| Virtual Boy | |||
|---|---|---|---|
| Hersteller | Nintendo | ||
| Typ | stationäreSpielkonsole,VR-Headset | ||
| Veröffentlichung |
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| Hauptprozessor | 32-Bit NEC V810RISC (20 MHz) | ||
| Speichermedien | Module | ||
| Controller | 6 Knöpfe und 2 Steuerkreuze mit 2 Griffen, ein Anschluss | ||
| Verkaufte Einheiten | rund 770.000 | ||
| Meistverkauftes Spiel | Mario’s Tennis | ||
DerVirtual Boy (jap.バーチャルボーイ,Bācharu Bōi) ist ein stationäresVirtual-Reality-Headset vonNintendo, das 1995 inJapan und denUSA veröffentlicht wurde. Entwickelt wurde das Projekt unter der BezeichnungVR32.[1][2]
Die Konsole ist ein Virtual-Reality-Headset, wird jedoch nicht wie die meisten VR-Headsets am Kopf befestigt und auch nicht während der Benutzung bewegt. Stattdessen hat der Virtual Boy einen Ständer, um ihn während des Spielens auf einen Tisch zu stellen. Der Spieler steuert mit einem mitgeliefertenGamecontroller. Jedes der beiden Displays besteht aus rotenLEDs auf schwarzem Grund, wodurch das Bild monochrom ist. Auf ein farbiges Bild verzichtete Nintendo, da die damals erhältlichen grünen und blauen LEDs nicht effizient waren und dieLCD-Technik aufgrund ihrer Bewegungsunschärfe nicht für die nötigeBildrate von etwa 50 Hz geeignet war. In jedem der beiden Displays befinden sich 224 rote LEDs, die in einer Reihe angeordnet sind. Mittels eines Spiegels, der von einer Mechanik in einer hohen Frequenz hin- und hergeschwungen wird, wird das Bild mit einer Auflösung von 384 × 224 Pixeln erzeugt. Durch den Spiegel war das Gerät kleiner und kostengünstiger als mit einer vollen LED-Bestückung, allerdings auch gegen Stöße empfindlicher.
Nintendo hat angekündigt, im Februar 2026 eine Auswahl von Virtual-Boy-Spielen in denNintendo-Switch-Online-Service aufzunehmen. Zur Wiedergabe soll ein Zubehör namensVirtual Boy für Nintendo Switch benötigt werden.[3]

| Gewicht | 760 g |
| Größe | 21,7 × 25,4 × 11 cm |
| Stromversorgung | 6× 1,5-V-Batterien |
| Spielzeit (mit 6 Batterien) | 7 Stunden |
| CPU | 32-BitNEC V810RISC |
| CPU-Takt | 20 MHz (18 MIPS) |
| Max. Auflösung | 384 × 224 (pro Auge) |
| RAM | 1 MB D-RAM |
| Video RAM | 512 KB P-SRAM |
| Cache Memory | 1 KB |
| Sound | 16-Bit Stereo |
| Controller | 6 Knöpfe und 2 Steuerkreuze mit 2 Griffen |
| Bildfrequenz | 50 Hz |


Der Virtual Boy war in Japan ein Misserfolg. Statt kalkulierter 250.000 verkaufter Geräte lag der Absatz bei 140.000 Stück. Auch die Veröffentlichung in denUSA, in die Nintendo weitere Hoffnungen gesetzt hatte, war ein Misserfolg. Kritiker nannten verschiedene mögliche Ursachen für das Scheitern des Geräts: