessner), Neustadt an der Aisch 1982 (=Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Würzburg. Band 6),ISBN 3-7686-9062-8, S. 179–251; hier: S. 217.
↑Hans-Peter Baum:Grundzüge der Würzburger Sozialgeschichte 1814–2004. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1325, Anm. 4–6.
↑Richard Wust: Würzburg bekommt die Landesgartenschau 2018. In: mainpost.de. Mainpost, 8. Februar 2010, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. September 2010: „Würzburg darf die Landesgartenschau 2018 austragen“
↑Margit Maier:Das Geschäft mit den Träumen. Kinokultur in Würzburg. Königshausen & Neumann, Würzburg 2009,ISBN 978-3-8260-4115-0, S. 17–20.
↑Sybille Grübel:Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1236.
↑Thomas Tippach:Würzburg – Aspekte der Zentralität. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 378 f.
↑Roland Flade u. a.,Der 16. März 1945 - Bomben über Würzburg, Maon-Post, 16. März 2018, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/der-16-maerz-1945-bomben-ueber-wuerzburg-art-9912174
↑Redaktion Main-Post,16. März 1945 - Film von der Bombardierung, Main-Post vom 15. März 2012, www.mainpost.de/regional/wuerzburg/16-maerz-1945-film-von-der-bombardierung-art-6675104
↑Ursula Gehring-Münzel:Die Würzburger Juden von 1803 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. Band III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, S. 499–528 und 1306–1308, hier: S. 509.
↑Horst-Günter Wagner:Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 396–426 und 1298–1302, hier: S. 408.
↑Hans-Peter Baum:Christliche Würzburger Jugendgruppen im Widerstand gegen das »Dritte Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 290–293 und 1290; hier: S. 292 f.
↑Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995,ISBN 3-89331-208-0, S. 199 f.
↑Stefan Kummer:Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004,ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 638.
↑12 Kilometer Dokumente. In: Mainpost vom 7. Dezember 2010, S. 30.
↑Hermann Hesse:Einst in Würzburg. In: Volker Michels (Hrsg.):Hermann Hesse: Die Kunst des Müßiggangs. Kurze Prosa aus dem Nachlaß. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1973, S. 418–423.
↑Hermann Hesse:Spaziergang in Würzburg. Hrsg. von Franz Xaver Münzel, Privatdruck (Tschudy & Co), St. Gallen (1945).
↑Petra Trinkmann:Madonnen und Fische. Hermann Hesse. In: Kurt Illing (Hrsg.):Auf den Spuren der Dichter in Würzburg. Eigenverlag (Druck: Max Schimmel Verlag), Würzburg 1992, S. 81–89; hier: S. 86–89.
↑Vgl. auch W. Lutz:Die Geschichte des Weinbaues in Würzburg im Mittelalter und in der Neuzeit bis 1800 (=Mainfränkische Hefte. Heft 43). Würzburg 1965.
↑Artikel: Das Ende der Provinz-Idee. In: mainpost.de. Main-Post, abgerufen am 13. Oktober 2010 (Nur Auszug frei verfügbar): „Die umstrittene ‚Würzburg, Provinz auf Weltniveau‘-Idee der Würzburg AG hat, wie erwartet, im Stadtrat keine Unterstützer gefunden.“
↑Peter Weidisch:Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290; hier: S. 1274, Anm. 85, und S. 1284, Anm. 320.
↑Peter Kolb:Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1, 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 397 f. und 406.
↑Wolfgang Schneider:Volkskultur und Alltagsleben. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1 (2001):Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs.ISBN 3-8062-1465-4, S. 491–514 und 661–665, hier: S. 504 und 664.
↑Winfried Schenk,Rüdiger Glaser, Moritz Nestle:Würzburgs Umwelt in der Transformation von der vorindustriellen Zeit in die Dienstleistungsgesellschaft. In: Ulrich Wagner (Hrsg.):Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I:Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001,ISBN 3-8062-1465-4; II:Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004,ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2:Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007,ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 351–368 und 1295 f., hier: S. 358 f.(Auf Karst gebaut: Würzburgs Wasserversorgung).
↑Hollywood goes Würzburg. Stadt Würzburg, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. September 2010; abgerufen am 9. September 2010.
↑Deutsche Bundesbank (Hrsg.):Von der Baumwolle zum Geldschein. Eine neue Banknotenserie entsteht. 2. Auflage. Verlag Fritz Knapp GmbH, Frankfurt am Main 1996,ISBN 3-611-00222-4,S.127.