| Uniklinik RWTH Aachen | ||
|---|---|---|
| Ort | Aachen | |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen | |
| Koordinaten | 50° 46′ 35″ N,6° 2′ 37″ O50.7763888888896.0436111111111Koordinaten:50° 46′ 35″ N,6° 2′ 37″ O | |
| Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor | Joachim Windolf | |
| Betten | 1400[1] | |
| Mitarbeiter | 9000 (2025)[2] | |
| Zugehörigkeit | RWTH Aachen | |
| Gründung | 1966 | |
| Website | www.ukaachen.de | |
| Lage | ||

DieUniklinik RWTH Aachen (Universitätsklinikum Aachen (AöR)[3]) ist dasUniversitätsklinikum derRWTH Aachen. Es befindet sich in einem der größten Krankenhausgebäude Europas im WestenAachens im StadtteilLaurensberg, in unmittelbarer Nachbarschaft zuVaals in denNiederlanden. Rund 9.000 Mitarbeiter[4] in 35 Fachkliniken und 33 Instituten (davon sechs mit Aufgaben in der Krankenversorgung) versorgten im Jahre 2017 insgesamt rund 50.000 Patienten stationär und 200.000 Patienten ambulant.[1] Die Personalausgaben betrugen 2008 rund 239,6 Millionen Euro und die Materialaufwendungen 93,6 Millionen Euro.[5]

Die Anfänge des heutigen Universitätsklinikums gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück. Zu jener Zeit existierte auf dem damaligenRadermarkt, dem heutigen Münsterplatz in Aachen, das 1336 gegründeteElisabeth-Hospital für erkrankte Frauen, seiner Zeit bekannt alsStädtisches Armenspital Gasthaus, das 1622 vonApollonia Radermecher und ihren neu gegründetenElisabethinnenorden übernommen wurde.[6] Für die männlichen Patienten wurde 1769 wenige 100 m entfernt in der Jakobstraße mit Hilfe einer Stiftung von Anna Maria von Wespien, der Gattin des ehemaligen Aachener ReichsbürgermeistersJohann von Wespien, dasMarianische Spital erbaut. Zunächst als Ergänzung und als Nachfolgeeinrichtung dieser beiden Krankenanstalten wurde Anfang der 1850er-Jahre dasMaria-Hilf-Hospital mit 260 Betten und großem Krankenhausgarten, dem späterenKurpark Aachen, als konfessionelles allgemeines Krankenhaus an der Monheimsallee in Aachen nach Plänen vonFriedrich Joseph Ark errichtet. Da die Stadtverwaltung Anfang des 20. Jahrhunderts diesen Platz für den Bau desNeuen Kurhauses freimachen wollte, wurde zwischen 1902 und 1905 ein städtischer Krankenhausneubau nach Plänen von StadtbaumeisterJoseph Laurent mit zunächst einerinternistischen und einerchirurgischen Abteilung an der Goethestraße erstellt, wo zuvor die AachenerAlexianerbrüder die nunmehr aufgelösten IrrenanstaltenMariabrunn für Männer undMariaberg für Frauen betrieben haben.[7] Daraufhin wurde 1914 das alte Maria-Hilf-Hospital an der Monheimsallee abgerissen und der seit den Anfangsjahren betreuende Orden der Elisabethinen für die neue Einrichtung übernommen.

In den zwanziger Jahren wurden auf dem neuen Areal die AbteilungenGynäkologie,Dermatologie,Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde undProsektur eingerichtet sowie dieAachener Augenheilanstalt eingegliedert. 1923 erhielt das Krankenhaus in Erinnerung an die Keimzelle am Aachener Münsterplatz und den betreuenden Orden den NamenStädtisches Elisabeth-Krankenhaus Aachen. Da der Platz für weitere Abteilungen nicht mehr ausreichte, wurde sowohl zwischen 1932 und 1934 ein Neubau für die neu eingerichteteorthopädische Abteilung unterFriedrich Pauwels errichtet, der den NamenAlbert-Servais-Haus erhielt, als auch 1941 für dieKinderklinik, die aus der Medizinischen Klinik für Innere Medizin vonLudwig Beltz hervorgegangen war.
