Die Jazz gehörten in den 1990er Jahren zu den besten Mannschaften der NBA, wurden allerdings nie Meister. Der Kern dieser Mannschaft bestand während dieser Zeit ausKarl Malone undJohn Stockton, die 18 Jahre gemeinsam für die Jazz spielten. 1997 und 1998 gelang der Mannschaft der Einzug ins NBA-Finale, wo sie jeweils denChicago Bulls umMichael Jordan unterlag.
Die Utah Jazz wurden im Jahr 1974 alsNew Orleans Jazz gegründet. Der Teamname „Jazz“ geht auf den heimischen MusikstilNew-Orleans-Jazz zurück. Bereits vor Beginn der ersten Saison 1974 sorgte der junge Klub für Aufsehen, als man, im Austausch für künftige Draftpicks,Pete Maravich von denAtlanta Hawks verpflichten konnte.[1] Maravich galt während seiner Zeit an der heimischenLouisiana State University als College-Legende und hatte bei den Hawks bereits für Furore gesorgt. Als Lokalmatador undIdentifikationsfigur sollte Maravich die Ticketverkäufe steigern. Maravichs spektakuläre Spielweise und die Tatsache, dass er zu den besten Spielern der Liga zählte, sollten einen schnellen sportlichen und finanziellen Aufschwung begünstigen. Zu Beginn wurden die Jazz in dieEastern Conference eingeteilt.
Mit Pete Maravich als Zugpferd desFranchise schlossen die Jazz ihre erste Saison als schlechtestes Team ab. Das Jahr darauf verbesserte sich der Klub, erreichte jedoch nicht die Playoffs. Die kommenden Jahre in New Orleans waren vor allem von Maravichs Show-Einlagen und seiner hohen Punkteausbeute (1977 gewann Maravich den Titel des besten Scorers der Liga) geprägt. Ein 68-Punkte-Spiel gegen dieNew York Knicks ist bis heute Jazz-Rekord. Erfolg hatten die Jazz damit keinen. Auch nicht, als die ehemalige NBA-LegendeElgin Baylor zwischen 1977 und 1979 den Posten des Trainers besetzte. Hinzu kamen Maravichs zunehmende Verletzungsprobleme, die ihm seine frühere Explosivität raubten. Kein einziges Mal qualifizierten sich Maravich und sein Team für die Playoffs.
Besonders die Personalpolitik der Jazz war auf kurzfristigen Erfolg mit Stars statt Talenten ausgelegt. So wurden die Rechte an wichtigen Draftpicks, mit denen später unter anderemDavid Thompson (1975 von den Atlanta Hawks) undAdrian Dantley (1976 von denBaltimore Bullets) gedraftet wurden, für Maravich geopfert.
Besonders erwähnenswert ist ein Tauschgeschäft mit denLos Angeles Lakers 1977. Die Lakers gaben zu jenem Zeitpunkt den alternden StarGail Goodrich im Austausch für künftige Draftpicks der Jazz ab. Mit einem dieser Picks drafteten die Los Angeles Lakers 1979 NBA-LegendeMagic Johnson. Dieser gewann in den 80ern mit den Lakers fünf Mal den NBA-Titel und gilt bis heute als einer der besten Spieler aller Zeiten. Gail Goodrich hingegen beendete seine Karriere bereits 1979. Ebenso verzichteten die Jazz nach der Auflösung derABA auf die Rechte anMoses Malone zugunsten eines Erstrunden-Draftpicks, der später im Goodrich-Deal zu den Lakers verschifft wurde.[2]
Auch finanzielle und logistische Probleme belasteten den jungen Verein. Die Jazz fanden in New Orleans kaum Unterstützung durch Fans, Investoren und Stadt. Der hohe Mietvertrag mit der heimischen Spielstätte, demLouisiana Superdome, sowie die anfallende hohe Vergnügungssteuer von 11 % belasteten die Finanzen der Jazz sehr. Verbunden mit der schlechten sportlichen Situation, entschied Teambesitzer Sam Battistone, dass die Jazz sich nach einer neuen Heimat umsehen werden.
Umzug nach Utah und Dantley-Griffith-Ära (1979–1985)
Die Jazz entschieden sich fürSalt Lake City im Bundesstaat Utah. Der Markt war zwar kleiner als in New Orleans, jedoch genoss Basketball in Salt Lake City, nicht zuletzt dank derUtah Stars, die zwischen 1970 und 1976 in derABA spielten und sehr populär waren, ein hohes Ansehen.[3] Als Spielstätte wurde dasSalt Palace mit 12.000 Plätzen bestimmt. Ebenso erfolgte der Wechsel von derEastern Conference in dieWestern Conference. Personell wurde der Kader umstrukturiert. Stars wieSpencer Haywood und Truck Robinson wurden verkauft. Auch die Ära Maravich endete mit dessen Verkauf zu denBoston Celtics. Maravich hatte bis zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen und beendete nach wenigen Einsätzen für die Celtics seine NBA-Karriere. Dafür wurden die jungen TalenteAdrian Dantley undBernard King verpflichtet. Um beide sollte in den kommenden Jahren ein neues Team aufgebaut werden. Tom Nissalke wurde für Baylor als neuer Trainer verpflichtet. Utah startete ohne große Erwartungen in die neue Saison.
Das erste Jahr in Utah schloss die Mannschaft entsprechend schlecht ab. Während Dantley die Erwartungen erfüllen konnte, verließ King Utah, nach einer enttäuschenden Saison, bereits nach einem Jahr in RichtungGolden State Warriors. Die Folge des schwachen Abschneidens war eine hohe Platzierung für denNBA-Draft 1980. Beim Draft stieß mit RookieDarrell Griffith, der an zweiter Stelle gewählt wurde, ein weiterer Leistungsträger hinzu, der zum Ende der Saison für seine guten Leistungen mit demNBA Rookie of the Year Award ausgezeichnet wurde. Die Playoffs wurden jedoch erneut verpasst.
Nachdem Nissalke 1981 wegen Erfolglosigkeit entlassen worden war, übernahm mitFrank Layden der bisherige Manager und Präsident den Posten des Cheftrainers. Layden sollte dieses Amt bis 1988 behalten, bevor er es anJerry Sloan abtrat, um weiterhin als Manager und Präsident der Jazz zu fungieren.
In der Saison 1981/82 bildeten Griffith und Dantley eines der gefährlichsten Offensivduos der Liga. Beide erzielten über 20 Punkte pro Spiel; für Dantley folgte eine Berufung in dasNBA All-Star Game. Der sportliche Erfolg blieb jedoch weiterhin aus und die zunehmend prekäre finanzielle Lage bereitete den Jazz erneut Probleme.
