| Vydra | ||
Die Vydra | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | CZ: 1-08-01-001 | |
| Lage | Böhmerwald,Plzeňský kraj,Tschechien | |
| Flusssystem | Elbe | |
| Abfluss über | Otava →Moldau →Elbe →Nordsee | |
| Ursprung | Zusammenfluss vonModravský potok undRoklanský potok inModrava 49° 1′ 30″ N,13° 29′ 47″ O49.02500913.496425978 | |
| Quellhöhe | 978 m n.m. | |
| Zusammenfluss | mit derKřemelná zurOtava49.10979613.492048627Koordinaten:49° 6′ 35″ N,13° 29′ 31″ O 49° 6′ 35″ N,13° 29′ 31″ O49.10979613.492048627 | |
| Mündungshöhe | 627 m n.m. | |
| Höhenunterschied | 351 m | |
| Sohlgefälle | 15 ‰ | |
| Länge | 23,1 km | |
| Einzugsgebiet | 146,2 km² | |
| Abfluss | MQ | 4,13 m³/s |
DieVydra (deutschWidra) ist der rechte Quellfluss derOtava imBöhmerwald,Tschechien.
Sie entsteht in der GemeindeModrava imBiosphärenreservat Šumava durch den Zusammenfluss der BächeModravský potok(Maderbach) undRoklanský potok(Rachelbach/Großer Müllerbach), die aus dem ausgedehnten Hochmoorkomplex derMaderer Filze gespeist werden, und dem Filipohuťský potok(Hanifbach). DasEinzugsgebiet umfasst 146,2 km², die Flusslänge beträgt 23,1 km. Ein Teil des Wassers wird unterhalb von Modrava an derRechelbrücke in denChinitz-Tettauer Schwemmkanal abgeleitet. Der touristisch erschlossene Abschnitt zwischen Antýgl(Antigelhof) und Čeňkova pila(Vinzenzsäge) hat den Charakter einesWildbachs mit vielenStromschnellen, Felsblöcken und unregelmäßigen Schwellen im Flussbett.
Durch den Zusammenfluss der Vydra mit dem FlussKřemelná entsteht dieOtava.
Zwischen 1949 und 1950 wurde ein Generalprojekt für ein Wasserkraftwerk Modrava ausgearbeitet. Die für die 1960er Jahre geplante Anlage sah 450 m nördlich von Modrava einen 45,5 m bzw. 60 m hohen Staudamm an der Vydra vor. Durch den Stausee mit einer Ausdehnung von 290 bzw. 450 ha wären das Dorf Modrava gänzlich sowie auch die tiefergelegenen Teile derModravské slatě in den Tälern desModravský potok undRoklanský potok überflutet worden. Der Rückstau am Roklanský potok hätte über fünf Kilometer bisJavoří Pila gereicht. Bis zum vorgesehenen Baubeginn wurde das Projekt wieder verworfen.[1]