In derZeit des Nationalsozialismus wurden die Krankenanstalten als städtische Einrichtung von den politisch Verantwortlichen und den zuständigen Amtsärzten zu medizinischen Manipulationen gedrängt. Nach Verabschiedung desGesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses im Jahr 1934 waren es vor allem der Chefarzt der ChirurgieMax Krabbel und der Radiologe Theodor Möhlmann, die ermächtigt wurden,Zwangssterilisationen und andere Eingriffe vorzunehmen. Vor allem Krabbel, ein vehementer Verfechter derEugenik, protokollierte seine beachtliche „Jahresbilanz“ und publizierte anschließend über die sinnvollsten Techniken, die Verfahrensweisen und die Begleiterscheinungen dieser Operationen, die ihm vomErbgesundheitsgericht zugewiesen wurden. Nur wenige Chefärzte wie beispielsweise Ludwig Beltz konnten diese Auflagen umgehen, wobei sie dafür erhebliche Nachteile in Kauf nehmen mussten. Weitere Ärzte, denen eineopportunistische Nähe zu dem politischen Regime nachgesagt wurde, waren der Dermatologe Friedrich Boosfeld und der Augenarzt Peter Geller.[8]
ImZweiten Weltkrieg wurden die Gebäude der Städtischen Krankenanstalten schwer beschädigt und bis 1950 zum größten Teil – zumeist in Pavillonbauweise – wiederaufgebaut. Als eine der ersten neu eingerichteten Abteilungen entstand 1947 unter Leitung vonKarl Heusch die urologische Abteilung. Zuletzt erhielt zwischen 1959 und 1961 die Kinderklinik einen großzügigen Neubau.
Infolge des Ärztemangels nach dem Krieg waren auch die Städtischen Krankenanstalten gezwungen, Mediziner neu oder wieder einzustellen, die zwar einEntnazifizierungsverfahren durchlaufen haben, aber deren Biografien eine bedenkliche Nähe zum Nationalsozialismus aufwiesen. Dies betraf vor allem die in leitender Stellung eingesetzten Mediziner wie beispielsweise der Urologe Karl Heusch, der Chirurg Wilhelm Klostermeyer, der AugenarztAlfred Jäger, der Gynäkologe Georg Effkemann, der PathologeMartin Staemmler und die InternistenFerdinand Hoff undArthur Slauck.[9]

Nachdem am 20. Mai 1961 der Senat derRWTH Aachen beschlossen hatte, die Eingliederung der städtischen Krankenanstalten in die RWTH Aachen beim zuständigenKultusministerium NRW zu beantragen, wurde diesem Antrag am 28. April 1964 stattgegeben. Schließlich gingen die Städtischen Krankenanstalten ab dem 1. Januar 1966 vollends über in dieKlinische Anstalten der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule und somit in den Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Gelände des alten Klinikums an der Aachener Goethestraße war zwar weitläufig, aber die meisten Abteilungen waren weiterhin in Pavillons untergebracht. Der knappe Raum und die rasch steigenden Patientenzahlen erforderten einen Neubau im Stadtteil Melaten, der von den Aachener ArchitektenWeber, Brand & Partner in Zusammenarbeit mit dem als Spezialisten für Krankenhausbau geltendenBenno Schachner entworfen und 1971 begonnen wurde.
An Stelle der staatlichen Hochbauverwaltung vertrat dieNordrhein-Westfälische Hochschulbau- und Finanzierungsgesellschaft (HFG) die Bauherrschaft. Im März 1970 beauftragte die HFG dieNeue Heimat Städtebau GmbH mit dem Bau der Uniklinik. Synchronplanung, mangelnde Koordination und Kooperation führten zu einer Kostenexplosion und 1977 zur Ab- und Auflösung der HFG. Eine Sonderbauleitung wurde eingesetzt.[10]
Dem schrittweisen Bezug ab 1982 folgte am 21. März 1985 die feierliche Einweihung des Gebäudes im Beisein des damaligen MinisterpräsidentenJohannes Rau und die Umbenennung der am Universitätsklinikum vorbeiführenden Straße nach dem OrthopädenFriedrich Pauwels.[11]
Seitdem sind in einem Gebäude Lehre, Forschung und Krankenversorgung untergebracht. Die Gesamtbaukosten der Uniklinik mit 1600 Betten und 52 Operationssälen betrugen 2,06 Milliarden DM (heute ca. 2,29 Milliarden Euro), im Jahr 1971 waren 571 Millionen DM (heute ca. 1,19 Milliarden Euro) angenommen worden.[12] Im Gegenzug wurden die Pavillons des alten Klinikums und die Kellerräume zugeschüttet und ein Park errichtet. Allein der Nordflügel des alten Klinikums hat ebenso wie die angeschlosseneKapelle St. Elisabeth die Zeiten überdauert und wurde 1989 von der gemeinnützigen Organisationmissio Aachen bezogen. Die Elisabethinen selbst haben das alte Krankenhaus bis zu seiner Auflösung betreut.Anfang 1984 warf derBundesrechnungshof der Landesregierung Versäumnisse bei Leitung und Kontrolle des Bauvorhabens am neuen Klinikum vor. So forderte dieser einen Stopp der Bundesbeteiligung über die vereinbarten 1,7 Milliarden DM und die Prüfung möglicher Regressansprüche an das Land. Das Land Nordrhein-Westfalen wiederum erhob Vorwürfe gegen den Bauträger wegen unzulänglicher Planungen und setzte eine Untersuchungskommission des Landtages ein.
