Verteidigungsbezirkskommando 47 | |
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(führte kein Verbandsabzeichen) | |
| Aktiv | ca. 1963 bis 2007 |
| Staat | Deutschland |
| Streitkräfte | |
| Typ | Verteidigungsbezirkskommando |
| Stabssitz | Gießen |
DasVerteidigungsbezirkskommando 47 war einVerteidigungsbezirkskommando derBundeswehr mit Sitz desStabs inGießen. Hauptaufgabe desKommandos war dieTerritoriale Verteidigung in seinem Verteidigungsbezirk.
Das Verteidigungsbezirkskommando wurde zur Einnahme derHeeresstruktur II in den 1960er-Jahren als Teil desTerritorialheeres ausgeplant und demBefehlshaber imWehrbereich IV unterstellt. Angelehnt an diezivilen Verwaltungsgliederung entsprach der Verteidigungsbezirk in etwa demRegierungsbezirk Gießen. Entsprechend war der Standort desStabsGießen.[1][2]
2001 wurde das Territorialheer aufgelöst. DieWehrbereichskommandos und Verteidigungsbezirkskommandos wurden der neu aufgestelltenStreitkräftebasis unterstellt. Die Wehrbereiche und Verteidigungsbezirke wurden grundlegend neu geordnet und ihre Anzahl reduziert. Das Verteidigungsbezirkskommando wechselte zum „neuen“Wehrbereichskommando II. Zeitgleich wurden dieVerteidigungsbezirkskommandos 43 und44 außer Dienst gestellt und deren Kommandobereiche, die etwa den RegierungsbezirkenRegierungsbezirk Darmstadt undKassel entsprachen, dem Verteidigungsbezirk 47 eingegliedert, so dass dem Verteidigungsbezirk 47 nun das gesamteLandHessen entsprach. Die unterstelltenVerteidigungskreiskommandos wurden aufgelöst und seine Aufgabe teils den neu aufgestelltenKreisverbindungskommandos übertragen.[1][3]
Das Verteidigungsbezirkskommando wurde mit demAbschlussappell am 28. Juni 2006 außer Dienst gestellt[4] und bis 2007 vollständig aufgelöst. Einige seinerAufträge wurden dem neu aufgestelltenLandeskommando Hessen und unterstelltenBezirksverbindungskommandos übertragen.[1][3]
Das Verteidigungsbezirkskommando umfasste wie die meisten Truppenteile desTerritorialheeres nur wenige aktive Soldaten. Erst imVerteidigungsfall konnte das Verteidigungsbezirkskommando durch dieEinberufung vonReservisten und dieMobilmachung eingelagerten und zivilen Materials auf eineTruppenstärkeanwachsen, die um 1989 etwa einer (kleinen)Brigade bzw. einemRegiment desFeldheeres entsprach. Die längste Zeit seines Bestehens untergliederte sich das Verteidigungsbezirkskommando abgeleitet von derzivilen Verwaltungsgliederung noch weiter in das unterstellteVerteidigungskreiskommando 471.[5][6]

Das Verteidigungsbezirkskommando führte aufgrund seiner Ausplanung als überwiegend nicht aktiver Truppenteil kein eigenesVerbandsabzeichen. Die wenigen aktiven Soldaten trugen daher das Verbandsabzeichen des übergeordnetenWehrbereichskommandos.
Als „Abzeichen“ wurde daher unpräzise manchmal dasinterne Verbandsabzeichen desStabes und derStabskompaniepars pro toto für das gesamte Verteidigungsbezirkskommando genutzt. Es zeigte im Wesentlichen als Hinweis auf den Stationierungsraum alsFigur den geflügeltenLöwen ähnlich wie imGießener Stadtwappen sowie dasEiserne Kreuz alsHoheitszeichen der Bundeswehr.
50.5858.695Koordinaten:50° 35′ 6″ N,8° 41′ 42″ O