Zeichen 365-58 an Bundesautobahnen in DeutschlandHistorischer Toiletten-WegweiserStandardisiertes Zeichen zur Kennzeichnung von Toilettenräumen
DieToilette [toˈlɛtə] oder [to̯aˈlɛtə] (vonfranzösischtoile‚Tuch‘), auchKlosett (vonenglischcloset, auch nur kurzKlo),Null-Null (von ‚00‘) oder die AbkürzungWC (vonenglischwater closet‚Wasserklosett‘) bezeichnet etwa seit dem 19. Jahrhundert einesanitäre Vorrichtung zur Aufnahme von Körperausscheidungen (insbesondereKot undUrin) und deren Entsorgung mit Hilfe von Wasser.
Daneben bezeichnen die Begriffe zugleich den Ort bzw. Raum, in dem sich die Vorrichtung befindet. Hierzu zählen auch Toiletten ohne Wasseranschluss, die nicht mit derKanalisation verbunden sind, wiemobile Toiletten,Plumpsklos und dieKomposttoilette. Auch dasUrinal sowie dasPissoir, welche lediglich Urin aufnehmen, wird zu den Toiletten gezählt. Temporäre Lösungen wieAbortkübel und derNachttopf werden bzw. wurden in erster Linie dort genutzt, wo es in unmittelbarer Nähe keine Toilette gab.
2001 wurde dieWelttoilettenorganisation gegründet, welche die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und des Zugangs zu Toilettenanlagen zum Ziel hat und denWelttoilettentag ausrief. Etwa sechs von zehn Menschen (also 4,3 Milliarden) hatten 2019 weltweit keinen Zugang zu hygienischen Sanitäranlagen,[1] nach anderer Quelle (2010) etwa 2,5 Milliarden Menschen.[2]
Der BegriffToilette leitet sich aus der französischen Sprache ab, in welcher „toilette“ den Vorgang des Schminkens, Frisierens und Ankleidens der Hofdamen bedeutete – ursprünglich hießen Frisier- und Waschtische „toilettes“. Da die Frauen bei Hofe für ihre Toilette spezielle Ankleidezimmer besaßen und dort auf ihrenLeibstühlen auch ihre Notdurft verrichteten, bürgerte sich diese Bezeichnung, zunächst nur außerhalb Frankreichs, für das Klosett an sich ein, und zwar im Deutschen im 19. Jahrhundert und im amerikanischen Englisch ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. Das gleichbedeutende französischtoilettes (im Plural) ist erst seit 1964 lexikographisch verzeichnet.[3]
Andere – oft scherzhafte und/oder veraltete/veraltende – Bezeichnungen für diesen (kleinen) Raum sind derLokus (vonlateinischlocus‚Ort‘ bzw.locus necessitatis ‚Ort der Notdurft‘), dieLatrine (vonlateinischlavare‚sich baden/waschen‘), dasPrivé (französischprivé‚vertraulich, privat‘), dieRetirade (lat.-italienisch-französisch ‚Ort des Rückzugs‘), derAbtritt (eine Variante des ‚Austretens‘), derAbort oder auch dasstille Örtchen. Vulgärbezeichnungen sindScheißhaus (mittelhochdeutschschîzhûs, ursprünglich nicht anstößig),Schlotte – eigentlich ein Hohlraum in wasserlöslichem Gestein – oder besonders im MilitärjargonDonnerbalken. Dialektale Begriffe sind inÖsterreich undBayern auchHäusl, in derSchweizHüüsli, verbreitet im Südwesten des deutschen Sprachgebiets sodannAB (verhüllend für Abort oder Abtritt). Früher üblicheverschleiernde Bezeichnungen waren fernerHeimlichkeit oderheimliches Gemach sowieDansker.[4]
Alle diese Bezeichnungen zeigen das hohe Schamgefühl gegenüber einem der intimsten menschlichen Themen sowie den Wunsch nach dem Alleinsein während der Benutzung einer Toilette und sind damitEuphemismen, die sich aus Dingen der Umgebung der Toilette ableiten lassen; keines meint in seinem Ursprung die Schüssel selbst.
Hinweisschilder an Toiletten tragen oft die Aufschrift00 oder0. Das ergab sich, weil inHotels im 19. Jahrhundert die Toilettenräume üblicherweise in der Nähe desAufzugs oder desTreppenhauses lagen. Da dort meist die Nummerierung der Zimmer begann, trugen die Toilettenräume die Zimmernummer0 oder auch zweistellig00.
Gut ausgebaute Abortanlagen gab es bereits um 2800 v. Chr. inMesopotamien. InMohenjo-Daro, der größten ausgegrabenen Stadt derIndus-Kultur, gehörten Toiletten zur Hausausstattung.[5] Imminoischen Palast vonKnossos aufKreta gab es sanitäre Räume, unter anderem Toiletten mit Wasserspülung.