Seit dem 1. Januar 2001 firmiert die Uniklinik RWTH Aachen – wie alle Universitätskliniken in NRW – als Anstalt des öffentlichen Rechts.[13] Damit sollte der WirtschaftsbetriebKrankenhaus von der Forschung und Lehre, die der Fakultät angehören, getrennt werden.
Im Jahr 2013 waren in der Uniklinik RWTH Aachen 35 Fachkliniken, 5 fachübergreifende Einheiten und 28 Institute beheimatet.[14] Nach Stand Juni 2016 gehören der Medizinischen Fakultät 101 Lehrstuhlinhaber sowie Leiter von Forschungs- bzw. Lehrgebieten an; sie hat rund 2500 Studenten.
Im März 2015 feierte die Uniklinik RWTH Aachen mit einem Festakt ihr 30-jähriges Jubiläum.[15] Die im Jahr 1966 gegründete Medizinische Fakultät der RWTH Aachen hat im Juni 2016 ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.[16]
Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 übernahm das Universitätsklinikum zudem dasFranziskushospital Aachen, das fortan unter „Uniklinik RWTH Aachen – Franziskus“ firmiert. Infolgedessen wurde dieses grundlegend umstrukturiert und aus dem Notfallplan der Krankenhäuser herausgenommen.[17]
Mit Wirkung zum 1. August 2020 schloss die Kinderwunsch-Klinik und die Aufgaben werden zukünftig durch die Gynäkologische Klinik übernommen.[18]
Im August 2021 wurde die Klinik für Orthopädie mit der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie zusammengelegt und offiziell in „Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie“ umbenannt.[19][20]
Seit dem 1. Januar 2025 ist Joachim Windolf Ärztlicher Direktor der Uniklinik RWTH Aachen. Das Amt des Kaufmännischen Direktors hat Eibo Krahmer inne, Pflegedirektorin ist Jasmin Shmalia.



Das Hauptgebäude, eine Stahlbetonskelettkonstruktion, hat eine Länge von 257 m und eine Breite von 134 m und ist durch 24 Treppenhausschächte mit 54 m Höhe vertikal erschlossen. Die Treppenhausschächte ragen 9 m aus den achtgeschossigen Gebäudeteilen hinaus.[Anm. 1] Das Tragwerk ist nach allen Seiten erweiterbar und besitzt größtenteils eineTiefgründung mit Bohrpfählen. Aufgrund des heutzutage geltenden Denkmalschutzes ist eine einfache Erweiterung (insb. An- und Aufbauten) nicht möglich.[21] Die Nettonutzfläche beträgt 130.000 m². Das benachbarte zweigeschossige Versorgungsgebäude hat Grundrissabmessungen von 95 m Länge und 131 m Breite bei einer Höhe von 12 m. Am 1. September 1971 wurde mit den Rohbauarbeiten begonnen, die Ende 1973 abgeschlossen waren. Die Treppenhauskerne wurden zuerst mitOrtbeton undGleitschalung hergestellt, die restlichen Bauteile warenFertigteile. Es war zeitweise die größte Baustelle Europas.
Die Optik des Gebäudes ist sowohl äußerlich als auch im Innenbereich ungewöhnlich. Die Farbgebung von Bodenbelägen, Türen und Wandelementen ist fast durchgehend in Grün-, Silber- und Gelbtönen gehalten und an den Decken verlaufen die Versorgungsmedien (Heizung, Lüftung etc.) meist unverkleidet. Ca. 35 % der etwa 6000 Räume besitzen keine Fenster, insbesondere die Keller-, Technik- oder Lagerräume, aber auch sehr viele Büroräume, Funktionsräume, Aufenthaltsräume für Personal und Untersuchungszimmer. Die Teppiche im Innenbereich sind Sonderanfertigungen aus gewebtem Velours und müssen regelmäßig ausgetauscht werden. In stark benutzten sowie hygienisch sensiblen Flächen wurde zwischenzeitlich teilweise grüner PVC-Boden verlegt, wobei in Funktionsbereichen und der Cafeteria neutrales Grau ausgewählt wurde.