BeimNBA-Draft 1982 wählten die Utah Jazz mitDominique Wilkins einen künftigen All-Star und Hall-of-Famer aus. Jedoch weigerte sich Wilkins, für die Jazz auf Korbjagd zu gehen. Der Unwille Wilkins sowie die finanzielle Lage zwangen die Jazz zum Handeln. So wurde Wilkins noch vor Beginn der Saison zu den Atlanta Hawks verkauft. Die Mannschaft erhielt im Gegenzug für Wilkins John Drew, Freeman Williams und eine Million US-Dollar. MitMark Eaton hingegen, der beim Draft an 72. Stelle gezogen wurde, gelang den Jazz ein Glücksgriff. Die Besetzung mit Topscorer Dantley, Guard Griffith, Center Eaton, SpielmacherRickey Green und Drew als bestemSixth Man hatte einen gewichtigen Anteil daran, dass sich die Jazz in der darauf folgenden Saison verbesserten. Für die Playoffs hatte es dennoch wieder nicht gereicht. BeimNBA-Draft 1983 wurden mitThurl Bailey und Bob Hansen zwei weitere Schlüsselspieler ausgewählt.
Die Saison1983/84 stand unter einem schlechten Stern. Das Franchise erwirtschaftete keine Gewinne, so dass ein erneuter Umzug im Raum stand.[4] Sportlich entwickelte das Team sich jedoch weiter. So konnte man 1984 erstmals denMidwest-Division-Titel gewinnen und erreichte ebenfalls zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Playoffs. Layden wurde mit demNBA Coach of the Year Award sowie mit demNBA Executive of the Year Award ausgezeichnet. Von diesem Zeitpunkt an erreichten die Utah Jazz bis 2003 ununterbrochen die Playoffs, womit dies die zweitlängste Serie dieser Art in der NBA-Geschichte ist. In den Playoffs von 1984 unterlagen sie schließlich in der zweiten Runde denPhoenix Suns.
Während desNBA-Draft 1984, zu dem sich spätere Superstars wieMichael Jordan,Hakeem Olajuwon undCharles Barkley angemeldet hatten, wählten die Utah Jazz mit dem 16. Pick den unbekannten Point GuardJohn Stockton. Von den Jazz-Fans wurde die Auswahl mit Buhrufen quittiert.[5] Stockton spielte zunächst hinter Rickey Green als Ersatzspielmacher. Verglichen mit denRookies Jordan, Barkley und Olajuwon, verlief sein erstes Jahr entsprechend unspektakulär. Unterdessen entwickelte sich Mark Eaton zu einem wichtigen Verteidigungsspieler der Jazz und besten der NBA. In der Offensive limitiert, wurde der 2,24 m große Eaton mit durchschnittlich 5,6 Blocks und 11,3 Rebounds pro Spiel zumNBA Defensive Player of the Year der Saison1984/85 gekürt. Diesen Titel konnte er 1989 nochmals erringen. Utah erreichte erneut die zweite Playoff-Runde, scheiterte jedoch gegen die geballte Offensivstärke derDenver Nuggets.
BeimNBA-Draft 1985 wählten die Utah Jazz mit dem 13. Pick den Power ForwardKarl Malone. Bereits in seinerRookie-Saison überzeugte Karl Malone und drängte in die Startformation des Teams. Er verdrängte schließlich Bailey und ergänzte Dantley imFrontcourt. Mit 14,9 Punkten und 8,9 Rebounds pro Spiel erzielte er respektable Statistiken für einen Spieler, der nicht als einer der ersten zehn gedraftet wurde. Bei der Wahl zumRookie of the Year landete Malone auf dem dritten Platz. Mit dem verletzten Griffith konnte Utah nur etwa 50 % der Spiele gewinnen und schied in den Playoffs in der ersten Runde gegen dieDallas Mavericks aus.
DieOff-Season 1986 wurde durch wilde Spekulationen über einen Umzug der Jazz befeuert. Battistone erhielt ein Angebot, seinen Anteil der Jazz an zwei Geschäftsleute ausMinneapolis zu verkaufen. Dies hätte im Fall einer erfolgreichen Transaktion einen erneuten Umzug der Jazz zur Folge gehabt. Larry H. Miller stemmte sich jedoch gegen diesen Deal. Um einem endgültigen Verkauf zu entgehen, kaufte Miller für 14 Millionen US-Dollar die verbleibenden 50 % der Anteile von Battistone und hielt damit die Jazz in Salt Lake City.[6] Die beiden Geschäftsleute aus Minneapolis gründeten später dieMinnesota Timberwolves, die 1989 in die NBA aufgenommen wurden.
In der Saison1986/87 wurde Topscorer Adrian Dantley zu denDetroit Pistons abgegeben. Im Gegenzug wechselteKelly Tripucka nach Utah. Tripucka, vorher ein Star in Detroit, konnte sich mit seiner neuen Rolle als Auswechselspieler nicht anfreunden, weswegen er 1988 zumExpansion Draft freigestellt wurde und ohne Gegenwert zu denCharlotte Hornets wechselte. Karl Malone entwickelte sich in dieser Saison zum Leistungsträger der Jazz. Trotz der erneuten Verletzung von Griffith konnten die Jazz dank Hansen und dem aufstrebenden Stockton die Playoffs erreichen.
Zu Beginn der Saison1987/88 ersetzte Stockton Rickey Green als startenden Spielmacher. Karl Malone gehörte mittlerweile zu den bestenPower Forwards der Liga. Auch Stockton gehörte am Ende der Saison zu den besten Spielern der Liga auf seiner Position desPoint Guards. Er war insbesondere für seine Pässe und harte Verteidigung bekannt, während Malone als Scorer und Rebounder glänzte. Viele Punkte von Malone gingen auf Stocktons Vorlagen (Assists) zurück. Beide beherrschten denPick and roll-Spielzug so hervorragend, dass sie als „Stockalone“ ligaweit bekannt wurden. Unterstützt wurden sie dabei von Eaton, Griffith, Hansen und Bailey, der mit fast 20 Punkten pro Spiel als zweite Angriffsoption von der Bank kommend eine gute Saison spielte und mit Malone ein talentiertes Forward-Duo bildete. Ab 1988 übernahm der bisherige AssistenztrainerJerry Sloan die Aufgabe des Cheftrainers. Frank Layden wechselte hingegen wieder in dieGeschäftsstelle.
Die Saison1988/89 schlossen die Jazz erfolgreich ab. Mit einem Rekord von 51 Siegen konnte das Team erneut den Titel derMidwest Division gewinnen. Stockton, Malone und Eaton wurden insNBA All-Star Game berufen. Nachdem sie sich gegen die Lakers in der vergangenen Saison erst im siebten Spiel geschlagen geben mussten, waren die Erwartungen in diesem Jahr umso höher. Jedoch wurden sie von den schwächer eingeschätztenGolden State Warriors gleich in der ersten Runde eliminiert. In der Saison darauf zeichnete sich ein leiser Umbruch im Team ab. Trainer Sloan, der als Verteidigungsexperte galt, ersetzte den verletzungsanfälligen Griffith durch den bisherigen Edelverteidiger und -reservisten Hansen. Bailey wurde von Rookie Blue Edwards bedrängt und Eatons Karriere befand sich auf dem absteigenden Ast. Dennoch verbesserten die Jazz ihre Saisonbilanz dank Karrierebestwerten von Malone in Punkten und Stockton in Assists. Die schnelle Ernüchterung folgte jedoch bereits in der ersten Runde der Playoffs, als man gegen diePhoenix Suns ausschied.