Auch dierömische Kultur kannte WCs,Latrinen, bei denen die Fäkalien hygienisch durch Wasser entfernt wurden, das unter den Reihen der Lochsitze entlang floss. Da städtische Wohnungen, besonders in den großen Mietshäusern (Insulae) nicht über eigene Aborte verfügten, waren überall öffentliche Latrinen gegen ein geringes Entgelt benutzbar; die Aufseher kassierten, sorgten für Hygiene und gaben an Stöckchen befestigte frische Schwämme zur Körperreinigung aus. Zur Befeuchtung der Schwämme befand sich vor den Sitzreihen eine Rinne, durch die frisches Wasser floss. In den Häusern der Reichen (villae urbanae) und auf ländlichen Gutshöfen (villae rusticae) gab es oft eigene Anlagen, die den öffentlichen ähnelten, während die ärmere Landbevölkerung sich mit Plumpsklos oder der freien Natur behalf. In den öffentlichen Toilettenanlagen waren die einzelnen Sitze im Rechteck oder Halbkreis nebeneinander angeordnet, da der Stuhlgang keineswegs separiert erfolgte, sondern als geselliges Beisammensein mit Unterhaltung angesehen wurde. Lediglich die herunterhängenden Kleidungsstücke derToga,Tunika oderPalla gewährten einen gewissen Sichtschutz. In den Städten desAltertums mündeten die Abflüsse in die großenAbwasserkanäle, die sogenanntenKloaken. Die bekannteste war dieCloaca Maxima inRom.[6] Diese Technik ging mit dem Ende desRömischen Reiches verloren. Als Pissoirs dienten oftAmphoren, da der gesammelte Urin als Mittel für dieLedergerbung und die Wäschereinigung eingesetzt wurde; die darauf erhobene Latrinensteuer soll KaiserVespasian mit den Wortenpecunia non olet („Geld stinkt nicht“) gerechtfertigt haben.
ImMittelalter gab es in isoliert stehenden Gebäuden, etwaBurgen oderKlöstern, Toiletten in Form von Nischen und Erkern (Aborterker), die oft einfach ins Freie, in die Burggräben führten, eher selten gab es hölzerne Fallrohre.
Im städtischen Bereich wurden Toiletten in der Regel alsSickergruben angelegt. DieAbwässer wurden in Gräben, Gewässer oder Kanäle geleitet (→Necessarium) oder sie versickerten einfach im Boden. Die Anlage von Sammelrohren wurde zwar angestrebt, aber kaum durchgeführt. Die Hauswasserversorgung erfolgte meist durch hauseigene Pumpen, Schöpf- und Ziehbrunnen, mit der Gefahr der Verseuchung durch ungeklärte Abwässer, die nahe den Brunnen versickerten. Besonders für das Mittelalter und die frühe Neuzeit sind diese Latrinen wichtigearchäologische Quellen, da außer den Exkrementen auch andere Abfälle in die Gruben gelangten und die Erhaltungsbedingungen für organisches Material wegen des Sauerstoffmangels und dadurch fehlenderOxidations- und Gärprozesse dort meist gut sind.[7]
In großzügigen Schloss- und Palaisbauten des 17. und 18. Jahrhunderts waren Schlafgemächer und Kabinette der Besitzer sowie Gästezimmer mit tragbarenLeibstühlen oder kleinenLavoirs ausgestattet. Die kleinen Nebenräume, in denen die mobilen Tragstühle standen, bezeichnete man alsRetirade (von frz.retirer, „sich zurückziehen“), etwa imSchloss Schwetzingen.[8] Bei großen Gesellschaften reichten diese jedoch nicht aus, sodass für die Notdurft oft ohne Hemmungen Korridore, Flure, Raumecken, Eingänge und Durchfahrten sowie Höfe, Gärten und Parkanlagen benutzt wurden, wodurch bisweilen ein penetranter Geruch die Schlösser durchzog. In dem FilmDer Leopard (1963 vonLuchino Visconti) schwenkt während der Ball-Szene die Kamera in ein Nebengemach, vor dem sich die Herren im Frack drängeln und das angefüllt ist mit unzähligen Glastöpfen voller Urin.
Im Jahr 1596 erfandSir John Harington das erste Wasserklosett der Neuzeit. Seine Erfindung geriet aber wieder in Vergessenheit. 1775 erhielt der schottische ErfinderAlexander Cumming das Patent für seine Ausführung eines Wasserklosetts. 1777 erhielt Samuel Prosser ein Patent für einplunger closet. Ein Jahr später entwickelteJoseph Bramah einen Toilettentyp, der häufig auf Schiffen und Booten eingebaut wurde.[9] Gazeneuve et Companie erfand in Paris zu Beginn des 19. Jahrhunderts dengeruchlosen beweglichen Abtritt, der viel zu einem verbesserten Wohnwert beitrug. Er verbreitete sich rasch und beschäftigte unter anderem den Münchner ArchitektenLeo von Klenze, der diese technische Innovation 1822 im neu erbautenPalais Leuchtenberg installierte.
Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts gab es in manchen größeren StädtenAbtrittanbieter, die mit Eimern ausgestattet waren und so Passanten die Verrichtung der Notdurft ermöglichten.[10] Im 20. Jahrhundert wurden Latrinen von Abfuhrunternehmen, so genannten Dampf-Latrinen-Reinigungsanstalten, entleert.
1834 ließ der Präfekt Claude-Philibert de Rambuteau in Paris die ersten öffentlichenPissoirs errichten.
