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| Führung | |||
|---|---|---|---|
| Oberbefehlshaber: | Staatspräsident Tamás Sulyok | ||
| Verteidigungsminister: | Kristóf Szalay-Bobrovniczky | ||
| Militärischer Befehlshaber: | GeneralGábor Böröndi | ||
| Militärische Führung: | Generalstab | ||
| Sitz des Hauptquartiers: | Erster Dienstsitz: Budapest Zweiter Dienstsitz: Székesfehérvár | ||
| Teilstreitkräfte: | |||
| Militärische Stärke | |||
| Aktive Soldaten: | 21.600(2025)[1] | ||
| Reservisten: | 20.000(2022)[2] | ||
| Wehrpflicht: | nein | ||
| Wehrtaugliche Bevölkerung: | 4,56 Mio.(2023)[2] | ||
| Wehrtauglichkeitsalter: | Vollendetes 18. Lebensjahr | ||
| Paramilitärische Kräfte: | 12.000(2023)[2] | ||
| Haushalt | |||
| Militärbudget: | 1939,3 Milliarden Forint (4,85 Mrd. $)(2025)[3] | ||
| Anteil amBruttoinlandsprodukt: | 2,06 %(2025)[4] | ||
| Geschichte | |||
| Faktische Gründung: | 1918 | ||
| Höchste Mannstärke: | 218.224 | ||

DieUngarischen Streitkräfte (ung.Magyar Honvédség) stellen zusammen mit der Grenzwache die bewaffneten Streitkräfte des Landes dar. Vorläufer war dieUngarische Volksarmee (ung.Magyar Néphadsereg).
Seit demNATO-BeitrittUngarns 1999 im Zuge derNATO-Osterweiterung werden die Streitkräfte dem westlichen Standard angepasst. Die meisten Waffensysteme stammen aus sowjetischer Produktion. Seit 1988 hat sich die Zahl der Soldaten von 99.000 aktiven und 135.000Reservisten auf jetzt noch 21.600[1] Aktive und 20.000 Reservisten verringert. Seitdem dieWehrpflicht 2004 abgeschafft wurde, bestehen Ungarns Streitkräfte ausBerufssoldaten.
Nach demÖsterreich-Ungarischen Ausgleich 1867 verfügte Ungarn mit derk.u. Landwehr (Honvéd) bereits über eigene Streitkräfte. Nach dem AuseinanderbrechenÖsterreich-Ungarns traten viele Weltkriegsveteranen aus derHonvéd in die während der Zeit derUngarischen Räterepublik gebildeteRote Armee ein, die letztlich im Kampf gegenrumänische Truppen unterlag. Im August 1919 besetzte Rumänien die ungarische HauptstadtBudapest, was den Untergang der Räterepublik zur Folge hatte. Nach dem Abzug der Rumänen 1920 übernahmReichsverweserMiklós Horthy und dessenKöniglich Ungarische Armee die Macht in Ungarn. Die Königlich Ungarische Armee wurde als Verbündeter derWehrmacht in derSchlacht um Budapest 1945 weitgehend aufgerieben. Nach dem Ende desZweiten Weltkriegs wurde die ungarischen Streitkräfte dann unter dem Einfluss derSowjetunion wieder aufgebaut und in die Strukturen desWarschauer Paktes eingebunden. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden die ungarischen Streitkräfte reorganisiert. Ungarn als einer von drei ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten trat am 12. März 1999 derNATO bei.
DieUngarische Streitkräfte haben den Auftrag, dieterritoriale Integrität des Staates Ungarn zu schützen und im Kriegsfall dieLandesverteidigung zu gewährleisten. Im Frieden leisten sie durch Ausbildung, Bereitstellung und Versorgung von Militär einen Beitrag zu Ungarns Bündnisverpflichtungen innerhalb derNATO.Die NATO hat (Stand März 2009) kritisiert, Ungarn komme seinen Bündnisverpflichtungen nicht nach und die Streitkräfte könnten den Schutz des eigenen Landes nicht gewährleisten.[5][6][7] Seit dem Jahr 2023 erfüllte Ungarn die von der NATO geforderte 2% Hürde.[4]
Bis zu ihrem Rückzug im Jahr 2005 waren 300 ungarische Soldaten imIrak. Es ist bekannt, dass die Reservebasis der ungarischen Luftwaffe inKaposvár vor demIrak-Krieg von derUS-Luftwaffe gemietet wurde.
Daneben sind die ungarischen Streitkräfte im Rahmen folgender internationaler Verpflichtungen engagiert:

