DerUnified Video Decoder (UVD, früher auch „Universal Video Decoder“) ist ein Videoprozessor der FirmaAMD und basiert auf der Technik der Multimedia-ProzessorenXilleon. Die ersten Produkte, in die er integriert wurde, waren die Grafikkarten ATI Radeon HD 2400 und 2600 derRadeon-HD-2000-Serie. UVD wird fürAvivo HD benötigt.
Bei der Wiedergabe von bestimmten Videoformaten kann der UVD dieDekodierung übernehmen und somit denHauptprozessor (CPU) entlasten. Dabei können mit der ersten Version des UVDs alle Stufen des Dekodierens der HD-FormateH.264 undVC-1 übernommen werden.
MPEG4 AVC: Ja, VC1: Ja, mit max. 2K
Durch Verbesserung der Leistungsfähigkeit können ab UVD 2.0 zwei HD-Videostreams gleichzeitig von der Grafikkarte zur Darstellung übernommen werden, so dass die FunktionBild im Bild möglich ist. Zudem kann die Grafikkarte nun den Hauptprozessor beim Abspielen des MPEG-2-Formats teilweise entlasten.
UVD 3.0 unterstützt zusätzlich zu den Funktionen aus den vorherigen GenerationenDivX undXvid viaMPEG-4 Teil 2 Decoding undBlu-ray 3D viaMultiview Video Coding (120 Hz-Stereo-3D-Unterstützung), sowie Verbesserungen an der MPEG2-Wiedergabe.
Zusätzlich wurde in den GPUs derSouthern-Islands-Generation mitGraphics Core Next 1.0-Architektur (z. B. die Radeon HD7700-, 7800- und 7900-Versionen und die Radeon R7 250X-, R9 270/270X-, R9 280/280X-Versionen) sowie in denPiledriver-basiertenTrinity- (Ax - 5xxx, bspw. A10-5800K) undRichland-APUs die Video Coding Engine (VCE) 1.0 integriert, die auch das Hardware-unterstützteEnkodieren von Videos in bestimmte Formate, i. d. F. in H.264/MPEG-4 AVC unterstützt.[2]
Eingeführt wurde VCE 1.0 am 22. Dezember 2011 mit derTahiti-GPU derRadeon HD 7970.[3][4]
Mit dem UVD 4.0 wurde die Fehlertoleranz bei der H.264-Dekodierung verbessert. Diese Version wird unter anderem in denAPUs der Steamroller-Generation (Kaveri) und bei Grafikkarten derAMD-Radeon-R200-Serie ab Graphics Core Next 2 derVolcanic-Islands-Generation (z. B.Bonaire- undHawaii-GPUs) eingesetzt.[5] Die verbesserte VCE 2.0 ist dort ebenfalls beigefügt und liefert qualitativ hochwertigere Resultate bei der Enkodierung.
UVD 5.0 wurde mit derTonga-GPU derAMD Radeon R9 285 (Graphics Core Next 3) eingeführt. Neu ist die Unterstützung für H.264-Videodekodierung in 4K (auch Ultra HD/UHD genannt) bis zum Level 5.2 (dies entspricht 4Kp60; UHD bei 60 Vollbildern).[6][7][8][9]
Die VCE 3.0 kommt neu beim Enkodieren von H.264 bis 4K zum Einsatz. Dabei soll Tonga bis zu 12-mal schneller enkodieren als in Echtzeit.[10]
UVD 6.0 findet mit VCE 3 Verwendung in derVolcanic-Islands-Generation und neben der Unterstützung für Dekodierung von H.265 (HEVC) kann dieser Level eine neue, hochqualitative Video-Skalierung bieten. In den APUs der SerieStoney Ridge ist eine 10-Bit-Farbkanaltiefe für die Ultra-HD-Blu-ray möglich.[11]
UVD 7.0 / VCE 4.0 (enthalten in Vega 10): Weiterentwicklung von VP9 und H.265 in Richtung 5K und 8K-Auflösungen, VP9 als Hybridlösung.[13]
Mit Einführung der APU Raven Ridge (GCN 5) wurden der bisherige Videodecoder (UVD) und der Video-Encoder (VCE) zu einer neuen Einheit namens „Video Core Next“ zusammengefasst.Der VCN 1.0 beherrscht VP9 decoding jetzt vollständig in Hardware, beim UVD wurde ein Teil noch über die Shader berechnet.