Georg Jennings' Fabrikation bei August Maas & Co. in Frankfurt a. M. und Wien, im August 1875 angeboten für denNeubau der Kunstakademie Düsseldorf
Der Entwickler des WCs ist der englische Klempner George Jennings (1810–1882): Er stellte es auf derGreat Exhibition im Jahre 1851 imHyde Park in London aus. In Deutschland verbreiteten sich Toiletten mit Wasserspülung gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Städten, als Wasseranschlüsse in den Häusern und vor allem dieKanalisation üblich wurden. Auf dem Land blieben dagegen oft noch bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg Plumpsklos üblich, also Abtritte mit Sickergruben (Latrinen), wie sie zuvor auch in den Städten üblich waren.
Das Sammeln von Urin war vormals für verschiedene Handwerke wichtig, weil diesesAmmoniak enthält und zumTextilienfärben,Gerben von Leder[11] und Lederfärben[12] sowie zumWäschewaschen verwendet wurde.
WC-Flachspülbecken mit nicht wassersparendem Spülsystem
Sitzklosett, bei dem sich unter dem Gesäß des Benutzers eine Art Stufe befindet, auf die die Ausscheidungen fallen. Der Ablauf zum Siphon ist beim Flachspüler vorne (zur Raummitte). Die Ausscheidungen verschwinden erst beimSpülen über dasSiphon in das Abwassersystem. Dadurch besteht die Möglichkeit der Inspektion des Stuhls (Farbe, Konsistenz, Blutauflagerungen,Wurmerkrankungen) sowie der Entnahme einer Stuhlprobe zum Zwecke weiterer medizinischer Diagnostik. Der größte Nachteil dieser Bauart ist die starke Geruchsentwicklung, weswegen öffentliche und private Toiletten seit den 1990er Jahren auf Tiefspüler umgerüstet wurden.
Typische Tiefspültoilette amerikanischer Bauart mit Druckspüler. Im Sumpf die Wasserstrahlöffnung in den Siphon
Schnitt durch einen Tiefspüler mit offenem Spülrand(spülrandloses WC) imKeramikmuseum Mettlach
Sitzklosett, bei dem die Exkremente in das Wasser einesSiphons fallen, der sich unter dem Gesäß des Benutzers befindet. Dadurch ist die Geruchsentwicklung gering, weil das Wasser den Kontakt der Exkremente mit der Raumluft verhindert. Ein Nachteil gegenüber dem Flachspüler ist jedoch, dass das Wasser oft an das Gesäß hochspritzt.
Eine Abwandlung dieses Spülsystems ist das Kaskaden-WC (auch Cascade-Spüler genannt): Der Ablauf zum Siphon ist hierbei ganz hinten (wandseitig),[13] das Hochspritzen des Wassers wird durch eine Keramikzunge verhindert.[14]
Der Spülvorgang unterscheidet sich bei europäischen und nordamerikanischen Toiletten: Während in Europa das beim Spülen einlaufende Wasser die Exkremente wegtransportiert, wird in Nordamerika in den oft mehrfachmäandernden Siphon ein Teil des Spülwassers als Wasserstrahl eingeleitet.[15] Die Funktion ist die einerStrahlpumpe, das Wasser dient als Treibmedium, zum Spülende dem einesSaughebers. Der Inhalt der Schüssel wird somit durch Sog entleert und dann wieder aufgefüllt. Der Wasserstand in amerikanischen Tiefspülern ist zudem deutlich höher als in europäischen.
Als weitere konstruktive Neuerung finden seit den 2010er Jahren Toilettenschüsseln ohne Spülrand, die einfacher zu reinigen sind, zunehmende Verbreitung.[16]
In manchen Einrichtungen für kleinere Kinder wie Kindergärten gibt es Kindertoiletten. Zur Gewöhnung eines Kindes, das bislang noch einTöpfchen benutzt hat, gibt es Toilettensitze mit einer kleineren Öffnung, damit das Kind nicht in die Toilette fallen kann. Für die Benutzung von beiden benötigen die Kinder bis ins Kindergartenalter immer den Beistand einer Betreuungsperson.
Bei einerHocktoilette (manchmal Stehtoilette genannt) sitzt der Benutzer auf keiner Schüssel, sondern befindet sich in Hocke. Die Toilette kann dabei ein einfaches Loch oder eine Rinne im Boden sein. Inzwischen gibt es größere, beckenähnliche Konstruktionen. Hocktoiletten sind inAsien,Südeuropa undislamischen Ländern verbreitet. Da kein direkter Kontakt von Körper und Toilette entsteht, werden sie oftmals als besonders hygienisch angesehen. Für Unerfahrene ist die Benutzung durchaus schwierig. Umgekehrt kann auch die Benutzung eines Sitzklos ein Problem für Menschen darstellen, die daran nicht gewöhnt sind und den Kontakt zwischen Gesäß undKlobrille als unhygienisch empfinden. Vorteilhaft ist bei der natürlichen Hockstellung, dass der Enddarm nicht abgeknickt wird, anders als bei Sitztoiletten.
