Trédarzec (bretonischTredarzeg, vonbretonischtreb‚Dorf‘ und einem aus dem Bretonischen abgeleitetenAnthroponym,tarz, deutsch‚(Gletscher-)Spalte; Ausbruch‘,französischcrevasse; éruption[1]) ist einefranzösischeGemeinde mit 1.069 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2022) imDépartement Côtes-d’Armor in derRegionBretagne. Sie gehört zumArrondissement Lannion und zumKanton Tréguier. Die Bewohner nennen sichTrédarzécois(e).
Trédarzec liegt rund 25 Kilometer nördlich vonGuingamp und rund 20 Kilometer nordöstlich vonLannion. Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf Trédarzec noch der mit dem Dorf zusammengewachsene WeilerCrec’h Urustal und die WeilerCrec’h Choupot südlich undSainte-Marguerite östlich von Trédarzec. Es gibt zudem zahlreiche Einzelgehöfte innerhalb der Gemeinde. Die westliche Gemeindegrenze bildet der KüstenflussJaudy. DerBizien ist einer seiner Zuflüsse, der auf dem Gemeindegebiet von Trédarzec von rechts in ihn einmündet und einen Teil der südlichen Gemeindegrenze bildet.
Die Gemeinde zählt sieben benachbarte Gemeinden undCommunes déléguées: Kerbors, Minihy-Tréguier, Pleumeur-Gautier, Plouguiel, Pouldouran, Tréguier und Troguéry.
Zwischen 1793 und 1821 wuchs die Einwohnerschaft stark an. Danach pendelte sie bis 1881 stets um Werte von 1550 bis 1650 Einwohnern. In den 10 Jahren von 1881 bis 1891 sank die Anzahl der Bewohner um rund 200 Personen. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges blieb die Bevölkerungszahl dann stabil bei ungefähr 1400 Menschen. In der Zeit vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs sank die Zahl der Einwohner wegen des Fehlens der gefallenen jungen Männer und der Abwanderung in die Zentren weiter. Zwischen 1962 und 1975 folgte eine dritte Abwanderungswelle und führte zu einem Tiefststand von knapp unter 1000 Bewohnern.
Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2008 | 2019 |
Einwohner | 1191 | 1128 | 997 | 1058 | 1023 | 999 | 1102 | 1060 |
Quellen: Cassini und INSEE |
- Schloss vonKerhir aus dem 16./17. Jahrhundert
- Herrenhaus vonLe Bot aus dem 16. Jahrhundert mit altem Ziehbrunnen
- Herrenhaus vonLe Carpont aus dem 15.–18. Jahrhundert
- Herrenhaus vonLangarv aus dem Jahr 1453
- Jardins de Kerdalo, ein 18 ha großer Landschaftsgarten imEnglischen Stil[2]
- Kirche Saint-Pierre, erbaut 1837–1838
- Kapelle Saint-Nicolas de Kerhir (Ende 15. Jahrhundert) in Kerhir
- Kapelle Saint-Votrom (aus dem 14. Jahrhundert) in Pont-Bégou
- Kapelle Sainte-Trinité au Carpont (aus dem 15. Jahrhundert) in Le Carpont
- Kreuz auf dem alten Dorffriedhof (15.–18. Jahrhundert)
- Kreuz vonKeranroux aus dem Jahr 1772
- Haus vonSaint-Nicolas (17./18. Jahrhundert)
- Bauernhaus vonMez-Crec’h aus dem 18. Jahrhundert
- Bauernhaus vonRoz-an-Dillen aus dem 17. Jahrhundert
- 7 Mühlen
- gefasste Quellen inKerguézec,Kerviziou,Saint-Nicolas undTraou-Meur
- Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998,ISBN 2-84234-017-5, S. 601–603.
- Érik Orsenna, Isabelle et Timothy Vaughan:Kerdalo. Le jardin continu. Fotografien von Yann Monel. Ulmer, Paris 2007,ISBN 978-2-84138-316-0 (französisch; zu den Gärten von Kerdalo).
- ↑Histoire de la commune de Trédarzec. (Memento vom 27. Januar 2016 imInternet Archive). In:fr.topic-topos.com, abgerufen am 6. März 2018 (französisch; zu Geschichte und Denkmälern).
- ↑Magische Gärten. Kerdalo. (Memento vom 8. März 2018 imInternet Archive) In:arte.tv.Arte, abgerufen am 6. März 2018 – Filmbeschreibung zur Dokumentation von Hugo Benamozig (Regie), Frankreich 2017,ARTE France, 26 Min.