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Vibersviller (deutschWiebersweiler,lothringischWiberschwiller) ist einefranzösischeGemeinde mit 381 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Moselle in derRegionGrand Est (bis 2015Lothringen). Sie gehört zumArrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zumKanton Le Saulnois und zumKommunalverbandSaulnois.
Vibersviller liegt am FlüsschenRode im Osten desSaulnois (Salzgau), 40 Kilometer nordöstlich vonChâteau-Salins und sieben Kilometer östlich vonAlbestroff (Albesdorf) an der Grenze zumDépartement Bas-Rhin auf einer Höhe zwischen 216 und 266 Metern über dem Meeresspiegel. An der südöstlichen Gemeindegrenze verlaufen derSaarkanal und derNaubach. Das Gemeindegebiet umfasst 12,95 km². Zur Gemeinde gehört auch der nördlich gelegene Weiler Sainte-Elisabeth (Sankt Elisabeth).
Überlieferte ältere Ortsbezeichnungen sindWyberswiller (1525),Wibersweiller (1737) undWiébesweiller (1779).[1] Die Ortschaft gehörte früher zumHerzogtum Lothringen[2] und liegt an der altenRömerstraße vonStraßburg(Argentorate) nachMetz(Divodurum).[3][4]Im 13. Jahrhundert gehörte die Ortschaft zurSeigneurieFinstingen-Schwanhals. 1565 wurde hier dieReformation eingeführt. ImDreißigjährigen Krieg (1618–1648) wurde Wiebersweiler zerstört[5] und lag im 17. Jahrhundert lange öde.[2]
1793 erhielt Vibersviller im Zuge derFranzösischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung.
Das Gemeindewappen besteht aus dem Wappen vonFinstingen, was an die alte Herrschaft erinnert. Der Turm ist das Symbol vonHl. Barbara, der Schutzpatronin der Dorfkirche.[6]
Durch denFrankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde demKreis Château-Salins imBezirk Lothringen desReichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und etwas Weinbau.[2]
Nach demErsten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen desVersailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. ImZweiten Weltkrieg war die Region von der deutschenWehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2010 | 2019 |
| Einwohner | 416 | 421 | 410 | 411 | 398 | 405 | 451 | 418 |
- Evangelisch-lutherische Kirche
- Römisch-katholische Kirche Sainte-Barbe, 1880 errichtet
Lutherische Kirche
Kirche Sainte-Barbe
- Georg Lang:Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 175 (books.google.com).
- ↑Franz Xaver Kraus:Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III:Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 1042 (books-google.com).
- ↑abcEugen H. Th. Huhn:Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 494 (google.books.com).
- ↑Mémoires de la Société d’archéologie lorraine. In: Société d’archéologie lorraine, Musée lorrain [Nancy] (Hrsg.):2. Serie.Band 7. A. Lepage, 1865,ISSN 1770-6122,S. 23–25 (französisch,auf Gallica [abgerufen am 22. Februar 2010]).
- ↑VR6-Itinéraires romains en France. (französisch) Abgerufen am 22. Februar 2010.
- ↑L’introuvable Wiebersweiler Hof ou chronique d’une disparition. (französisch).
- ↑Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)