


Turnhose, auchSporthose genannt, ist die Bezeichnung einer kurzen Hose, die vorwiegend beimSport Verwendung findet, teilweise aber auch als Alltagskleidung (sowohl alsOberbekleidung als auch alsBadebekleidung undUnterhose). Der Bezug zumBegriff „Turnen“ bezieht sich weniger auf die DisziplinenGeräte- undBodenturnen, als aufTurnen als Bewegungskultur. Mit den Turnhosen verwandt sind dieShorts, die Begriffe werden oft gar synonym verwendet.
Es handelt sich bei der Turnhose um eine locker sitzende kurzeHose mit Gummizug am Bund. In leichten schnittlichen Variationen kommt sie bei mehreren Sportarten zum Einsatz. Während die Turnhosen zuerst meistens ausBaumwolle waren, wurden sie ab den 1970er Jahren vermehrt ausNylon-Glanzstoff hergestellt. Moderne Turnhosen bestehen meistens aus atmungsaktiven synthetischen Mischungen, z. B. Climalite, Coolmax, Tactel. Vor Wettkämpfen, zumAufwärmen oder bei kalter Witterung wird über oder anstelle derSporthose und zugehörigem T-Shirt einSportanzug getragen.
Meist besitzen sie einen eingearbeitetenInnenslip und können ohne Unterhose getragen werden. Werden sie alsBadehosen verwendet, was besonders bei der männlichen Jugend verbreitet ist, wird dies aus hygienischen Gründen in einigen Badeanstalten auch so erwartet. Da dies jedoch unmöglich zu kontrollieren ist, werden besonders in Frankreich in Badeanstalten oft nur noch eng anliegende Badeslips geduldet.
Populär sind insbesondere dieFußballshorts, die seit den 1970er Jahren auch zunehmend als Freizeitkleidung an Bedeutung gewannen und aktuell wieder ein Revival erfahren. Die Turnhose wird oft mit einemT-Shirt oder beim Sport mit einemTrikot kombiniert. Die Beliebtheit betrifft insbesondere spezielle Glanzhosen der 70er Jahre, bekannt geworden durch den FußballerFranz Beckenbauer. Sie sind heute begehrte Sammlerstücke und werden auf Internetauktionen gehandelt, wobei seltene Exemplare dreistellige Eurobeträge erzielen können. Die in den Farben und Mustern von Sportvereinen – besonders Fußballclubs – gehaltenen Hosen und T-Shirts für Fans sindFanartikel.
Daneben gibt es Turnhosen noch alsSprinter-Shorts. Ähnlich geschnitten, aber mit deutlich breiterem und höher sitzendem Gummizug-Bund sind dieShorts, die imBox-Sport getragen werden. „Boxershorts“ alsUnterwäsche orientieren sich daran nur vereinfacht und ähneln eher den Fußballshorts.
Für Frauen, Mädchen und Jungen (bei Jungen aber nur bis zum Alter von etwa zehn Jahren) gab es etwa zwischen 1960 und 1990 Turnhosen in Slipform, die zwar umgangssprachlich Turnslips genannt, im Katalog aber unter der Bezeichnung Turnhose geführt wurden. Als Material verwendete man anfangs schwarzenDoppelripp und Helanca. Passend dazu gab es auch die Turnhemden.