Giehler Bach im Springmoor bei GiehlermühlenHistorische Karte von 1795 mit den Orten Vollersode, Wal(l)höfen, Giehle und Giehler Mühle sowie dem Fluss Hamme.Windmühle in Wallhöfen an der Straße „Mühlenberg“ nach Bornreihe
Die Gemeinde Vollersode liegt in dernorddeutschen Tiefebene ca. 35 Kilometer nördlich vonBremen. Landschaftlich geprägt ist der Ort vom Übergang derWesermünder Geest als einem eiszeitlichen Endmoränengebiet insTeufelsmoor. Die Ortsteile Vollersode, Wallhöfen, Giehle und Giehlermühlen liegen auf der Geest in einer Höhe von 20 bis30 m ü. NN. Die anderen Ortsteile sind Moordörfer auf einer Höhe von weniger als 5 m ü. NN. Durch die Gemeinde fließt der Giehler Bach als kleiner Wiesenfluss, der bei Viehspecken auf denHamme-Oste-Kanal trifft und dort zum FlussHamme wird.
Erstmals wurde die Gemeinde 1185 alsValdersha urkundlich erwähnt. Der Name erklärt sich am Wappen, auf dem ein Brunnen zu sehen ist. Sode ist ein anderer Begriff für Brunnen also heißtVollersode übersetztVoller Brunnen. DasGlockenbechergrab von Wallhöfen liegt in einem Ortsteil von Vollersode auf den Geesthöhen des Teufelsmoores.
Vollersode bildete im Zuge der Gebietsreform 1974 mit den Gemeinden Hambergen, Axstedt, Holste und Lübberstedt die Samtgemeinde Hambergen.
DerRat der Gemeinde Vollersode setzt sich aus Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eineKommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Wahlperiode begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.Aus den Ergebnissen der vergangenen Gemeinderatswahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen:
Wappenbegründung: Die Grundfarben Schwarz und Gold geben Moor und Geest als wechselnde Landschaft der Gemeinde wieder. Der Sodbrunnen mit angehängtem Eimer ist ein örtlich bekanntes Wahrzeichen für den Ortsteil Vollersode und im Fuß des Wappens symbolisieren die schwarzen Feldsteine die heute noch erhaltenen typischen Walleinfriedungen der älteren Gehöfte im Ortsteil Wallhöfen. Der silberne Schrägwellenbach stellt die Verbindung zur Hamme her.
Fernmeldeturm im Ortsteil Wallhöfen, ein 130 Meter hoher sogenannter Typenturm FMT 2/73 von der Deutschen Funkturm GmbH betrieben für die Deutsche Telekom AG
Der FußballvereinBlau-Weiß Bornreihe aus dem OrtsteilBornreihe spielt aktuell in der sechstklassigenLandesliga Lüneburg und trägt seine Heimspiele in derSportanlage Bornreihe (4000 Plätze) inVollersode-Bornreihe aus.
L. Behrens:Die Entstehung der Moorkolonie Bornreihe. In: Männer vom Morgenstern Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.):Niederdeutsches Heimatblatt.Nr.2. Nordwestdeutsche Zeitung, heute Nordsee-Zeitung GmbH, Bremerhaven 1931,S.1–2 (Digitalisat [PDF;4,2MB; abgerufen am 25. Dezember 2024]).
Manfred Kück:Geest und Moor - LEBEN DAMALS UND HEUTE. Hrsg.: Samtgemeinde Hambergen. Eigenverlag LandLebt, Vollersode 2024.