Universal Flash Storage (UFS) ist ein Standardformat fürFlash-Speicherkarten und Flash-Speichermedien ineingebetteten Systemen. Angestrebt wird damit ein schnellerer Datenzugriff sowie ein Ende desFormatkriegs unter den Speicherkartenherstellern. Die Vereinheitlichung soll den Bedarf anAdaptern senken und eineKompatibilität unter möglichst vielen Geräten wieComputern,Digitalkameras,Handys,MP3-Playern und weiteren erreichen.Auch derLinux-Kernel unterstützt UFS.[1]
Die Entwicklung wird durch dieJEDEC Solid State Technology Association geleitet. Beteiligt sind die UnternehmenNokia,Micron Technology,Samsung,Sony Ericsson,Spansion,STMicroelectronics undTexas Instruments.[2]
Die Standardisierung durch den JEDEC-Unternehmensverband erfolgt in Zusammenarbeit mit der zum Teil konkurrierendenMIPI Alliance (Mobile Industry Processor Interface Alliance), welche den Datenaustausch zwischen Chipsets, Sensoren und Displays entwickelt und propagiert sowie hierzu das UniPro-Protokoll fortentwickelt. Der Anwendungsbereich umfasst Mobilgeräte wie Smartphones, Tablets und Laptops sowie eingebettete Systeme wie Fernseher und dasConnected Car.
Im Jahr 2011 erschien die erste Standard-Version, welche 2012 auf Version 1.1 angehoben wurde.[3] Breitere Verwendung fand der UFS mit der Einführung der Version 2.0 im September 2013. Hierbei liegt die Leistungsaufnahme mit 0,5 mW im Standby sowie 1 mW bei Nutzung ähnlich hoch wie beieMMC-Speicher. Die Datenübertragungsrate gegenüber dem eMMC-Standard ist in der fünften Version verdreifacht. Hierbei wird gleichzeitiges Lesen und Schreiben ermöglicht. Seitens des UFS-Host-Controller findet eine serielle Datenweitergabe statt.[4] UFS-2.0-Speicher wird unter anderem in Smartphones verwendet. Im März 2016 wurde die erneuerte Version 2.1 veröffentlicht.Diese verbesserte unter anderem die Datensicherheit zwischen dem UFS-Speicher und demSoC.
Am 30. März 2016 wurde der Standard für UFS-Speicherkarten in Version 1.0 verabschiedet. Demnach besitzt eine UFS-Karte an der Längsseite zwei flossenartige Auskerbungen.Hieraus ergibt sich ein Format von 15 × 11 mm für eine Speicherkarte. Ohne Auskerbung ergeben sich 15 × 10,2 mm. Nach dem UFSC-Standard müssen diese Karten mindestens eine Datenübertragungsrate der UFS-Gear1-Klasse erreichen, was 183 MB/s entspricht. Die maximale Übertragungsrate beträgt in der Gear3-Klasse mit 729 MB/s etwa das Fünffache des Maximums des Mindeststandards. Verglichen mitmicroSDHC-Speicherkarten fällt die höhere Anzahl an Speicherkontakten auf.[5][6] Die erste UFS-Speicherkarte wurde im Juli 2016 vom Hersteller Samsung vorgestellt.
| UFS-Version | 1.0 | 1.1 | 2.0 | 2.1 | 2.2 | 3.0[7][8] | 3.1 | 4.0[9] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einführung | 2011[10] | 2012[11] | 2013[12] | 2016[13] | 2020[14] | 2018[15] | 2020[16] | 2022 |
| Datenübertragungsgeschwindigkeit pro Übertragungsstrang | 300 MB/s | 600 MB/s | 1450 MB/s | 2900 MB/s | ||||
| Max. Anzahl der Übertragungsstränge | 1 | 2 | ||||||
| Max. Datenübertragungsgeschwindigkeit insgesamt | 300 MB/s | 1200 MB/s | 2900 MB/s | 5800 MB/s | ||||
| M-PHY-Version | 3.0 | 4.1 | 5.0 | |||||
| UniPro-Protokollversion | 1.6 | 1.8 | 2.0 | |||||
| UFS-Speicherkartenversion | 1.0 | 1.1 | 3.0 |
|---|---|---|---|
| Einführung | 2016[17] | 2018[15] | 2020[18] |
| Datenübertragungsgeschwindigkeit pro Übertragungsstrang | 600 MB/s | 1200 MB/s | |
| Max. Anzahl der Übertragungsstränge | 1 | ||
| Max. Datenübertragungsgeschwindigkeit insgesamt | 600 MB/s | 1200 MB/s | |
| M-PHY-Version | 3.0 | 4.1 | |
| UniPro-Protokollversion | 1.6 | 1.8 | |