| NATO Code | Ungarische Rangbezeichnung | Deutsche Übersetzung (Bundeswehr; Bundesheer) |
|---|---|---|
| OR-1 | Honvéd (hv) | Soldat; Rekrut |
| OR-2 | Őrvezető (örv) | Gefreiter |
| OR-3 | Tizedes (tiz) | Obergefreiter/Hauptgefreiter; Korporal |
| OR-4 | Szakaszvezető (szkv) | Stabsgefreiter/Oberstabsgefreiter; Zugsführer |
| OR-5 | Őrmester (örm) | Unteroffizier, Stabsunteroffizier; Wachtmeister |
| OR-6 | Törzsőrmester (törm) | Feldwebel, Oberfeldwebel; Oberwachtmeister |
| OR-7 | Főtörzsőrmester (ftörm) | Hauptfeldwebel; Stabswachtmeister |
| OR-8 | Zászlós (zls) | Stabsfeldwebel; Oberstabswachtmeister |
| OR-8 | Törzszászlós (tzls) | Stabsfeldwebel; Oberstabswachtmeister |
| OR-9 | Főtörzszászlós (ftzls) | Oberstabsfeldwebel; Offiziersstellvertreter/Vizeleutnant |
| NATO Code | Ungarische Rangbezeichnung | Deutsche Übersetzung (Bundeswehr; Bundesheer) |
|---|---|---|
| OF-1 | Hadnagy (hdgy) | Leutnant |
| OF-1 | Főhadnagy (fhdgy) | Oberleutnant |
| OF-2 | Százados (szds) | Hauptmann, Stabshauptmann; Hauptmann |
| OF-3 | Őrnagy (őrgy) | Major |
| OF-4 | Alezredes (alez) | Oberstleutnant |
| OF-5 | Ezredes (ezds) | Oberst |
| OF-6 | Dandártábornok (ddtbk) | Brigadegeneral; Brigadier |
| OF-7 | Vezérőrnagy (vörgy) | Generalmajor |
| OF-8 | Altábornagy (altbgy) | Generalleutnant |
| OF-9 | Vezérezredes (vezds) | General (Generaloberst) |
Vgl.Dienstgrade der ungarischen Streitkräfte undAufbau und Organisation der Österreichisch-Ungarischen Landstreitkräfte
Die ungarischen Streitkräfte bestehen ausLand- undLuftstreitkräften. Da Ungarn einBinnenstaat ist, verfügt es über keineSeestreitkräfte, allerdings sind bewaffnete Binnenschiffe auf der Donau und auf der Theiß im Einsatz.
Für die Sicherheit der Flüsse und Binnenseen ist das Heer mit 270 Soldaten und etwa 45 kleinen Schnellbooten zuständig.

Die Luftstreitkräfte haben einen Umfang von 5.000 Soldaten und sind hauptsächlich auf zwei Stützpunkte disloziert. Als Ersatz für die letzten 22 MiG-21 wurden von Schweden 14 Saab 39 Gripen-Jets geleast. Als Besonderheit gibt es drei in Ungarn registrierte und stationierteC-17 Globemaster III, die von der multinational besetztenHeavy Airlift Wing derStrategic Airlift Capability in Pápa betrieben werden.