Früher war es üblich, Toilettenbecken frei im Raum aufzustellen. Das voluminöseAbflussrohr verlief durch den Boden oder in die Wand und dann abwärts, bei an der Wand hängenden Toilettenbecken in die Wand hinein oder in einer gemauerten Wandnische unter dem Putz. Die Zufluss- und Abwasserleitungen liegen oft unsichtbar hinter einerTrockenbaukonstruktion.
Als einfache Lösung, um die Abflussleitung vollständig zu verbergen und zugleich die Reinigung des Bodens zu erleichtern, bot es sich an, das Toilettenbecken wandhängend an der Konstruktion aufzuhängen. Hänge-WCs haben bei Neubauwohnungen die weiteste Verbreitung. Ihre Anschlussmaße bestimmen sich nach der DIN EN 33:2011-11.
Moderne Toiletten werden auch alsDusch-WCs gestaltet. Diese haben in der Schweiz einen Marktanteil von 10 Prozent und in Deutschland 1 Prozent.[17] InJapan undKorea sind sie (unter der BezeichnungWashlets mit zahlreichen Zusatzfunktionen) häufiger verbreitet. Der Anteil von Dusch-WCs beträgt in Japan ca. 80 Prozent, in Korea 30 Prozent.[18][19]
Bei der „offenen Bauart“ spricht man auch von einerFallrohrtoilette, bei der die Entleerung direkt nach außen erfolgt. Bei derEisenbahn war dies früher das in den Waggons am weitesten verbreitete System, weswegen in Bahnhöfen das Benutzen der Bordtoilette verboten war. Den Vorteilen der einfachen Bauart, der ständigen Verfügbarkeit und der nicht notwendigen Entleerung eines Sammelbehälters stehen Verschmutzungs-,Infektions- undUmweltprobleme gegenüber.
Toiletten mitgeschlossener Bauart haben einen Abwassertank, der normalerweise alle ein bis zwei Tage insAbwasser entleert wird. Die geschlossenen Bauarten (mit oder ohne Behandlung der Abwässer) werden überwiegend perUnterdruck entleert; dies ermöglicht es, beim Spülen Wasser zu sparen.
Vakuumtoiletten:Vakuumtoiletten werden inFlugzeugen, auf Schiffen, modernen Zügen sowie in der bemannten Raumfahrt eingesetzt. Toiletten im Weltraum sind wegen der fehlenden Schwerkraft nach einem staubsaugerähnlichen Prinzip konstruiert. Die Öffnung ist nur etwa handtellergroß und die Benutzung muss trainiert werden.
Vorteil vonChemietoiletten ist, dass das Abwasser weniger oft entsorgt werden muss, der Nachteil sind die umweltschädlichen Chemikalien.
Bei derbiologischen Behandlung der Abwässer wandelnMikroorganismen die Fäkalien so um, dass der Wasseranteil wieder alsBrauchwasser verwendet werden kann. Biologische Toiletten ermöglichen lange Entleerungszyklen. Nachteil ist, dass das System „kippen“ kann, wenn beispielsweise die WC-Schüssel mit den falschen Chemikalien gereinigt wird.
Alternativ werden zunehmendVakuumtoiletten dort eingebaut, wo eine Stoffstromseparation notwendig ist (wie in der radiologischen Abteilung von Krankenhäusern) oder wo eineökologische Abwasserbehandlung mitAnaerobverfahren vorgesehen ist. Teilweise werden auch sonstige Toiletten mit der Möglichkeit einerUrinseparation erprobt.
Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit und des Zugangs sind bestimmte Abmessungen (Verkehrs- und Bewegungsflächen, Kabinenmaße) einzuhalten. Zur Sicherstellung des Zugangs zur Rettung hilfloser Personen wird beispielsweise empfohlen, Kabinentüren möglichst nach außen öffnen zu lassen; wo dies nicht möglich ist, muss eine größere Kabinentiefe vorgesehen werden.
Die Höhe des WC-Sitzes z. B. ist entscheidend im Fall von barrierefreien Anlagen, aber auch in Kindertagesstätten und Schulen. Die je nach Umfeld als üblich zu betrachtenden Ausstattungen werden in den Richtlinien der Reihe VDI 6000 tabellarisch vorgegeben. Im öffentlichen Raum besteht vielfach die Anforderung nach Vorkehrungen gegenVandalismus.Bedingt durch den demografischen Wandel steigt nicht nur im öffentlichen Bereich, sondern auch im Wohnumfeld der Bedarf an barrierefreien Sanitäreinrichtungen.
Als Standard ist eine Spülleistung von 2 bis 2,4 l/s bei einer Spüldauer von 4 Sekunden vorgesehen. Damit wird sichergestellt, dass die Fäkalien auch durch die horizontaleGrundleitung geschwemmt werden, ohne dass sich Ablagerungen bilden. Die Spüldauer von spülrandlosen WC-Becken mit kleinen Austrittslöchern im Becken ist oft deutlich länger und kann bis zu 18 Sekunden betragen. In Gegenden mithartem Wasser kann ein verkalktes Spülrohr den Spülstrom behindern.Geringe Spülleistungen können insbesondere bei großzügig bemessenen Grundleitungen Ablagerungen verursachen.
