Verteidigungsbezirkskommando 66 | |
|---|---|
(führte kein Verbandsabzeichen) | |
| Aktiv | ca. 1966 bis 2007 |
| Staat | Deutschland |
| Streitkräfte | |
| Typ | Verteidigungsbezirkskommando |
| Stabssitz | Landshut |
DasVerteidigungsbezirkskommando 66 war einVerteidigungsbezirkskommando derBundeswehr mit Sitz desStabs inLandshut. Hauptaufgabe desKommandos war dieTerritoriale Verteidigung in seinem Verteidigungsbezirk.
Das Verteidigungsbezirkskommando wurde zur Einnahme derHeeresstruktur II in den1960er-Jahren als Teil desTerritorialheeres ausgeplant und demBefehlshaber imWehrbereich VI unterstellt. Angelehnt an diezivile Verwaltungsgliederung entsprach der Verteidigungsbezirk in etwa dem(Regierungs-)Bezirk Niederbayern. Entsprechend war der Standort desStabsLandshut.[1][2]
2001 wurde das Territorialheer aufgelöst. DieWehrbereichskommandos und Verteidigungsbezirkskommandos wurden der neu aufgestelltenStreitkräftebasis unterstellt. Die Wehrbereiche und Verteidigungsbezirke wurden grundlegend neu geordnet und ihre Anzahl reduziert. Das Verteidigungsbezirkskommando wechselte zum „neuen“Wehrbereichskommando IV „Süddeutschland“. Zeitgleich wurde dasVerteidigungsbezirkskommando 62 außer Dienst gestellt und dessen Kommandobereich, der etwa dem(Regierungs-)Bezirk Oberpfalz entsprach, dem Verteidigungsbezirk 66 eingegliedert. Die unterstelltenVerteidigungskreiskommandos wurden aufgelöst und seine Aufgabe teils den neu aufgestelltenKreisverbindungskommandos übertragen.[2][3]
Der feierlicheAußerdienststellungsappell fand bereits am 27. Oktober 2006 auf derBurg Trausnitz statt.[4] Das Verteidigungsbezirkskommando wurde bis 2007 vollständig aufgelöst. Einige seinerAufträge wurden dem neu aufgestelltenLandeskommando Bayern und unterstelltenBezirksverbindungskommandos übertragen.[2][3]
Das Verteidigungsbezirkskommando umfasste wie die meisten Truppenteile desTerritorialheeres nur wenige aktive Soldaten. Erst imVerteidigungsfall konnte das Verteidigungsbezirkskommando durch dieEinberufung vonReservisten und dieMobilmachung eingelagerten und zivilen Materials auf eineTruppenstärkeanwachsen, die etwa einemBataillon desFeldheeres entsprach. Die längste Zeit seines Bestehens untergliederte sich das Verteidigungsbezirkskommando abgeleitet von derzivilen Verwaltungsgliederung inVerteidigungskreiskommandos.[5]
Folgende nichtaktive Einheiten waren dem VBK 66 mit Einnahme derHeeresstruktur 5 in den 90er Jahren bis zu ihrer Auflösung 2007 unterstellt:


Das Verteidigungsbezirkskommando führte aufgrund seiner Ausplanung als überwiegend nicht aktiver Truppenteil kein eigenesVerbandsabzeichen. Die wenigen aktiven Soldaten trugen daher das Verbandsabzeichen des übergeordnetenWehrbereichskommandos.
Als „Abzeichen“ wurde daher unpräzise manchmal dasinterne Verbandsabzeichen desStabes und derStabskompanie „pars pro toto“ für das gesamte Verteidigungsbezirkskommando genutzt. Als Hinweis auf den Stationierungsraum zeigte das interne Verbandsabzeichen zunächstFiguren aus demBezirkswappen Niederbayerns und demLandshuter Stadtwappen:bayerischeRauten, der rotePanther derGrafen von Orthenburg-Kraiburg und die LandshuterEisenhüte. Das stehendeEichenlaub auf der grünenWaffenfarbe derJägertruppe erinnerte als traditionelles Symbol deutscher Landstreitkräfte an dasBarettabzeichen der Jägertruppe, die große Teile der dem Verteidigungsbezirkskommando unterstelltenHeimatschutztruppe stellte. Nach Eingliederung desVerteidigungsbezirkskommandos 62 wurde das interne Verbandsabzeichen geändert. Aus dem internen Verbandsabzeichen des Stabes des Verteidigungsbezirkskommandos 62 wurde derPfälzer Löwe auf schwarzem Grund übernommen.
48.54881812.182423Koordinaten:48° 32′ 55,7″ N,12° 10′ 56,7″ O