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VW Microbus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Volkswagen
Microbus
Präsentationsjahr2001
FahrzeugmesseNAIAS, Detroit
KlasseVan
KarosseriebauformKombi
MotorOttomotor:
VR6 3,2 Liter
(170 kW)
Länge4722 mm
Breite1909 mm
Höhe1904 mm
Radstand3000 mm
Serienmodellkeines
Volkswagen
Bulli
Präsentationsjahr2011
FahrzeugmesseAutomobilsalon, Genf
KlasseVan
KarosseriebauformKombi
Serienmodellkeines
Volkswagen

Budd-E

Budd-E
Präsentationsjahr2016
FahrzeugmesseCES, Las Vegas
KlasseVan
KarosseriebauformKombi
Motor2Elektromotoren
Längeca. 4600 mm
Breiteca. 1940 mm
Höheca. 1840 mm
Radstand3151 mm
Serienmodellkeines
Volkswagen
I.D. Buzz
Präsentationsjahr2017
FahrzeugmesseNAIAS, Detroit
KlasseVan
KarosseriebauformKombi
MotorzweiElektromotoren – 374 PS (275 kW)
Länge4942 mm
Breite1976 mm
Höhe1963 mm
Serienmodell2022

In den ersten zwei Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts stellte der deutscheVolkswagen-Konzern nacheinander mehrereKonzeptfahrzeuge für einenMinibus oderMaxivan unter verschiedenen Namen vor, die bewusst Konzepte und Stilelemente der erstenVW-BusseT1/T2, welche alsVW Bulli und Ikonen der Hippiekultur bekannt geworden waren, alsRetroelemente aufgriffen und überwiegend auch namentlich auf das Vorbild aus der Nachkriegszeit anspielen.

Im Januar 2001 wurde der fahrfähigeVW Microbus auf der NAIAS inDetroit erstmals präsentiert. DerMicrobus sollte als Serienmodell zwischen demSharan und demT5 als emotionalereGroßraumlimousine positioniert werden und wurde sehr weit entwickelt, aber die vorgesehene Serienfertigung wurde nicht verwirklicht.

Auf dem Genfer Auto-Salon 2011 gab es erstmals die sehr ähnliche FolgestudieVW Bulli zu sehen. Die Serienfertigung alsVW New Bulli, analog zumNew Beetle, war neben demT6 für 2015 vorgesehen, wurde aber ebenfalls wieder verworfen.[1]

Nach demVW-Abgasskandal stellte VW nicht zuerst auf einerAutomobilmesse, sondern auf derConsumer Electronics Show 2016, schließlich eine Weiterentwicklung des Konzepts alsVW Budd-E vor, die ausschließlich auf Elektromotoren setzt.[2][3] Der Name spielt auf Englischbuddy ‚Kumpel‘ und mit dem abgetrenntenE auf den reinen Elektroantrieb an.

Seit 2017 heißt die zugrundeliegendePlattform mit demModularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge und der darauf aufbauende Bulli-ErbeBuzz bzw.VW ID. Buzz. Dieser wird seit 2022 verkauft.[4][5] Der Name vom englischen Verbto buzz ‚summen‘ soll zugleich auf den elektrischen Antrieb undBus anspielen.

Eine verwandte Fahrzeugstudie im Nutzfahrzeugbereich ist derVW eT! von 2011/2012.

Entwicklung

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Der Microbus wurde im kalifornischen Design-Center vonVolkswagen entworfen und dementsprechend auch eher auf den amerikanischen Markt zugeschnitten. Dort wurde damals schon der T1 unter dem Namen „Microbus“ verkauft. Nachdem das Konzept auf verschiedenenAutomobilausstellungen in Amerika, Europa und Asien vorgestellt wurde und die Publikumsreaktionen positiv ausfielen, entschied man sich für eine Serienfertigung. Als Produktionsstandort wurde das VW-Nutzfahrzeug-Werk inHannover-Stöcken gewählt, wo vor mehr als 50 Jahren der erste VW-Bus hergestellt wurde. Dafür sollten der Standort grundlegend restrukturiert und 1500 neue Arbeitsplätze im einen eigenen Tarif ermöglichenden TochterunternehmenAuto 5000 geschaffen werden. Die Fertigung sollte frühestens 2005 beginnen und ein Jahresproduktionsziel von 80.000 Fahrzeugen erreicht werden. Davon waren 60 bis 70 Prozent für den Hauptabsatzmarkt USA vorgesehen, wo der Microbus zu Preisen ab etwa 30.000 Dollar (seinerzeit ca. 21.000 Euro) angeboten werden sollte.[6]

