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W

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Dieser Artikel behandelt vor allem Herkunft, Darstellung und Aussprache des Buchstabens W. Die verschiedenen Bedeutungen dieses Zeichens finden sich unterW (Begriffsklärung).
Ww

W bzw.w (gesprochen: [veː]) ist der 23.Buchstabe desmodernen lateinischen Alphabets und in den meisten Sprachen, in denen er verwendet wird, einHalbvokal. Das W entstand im Mittelalter ursprünglich alsLigatur, d. h. als Verdoppelung des „V“ bzw. „U“.[1] Der Buchstabe W hat in deutschen Texten eine relative Häufigkeit von 1,89 %. Er ist damit der17.-häufigste Buchstabe in deutschen Texten.

BuchstabeW imFingeralphabet

DasFingeralphabet fürGehörlose bzw.Schwerhörige stellt den BuchstabenW dar, indem die flache Hand vom Körper weg zeigt undZeige-,Mittel- undRingfinger gespreizt nach oben weisen. DerDaumen liegt auf dem Fingernagel deskleinen Fingers.

Herkunft

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Waw-Zeichen (protosinaitisch)Phönizisches WawGriechisches YpsilonEtruskisches U/V/YLateinisches V/ULateinisches W
Waw-Zeichen (protosinaitisch)Phönizisches WawGriechisches YpsilonEtruskisches VLateinisches V/ULateinisches W

Das W teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit demU und demV, daneben sind dasY und auch dasF mit ihm verwandt.

Über Lautwert und Bedeutung des Buchstabens in derprotosinaitischen Schrift ist nichts bekannt, das entsprechende Symbol stellt einen Haken oder eine Keule mit rundem Kopf dar. Imphönizischen Alphabet öffnete der Buchstabe diesen Kopf und sah aus wie ein abgerundetes Y. Der Buchstabe erhielt den Namen Waw und wurde verwendet, um den Lautwert [w] darzustellen (ein unsilbisches [u]).

In dasgriechische Alphabet wurde der Buchstabe alsYpsilon aufgenommen. Im Frühgriechischen war der Lautwert des Ypsilon der dem [w] entsprechendeVokal [u].

DieEtrusker übernahmen das frühgriechische Ypsilon und dessen Lautwert. Mit der Zeit verschwand bei den Etruskern die untere Spitze, der Buchstabe bekam die Form V. Ebenso änderte sich die Bedeutung des Buchstabens: Das Etruskische kannte auch den dem [u] entsprechenden Halbvokal [w] und der Buchstabe wurde verwendet, um beide Laute zu schreiben.

DieRömer übernahmen den Buchstaben mit beiden Lautwerten. Ursprünglich wurde der Buchstabe in der von den Etruskern übernommenen spitzen Form geschrieben. In derSpätantike wurde auch eine abgerundete Variante entwickelt, die im Aussehen dem U entspricht.

Ebenfalls in der Spätantike entwickelte sich das unsilbische [w] zu einem [v]. Als gegen Ende des ersten Jahrtausends n. Chr. in dengermanischen Sprachen Schriften entstanden, die noch über den Laut [w] verfügten, empfand man das Zeichen V bereits als unpassend für dessen Wiedergabe und schuf daher dieLigatur VV bzw. UU, aus der sich das W entwickelte.

Am Namen des Buchstabens W imEnglischen,double u ('doppeltes u') bzw.double-u ('Doppel-u'), imFranzösischen undItalienischen,double vé bzw.doppia vu ('doppeltes vau'), imSpanischenuve doble ('vau doppeltes'), ist dieser Ursprung noch erkennbar (zu beachten ist, dass damals noch kein Unterschied zwischen dem Konsonantenbuchstaben V und dem Vokalbuchstaben U gemacht wurde).

Derdeutsche w-Laut war ursprünglich ein unsilbisches [u] (ähnlich dem heutigen Englisch w-Laut), veränderte sich jedoch im Laufe desMittelalters hin zu einem [v]. Ein Vorgang, den beispielsweise der lateinische w-Laut (hier allerdings zumeist 'v' geschrieben) schon in der Spätantike vollzogen hatte.

Allerdings sind einigePhonetiker der Ansicht, der deutsche w-Laut sei nicht einstimmhafter labiodentaler Frikativ [v], sondern einstimmhafter labiodentaler Approximant [ʋ], vergleichbar mit der heutigen Aussprache des w-Lauts in derniederländischen Sprache.

Dieenglische Sprache bewahrt hingegen bis heute die ursprüngliche Aussprache [w] (unsilbisches [u] bzw.labiovelarer Approximant, ähnlich wie im deutschen WortBauer).

Sonstiges

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InSchweden wurde der Buchstabe W erst im Jahr 2006 von derSchwedischen Akademie in die 13. Ausgabe ihres Wörterbuchs aufgenommen und ist somit ein selbstständiger Buchstabe. Vorher galt das W, jetzt der 23. Buchstabe desschwedischen Alphabets zwischen V und X, als Variation des Buchstabens V (Doppel-V) (ein Grund dafür ist die gleiche Aussprache beider Buchstaben im Schwedischen). Wörter mit dem Anfangsbuchstaben W sind aus Fremdsprachen entlehnte Wörter wie „whisky“, „wok“ oder „webb“.[2][3] Außerdem kommt W in schwedischen Eigennamen (z. B. „Wasa“, „Wilhelmina“,Woxna) vor, wobei das W oft anstelle des V verwendet wurde und die Schreibweise mit V inzwischen das W weitgehend verdrängt hat.

ImWalisischen wird das W sowohl alsKonsonant (vor Vokalen und am Wortanfang) als auch alsVokal gebraucht und kann entsprechend den Vokalverlängerungsregeln daher auch mit einemZirkumflex (ˆ) versehen werden.

DieRapper/Hip-Hopper der US-amerikanischen Westküste nutzen ein aus den Fingern der Hand geformtes „W“ als Erkennungssymbol für die „Westcoast“, wobei Ring- und Mittelfinger übereinandergelegt werden und die mittlere Spitze des W bilden und die äußeren Schenkel durch den kleinen und den Zeigefinger geformt werden.

Zitat

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„in mhd. zeit wird im bairischen ungemein häufig b für w und umgekehrt w für b geschrieben, s. WEINHOLD bair. gramm. § 124. 136, was aber nur aus einer annäherung, nicht aus völligem zusammenfall der laute erklärt werden kann.“

Grimmsches Wörterbuch

Das b im Lateinischen wird im Deutschen mitunter auch in ein v verwandelt „caballarius“ > „Kavallerie“. In Spanien wird außerdem „VW“ als „B Uwe“ ausgesprochen.

Quellen

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  1. DTV-Brockhaus-Lexikon, Mannheim und München 1989, XIX, S. 240
  2. Das «W» wird offizieller Buchstabe in Schweden. In: news.ch. 21. April 2005, abgerufen am 11. August 2015. 
  3. Vhat, no W in Swedish dictionary? Now there is. In: sweden.se. 21. April 2006, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Juni 2006; abgerufen am 11. August 2015 (englisch). 

Siehe auch

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Weblinks

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Commons: W – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: W – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: w – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Lateinisches Grundalphabet
Vom lateinischenW abgeleitete Buchstaben
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