Bei Becken mit Spülrand sollte der beidseitige Spülstrom im vorderen Bereich des Beckens zusammenlaufen.
Hintere Ablauföffnung eines WCs mit harten, kalkhaltigen Ablagerungen (vor allemUrinstein)
Traditionelle Spülkästen waren für eine Spülwassermenge von 9–12 Liter ausgelegt. Der Spülvorgang konnte nicht unterbrochen werden. Aufgrund verbesserter Wasserführung im Toilettenelement genügen heutzutage sechs Liter und mittels Spartasten kann die Wasserspülung unterbrochen oder auf drei Liter begrenzt werden. Hugo Feurich entwickelte ein WC, das lediglich zwei Liter für einen Spülvorgang benötigt.[21][22][23]
In vielen europäischen Ländern sowie in Japan haben sich Toiletten durchgesetzt, bei denen wahlweise mit einer unterschiedlichen Wassermenge gespült werden kann („Spül-Stopp-Wasserspartechnik“, „Zwei-Mengen-Spülsystem“). In anderen Ländern, wie denUSA, wo die Hersteller eher mit generell wassersparenden Toiletten experimentieren, sindToilettenspülungen mit Wahlschalter noch kaum im Handel.
Viele Toilettenräume sind mit Ablufteinrichtungen ausgestattet, welche Gerüche aus dem Raum ins Freie abführen. Eine andere Ausführung gestattet es, die Abluft direkt aus dem Toilettenbecken abzusaugen.
Reliefs am Toilettengebäude im Zoo vonGyőr, Ungarn
Öffentliche Toiletten werden häufig mit00 oderWC gekennzeichnet.EineTrennung nach Geschlecht ist für öffentliche Toiletten so typisch, dass auchPiktogramme, die lediglich eine Frau und einen Mann zeigen, als Hinweis auf eine öffentliche Toilette dienen. In sogenanntenUnisex-Toiletten ist keine Trennung nach Geschlecht vorgesehen, etwa für dieFahrgäste einesZuges oder in mobilen WCs. Auch an Orten, wo bislang getrennte Toilettenräume üblich oder vorgeschrieben waren, werden inzwischen wieder gemeinsam genutzte Sanitäreinrichtungen vorgesehen. Sie vermeiden Probleme bei der Toilettennutzung durch Eltern mit einem Kind des anderen Geschlechts sowie vonIntersexuellen und Personen mit einer nonbinärenTransgender-Identität, sparen Platz und können diesoziale Kontrolle verbessern.[24]
Öffentliche Herrentoiletten sind in der Regel mitUrinalen oderPinkelrinne zum Urinieren, seltener mit Speibecken, ausgestattet. In privaten Haushalten sind diese selten anzutreffen.
In öffentlichen Frauentoiletten in den Vereinigten Staaten ist in der Zelle gelegentlich ein zusammenfaltbarer Kindersitz an die Wand montiert, auf dem Kleinkinder mit einem Gurt gesichert abgesetzt werden können, während die Mutter die Toilette benutzt.
In Deutschland und Österreich wurde gefordert, dass in jederBetriebsstätte, in der Frauen und Männer arbeiten, sowie inGastronomiebetriebe mit Gastraum, unabhängig von dessen Größe, zwei nach Geschlechtern getrennte Toiletten angeboten werden. In Deutschland wurden die Richtlinien inzwischen gelockert.
Gelegentlich wird das Argument fehlender Damentoiletten genutzt, um die Anstellung weiblicher Mitarbeiter abzulehnen.[25]
Ein Toilettenraum für beide Geschlechter, der ein Urinal für Männer enthält, macht den Toilettenraum für Frauen oft unattraktiv. Eine gewisse Abhilfe schafft eine Trennung in drei Bereiche, von denen der erste mit Waschbecken und Spiegel durch eine kurze Trennwand vom zweiten Bereich mit Urinal abgetrennt ist. Schließlich folgt das WC mit verriegelbarer Tür.
In größeren Betrieben, Ämtern oder Schulen sind getrennte WC-Anlagen für Mitarbeiter einerseits und Kunden, Besucher oder Schüler andererseits üblich. Getrennte Personal- und Patiententoiletten in Krankenhäusern oder Arztpraxen werden aus hygienischen Gründen eingerichtet.
Für den Unterhalt von öffentlichen Toiletten wird oft eine Benutzungsgebühr verlangt. Auch Gaststätten an belebten Orten nehmen gelegentlich eine Gebühr für Nicht-Gäste. EineNette Toilette ist in Deutschland eine von Händlern und Gastronomen kostenlos zur öffentlichen Nutzung bereitgestellte Toilette. Dafür erhalten diese eine Aufwandsentschädigung der örtlichen Stadtverwaltung.
In romanischen Ländern wird neben dem Klosett häufig einBidet installiert, das zum Waschen vonAfter undGenitalien dient. In der gehobenen Hotellerie wird diese Ausstattung auch weltweit üblich.
