Trémolat liegt in einer Höhe von etwa50 m in der Landschaft desPérigord noir auf dem rechten Ufer derDordogne in strategisch günstiger Lage zwischen zwei Flussschleifen(cingles). Etwa 35 km (Fahrtstrecke) trennen den Ort vom westlich gelegenenBergerac bzw. etwa 43 km vom östlich gelegenenSarlat-la-Canéda. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 825 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[1]
Die Bevölkerung des Ortes lebte jahrhundertelang alsSelbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Weinbau und ein wenig Viehzucht gehörte. Ein Teil des produzierten Weins wurde in Fässern aufFlößen und/oderLastkähnen über die Dordogne und die Häfen an derGironde bis nach England exportiert. Heute spielen – neben Kleinhandel und Handwerk – der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt.
Mönche des Klosters vonSaint-Cybard inAngoulême gründeten bereits im 9. Jahrhundert eine Niederlassung in Trémolat. Aus ihr entwickelten sich sowohl die romanische AbteikircheSaint-Nicolas als auch – im Lauf von Jahrhunderten – der heutige Ort.
Die ausBruch- undHausteinen erbaute ehemaligePfarrkircheSaint-Hilaire stammt aus dem 12. Jahrhundert und steht inmitten eines Friedhofs. Ihr Westportal springt leicht nach vorne aus der ansonsten vollkommen schmucklos gestalteten Westfassade heraus; es zeigt ein mehrfach zurückgestuftes Portalgewände mit entsprechendenArchivolten; den Abschluss bildet ein figürlicherKonsolenfries mit unheilabwehrend (apotropäisch) gemeinten Köpfen. Die Fassade wird von einem schmucklosenGlockengiebel überragt. Die Kirche besteht aus einem einschiffigenLanghaus mitTonnengewölbe und einem – später angebauten – verbreiterten undapsislosenChorbereich mit gotischemRippengewölbe. Die Kirche wurde erst im Jahre 2010 alsMonument historique[3] eingestuft.
Die nähere Umgebung von Trémolat bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten: Schwimmen, Kanusport, Angeln etc. Für Wanderer gibt es schöne Ausblicke auf die Flussschleifen der Dordogne.