Verteidigungsbezirkskommando 87 | |
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(führte kein Verbandsabzeichen) | |
| Aktiv | ca. 1991 bis 2007 |
| Staat | Deutschland |
| Streitkräfte | |
| Typ | Verteidigungsbezirkskommando |
| Stabssitz | Neubrandenburg |
DasVerteidigungsbezirkskommando 87 war einVerteidigungsbezirkskommando derBundeswehr mit Sitz desStabs inNeubrandenburg. Hauptaufgabe desKommandos war dieTerritoriale Verteidigung in seinem Verteidigungsbezirk.
Nach derWiedervereinigung wurden im ehemaligenMilitärbezirk V derLandstreitkräfte der Nationalen Volksarmee zügig die aus Westdeutschland bekannten territorialen Strukturen geschaffen (vgl. dieGliederung des Territorialheeres um 1989). Das Verteidigungsbezirkskommando wurde zur Einnahme derHeeresstruktur V Anfang der1990er-Jahren als Teil desTerritorialheeres ausgeplant und demBefehlshaber imWehrbereich VIII unterstellt. Angelehnt an diezivile Verwaltungsgliederung in Westdeutschland sollte der Verteidigungsbezirk in etwa einem (zukünftigen)Regierungsbezirk entsprechen. Bei der Aufstellung orientierte man sich aber beim Zuschnitt des neuen Verteidigungsbezirks zunächst noch ungefähr an dem aus derDeutschen Demokratischen Republik bekanntenBezirk Neubrandenburg. Entsprechend war auch der Standort desStabs Neubrandenburg.[1][2][3][4]
Zum 1. Oktober 1997 wurde das Wehrbereichskommando VIII aufgelöst. Die Führung der Verteidigungsbezirkskommandos inMecklenburg-Vorpommern, also auch die Führung des Verteidigungsbezirkskommandos 88, wurde demWehrbereichskommando I übertragen.[2][5][3][4]
Analog zu Reduzierung der Anzahl der Verteidigungsbezirkskommandos in anderen Ländern entfiel inMecklenburg-Vorpommern zum 31. März 1998 dasVerteidigungsbezirkskommando 88. Da in Mecklenburg-Vorpommern anders als in einigen anderen ostdeutschenLändern keineRegierungsbezirke eingerichtet wurden, musste man sich bei der Neuabgrenzung der Verteidigungsbezirke nicht an den Zuständigkeitsbereichen staatlicherMittelbehörden orientieren. Der östliche Teil des Verteidigungsbezirks 88, der insgesamt in etwa demBezirk Rostock der untergegangenen Deutschen Demokratischen Republik entsprach, wurde dem Verteidigungsbezirk 87 eingegliedert. Der Verteidigungsbezirk 87 entsprach nun (sehr) grob dem LandesteilVorpommern.[3][5]
2001 wurde das Territorialheer aufgelöst. DieWehrbereichskommandos und Verteidigungsbezirkskommandos wurden der neu aufgestelltenStreitkräftebasis unterstellt. Die Wehrbereiche und Verteidigungsbezirke wurden grundlegend neu geordnet und ihre Anzahl reduziert. Der bereits 1998 neu zugeschnittene Verteidigungsbezirk 87 blieb aber unverändert erhalten; das Verteidigungsbezirkskommando 87 unterstand auch weiterhin demWehrbereichskommando I „Küste“. Die unterstelltenVerteidigungskreiskommandos wurden aufgelöst und seine Aufgaben teils den neu aufgestelltenKreisverbindungskommandos übertragen.[3][5]
Das Verteidigungsbezirkskommando wurde 2007 außer Dienst gestellt. Einige seinerAufträge wurden dem neu aufgestelltenLandeskommando Mecklenburg-Vorpommern sowie den unterstelltenBezirksverbindungskommandos übertragen.[3][5]

Das Verteidigungsbezirkskommando führte aufgrund seiner Ausplanung als überwiegend nicht aktiver Truppenteil kein eigenesVerbandsabzeichen. Die wenigen aktiven Soldaten trugen daher das Verbandsabzeichen des übergeordnetenWehrbereichskommandos.
Als „Abzeichen“ wurde daher unpräzise manchmal dasinterne Verbandsabzeichen desStabes und derStabskompanie „pars pro toto“ für das gesamte Verteidigungsbezirkskommando genutzt. Das interne Verbandsabzeichen enthielt als Hinweis auf den Stationierungsraum Elemente aus demWappen Mecklenburg-Vorpommerns und aus demStadtwappen Neubrandenburgs. Es zeigte alsFiguren denpommerschenGreif, denmecklenburgischenAuerochsenkopf und dasNeubrandenburgerStadttor mit demStechhelm mit den roten Federn desBrandenburger Adlers, der wiederum auch im Landeswappen abgebildet ist. DasEiserne Kreuz ist dasHoheitszeichen der Bundeswehr.
53.54544313.279236Koordinaten:53° 32′ 43,6″ N,13° 16′ 45,2″ O