In Industrieländern findet man häufig am Beckenrand von Toiletten sogenannte Duftspüler, dieToilettensteine enthalten. Sie sollen durch Abgabe von Düften unangenehme Gerüche überlagern und enthalten teilweise reinigende Zusätze. In arabischen Ländern befindet sich neben der Toilette stets ein Wasserhahn mit einem kurzen Wasserschlauch oder einem Gefäß zur Beförderung des Wassers zur persönlichen Hygiene und Reinigung der Toilette. Toilettenpapier wird gewöhnlich nicht verwendet. Oft wird ein Abfalleimer für Hygienepapiere und -artikel zur Verfügung gestellt.
In Teilen desNahen Ostens ist die Benutzung der Toilette in einerMoschee Männern vorbehalten. Auch in Restaurants, auch solchen mit sogenanntem Familienabteil, fehlen oft Damentoiletten. 2006 öffnete im Basarviertel der nordirakischen StadtErbil eine erste öffentliche Damentoilette.
In japanischen Toiletten, insbesondere Frauentoiletten, findet sich häufig einOtohime, ein kleinerLautsprecher, der die Körpergeräusche übertönt.
Mobile Toilettenkabine, wie sie auf Baustellen und bei Großveranstaltungen eingesetzt wird
Toiletten sind Orte des Individualismus, in denen ein Kontakt zwischen dem einzelnen Nutzer und der nachfolgenden Öffentlichkeit gelegentlich überKlosprüche hergestellt wird, die an Kabinen-Innenwände geschrieben werden, insbesondere in häufig frequentierten Toiletten, wie bei Bahnhöfen, Gaststätten oder Universitätsgebäuden. Daraus abgeleitet sindLatrinenparolen oderScheißhausparolen, Begriffe aus derSoldatensprache, die (nicht ernstzunehmende oder pessimistische)Gerüchte meinen, die bei der gemeinsamen Entleerung an der Sickergrube oder Latrine durch alle Mannschaftsgrade entstanden.
Die PhobieParuresis beschreibt die Angst vor dem Urinieren in öffentlichen Toiletten. Ähnliche Ängste gibt es auch beimStuhlgang („Rhypophobie“).
Es gibt öffentliche WCs, deren Wände aus„intelligentem Glas“ hergestellt sind. Die elektrisch leitenden Glasflächen werden bei Anlegen einer elektrischen Spannung undurchsichtig. Beim Betreten sind die Wände durchsichtig, erst wenn ein Schalter betätigt wird, werden die Wände undurchsichtig.
Als Kunstinstallation wurde eine öffentliche WC-Anlage errichtet, deren Wände aus halbdurchsichtigen Spiegeln bestehen. Vom dunklen Inneren erscheinen die Wände durchsichtig und die Benutzer des WCs können die Passanten draußen sehen, jedoch kann man von außen nicht hineinsehen.[26]
Von einem Dauermodell werden mehrteilige, wieder verwendbareGipsabdrücke hergestellt.[31][32]
Üblich sind eine zweiteilige Außen- und eine einteilige Innenform, welche zusammengesetzt die späteren außenliegenden Oberflächen ausbilden. Nach Trocknung werden die Teile zusammengesetzt und von unten mit einerKeramikmasse geflutet, hauptsächlich ausTonmineralen bestehend, der verstärkend wirkende Anteile zugemischt wurden. Der trockene Gips absorbiert einen Teil der Feuchte aus der Gießmasse, es bildet sich eine feste Schicht aus. Überschüssige, noch flüssige Gießmasse wird abgelassen. Wegen der begrenzten Aufnahmemöglichkeit können von einer Gipsform einige hundert Werkstücke erstellt werden. Nach etwa einer Stunde Verweilzeit können die Gipsformen entfernt werden. Die Grate werden üblicherweise manuell verputzt, gießtechnisch nicht herstellbare Teile wie bei Tiefspülern der Trennsteg im Sumpf desGeruchsverschlusses eingesetzt. Die Anschlüsse werden ausgestochen und kalibriert. Es folgt Trocknung, das Auftragen einer wässrigen Mischung als Grundbeschichtung aus Glaspulver undKreide, maschinell oder manuell aufgetragenerGlasur, Trocknung und Brand bei etwa 1200 °C, bei der die Tonteile miteinanderversintern (verschmelzen).