Die neue Saison begannen die Jazz ohne Hansen, der fürJeff Malone abgegeben wurde.[7] Jeff Malone entwickelte sich zum wichtigsten Leistungsträger neben dem Duo Stockton/Malone und erzielte in seinem ersten Jahr für die Jazz 18,6 Punkte. Jedoch folgte erneut nach einer guten Saison, das frühe Aus in den Playoffs. Zum Saisonende hin beendete Darrell Griffith seine Karriere. Die Saison1991/92 begannen die Jazz im neuenDelta Center, das Platz für 19.111 Zuschauer bot. Bereits früh in der Saison trennten sich die Jazz von Bailey, dessen Leistungen mittlerweile fielen, und bekamen mitTyrone Corbin einen exzellenten Verteidiger von denMinnesota Timberwolves. Erneut gewann das Team den Titel in derMidwest Division und stand nach Seriensiegen gegen dieLos Angeles Clippers undSeattle SuperSonics erstmals imWestern Conference-Finale. Gegner waren wie schon im Jahr zuvor die Trail Blazers um StarspielerClyde Drexler. Die Serie wurde mit 4:2 verloren. Die Saison1992/93 wurde die letzte für Mark Eaton, der aufgrund von Verletzungen und seiner mittlerweile 36 Jahre seine Karriere beendet hatte. Nachdem sie in der ersten Runde gegen die Seattle SuperSonics ausgeschieden waren, wurde während derPostseason Felton Spencer als neuerCenter für Eaton verpflichtet.
Während der Saison1993/94 verstärkteTom Chambers die Mannschaft. Mitten in der Saison verkauften die Jazz Jeff Malone im Austausch für den DistanzspezialistenJeff Hornacek zu denPhiladelphia 76ers. Erneut konnten die Utah Jazz bis in dasWestern Conference-Finale vorzustoßen, wo sie jedoch dem späteren Meister, denHouston Rockets, unterlagen.
1994/95 wurden die Jazz erstmals als Titelfavorit geführt. Zudem führten die Jazz mit demJazz Bear erstmals ein eigenesMaskottchen ein. Trotz der Verletzung von Spencer gelang eine Rekordbilanz von 60:22. Malone erzielte 13 Spiele in Folge die meisten Punkte auf dem Feld und Stockton gab die meisten Assists (oder mindestens gleich viele) – eine Bestmarke, die heute noch besteht (15. Dezember 2012). Trotz besserer Saisonbilanz und Heimvorteil wurden die Jazz bereits in der ersten Playoff-Runde abermals von denHouston Rockets ausgeschaltet. Auch in jenem Jahr gewannen die Rockets den NBA-Titel. BeimNBA-Draft 1995 wählten die Jazz mit CenterGreg Ostertag auf der Centerposition einen wichtigen Baustein für die kommenden Jahre. 1996 erreichten die Utah Jazz zum dritten Mal dasWestern-Conference-Finale und scheiterten knapp an den Seattle Supersonics um den deutschen StarDetlef Schrempf.
Wie jedes Jahr starteten die Jazz in die Saison1996/97 als Mitfavorit auf den Meistertitel. Das Team hatte eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern wie Malone, Stockton, Hornacek, Chris Morris undAntoine Carr, jungen Spielern wieBryon Russell,Greg Ostertag,Howard Eisley und Shandon Anderson sowie mit Jerry Sloan einen herausragenden Trainer. Utah stellte mit einer 64:18-Bilanz erneut einen Teamrekord auf und wies zum Ende der Saison die beste Bilanz derWestern Conference auf. Malone erhielt für seine Leistungen (27,4 Punkte, 9,9 Rebounds und 4,5 Assists) denMVP-Award der Saison.[8] Erneut erreichten die Jazz das Western-Conference-Finale gegen den Playoff-RivalenHouston Rockets. Nach einem zähen Kampf und dank Stocktons entscheidendem Dreipunktwurf im sechsten Spiel der Serie erreichten die Utah Jazz zum ersten Mal das NBA-Finale. Dort trafen die Jazz auf den Titelverteidiger, dieChicago Bulls umMichael Jordan undScottie Pippen. Die Best-of-Seven-Serie verloren die Jazz mit 2:4.[8] Besonders Karl Malone zeigte in den entscheidenden Momenten eine schwache Leistung und strauchelte oft von derFreiwurflinie. Die Saison darauf ging das Team mit einem nahezu unveränderten Kader an. John Stockton fiel zwar aufgrund einer Knieverletzung die ersten 18 Spiele aus, den Jazz gelang es dennoch, die Saison mit 62:20 als erster der Western Conference abzuschließen.[9][10] Mit dem gealterten Trio Stockton, Malone und Hornacek (durchschnittlich 34,3 Jahre alt) zogen die Jazz nach Siegen gegen die Rockets,San Antonio Spurs und Lakers[11] zum zweiten Mal nacheinander ins NBA-Finale ein. Gegner waren abermals die Chicago Bulls mit Michael Jordan, denen sich die Jazz erneut mit 2:4 geschlagen geben mussten.[12]
Nach demLockout 1998 fanden nur 50 anstelle der üblichen 82 Spiele statt. Die Utah Jazz galten nach Michael Jordans Rücktritt und dem Zerfall der Chicago Bulls als erster Titelfavorit. Doch Utah gelang es nicht, sich als beste Mannschaft des Westens zu qualifizieren. Malone gewann trotz allem seinen zweiten MVP-Award[13] und die Jazz legten eine 37:13-Bilanz hin. In den Playoffs scheiterten die Utah Jazz in der zweiten Runde an den jungen Portland Trailblazers. Frank Layden trat als Manager zurück. Sein Amt übernahm fortanKevin O’Connor. Ein Jahr später scheiterten die Jazz erneut in der zweiten Runde an den „Blazers“. Mit dem Ausscheiden endete die Karriere von Jeff Hornacek.
Im Sommer 2000 wurden mit der Verpflichtung vonDonyell Marshall und der Draftauswahl von High-School-TalentDeShawn Stevenson sowohl junge als auch mitDanny Manning undJohn Starks erfahrene Spieler verpflichtet. Die Jazz scheiterten dieses Mal in den Playoffs nach einer 2:0-Führung gegen dieDallas Mavericks umDirk Nowitzki undSteve Nash mit 3:2. In der Saison2001/02 gab mit RookieAndrei Kirilenko ein hoffnungsvolles Talent sein Debüt in der NBA und überzeugte bereits in seinem ersten Jahr. Nach einer 44:38-Bilanz folgte das Aus in der ersten Runde gegen dieSacramento Kings umChris Webber. Zur Saison2002/03 verließen Marshall und Russell die Jazz alsFree Agents. Utah reagierte mit der VerpflichtungMatt Harprings von denPhiladelphia 76ers. Harpring schaffte in Utah seinen Karriere-Durchbruch und ergänzte die alternden Stars Stockton und Malone perfekt. Bei der Wahl zumNBA Most Improved Player Award belegte Harpring den zweiten Platz. Utah scheiterte erneut gegen die Kings. Mit dem Ausscheiden endete auch die fast zwanzigjährige „Stockalone“-Ära. John Stockton trat im Alter von 41 Jahren vom professionellen Sport zurück. Karl Malone hingegen unterschrieb einen Vertrag bei denLos Angeles Lakers, um einen letzten Versuch auf die Meisterschaft zu starten, die ihm jedoch verwehrt blieb.
