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Wöbbelin

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WappenDeutschlandkarte
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Wöbbelin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wöbbelin hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten:53° 24′ N,11° 30′ O53.39944444444411.50333333333335Koordinaten:53° 24′ N,11° 30′ O
Bundesland:Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis:Ludwigslust-Parchim
Amt:Ludwigslust-Land
Höhe:35 m ü. NHN
Fläche:23,51 km²
Einwohner:946 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte:40 Einwohner je km²
Postleitzahl:19288
Vorwahl:038753
Kfz-Kennzeichen:LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel:13 0 76 156
Gemeindegliederung:2Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung:Wöbbeliner Str. 5
19288 Ludwigslust
Website:www.woebbelin.de
Bürgermeisterin:Viola Tonn
Lage der Gemeinde Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Karte
Karte

Wöbbelin ist eine Gemeinde imLandkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vomAmt Ludwigslust-Land mit Sitz in der nicht amtsangehörigen StadtLudwigslust verwaltet.

Wöbbelin ist bekannt durch die Grabstätte des in der Nähe im August 1813 in denBefreiungskriegen gefallenen DichtersTheodor Körner.

Geografie

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Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Wöbbelin und Dreenkrögen,[2] sowie die Funkamtsiedlung, die in den 1950er Jahren zusammen mit demMittelwellensender Wöbbelin entstand.

In Dreenkrögen befindet sich ein 6,8 Hektar großerBadesee, der durch Kiesabbau entstanden ist. Das Gemeindegebiet wird unter anderem vomNeuen Kanal, demLudwigsluster Kanal und dem Krullengraben durchflossen.

Geschichte

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Dorfkirche

1333 wurde Wöbbelin als „Wopelyn“ erstmals erwähnt.

1813 wurde der Befreiungskämpfer und DichterTheodor Körner in Wöbbelin bestattet. Seine Freunde Ackermann,Friedrich Christoph Förster, Thümmel und Nostiz gruben ihm das Grab unter der Eiche von Wöbbelin. Der Trauerzug wurde von Stiebel angeführt. Das Grabdenkmal für Theodor Körner wurde nach Plänen des ArchitektenGottlob Friedrich Thormeyer errichtet und am 23. September 1814 auf dem Friedhof feierlich eingeweiht. Der Hain mit den Gräbern Körners und einiger Familienangehöriger entwickelte sich schon kurz nach dessen Tod zur national-patriotischen Gedenkstätte. Neben Theodor Körner fanden hier auch sein VaterChristian Gottfried Körner und seine MutterMaria Wilhelmine Jakobine (Minna) Körner sowie seine Schwester, die MalerinEmma Körner, und seine Tante, die MalerinDora Stock, ihre letzte Ruhestätte. Bei der Körner-Feier am 26. August 1863 sprachen zunächst Förster und Stiebel. Die Schlussrede hielt der Lützower Jäger und BurschenschafterKarl Horn. An Vereine, die mit Spenden zu der Feierlichkeit zum 50-jährigen Jubiläum von Körners Heldentod beigetragen hatten, wurden Blätter der Wöbbeliner Eiche gesandt.[3]

DieNationalsozialisten planten eine große „Theodor-Körner-Gedenkstätte“ als NS-Weihestätte einschließlich Hitlerjugend-Heimen und Aufmarschplatz zu errichten. Realisiert wurde davon 1938 nur ein neuer Museumsbau, der den aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammenden ersetzte.[4]

Im Februar 1945, in den letzten Monaten desZweiten Weltkriegs, entstand in unmittelbarer Nähe der Stadt Ludwigslust dasKZ Wöbbelin, das zuletzt eingerichteteAußenlager desKonzentrationslagers Hamburg-Neuengamme. Nach der Befreiung des Lagers durch amerikanische Truppen am 2. Mai 1945 fanden mehr als 160 Opfer dieses Lagers ihre letzte Ruhestätte im Park der Körner-Gedenkstätte.

Zu DDR-Zeiten unterhielt derRundfunksender Leipzig in Wöbbelin einBetriebsferienlager für die Kinder seiner Mitarbeiter.