Nutzungshinweise in einem öffentlichen automatischen WC
Die Pflicht zur Errichtung von Toiletten kann sich aus verschiedenen Rechtsnormen ergeben. In Deutschland regeln dieBauordnungen der Länder den Bau von Toiletten, die in der Regel über Wasserspülung verfügen müssen. Teilweise sind auch Toiletten für Rollstuhlfahrer, also barrierefreie WCs, vorzusehen.Barrierefreiheit ist Gegenstand der VDI 6008 Blatt 2 und einiger DIN-Normen. Dabei werden nicht nur Abmessungen geregelt. DieArbeitsstättenverordnung schreibt vor, dass Arbeitnehmern für Männer und Frauen getrennte Toilettenräume bereitgestellt oder eine getrennte Nutzung ermöglicht werden muss. Weitere Vorschriften finden sich imGaststättenrecht. Für kleine Gaststätten schreiben nicht mehr alle Bundesländer getrennte Toiletten vor. Der Bedarf an Sanitärobjekten sowie die Ausstattung der Sanitärräume sind Gegenstand anerkannterRegeln der Technik, insbesondere der Richtlinienreihe VDI 6000. Diese Richtlinienreihe besteht aus den einzelnen Richtlinien
VDI 6000 Blatt 1: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Wohnungen (2008-02)
VDI/BV-BS 6000 Blatt 1.1: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Grundlagen und Systeme; Vorgefertigte Sanitär-Bauelemente (Fertigsanitärräume, Installationssysteme) (2012-02)
VDI 6000 Blatt 2: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Arbeitsstätten und Arbeitsplätze (2007-11)
VDI 6000 Blatt 3: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Versammlungsstätten und Versammlungsräume (2011-06)
VDI 6000 Blatt 4: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Hotelzimmer (2006-11)
VDI 6000 Blatt 5: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Seniorenwohnungen, Seniorenheime, Seniorenpflegeheime (2004-11)
VDI 6000 Blatt 6: Ausstattung von und mit Sanitärräumen; Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen (2006-11)
Anforderungen zu öffentlichen Toiletten sind in der Richtlinie VDI 3818 „Öffentliche Sanitärräume“ enthalten.
Grundlegend für die Planung von Sanitäranlagen ist die Bedarfsermittlung. Der Ausstattungsumfang an Sanitärobjekten (WCs, Urinale, Waschbecken usw.) wird nach der Anzahl der Nutzer und der angenommenen Gleichzeitigkeit bei der Nutzung der Einrichtungen ermittelt. So ist etwa bei Versammlungsstätten, an denen Veranstaltungen durchgeführt werden, von einer hohen Gleichzeitigkeit in Pausen und nach Ende der Veranstaltung auszugehen, während sich die Nutzung bei einer Messe gleichmäßiger verteilt. Für die verschiedenen Fälle liefert VDI 6000 Vorgaben.
In seinem FilmDas Gespenst der Freiheit (1974) hatLuis Buñuel die Tabuisierung des Gangs zur Toilettepersifliert. Während die bürgerliche Gesellschaft bei einem Empfang gemeinsam auf der Toilette sitzt und darin nichts Anstößiges sieht, ist nunmehr das Essen tabuisiert. Gegessen wird an einem abgeschiedenen „stillen Örtchen“.[33]
Der Versicherungsunternehmer[34] Rudolf Protz[35] ließ in der Reichshauptstadt Berlin seit den 1880er Jahren[36] die ersten öffentlichen Toiletten („Bedürfnisanstalten“) einrichten.
In Hamburg ist die Toilette unter der Bezeichnung „Tante Meier“ bekannt.[37] Der Begriff stammt aus derHamburger Franzosenzeit: Wenn der französische Besatzungssoldat zur Toilette musste, ging er zumtente majeure, zum Hauptzelt. Die HamburgerDeern, des Französischen nicht mächtig, verstandTantmajör undverballhornte dies zu „Tante Meier“.
Die Toilette ist sicher ein Ort der Abspannung bei anstrengenden Situationen. Nach einer Umfrage der Jobbörse Jobware aus dem Jahr 2018 nutzt nahezu jeder zweite Arbeitnehmer (48 %) den Toilettengang während der Arbeitszeit, um eine Pause zu machen oder sich mit privaten Dingen zu beschäftigen. 33 % der Befragten gaben an, dass das stille Örtchen eine Atempause vom täglichen Arbeitsstress bietet. Das Smartphone bietet dabei für 15 % Gelegenheit zum Spielen und zweckfremden Chatten. Zum anderen sind 33 % der Arbeitgeber überzeugt, dass ihre Angestellten auf dem stillen Örtchen eine Pause einlegen.[38]
Das Verb protzen, auch abprotzen, ist eine seit dem Ende des 19. Jahrhunderts von Berlin ausgehende gängigeUmschreibung für „eine (vorrangig öffentliche) Toilette benutzen“. Abgeleitet vom Namen des Versicherungs-Unternehmers[39] Rudolf Protz,[40] der die ersten öffentlichen Toiletten („Bedürfniß Anstalten“) einrichten ließ. Der Begriff ist etwa seit den 1990er Jahren zunehmend ungebräuchlich geworden.[41]
Jan Carstensen, Heinrich Stiewe:Orte der Erleichterung. Zur Geschichte von Abort und Wasserklosett. Imhof, Petersberg 2016 (Begleitbuch zur Ausstellung Freilichtmuseum Detmold).
Holger Dosch:Stätten der Welt. München 2004, Bodensatz,ISBN 3-00-012323-7.
Daniel Furrer:Wasserthron und Donnerbalken. Eine kleine Kulturgeschichte des stillen Örtchens. Primus in Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004,ISBN 3-89678-248-7.
Joseph von Hazzi:Über den Dünger. Zugleich aber auch über das Unwesen dabei in Deutschland, besonders in der Haupt- und Residenzstadt München und in ganz Bayern. 1821.
Norbert Hierl-Deronco:Es ist eine Lust zu bauen – Von Bauherren, Bauleuten und vom Bauen im Barock in Kurbayern-Franken-Rheinland. Hierl-Deronco, Krailing 2001,ISBN 3-929884-08-9.