Während des Sommers 2003 bemühten sich die Jazz mit einem hohen Gehaltsspielraum um die Verpflichtung junger Spieler wieCorey Maggette undJason Terry. Jedoch zogen die Clippers bei Maggette und die Hawks bei Terry mit den Angeboten der Jazz gleich, womit ein Wechsel scheiterte.[14] Vor der Saison2003/04 wurden die Jazz von vielen NBA-Experten alsLottery-Team belächelt.[15] Ohne einen Starspieler in der Mannschaft wurde dem Team einer der letzten Plätze in der Liga prognostiziert. Die Mannschaft der Jazz bestand überwiegend aus Rollenspielern wie Ostertag,Raja Bell undCarlos Arroyo sowie Talenten wie Kirilenko, Stevenson (während der Saison fürGordan Giriček eingetauscht) undRaül López. Eine Verletzung Harprings, wodurch er nur 31 Spiele auflaufen konnte, verschlechterte die Prognose. Doch die Jazz überraschten viele Skeptiker und erreichten eine 42:40-Bilanz. Kirilenko spielte eine sehr gute Saison, die mit einer All-Star-Berufung belohnt wurde. Bell und Arroyo entwickelten sich zu wichtigen Schlüsselspielern. Jerry Sloan erreichte bei der Auswahl desNBA Coach of the Year Award den zweiten Platz. Die Playoffs wurden erwartungsgemäß und zum ersten Mal seit 1984 knapp verpasst.
Im Sommer 2004 wurden mit ForwardCarlos Boozer und dem türkischen CenterMehmet Okur zwei künftige Eckpfeiler des Vereins unter Vertrag genommen.[16] Die Verträge von Arroyo und Giricek wurden verlängert. ImNBA-Draft 2004 sicherte sich Utah die Rechte anKris Humphries an 14. Stelle undKirk Snyder an 16. Stelle.Pavel Podkolzin, der an 21. Stelle gedraftet wurde, wurde für einen zukünftigen Draftpick weggetauscht. Dennoch kämpften die Jazz während der Saison2004/05 mit Verletzungen. Boozer, Kirilenko, Arroyo und Lopez fielen große Teile der Saison aus. Entsprechend schlecht schlossen die Jazz die Saison, die schlechteste seit1981/82, mit 26:56 ab.
BeimNBA-Draft 2005 erhielten die Jazz den sechsten Pick zugesprochen. Kurz vor dem Draft einigten sie sich mit denPortland Trail Blazers auf einen Trade, der den sechsten Pick plus zwei weitere Draftpicks gegen den dritten Pick der Blazers eintauschte.[17] Somit war es Utah möglich gewesen, seinen Wunschkandidaten, Point GuardDeron Williams von derUniversity of Illinois, zu verpflichten. Eine weitere Draftverpflichtung war das High-School-TalentC. J. Miles an 34. Stelle. Bell und Lopez verließen die Jazz in RichtungPhoenix Suns und Greg Ostertag kehrte, nach einem Jahr bei denSacramento Kings, nach Salt Lake City zurück.
Erneut waren Boozer, Kirilenko und Giricek von Verletzungen geplagt. Dennoch blieb das Team lange Zeit im Rennen um die Playoffs, ehe man knapp scheiterte. Zum Saisonende gab Ostertag seinen Rücktritt bekannt. Insgesamt spielte Ostertag zehn seiner elf Profijahre in Utah. BeimNBA-Draft 2006 wählten die Jazz mit GuardRonnie Brewer an 14. Stelle und ForwardPaul Millsap an 47. Stelle zwei weitere Schlüsselspieler für die Zukunft. Außerdem wurde Deron Williams mitDerek Fisher ein erfahrener Point Guard an die Seite gestellt.[18][19]
Viele Experten sahen die jungen Jazz auf dem Weg in die Playoffs. Die Saison2006/07 verhalf Boozer, Okur und Williams zum Durchbruch. Boozer und Okur wurden erstmals ins All-Star-Game berufen, jedoch nahm Boozer verletzungsbedingt nicht teil. Williams legte mit 9,3 Assists den dritthöchsten Wert der Liga auf. Auch Rookie Paul Millsap überraschte als Boozer-Ersatz und gehörte zu den besten Rookies seines Jahrgangs. Einzig Kirilenko zeigte schwankende Leistungen, die mit Verweis auf seinen hochdotierten Vertrag für negative Kritik sorgten.[20] Utah erreichte mit 51:31 erstmals seit 2003 die Playoffs. Als fünftbestes Team der Western Conference gelang der Mannschaft nach Siegen gegen die Rockets und Warriors der Einzug in dasWestern Conference-Finale. Dort standen sie den weitaus erfahreneren und spielerisch überlegenenSan Antonio Spurs um SuperstarTim Duncan gegenüber. Die Serie ging mit 1:4 verloren, während die Spurs später den NBA-Meistertitel gewannen. Boozer und Williams wurden von da an als junge Kopie von Malone und Stockton gefeiert. Fans und Experten trauten dem jungen Jazz-Team eine Meisterschaft in naher Zukunft durchaus zu.
In derOff-Season 2007 verließDerek Fisher die Jazz. Der Grund war die Krebserkrankung seiner Tochter. Um näher bei ihr in Los Angeles sein zu können, bat Fisher die Jazz um eine Vertragsauflösung. Das Jazz-Management stimmte der Auflösung zu. Fisher war während seines Aufenthalts in Utah zum Publikumsliebling aufgestiegen. Später unterschrieb Fisher einen Vertrag mit denLos Angeles Lakers.[21] Für Kontroversen sorgten Aussagen von Kirilenko: Nachdem er mit Russland dieBasketball-Europameisterschaft 2007 gewonnen hatte, forderte Kirilenko einen Wechsel, da er mit seiner Rolle bei den Jazz nicht zufrieden war.[22] Seiner Aufforderung wurde jedoch nie entsprochen.
Während der Saison2007/08 wurdeKyle Korver für Gordan Giriček von denPhiladelphia 76ers verpflichtet. Die Jazz starteten sehr gut in die Saison. Kirilenko, der vorher einen Trade gefordert hatte, akzeptierte seine Rolle als Edelverteidiger und Energizer. Boozer stieg endgültig in die Riege der bestenPower Forwards der Liga auf, nachdem er seine zweite All-Star-Nominierung erhalten hatte. Williams hingegen entwickelte sich nebenChris Paul undSteve Nash zu einem der besten Point Guards und legte mit 10,5 Assists pro Spiel einen Karriererekord hin. Mit 54:28 qualifizierten sie sich für die Playoffs. Die Jazz wiesen mit 37 von 41 gewonnenen Heimspielen die beste Heimbilanz auf. Erneut besiegte die Mannschaft die Rockets in der ersten Runde, verlor jedoch anschließend gegen die Lakers.