Politik

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Gemeindevertretung und Bürgermeister

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Der Gemeinderat besteht (inkl. Bürgermeisterin) aus 8 Mitgliedern. Die Wahl zum Gemeinderat am 26. Mai 2019 hatte folgende Ergebnisse[5]:

Partei/BewerberProzentSitze
Wählergruppe Wöbbelin52,164
Wählergruppe Gemeinsam für Wöbbelin und Dreenkrögen37,093
SPD6,041

Bürgermeisterin der Gemeinde ist Viola Tonn, sie wurde mit 72,48 % der Stimmen gewählt.[6]

Wappen, Flagge, Dienstsiegel

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Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, wederWappen noch Flagge. AlsDienstsiegel wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehendenStierkopf mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „• GEMEINDE WÖBBELIN • LANDKREIS LUDWIGSLUST-PARCHIM“.[7]

Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten

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Naturdenkmal „Körner-Eiche“
Alte Ansichtskarte vom Körnergrab
Siehe auch:Liste der Baudenkmale in Wöbbelin
  • Kirche in Wöbbelin
  • Seit 1952 war in Wöbbelin der Standort desSenders Wöbbelin einer Sendeanlage für den Mittelwellenrundfunk.

Gedenkstätten

  • Die ehemaligenationalsozialistische Weihestätte dient heute den Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin als Sitz des Museums. Die Mahn- und Gedenkstätten befassen sich in einer Doppelfunktion sowohl mit dem DichterTheodor Körner, als auch der Aufarbeitung der Geschichte desKZ Wöbbelin.
  • Auf dem Friedhof befinden sich ein Kriegerdenkmal für die imErsten Weltkrieg Gefallenen, ergänzt um eine Gedenkplatte für die Opfer desZweiten Weltkrieges. Das Sandsteinrelief der „Todesmärsche im April 1945“ wurde im Jahre 1960 vonJo Jastram geschaffen. Dazu kommt eine Gedenkstätte für Bombenopfer.
  • Museum der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin
    Museum der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin
  • Ehemaliges Funkamt
    Ehemaliges Funkamt
  • Ehemaliges Betriebsferienheim des Rundfunksenders Leipzig
    Ehemaliges Betriebsferienheim des Rundfunksenders Leipzig

Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft
Einer der größten Arbeitgeber im Ort ist die Aus- und Weiterbildungseinrichtung des UFAT Bildungswerkes. Regionale Bekanntheit erlangt Wöbbelin durch den am südlichen Ortsrand betriebenen Spargelanbau. Außerdem ist in Wöbbelin ein privater Kfz-Betrieb ansässig, der sich seit 1993 anfangs auf die Einfuhr desVW Käfers aus Mexiko und deren Umrüstung für den deutschen Straßenverkehr spezialisierte und bis heute, nach Einstellung der Käfer-Produktion in Mexiko, den Käfer-NachfolgerNew Beetle zum Cabrio umbaut.Ebenso zieht die deutschlandweit bekannte Paintball-Anlage jeden Monat ein paar tausend Gäste in den Ort.

Verkehr
Die Gemeinde liegt an der Landesstraße 72 zwischen den Städten Ludwigslust (7 km) undSchwerin (23 km). Auf dem Gemeindegebiet befindet sich dasAutobahnkreuz Schwerin (A 24 undA 14) und nördlich des Ortsteils Dreenkrögen liegt die Anschlussstelle Wöbbelin zur Bundesautobahn 24.

Literatur

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Weblinks

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Commons: Wöbbelin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise und Gemeinden 2024 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. § 1 derHauptsatzung.@1@2Vorlage:Toter Link/daten.verwaltungsportal.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 112 kB) der Gemeinde
  3. Max Döllner:Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950,OCLC42823280; Neuauflage anlässlich des Jubiläums150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978,ISBN 3-87707-013-2, S. 606.
  4. Frank Pergande:Wöbbelin. Heikles Gedenken. In:FAZ, 7. August 2013, S. 2
  5. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
  6. Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg(ZKO)
  7. Hauptsatzung § 2 Abs.2
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