Durch die sichtbare Gebäudetechnik, in Verbindung mit der ebenfalls sichtbaren Struktur einer Stahlbetonskelettbauweise, wird die Uniklinik RWTH Aachen als Vertreter der sogenannten „technischen Moderne“ gesehen, wie auch dasCentre Georges Pompidou inParis.[22] Wegen seines architektonischen Entwurfsprinzips der Wiederholung gleichförmiger Baustrukturen ist das Gebäude auch in den Kontext desStrukturalismus einzuordnen. Die Uniklinik stehe laut der Denkmalschutzbehörde in NRW als „bedeutendstes Zeugnis derHigh-Tech-Architektur in Deutschland“ seit Ende November 2008 unterDenkmalschutz.[23] Allerdings stellt inzwischen der Sanierungsstau an der Uniklinik Aachen in Verbindung mit den Auflagen, die aus dem Denkmalschutz für das Gebäude resultieren, für die weitere Entwicklung der Universitätsmedizin Aachen ein ernstzunehmendes Risiko dar.[21]
In einer Rezeption der 1980er-Jahre im NachrichtenmagazinDer Spiegel wurde das Gebäude auch als „unproportionierte Türme mit häßlich Röhren von Stahl grau und giftig gelb und viel gegossen Stein aus schmutzigem Beton“ beschrieben oder als „Betonbunker »Medizinikum«“ bzw. „der Klotz wohl alles in den Schatten (stellte), was nach 1945 an Abscheulichkeiten gebaut wurde.“[24]
Laut mehreren Gutachten bestehen viele gravierende Mängel an dem Gebäude, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Gebäudekomplex als Krankenhausbetrieb und Medizinische Fakultät theoretisch ständig den technischen Anforderungen angepasst werden muss. Den markanten Lüftungsrohren an den Fahrstuhlschächten könnte bei einem Rückbau der Klimaanlage die Demontage drohen, sofern der Denkmalschutz dies erlauben sollte. Außerdem müssten die Fenster bzw. die Fassaden des bislang zu großen Teilen klimatisierten Gebäudes ausgetauscht werden. Die große Zwei-Kanal-Klimaanlage galt schon bei Inbetriebnahme des Gebäudes als hoher Kostenfaktor.[24] Die Anlage wird wegen fehlender Rückbaumöglichkeiten so weit wie möglich modernisiert.[25] Die Fassade des Gebäudes ist fehlkonstruiert und undicht, so dass die Fenster schnell verblinden und immer wieder an verschiedenen Stellen im Gebäude Wasser eindringt.[26]
Zwischen 2007 und 2012 wurde eine grundlegende Sanierung und Neustrukturierung des Pflegebereiches (Etagen 7–9) der jeweils westlichen zwei Gebäudezähne (Flure 1 und 2 sowie Flure 19 und 20) durchgeführt. Hier erfolgte eine Abschaltung der Klimaanlage.[27] Nach zwei Bauabschnitten wurden die Bauarbeiten Ende 2012 abgeschlossen, ohne die weiteren geplanten vier Bauabschnitte (in jeweils südlicher Richtung) zu beginnen, unter anderem wegen Bedenken beim Denkmalschutz.[21]

Am 5. Mai 2010 wurde der Neubau eines Hubschrauberlandeplatzes unmittelbar vor dem Hauptgebäude begonnen. Von der Landeplattform in etwa 15 Metern Höhe können Patienten ohne Zuhilfenahme sekundärer Transportmittel über einen Schrägaufzug direkt in die Notaufnahme des Krankenhauses transportiert werden.[28] Der neue Landeplatz wurde am 9. Juli 2011 im Rahmen einesTags der offenen Tür eingeweiht, bei dem Besucher auch die Plattform betreten konnten. Der Regelflugbetrieb startete am 3. August 2011 in den Morgenstunden mit einem Patiententransport durchChristoph 3. Beim Bau kam es zu einer erheblichen Kostensteigerung von 6,2 auf 10,4 Mio. Euro sowie auch zu Bauverzögerungen.[29]
Am 24. Mai 2016 erklärte dieMinisterin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des LandesNordrhein-Westfalen auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Uniklinik RWTH Aachen, dass das Land bis 2020 rund 418 Millionen Euro für zwölf Bau- und Sanierungsprojekte investiert.[30] Wegen jahrelang ignorierter Auflagen zum Brandschutz und gravierender Brandschutzmängel patrouillierten von 2019 bis 2024 bis zu 29lebende Brandschutzmelder rund um die Uhr im Gebäude.[31][32][33]