Unverändert gingen die Jazz in die Saison2008/09. Eine Verletzung von All-Star Boozer, durch die er etwa die Hälfte der Saison ausfiel, konnte Millsaps, der seinen Durchbruch feierte, mit guten Leistungen aufgefangen. Ebenso fehlten Okur und Williams einige Spiele. Eine schwache Auswärtsbilanz konnte mit einer exzellenten Heimbilanz ausgeglichen werden. Am 20. Februar verstarb der langjährige Jazz-Besitzer Larry H. Miller an den Folgen vonDiabetes.[23] Seither führten seine Frau Gail und Sohn Greg Miller das Franchise bis 2020 als Besitzer. Mit 48:34 qualifizierten sich die Jazz als achtbestes Team für die Playoffs. Chancenlos scheiterten sie erneut an den Lakers, die die beste Bilanz der Western Conference aufwiesen. MitRod Hundley ging nach 35 Jahren die „Radiostimme der Jazz“ in den Ruhestand. Sowohl Hundley als auch Miller wurden von den Jazz geehrt, indem ihre Namen in Form eines Mikrofons und einer Rückennummer unter dem Hallendach derEnergySolutions Arena aufhängt wurden.
Die Jazz verstärkten sich ab der neuen Saison mit den RookiesEric Maynor undWesley Matthews. Maynor wurde mitten in der Saison mit dem zuletzt häufig verletzten Matt Harpring nachOklahoma City transferiert. Im Gegenzug erhielten die Jazz die Rechte anPeter Fehse. Ebenso wurde der startende Shooting Guard Ronnie Brewer zu denMemphis Grizzlies weggetauscht. Mit den Transaktionen wollten die Jazz Gehaltskosten einsparen, die durch die hochdotierten Verträge von Williams, Okur, Kirilenko und Boozer denSalary Cap belasteten.[24] Die Personalpolitik wurde besonders von Deron Williams kritisiert, der das Team durch die Transaktion schwächer werden sah.[25] Für Aufsehen sorgte Carlos Boozer, der öffentlich einen Wechsel forderte. Trotz seines auslaufenden Vertrages behielten die Jazz Boozer bis zum Saisonende. Sportlich lief es gut für die Jazz. Williams wurde erstmals ins NBA-All-Star-Game berufen. Boozer legte mit 19,7 Punkten und 11,7 Rebounds bei nur vier verpassten Spielen eine konstante Saison hin. Kyle Korver stellte einen NBA-Rekord in verwandeltenDreipunktewürfen auf, während Matthews als Ersatz für Brewer eine überzeugende Rookie-Saison spielte. Erneut qualifizieren sich die Jazz für die Playoffs. Nach dem Erstrunden-Sieg gegen dieDenver Nuggets, scheiterten die Jazz wiederum an den Lakers.
Die Jazz starteten mit Vorschusslorbeeren in die neue Saison. Bis Mitte Januar wiesen die Jazz eine 27:13-Bilanz auf und befanden sich auf einem sicheren Playoff-Platz. Danach setzte eine Negativserie ein und Utah gewann nur vier von 14 Spielen. Nach einer Niederlage gegen die Chicago Bulls am 10. Februar 2011 gab TrainerJerry Sloan seinen Rücktritt bekannt. Sloan war mit 23 Jahren für die Jazz der bis dato dienstälteste Trainer im US-Profisport.[30] Sein Nachfolger wurde Assistenztrainer und Ex-JazzspielerTyrone Corbin, Assistenztrainer wurde der Sohn vonFrank Layden,Scott Layden. Eine Woche später wurde Jazz-IkoneJeff Hornacek ebenfalls als Assistenztrainer in den Trainerstab aufgenommen.
Nach demNBA All-Star Game am 23. Februar 2011 wurde Starspieler Deron Williams überraschenderweise zu denNew Jersey Nets transferiert. Im Gegenzug wechselten Rookie-TalentDerrick Favors, GuardDevin Harris sowie künftige Draftpicks nach Utah.[31] Als Grund für den Verkauf von Williams wurde in der Presse das angespannte Verhältnis zwischen ihm und Trainer Sloan genannt. Über einen Streit beim Bulls-Spiel, auf das der Rücktritt des Trainers folgte, wurde ebenfalls als Ursache spekuliert. Sloan und Williams bestätigten die Gerüchte nicht. Teambesitzer Greg Miller verwies auf den auslaufenden Vertrag Williams’. Verbunden mit dem drohendenLockout und dem geringen Interesse Williams’, eine Einigung bezüglich einer Vertragsverlängerung anzustreben, wären die Jazz wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen, Williams weiterhin zu verpflichten. Darüber hinaus sollte ein ähnliches Wechseldilemma wie beiCarmelo Anthony von den Denver Nuggets verhindert werden.[32][33] Aufgrund Anthonys ungeklärter Vertragssituation und einem fehlenden klaren Bekenntnis Anthonys zu den Nuggets wurde der Starspieler in der Presse fast täglich mit einem Wechsel in Verbindung gebracht, was letztendlich Team und Fans schadete. Schlussendlich wurde Anthony einen Tag vor dem Williams-Deal zu denNew York Knicks transferiert. Beide Transfers galten als spektakulärste seit Jahren.
Unter dem neuen Trainer Corbin verpassten die Jazz die Playoffs. Neuzugang Devin Harris konnte aufgrund einer Verletzung nur wenige Spiele für die Jazz bestreiten. Positive Lichtblicke waren zum Ende der Saison hin die Rookies Hayward und Favors, die als Hoffnungsträger der Fans galten. Paul Millsap feierte mit 17,3 Punkten, 7,6 Rebounds und 2,5 Assists seinen endgültigen Durchbruch. Zusätzlich wählten die Jazz beimNBA-Draft 2011 mit dem Draftpick der Nets, den sie unter anderem im Austausch für Deron Williams erhalten hatten, den türkischen CenterEnes Kanter an dritter Stelle. Mit ihm und dem an zwölfter Stelle gedraftetenAlec Burks erhielten die Jazz zum ersten Mal das Recht, zwei Spieler innerhalb der Lottery (Top 14) zu draften.[34]
Die Saison 2011/12 startete aufgrund desLockouts mit Verspätung Ende Dezember und wurde auf 66 Spiele pro Team gekürzt. Aufgrund des Lockouts verließ Kirilenko die NBA und wechselte zurück in seine Heimat nach Russland zumPBK ZSKA Moskau.[35] Auch Okur wurde kurz vor Saisonbeginn zu denNew Jersey Nets abgegeben.[36] Die Jazz verpflichteten im GegenzugJosh Howard undJamaal Tinsley. Trotz des straffen Spielplans blieben die Jazz von schweren Verletzungen der Schlüsselspieler verschont. Paul Millsap und Al Jefferson ragten als neue Führungsspieler der jungen Jazz hervor. Unterstützt vom Veteranen Devin Harris und den aufstrebendenSophomores Gordon Hayward und Derrick Favors gelang den Jazz der Einzug in die Playoffs.[37] Dort trafen die Jazz in der ersten Runde auf dieSan Antonio Spurs, gegen die sie kein Spiel gewinnen konnten und nach vier Niederlagen ausschieden.
In der Offseason 2012 wurde das Team mitMaurice Williams,Marvin Williams undRandy Foye verstärkt.[38][39]C. J. Miles undDevin Harris verließen das Team. Auch Kevin O’Connor gab sein Amt als Manager nach 13 Jahren ab und wechselte als Vizepräsident des Teams insFront Office. Neuer Manager des Teams wurdeDennis Lindsey.[40] Am Ende der Saison verpassten die Jazz die Playoffs knapp und landeten mit 43 Siegen und 39 Niederlagen auf Rang neun der Western Conference.
