| University of South Africa | |
|---|---|
| Motto | Pro Genticus Sapienta |
| Gründung | 1873 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Pretoria |
| Land | Südafrika |
| Chancellor | Thabo Mbeki[1] |
| Vizekanzler undPrinzipal | Puleng LenkaBula[2] |
| Studierende | 337.612 (2015)[3] |
| Mitarbeiter | 6.218 (2015)[4] |
| Netzwerke | IAU[5] |
| Website | www.unisa.ac.za |


DieUniversität von Südafrika (englischUniversity of South Africa, kurzUNISA) ist eine staatliche Gesamthochschule undFernuniversität inSüdafrika mit Sitz inPretoria. Sie ist die älteste Fernuniversität und größte Hochschule Afrikas. Auch weltweit ist sie eine der größtenUniversitäten mit sehr schnellem Wachstum der Studierendenzahlen.
Die Universität von Südafrika wurde1873 nach dem Modell derUniversity of London unter dem NamenUniversity of the Cape of Good Hope (deutsch:Universität des Kaps der guten Hoffnung) als Hochschulprüfungs-Einrichtung in der britischenKapkolonie inKapstadt gegründet.[6] Während eines großen Teils ihrer frühen Geschichte diente sie als Prüfungs-Institution für die britischen Universitäten vonOxford undCambridge.[7]
Nach der Bildung derSüdafrikanischen Union im Jahre 1910 erfolgte 1916 die Namensänderung zu „University of South Africa“. Nach dem Ende desErsten Weltkrieges verlegte die Universität 1918 ihren Sitz in die neue HauptstadtPretoria. 1946 wurde mit der Bildung einer „Division of External Studies“ der Grundstein zur Entwicklung einer Fernuniversität gelegt[8]. 1959 erfolgte die Umwandlung in eine reine Fernuniversität (Correspondence University). 1973 entstand im Stadtteil Muckleneuk von Pretoria ein Campus, in dessen Neubauten die bis dahin in der Stadt verstreuten Einrichtungen zusammenzogen. 1988 wurde hier eine neue Bibliothek fertiggestellt, die am 25. März 1988 vom damaligen Minister für Bildung und Kultur P. J. Clase eröffnet wurde. Rd. eine Million Bücher sowie 8.000 Zeitschriften, die auf dem Postweg ausgeliehen werden konnten, standen den damals rd. 100.000 Studierenden im In- und Ausland zur Verfügung. Regionale Bibliotheken entstanden inDurban,Kapstadt,East London,Pietersburg undWindhoek. Die Filiale der Universität inJohannesburg wurde durch einen täglichen Kurierdienst mit Materialien aus der neuen Bibliothek versorgt. Ausleihanfragen wurden auch auf elektronischem Weg perFernschreiber,Telefax und demBildschirmtext „Beltel“ entgegengenommen[9].
Nach der Aufhebung derApartheid wurde 2001 mit Justice President Bernard Ngoepe der erste schwarze Kanzler der Universität gewählt. 2004 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Technicon South Africa und derVista University. 2005 wurden die bestehenden zehn Fakultäten der UNISA in fünf Colleges aufgeteilt. Im Jahr 2007 wurde ein Campus inAddis Abeba eröffnet.Im 150-jährigen Jubiläumsjahr 2023 zählte die Universität 370.000 Studierende[10].
Die Universität wird von einem Vizekanzler und Prinzipal geleitet, zum Management gehören im Weiteren ein Pro-Vizekanzler, sechs Vizeprinzipale und ein Prüfungsbeamter.[11] Der Kanzler hat repräsentative Aufgaben. Die Leitung ist demUniversitätsrat verantwortlich.
Die UNISA hat neben dem Hauptcampus in Pretoria regionale Standorte in ganz Südafrika, unter anderem inDurban,Kapstadt,Mbombela,Polokwane,Gqeberha,Bloemfontein undMahikeng.[12] Sie ist in sechsColleges unterteilt, die das Dach für verschiedeneSchools sind:[13]
Als unterste akademische Einheiten sind unter den Schools dieDepartments.
Die Universität von Südafrika arbeitet international mit diversen Hochschulen und akademischen Institutionen zusammen.[14] In Deutschland kooperieren insbesondere im Bereich derTheologie über dieGesellschaft für Bildung und Forschung in Europa eine Reihe von Theologischen Seminaren und Akademien mit der UNISA, deren Studierende auf diesem Wege neben ihren deutschen bzw. europäischen Abschlüssen auchakademische Grade an der UNISA erlangen können.[15] Daher ist das Studienprogramm derartiger Bildungseinrichtungen eng mit der Universität von Südafrika abgestimmt. Im Bereich der Missionswissenschaft genießt die UNISA internationales Renommee. Die Missiologische Abteilung ist von dem MissionswissenschaftlerDavid Bosch gegründet und entscheidend geprägt worden.[16]
Die Abschlüsse der Universität von Südafrika sind weltweit anerkannt, seit dem Abkommen der deutsch-südafrikanischen Hochschulrektorenkonferenz vom 17. September 2013 auch in Deutschland.[17]