Im März 2005 wurde entschieden, dass der Microbus nicht in der ursprünglich vorgesehenen Form gebaut wird: Das Design solle deutlicher dem europäischen Geschmack angepasst und auf Retro-Elemente weitestgehend verzichtet werden. Außerdem war geplant, deutlich mehr Teile des VW T5 für den Microbus zu nutzen als anfänglich vorgesehen. Der Produktionsbeginn wurde zudem auf 2007 verschoben, weiterhin wurde an Hannover als Standort festgehalten.[7]

2006 wurde unterBernd Pischetsrieder letztendlich bekanntgegeben, dass der Microbus nicht gebaut werde, weil er zu schwer, zu teuer und zu nutzfahrzeugorientiert geworden sei. Auf Basis des für 2013 geplantenVW Touran II sollte ein Jahr später einNew Microbus entstehen. Der deutlich kompaktere und dank Technik desVW Golf auch günstiger ausfallende Wagen sollte dann gemeinsam mit demBeetle, einem kleinen Roadster und der „Space“-Variante desUp eine neue VW-Produktfamilie bilden.[8]

Im September 2015 kündigte VW an, einen rein elektrischen Microbus für Post- und Lieferdienste in den USA zu präsentieren.[9][10] Im Dezember 2019 unterzeichnete VW einen Vertrag mit derQatar Investment Authority über die Lieferung von 35 ID.Buzz bis 2022, die im Rahmen des Projektes „Qatar Mobility“ bis Ende 2022 vollautonom fahren sollen.[11] Zielvorstellung war dieFußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Die Produktion erfolgt zusammen mit demVW T7 im Werk Hannover. Der T7 rollt seit 2021 dort vom Band, derID. Buzz seit 2022, und der Verkaufsstart für den amerikanischen Markt erfolgte 2023.[12][13]

Galerie

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Besonderheiten

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Die Konzeptstudie ist mit modernerTechnik ausgestattet: In der Mittelkonsole und in den Lehnen der ersten und zweiten Sitzreihe befinden sichBildschirme. Der herkömmlicheInnenrückspiegel wurde ebenfalls durch einen Bildschirm mit Rücksichtkamera ersetzt. Weiterhin ist ein in die Instrumententafel integrierterJoystick zur Steuerung derTiptronic-Fünfstufen-Automatik vorgesehen. Der transparente Kunststoff-Wageninnenboden, durch den man die darunter befindliche Aluminiumfläche sehen kann, ist auch eine Neuentwicklung.

Weblinks

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Commons: Volkswagen Microbus – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Motorvision: VW New Bulli geht 2015 in Serie@1@2Vorlage:Toter Link/www.motorvision.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2019.Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Auto, Motor und Sport: VW Budd-E auf der CES
  3. Telepolis: VW will elektrisch in die Zukunft
  4. Heise Online: VW will den Elektro-Bulli I.D. Buzz in Serie bauen
  5. Fahrbericht VW I.D. Buzz. Ihr nächster Bulli fährt elektrisch - wenn Sie wollen: I.D. Buzz im ersten Test (2017-08-19) von Wolfgang Gomoll für Focus Online
  6. VW baut den Microbus – Der Bulli kommt wieder! In: Auto Bild Online-Ausgabe. 11. Juni 2002, abgerufen am 27. November 2010. 
  7. VW Microbus kommt, aber anders als ursprünglich geplant. In: Auto News Online-Ausgabe. 24. April 2004, abgerufen am 27. November 2010. 
  8. Georg Kacher: Neuer Touran und sein Retro-Bruder – VW baut den Baby-Bus. In: Auto Bild Online-Ausgabe. 29. November 2010, abgerufen am 29. November 2010. 
  9. VW Nutzfahrzeuge kehrt in die USA zurück. In: Wirtschaftswoche. 3. September 2015, abgerufen am 26. Mai 2016. 
  10. VW Budd-E auf der CES. In: Auto, Motor und Sport. 6. Januar 2016, abgerufen am 26. Mai 2016. 
  11. „Projekt Qatar Mobility“: Autonome Shuttles heben Nahverkehr von Doha ab 2022 auf neues Level. Volkswagen Newsroom (Pressemitteilung), 14. Dezember 2019; abgerufen im 1. Januar 1. 
  12. Sebastian Henßler: VW ID. BUZZ wird ab 2022 im Werk Hannover vom Band laufen. elektroauto-news, 24. August 2020; abgerufen im 1. Januar 1. 
  13. Tobias Stahl: Elektro-Bulli vorerst nur in Europa: VW verschiebt Start des ID.BUZZ in den USA. efahrer chip.de, 16. Januar 2021; abgerufen im 1. Januar 1. 
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