Gordon Hayward spielte von 2010 bis 2017 für die JazzDas Logo der Jazz von 2010 bis 2016
Neuaufbau mit einem jungen Kern um Hayward (2013 bis 2017)
Im Sommer 2013 verließ Assistenztrainer Hornacek Utah und übernahm bei denPhoenix Suns den Posten des Cheftrainers. Die Jazz verkündeten, dass ihr ehemaliger TrainerJerry Sloan und ihr ehemaliger SpielerKarl Malone Aufgaben im teaminternen Bereich übernehmen werden.[41][42] BeimNBA-Draft 2013 erhielten die Jazz die Rechte an Point GuardTrey Burke, der an neunter Stelle von den Minnesota Timberwolves ausgewählt wurde. Ebenfalls verpflichteten die Jazz das französische Center-TalentRudy Gobert, der an 27. Stelle von den Denver Nuggets ausgewählt wurde.[43] Mit den auslaufenden Verträgen von sieben Spielern, darunter Schlüsselspieler wie Jefferson, Millsap, Foye und Williams, gingen die Jazz in die Free-Agent-Phase 2013.
Al Jefferson, der die Jazz in den vergangenen drei Spielzeiten in Punkten und Rebounds anführte, gab seinen Wechsel zu denCharlotte Bobcats bekannt.[44] Der zweite Star der Mannschaft,Paul Millsap, wechselte zu denAtlanta Hawks[45] und auch Rollenspieler wie Randy Foye undDeMarre Carroll verließen das Team. Die Saison galt schon im Vorfeld als Neuaufbau ohne viele Siege, dafür mit viel Spielzeit für junge Spieler. Neue Führungsspieler der Jazz wurden nun die jungen SpielerGordon Hayward undDerrick Favors. Unterstützt wurden sie dabei von Rookie Burke, Center Kanter, Guard Burks und den Veteranen Marvin Williams sowieRichard Jefferson. Utah legte mit einer Bilanz von 1:14 den schwächsten Start seit dem Umzug nach Salt Lake City hin. Die Saison schloss man nur mit 25 Siegen ab und landete auf dem letzten Platz der Western Conference. Im Anschluss gaben die Jazz die Trennung von HeadcoachTyrone Corbin bekannt. Sein Nachfolger wurdeQuin Snyder, der zuvor Assistenztrainer bei den Atlanta Hawks war.[46]
Während der Offseason wurden die Verträge mit Gordon Hayward und Alec Burks um weitere Jahre verlängert.[47][48] BeimNBA-Draft 2014 erhielten die Jazz den fünften Pick. Mit diesem wählte man das 18-jährige australische TalentDante Exum aus. Zusätzlich wählte man an 23. StelleRodney Hood von derDuke University aus.[49] Marvin Williams und Richard Jefferson verließen das Team;Trevor Booker wurde als Ersatz von den Wizards verpflichtet.
Alec Burks verletzte sich an der Schulter und musste nach 27 Spielen die Saison vorzeitig beenden. Centerspieler Rudy Gobert entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der Verteidigung und verdrängte zwischenzeitlich Enes Kanter aus der Startaufstellung. Während der Saison wurde dann Enes Kanter zu denOklahoma City Thunder transferiert, nachdem er sich über seine Rolle beklagt hatte.[50] Mit Gobert als neuen startenden Center und Rookie Exum, der Trey Burke verdrängte, gehörten die Jazz zu den besten Defensivteams in der zweiten Saisonhälfte und holten 19 Siege in den verbleibenden 29 Spielen. Das Team verbesserte sich im Vergleich zur Vorsaison auf 38 Siege, verpasste jedoch erneut die Playoffs.
Die Jazz gehen mit einem nahezu unveränderten Kader in dieNBA-Saison 2015/16. Alec Burks kehrte von seiner Schulterverletzung zurück. Dagegen wirdSophomore Dante Exum die ganze Saison, aufgrund eines Kreuzbandrisses, den er sich während eines Testspiels der australischen Nationalmannschaft zugezogen hat, fehlen.[51] Das Team verstärkt sich mit dem KanadierTrey Lyles, der an 12. Stelle imNBA-Draft 2015 gezogen wurde. Ebenfalls wechselten der DeutscheTibor Pleiß und der BrasilianerRaul Neto zu den Jazz. Beide waren zuvor in der spanischen Liga aktiv.[52] Die Jazz hatten während der Saison mit vielen Verletzungen zu kämpfen. So fiel neben Exum, auch Burks erneut einen Großteil der Saison aus. Weiterhin verpassten auch Gobert und Favors zahlreiche Spiele, so dass man erneut den neunten Platz in der Western Conference belegte und damit knapp die Play-offs verpasste.
Für dieSaison 2016/17 verpflichteten die Jazz mitGeorge Hill, einen neuen Spielmacher von denIndiana Pacers. Weiterhin wurde das junge Team mit dem ehemaligen All-StarJoe Johnson und dem französischen VeteranenBoris Diaw verstärkt.Trevor Booker,Tibor Pleiß undTrey Burke verließen dagegen das Team. Die Jazz steigerten sich in der Saison 2016/17, dank der guten Leistungen von Neuzugang Hill, aber auch dank Hayward, der erstmals NBA All-Star wurde, und vor allem dem stark verbesserten Rudy Gobert. Utah konnte sich frühzeitig für die Playoffs qualifizieren und beendeten damit ihre Durststrecke von zuletzt vier erfolglosen Jahren ohne Qualifikation in Folge. Zudem sicherten die Jazz zum ersten Mal nach 9 Jahren, mit 51 Saisonsiegen, den Northwest-Division-Titel. In den Playoffs bezwangen die Jazz in der ersten Runde die Los Angeles Clippers in sieben Spielen. Im Conference-Halbfinale schied man sieglos gegen die Golden State Warriors mit 0:4 aus.
