| Vojtanov | ||||
|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Karlovarský kraj | |||
| Bezirk: | Cheb | |||
| Fläche: | 1019,1599[1] ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 10′ N,12° 19′ O50.16611111111112.321388888889518Koordinaten:50° 9′ 58″ N,12° 19′ 17″ O | |||
| Höhe: | 518 m n.m. | |||
| Einwohner: | 235(1. Jan. 2023)[2] | |||
| Postleitzahl: | 350 02 – 519 48 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | K (alte CH) | |||
| Verkehr | ||||
| Bahnanschluss: | Plauen–Cheb,Cheb–Oberkotzau | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Gemeinde | |||
| Ortsteile: | 4 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Jiří Mařík(Stand: 2018) | |||
| Adresse: | Horní Vojtanov 40 351 34 Skalná | |||
| Gemeindenummer: | 539074 | |||
| Website: | www.vojtanov.cz | |||
| Lage von Vojtanov im Bezirk Cheb | ||||
Vojtanov (deutschVoitersreuth) ist eine Gemeinde imKarlovarský kraj inTschechien.
Vojtanov liegt im böhmischen Teil desVogtlands, drei Kilometer westlich der StadtSkalná, direkt an der Grenze zu Deutschland und gehört zumOkres Cheb. Die Ortslage befindet sich im Südwesten desElstergebirges. Nachbarorte sindSchönberg im Norden, Starý Rybník und Skalná im Osten,Františkovy Lázně im Süden sowieHazlov im Westen. Westlich liegt der aufgelassene OrtOtov (Ottengrün).
Durch den Ort führt die von Františkovy Lázně kommende Staatsstraße 21, die zumGrenzübergang Vojtanov/Schönberg und zurBundesstraße 92 führt. Östlich des Dorfes liegt der Bahnhof Vojtanov alsGrenzbahnhof an der grenzüberschreitendenBahnstrecke Plauen–Cheb, die auch von derVogtlandbahn befahren wird.
Die Gemeinde Vojtanov besteht aus den Ortsteilen Antonínova Výšina (Antonienhöhe), Mýtinka (Rossenreuth), Vojtanov (Voitersreuth) undZelený Háj (Hagengrün).[3] Grundsiedlungseinheiten sind Mýtinka, Nádražní čtvrť, Přední Vojtanov, Vojtanov und Zelený Háj.[4]
Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Katastralbezirke Mýtinka u Poustky, Vojtanov und Zelený Háj.[5]
| Bad Brambach | ||
| Hazlov (Haslau) | Skalná (Wildstein) | |
| Poustka (Oed) | Františkovy Lázně (Franzensbad) |
„Voitesrewt“ wurde 1299 erstmals urkundlich erwähnt und war zu dieser Zeit das größte Dorf desEgerer Landes. 1455 erwarb die Besitzerin derHerrschaft Seeberg, AnnaSchlick, das Dorf von der Egerer Familie Voitersreuter. 1660 kaufte Anna von Schönaich einen Teil von Voitersreut zu ihrer HerrschaftHaslau. Teile des Dorfes gehörten demKlarissenorden bzw. demDeutschen Orden in Eger.
Das Dorf, das niemals eine eigene Kirche hatte, war ursprünglich nach Schönberg gepfarrt und kam 1653 im Zuge der Rekatholisierung zur Pfarre in Unterlohma (Dolní Lomany). 1684 brannten bei einem Feuer sieben Höfe nieder.
Einen Aufschwung brachte Voitersreuth der Bau der Chaussee vonFranzensbad nachBrambach im Jahre 1829 und der Bau derVoigtländischen Staatseisenbahn vonHerlasgrün nachEger 1865. Dadurch siedelte sich Industrie an, wobei die Textilfabriken von Listner & Buchheim sowie Hüttner die bedeutendsten Betriebe waren. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte Voitersreuth zumGerichtsbezirk Wildstein bzw.Bezirk Eger. Bis 1937 erhöhte sich die Einwohnerzahl auf 647.
Nach demMünchner Abkommen wurde der Ort demDeutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zumLandkreis Eger.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diedeutschböhmische Bevölkerung vertrieben.
Der Ort lebt vor allem vom Grenzübergang und dem Einkaufstourismus. So befinden sich in Vojtanov u. a. drei Tankstellen, zwei Friseurgeschäfte, zwei als „Nachtclubs“ bezeichneteBordelle sowie drei von asiatischen Händlern betriebene Märkte. Die Zollabfertigung wurde im Mai 2004 nach dem EU-Beitritt eingestellt.
|
|
|