| Trierischer Volksfreund | |
|---|---|
| Beschreibung | Abonnement-Tageszeitung |
| Verlag | Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH (Deutschland) |
| Hauptsitz | Trier |
| Erstausgabe | 25. September 1875 |
| Erscheinungsweise | täglich |
| Verkaufte Auflage | 50.357 Exemplare |
| (IVW 4/2025, Mo–Sa) | |
| Reichweite | 0,270 Mio. Leser |
| (MA 2017) | |
| Chefredakteur | Thomas Roth[1] |
| Geschäftsführer | Thomas Deicke, Thomas Marx |
| Weblink | volksfreund.de |
DerTrierische Volksfreund ist eineTageszeitung ausTrier. Im Volksmund wird die Zeitung häufig als „Volksfreund“ bezeichnet. Sie ist Teil derSaarbrücker Zeitungsgruppe um dieSaarbrücker Zeitung. Dieverkaufte Auflage beträgt 50.357 Exemplare, ein Minus von 49,7 Prozent seit 1998.[2]
Die Zeitung erscheint imRheinischen Format. Der herausgebende VerlagTrierischer Volksfreund Medienhaus GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen derSaarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH, die wiederum mit 56 Prozent mehrheitlich derRheinischen Post Mediengruppe gehört.
Die Zeitung wurde 1875 vonNikolaus Koch und Nikolaus Philippi gegründet. Ursprünglich alsTrierisches Anzeigenblatt verlegt, erschien die Zeitung zunächst dreimal wöchentlich, später dann täglich. Am 25. September 1878 erschien die Zeitung erstmals unter dem TitelTrierischer Volksfreund, ab 1903 sogar zweimal täglich. Sie stand politisch derZentrumspartei nahe.
Am 30. April 1938 wurde das Blatt von denNationalsozialisten verboten (sieheSchriftleitergesetz). Ab 1946 wurde die Zeitung wieder neu aufgelegt, zunächst unter dem TitelTrierische Volkszeitung, seit 1949 aber wieder unter dem noch heute bestehenden Titel.
Seitdem dieTrierische Landeszeitung ihren Betrieb 1974 eingestellt hat, ist der „TV“ dieeinzige Tageszeitung im Bereich des ehemaligenRegierungsbezirkes Trier. Im Jahr 2003 erhielt die Zeitung denLokaljournalistenpreis derKonrad-Adenauer-Stiftung. Chefredakteur ist seit dem 1. Oktober 2017Thomas Roth.[3]
Im Juli 2014 nahm der Verlag eine neue Druckmaschine, eineRotationsoffsetmaschine TypCortina der KBA (Koenig & Bauer) in Betrieb.[4][5] Die Zeitung wird seit 2021 nicht mehr in Trier, sondern zusammen mit den Ausgaben der Saarbrücker Zeitung im fast 100 km entferntenSaarbrücken gedruckt.[6]
Verlegt wird die Zeitung seit 1. Januar 2013 von derRheinische Post Mediengruppe, die über dieSaarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH die Mehrheit übernommen hat.[7] Zuvor gehörte das Blatt zurVerlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die seit 1974 eine 15-Prozent-Beteiligung amTrierischen Volksfreund gehalten hatte. Nach dem Tod der Verlegerin Luise Koch 1993 kamen die Gesellschaftsanteile des Unternehmens schließlich ganz zurSaarbrücker Zeitung Medienhaus GmbH, an dem die Holtzbrinck-Gruppe einen Mehrheitsanteil von 52,33 Prozent hielt. Dieser Anteil wurde im Laufe des Jahres 2012 an den Mitgesellschafter GSB übertragen und anschließend an die Rheinische Post Mediengruppe verkauft.
Redaktionell und operativ wird derVolksfreund dennoch selbstständig weitergeführt. Die Zeitung besitzt weiterhin eineVollredaktion, bezieht aber auch Berichte und Kommentare der Berliner Hauptstadtredaktion von der zur Saarbrücker Zeitungsgruppe gehörendenBerliner Medienservice GmbH (BMS) und derenNews Pool, dessen Redaktion bei der Saarbrücker Zeitung in Saarbrücken angesiedelt ist.
Seit 1996 hält der „TV“außerdem Anteile am lokalen AnzeigenblattWochenspiegel. DasBundeskartellamt hat von diesem Erwerb im Rahmen eines anderen Verfahrens im Sommer 2004 Kenntnis erlangt und einFusionskontrollverfahren eingeleitet. Der Zusammenschluss habe zur Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem regionalen Anzeigenmarkt – dem Gesamtverbreitungsgebiet desTrierischen Volksfreunds – geführt und damit auch zur Absicherung dieser Stellung auf dem relevanten Lesermarkt. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss zwischen der damals zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH und der Wochenspiegel GmbH & Co. KG daher im Mai 2005 untersagt.
DerTrierische Volksfreund hat wie die meistendeutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren anAuflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 4,8 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 5,6 % abgenommen.[8] Sie beträgt gegenwärtig 50.357 Exemplare.[9] Der Anteil derAbonnements an der verkauften Auflage liegt bei 93,7 Prozent.
| 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 100.052 | 100.722 | 101.862 | 100.762 | 100.498 | 100.730 | 100.228 | 97.970 | 97.156 | 94.603 | 93.523 | 92.561 | 91.758 | 90.520 | 89.327 | 87.271 | 85.354 | 82.356 | 79.356 | 75.490 | 71.287 | 67.718 | 65.431 | 62.754 | 59.820 | 56.161 | 53.364 | 50.357 |
Seit Januar 2019 erscheinen fünf verschiedene Lokalausgaben mit einerverkauften Gesamtauflage von 50.357 Stück:[11]