Gobert-Ära und die Ankunft von Donovan Mitchell (2017 bis 2022)
Die Jazz starteten schwach in die Saison. Dies war vor allem den vielen Verletzungen geschuldet. Starcenter Gobert fiel zu Beginn für mehrere Spiele aus. Bis zum All-Star Break befanden sich die Jazz auf Platz 10 in der Western Conference und damit nicht auf einem Playoffplatz. Mit der Wiedergenesung von Gobert und der Verpflichtung vonJae Crowder von denCleveland Cavaliers[57], starteten die Jazz eine starke Aufholjagd, gewannen 30 der letzten 35 Saisonspiele und qualifizierten sich vorzeitig für die Playoffs.[58] Besonders der Rookie Donovan Mitchell überzeugte mit einer starken Saison und führte die Jazz mit über 20 Punkten pro Spiel als Topscorer an. Er füllte in der Offensive die Lücke, die nach dem Abgang von Hayward entstanden war. In den Playoffs besiegten die Jazz in der ersten Runde die favorisiertenOklahoma City Thunder mit 4:2. Im Conference-Semifinale trafen sie auf die erfahrenenHouston Rockets, gegen die sie mit 1:4 unterlagen. Für die guten Leistungen wurde Coach Snyder Zweiter bei der Wahl zumCoach of the Year, Mitchell wurde Zweiter beimRookie of the Year, während Gobert die Wahl zumDefensive Player of the Year gewinnen konnte.[59] Im Sommer 2018 wählten die JazzGrayson Allen in der ersten Draftrunde aus.[60] Zudem wurden die Verträge vonDante Exum,Raul Neto undDerrick Favors verlängert.[61]
Die Jazz starteten erneut durchwachsen in dieNBA-Saison 2018/19, konnten jedoch ab dem Jahreswechsel viele Spiele gewinnen und landeten am Ende der Saison auf dem fünften Rang in der Western Conference und damit in den Playoffs. Hauptverantwortlich für den Erfolg der Jazz waren erneut Center Gobert und Guard Mitchell, der ein leicht verbessertes zweites Karrierejahr hinlegte und sich endgültig als neues Gesicht der Franchise etablierte. Negativ war die erneute schwere Verletzung des einstigen Hoffnungsträgers Dante Exum, der mit 23 Jahren die dritte schwere Verletzung in fünf Jahren erlitt.[62] Wie im Vorjahr scheiterten die Jazz in den Playoffs erneut an den Houston Rockets. Dieses Mal jedoch bereits in der ersten Runde mit 1:4. Gobert erhielt für seine starken defensiven Leistungen erneut denDefensive-Player-of-the-Year-Award.[63]
Am Ende der Saison wurde bekannt, dass der bisherige General ManagerDennis Lindsey nach sieben Jahren Managertätigkeit ins Präsidium der Jazz wechselt, während sein bisheriger AssistentJustin Zanik, zum neuen General Manager der Jazz befördert wird.[64]
Donovan Mitchell (rechts) spielte von 2017 bis 2022 bei den Jazz
Während der Saison 2019/20, in welche die Jazz erneut durchwachsen gestartet sind, verpflichteten sieJordan Clarkson von den Cleveland Cavaliers. Im Austausch gingDante Exum, der nie die hochgesteckten Erwartungen der Jazz erfüllen konnte, nach Cleveland. Während der Monate Dezember und Januar gelang es den Jazz nach mehreren Siegen bis auf Platz zwei der Western Conference vorzurücken. Die Jazz stellten mit Gobert und Mitchell, erstmals seit 2007, wieder zwei All-Stars für dasNBA All-Star Game auf.[67] Die Jazz beendeten die durch dieCOVID-19-Pandemie verkürzte Saison 2019/20 auf Platz sechs in der Western Conference. In der ersten Playoffrunde spielten die Jazz, ohne ihren verletzten zweitbesten ScorerBojan Bogdanović, gegen dieDenver Nuggets. Nach einer 3:1-Serienführung unterlagen die Jazz den Nuggets schlussendlich mit 3:4 und schieden in der ersten Runde aus. Mitchell kam über die Serie hinaus auf 36,4 Punkte pro Spiel und überbot mit zwei 50-Punkte-Spielen den bisherigen Franchisepunkterekord vonKarl Malone.[68]
Im Oktober 2020 verkündete die bisherige Besitzerin der Jazz Gail Miller, dass das Team für 1,66 Milliarden US-Dollar an den Gründer des SoftwareunternehmensQualtrics und langjährigen JazzfanRyan Smith verkauft werde. Smith garantiere unter anderem den Verbleib der Jazz in Salt Lake City. Die Jazz waren bis dahin 35 Jahre lang im Besitz der Millerfamilie. Die Übergabe der Jazz an Smith wurde im Dezember von den restlichen NBA-Teambesitzern zugestimmt.[69][70] Während der verkürzten Offseason im November 2020, wurden die Verträge der SchlüsselspielerDonovan Mitchell undJordan Clarkson um mehrere Jahre verlängert. Zudem holten sich die JazzDerrick Favors alsFree Agent von denNew Orleans Pelicans zurück.[71][72] Bei derNBA-Draft 2020 wurden der nigerianische CenterUdoka Azubuike und FlügelspielerElijah Hughes verpflichtet.
In der auf 72 Saisonspiele verkürztenNBA-Saison 2020/21 schlossen die Jazz mit einer 52:20-Bilanz ab. Damit hatten die Jazz erstmals in ihrer Teamgeschichte die beste Saisonbilanz der Liga und zum zweiten Mal nach 1998 in den Playoffs den Heimvorteil gesichert. Erstmals nach 1989 stellte Utah zudem mit Rudy Gobert, Donovan Mitchell und Mike Conley insgesamt dreiNBA All-Stars.[73] Gobert wurde weiterhin zum dritten Mal mit demDefensive-Player-of-the-Year-Award auszeichnet,[74] währendJordan Clarkson als erster Jazzspieler denNBA Sixth Man of the Year Award für den besten Bankspieler der Saison, vor seinem TeamkollegenJoe Ingles gewinnen konnte.[75] In den NBA-Playoffs setzten sich die Jazz in der ersten Runde gegen dieMemphis Grizzlies mit 4:1 durch. Im Western-Conference-Halbfinale verlor Utah die Serie nach einer 2:0-Serienführung mit 2:4 gegen dieLos Angeles Clippers. Für die darauffolgendeNBA-Saison 2021/22 waren die Erwartungen für die Jazz hoch. Das Team verstärkte sich über die Free Agency mit den VeteranenHassan Whiteside undRudy Gay. Utah konnte jedoch erneut die Erwartungen nicht erfüllen und schied bereits in der ersten Playoffrunde gegen die Dallas Mavericks mit 2:4 aus.
Im Zuge des schwachen Abschneidens in den Playoffs gab Headcoach Quin Snyder bekannt, dass er die Jazz für die kommende Saison nicht mehr weiter betreuen werde und seine Trainertätigkeit bei den Jazz nach acht Jahren aufgibt. Sein Nachfolger wurde der 34-jährige Celtics-AssistenztrainerWill Hardy.[76] Während der Saison mehrten sich die Gerüchte, dass Utah das bisherige All-Star-Duo Gobert und Mitchell verkaufen könnte, um einen Neuaufbau einzuleiten. Bereits während der Saison und im Vorfeld des NBA-Drafts wurden die bisherigen StammspielerJoe Ingles undRoyce O’Neale von den Jazz abgegeben. Am 6. Juli 2022 wurdeRudy Gobert in einem Deal, der fünf Spieler und mehrere Draftpicks beinhaltete, zu denMinnesota Timberwolves transferiert.[77] Zwei Monate später gaben die Jazz nach langen VerhandlungenDonovan Mitchell an dieCleveland Cavaliers ab. Im Gegenzug wechselten GuardCollin Sexton, der finnische ForwardLauri Markkanen, RookieOchai Agbaji sowie mehrere zukünftige Draftpicks nach Salt Lake City.[78] Zu guter Letzt wurde mit ForwardBojan Bogdanović ein weiterer Leistungsträger der letzten Jahre an dieDetroit Pistons abgegeben.[79] Großen Anteil an diesem Richtungswechsel hatteDanny Ainge, der im Dezember 2021 in das Front Office der Jazz gewechselt ist und bereits dieBoston Celtics erfolgreich zu einem Titelkandidat umstrukturierte. Ainge erhielt bei der Umsetzung des Neuaufbaus die Unterstützung durch die neuen Eigentümer.