Martin Illi, Stadtentwässerung Zürich (Hrsg.):Von der Schissgruob zur modernen Stadtentwässerung. NZZ Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1987,ISBN 3-85823-173-8.
Stephan Kohl, Christina Huber-Yüzgec:Das stille Örtchen – Tabu und Reinlichkeit bey Hofe. Eine Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-422-02285-0.
Bettina Möllring:Toiletten undUrinale für Frauen und Männer. Die Gestaltung von Sanitärobjekten und ihre Verwendung in öffentlichen und privaten Bereichen. (DissertationUniversität der Künste Berlin 2003/2004 176 Seiten (Volltext online), PDF, kostenfrei, 176 Seiten, 3,5 MB).
Richard Neudecker:Die Pracht der Latrine. Zum Wandel öffentlicher Bedürfnisanstalten in der kaiserzeitlichen Stadt (=Studien zur antiken Stadt. Band 1). Pfeil, München 1994,ISBN 3-923871-86-4.
Anton Schlicksbier, Winfried Helm, Enrico Santifaller:Stille Örtchen der Oberpfalz. Eine Fotodokumentation. Büro Wilhelm, Amberg 2003,ISBN 3-936721-03-3.
Adolf Schmieger,Leo Schidrowitz:Sittengeschichte des Abtritts. In: Leo Schidrowitz (Hrsg.):Sittengeschichte des Intimen: Bett – Korsett – Hemd – Hose – Bad – Abtritt. Die Geschichte und Entwicklung der intimen Gebrauchsgegenstände. Verlag für Kulturforschung, Wien/Leipzig o. J. (um 1927), S. 269–306 und 307–313.
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↑Christiane Hemker:Altorientalische Kanalisation. Untersuchungen zu Be- und Entwässerungsanlagen im mesopotamisch-syrisch-anatolischen Raum. Teil 1: Text. Agenda, Münster 1993,ISBN 3-929440-06-7, S. 180.
↑Andreas Hensen:Stille Örtchen im Römischen Reich. In:Archäologie in Deutschland. 1 (2012), S. 8–13.
↑Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.):Sammlung der herausgegebenen Amtsblätter, 2. März 1901, 5. Jahrgang, Nr. 9, Bekanntmachung Nr. 93, S. 55: In Durchgangszügen boten diePreußischen Staatseisenbahnen mindestens ein Toilettenpaar in 1./2. Klasse und eins in 3. Klasse (soweit der Zug 3. Klasse führte) an, die für geschlechtsgetrennte Nutzung ausgewiesen wurden.
↑So etwa, als bei der Deutschen Bundeswehr die ersten weiblichen Soldaten aufgenommen werden sollten, sowie um 1980 bei derLinzer Straßenbahn, die argumentierte, man könne keine Frauen als Straßenbahnführer oder Buslenker anstellen, weil in den Endhaltestellen nur eine Toilette für Männer eingerichtet war, während in Wien und Graz damals auch Frauen Fahrdienst machten, was zum Ende des Zweiten Weltkriegs üblich war.
↑Michael Grabenströer: Klo-Museum im alten Pfarrhaus. In: Frankfurter Rundschau online. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. November 2012; abgerufen am 31. Dezember 2019.
↑Rudolf Protz. In:Berliner Adreßbuch, 1890, I. Theil, S. 943. „Sub-Direktor der Sächsischen Vieh-Vers. Bank, Liquideur der Feuer-Vers. Ges. ‚Adler‘ und Besitzer der Berliner Bedürfniß Anstalten, Büro Berlin-N, Auguststraße 6 I. Etage, dortiger Hauseigentümer“ (1900: Im gleichen Haus wohnte der Controleur Otto Protz, sowie in Berlin NO Christburger Straße 40 I. Stock der Controleur Wilhelm Protz.).
↑Rudolf Protz. In:Berliner Adreßbuch, 1880, I. T., S. 746. „Rudolf Protz, General-Agent und Sub-Direkt., Vertreter der ‚Union‘ Feuer- und Glas Vers. Ges., der Hannoverschen Leb. Vers. Anst., der Allg. Deutsch. Hagel-Versich. Gesellsch. und der Sächs. Viehvers. Bank, N Auguststraße 6 Parterre Eigentümer, Büro: N Auguststraße 81“ (Ingenieur Erich Protz, Unternehm. f. Gas-, Wasser- und Kanalisat. Anlag., NW Schumannstraße 17 Parterre, Firma F. Oehlamm & Protz).
↑Peter Schmachthagen: Artikel. In:Hamburger Abendblatt, 22. August 2017, S. 2.
↑Rudolf Protz. In:Berliner Adreßbuch, 1890, I. Theil, S. 943. „Sub-Direktor der Sächsischen Vieh-Vers. Bank, Liquideur der Feuer-Vers. Ges. ‚Adler‘ und Besitzer der Berliner Bedürfniß Anstalten, Büro Berlin-N, Auguststraße 6 I. Etage, dortiger Hauseigentümer“ (1900: Im gleichen Haus wohnte der Controleur Otto Protz, sowie in Berlin NO Christburger Straße 40 I. Stock der Controleur Wilhelm Protz.).