Für 112 Mio. € soll die aufwändige Sanierung der asbesthaltigen Brandschutzklappen durch Fachunternehmen erfolgen. Möglicherweise können die Arbeiten bis 2031 abgeschlossen werden.[34]
Im August 2021 gab die Klinikleitung bekannt, dass mit Hilfe von Landesmitteln im Kampf gegen die Coronapandemie der große Sanierungsstau gemildert werden soll.[35]
Neben dem Hauptgebäude, den Verwaltungsgebäuden, dem inzwischen wegen Brandschutzmängeln geschlossenen Patientengästehaus[36] und dem Personalwohnheim gehören noch weitere Gebäude zur Uniklinik:

Das Universitätsklinikum verfügt derzeit über 24 Zentralbereiche und interdisziplinäre Zentren, von denen einige einen besonderen oder überregionalen Stellenwert haben. Dazu zählen unter anderem:
Gemäß seinem Auftrag als Universitätsklinikum sind der Einrichtung zahlreiche Institute angeschlossen, von denen die Institute fürArbeits- undSozialmedizin,Humangenetik,Medizinische Mikrobiologie,Pathologie undNeuropathologie sich mit den Aufgaben der Krankenversorgung beschäftigen. Dazu gehört auch der Lehrstuhl fürAltersmedizin, der seinen Sitz am Universitären Geriatrischen Zentrum desFranziskushospitals Aachen hat. Am 31. Dezember 2001 wurde das Institut für Rechtsmedizin geschlossen. Die Staatsanwaltschaft Aachen arbeitet seitdem mit demInstitut für Rechtsmedizin desUniversitätsklinikums Köln zusammen, welches ebenfalls die Bereiche Lehre und Forschung übernahm.[39]
Die restlichen 21 Institute befassen sich unter anderem mit den Fachgebieten derAnatomie undBiochemie, derBiomedizinischen Technologie und derMolekularen Medizin sowie mit derImmunologie,Pharmakologie,Toxikologie,Psychologie undPhysiologie, aber auch mit derMedizingeschichte, derMedizinischen Informatik undStatistik sowie derVersuchstierkunde.
2020 wurde am Institut für Pathologie dasDeutsche Register für COVID-19-Autopsien (DeRegCOVID) aufgebaut, das dabei mit dem Institut für Medizinische Informatik und dem Center for Translational & Clinical Research (CTC-A) kooperiert.[40][41]
Darüber hinaus wurde zum 1. Oktober 2021 der neue Lehrstuhl für Digitale Allgemeinmedizin eingerichtet.
(Ab Direktor einer Fachklinik oder in vergleichbarer Stellung)

Über den Außenring ist die Uniklinik RWTH Aachen im Norden an dieBundesautobahn 4 über die AnschlussstelleAachen-Laurensberg auch ohneUmweltzonen-Plakette erreichbar sowie im Süden an dieBundesstraße 1 angeschlossen.[42]
Um die geplanten Erweiterungen zu ermöglichen und der Knappheit an Parkflächen zu begegnen, wurde ein Parkhaus mit E-Ladestationen und Parkplatzunterbringungsmöglichkeiten errichtet, welches sich an der farblichen Gestaltung des Hauptgebäudes orientiert und anlehnt.
Die BushaltestelleUniklinik liegt unmittelbar vor dem Haupteingang an der Pauwelsstraße, welche als „Umwelttrasse“ ausschließlich von Linienbussen, Taxen, Fahrrädern, Versorgungs- und Rettungsfahrzeugen befahren werden darf.[43] Von hier fahren Busse derASEAG in nahezu alle Aachener Stadtviertel sowie nachVaals undStolberg. Zusätzlich verkehrt in den Nächten vor Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen die Nachtexpresslinie N4.
Die Uniklinik verfügt über einen Taxistand, eineCarsharing-Station, sowie eine Station desE-Bike-Verleihsystems Velocity.[44]
Das Gebäude ist über eine Vielzahl an Fahrradwegen (u. a. vom Campus Melaten, Seffent sowie der Vaalser Straße und Gut Kullen) zu erreichen. 2020 wurden 400 neue Fahrradstellplätze errichtet. Geplant ist ein Fahrradparkhaus mit 800 Stellplätzen.[45]
Seit Jahren feiert das Universitätsklinikum seinen eigenen Karneval (seit 2017 mit eigenem Prinz), einhergehend mit einer eigens organisierten Feierlichkeit am Fettdonnerstag unter dem Motto „Feiern für den guten Zweck“. Die Erlöse des Fests kommen der Kinderklinik wie auch der Stiftung des Universitätsklinikums Aachen zugute.