Utah startete entgegen der Erwartungen gut in die Saison 2022/23 und war lange Zeit im Rennen um einen Playoffplatz. Erst gegen Ende der Saison verloren die Jazz mehrere Spiele, womit sie die Chance auf das Playin-Turnier vergaben. Wichtiger Leistungsträger im Team von Trainer Will Hardy war Lauri Markkanen der vor der Saison von den Cavaliers kam. Markkanen spielte seine beste Saison und führte die Jazz in Punkten und Rebounds an. Er erhielt seine erste Nominierung zumNBA All-Star Game, das 2023 in Salt Lake City stattfand, und wurde am Ende der Saison von der NBA mit demNBA Most Improved Player Award ausgezeichnet.[80] Weiterhin überraschte RookieWalker Kessler dessen Draftrechte vor der Saison im Tauschgeschäft um Rudy Gobert von den Timberwolves akquiriert wurden. Kessler übernahm nach kurzer Zeit die Rolle als startender Center und überzeugte mit starken Leistungen, womit er bei der Wahl zumNBA Rookie of the Year Award den dritten Platz belegte.[81]
Aufgrund des Umbruchs im Sommer 2022, erhielten die Jazz, in Folge des Verkaufs ihrer Starspieler, erstmals seit 2004 drei Erstrundendraftpicks imNBA-Draft 2023. Darunter einen Lotterypick an 9. Stelle. Mit diesem wählte Utah denPower ForwardTaylor Hendricks aus. An 16. Stelle wurde der Combo-GuardKeyonte George ausgewählt. Mit dem 28. Pick wählten die Jazz ForwardBrice Sensabaugh aus.[82] Der Kader blieb nahezu unverändert und die Jazz begannen die Saison erneut mit einer recht ausgeglichenen Bilanz. Bis kurz vor der Transferfrist lagen die Jazz auf einem Playin-Platz. Kurz vor Transferschluss gaben die Jazz die StarterKelly Olynyk undSimone Fontecchio ab.[83] Die Starspieler Lauri Markkanen und Jordan Clarkson setzten große Teile der zweiten Saisonhälfte aus, so dass Trainer Hardy insbesondere den Rookies George, Hendricks und Sensabaugh viel Spielzeit verschaffte. Die unerfahrenen Jazz verloren daraufhin 25 ihrer 30 verbleibenden Saisonspiele und verpassten die Playoffs deutlich. Beim anschließendenNBA-Draft 2024 wählten die Utah Jazz in der ersten Draftrunde an 10. Stelle denSwingmanCody Williams und an 29. Stelle den GuardIsaiah Collier aus. In der zweiten Draftrunde wählten die JazzKyle Filipowski an 32. Stelle aus.[84]
Die Utah Jazz schlossen die darauffolgendeSaison 2024/25 als schlechteste Saison der Teamgeschichte ab. Das Team hatte mit vielen Verletzungen zu kämpfen. So brach sich das NBA-Talent Taylor Hendricks bereits im dritten Saisonspiel das Bein und fiel den Rest der Saison aus. Ebenso fielen die Veteranen Lauri Markkanen, John Collins und Jordan Clarkson große Teile der Saison aus. Dem Team gelangen nur 17 Siege bei 65 Niederlagen. Ende derSaison 2024/25 wurde bekanntgegeben, dass Danny Ainges Sohn Austin AingePresident of Basketball Operations würde und direkt Besitzer Ryan Smith unterstünde.[85] Es wurde den Jazz vorgeworfen, die Saison zu „tanken“ bzw. Spiele absichtlich zu verlieren, um sich beim kommendenNBA Draft die beste Draftposition zu verschaffen und den als Jahrhunderttalent geltendenCooper Flagg draften zu können. Austin Ainge gab diese Praxis zu und erklärte, nächste Saison nicht mehr tanken zu wollen.[86] Bei der Draftlotterie fielen die Jazz als schlechtestes Team von Position 1 auf Position 5. Im anschließenden Draftverfahren wählten die Jazz den hochtalentierten ForwardAce Bailey an 5. Stelle aus. Zudem wurde mit GuardWalter Clayton Jr. an 18. Stelle ein weiterer Spieler in der ersten Draftrunde ausgewählt.[87]
Das ersteFarmteam der Jazz waren dieNew Mexico Thunderbirds in der neugegründeten NBA Development League – heute dieNBA G-League – im Jahr 2005. Dieses mussten die Jazz jedoch mit zwei weiteren NBA-Mannschaften teilen. Bereits zwei Jahre später installierten die Jazz mit denUtah Flash ein eigenes Farmteam. Die Flash stellten jedoch 2011 den Spielbetrieb ein und wurden später verkauft. Zwischen 2012 und 2014 gingen die Jazz Kooperationen mit denReno Bighorns undBakersfield Jam ein. Seit 2014 starteten die Jazz eine Kooperation mit denIdaho Stampede. Seit März 2015 sind sie deren Besitzer.[88] Die Stampede wurden im April 2016 nach Salt Lake City umgesiedelt und in Anspielung an das ehemaligeABA-Team derUtah Stars, in Salt Lake City Stars umbenannt.[89]
Die Utah Jazz gehören zu den erfolgreichsten Mannschaften der NBA-Geschichte. Das Team qualifizierte sich in den 1980er und 1990er Jahren regelmäßig für die Playoffs. Besonders brisante und häufige Duelle lieferten sich die Jazz mit folgenden Mannschaften:
Dabei wurde Utah 1994 und 1995 von den Rockets auf dem Weg zur Meisterschaft geschlagen. Utah gewann hingegen die Serien 1997 und 1998 auf dem Weg in die NBA-Finals gegen Houston. Die Jazz wurden 1988, 2009 und 2010 von den Lakers auf dem Weg zur Meisterschaft geschlagen und 1992 von den Blazers auf dem Weg in das NBA-Finale.
Eine geografische Rivalität verbindet die Jazz mit denDenver Nuggets im NachbarbundesstaatColorado.
Bei den Olympischen Spielen inRio, spieltenRudy Gobert undBoris Diaw für Frankreich.Raul Neto war für den Gastgeber Brasilien aktiv.Joe Ingles spielte dagegen für die australische Nationalmannschaft.
GuardDarrell Griffith spielte von 1980 bis 1991 für die Jazz ForwardThurl Bailey spielte von 1983 bis 1991 und 1999 für die JazzPoint GuardDeron Williams spielte von 2005 bis 2011 für die JazzDer TürkeMehmet Okur war von 2004 bis 2011 für die Jazz aktivDer RusseAndrei Kirilenko spielte von 2001 bis 2011 für das TeamBig ManDerrick Favors trug von 2011 bis 2019 das Trikot der Jazz und 2020/21
Die Jazz waren über 40 Jahre das letzte NBA-Team, das nie 60 Spiele in einer Saison verlor. In der Saison 2024/25 wurden 65 NBA-Spiele verloren und damit erstmals mehr als 60 NBA-Spiele verloren.
Der höchste Sieg jemals gelang mit 144:96 zu Hause gegen die Milwaukee Bucks am 27. Januar 1990. Die Einstellung des Rekordes gelang am 28. März 2016 gegen die Los Angeles Lakers mit 123:75 (48 Punkte).