AlsTimer (engl. für Zeitmesser) oderZeitgeber im engeren Sinne bezeichnet man in dertechnischen Informatik und der Elektronik einen Steuerbaustein, der zur Realisierung der unterschiedlichsten zeitbezogenen Funktionen sowie inZählern eingesetzt wird.
Im weiteren Sinne wird das WortTimer auch fürSleeptimer,Zeitschaltuhren,Kurzzeitwecker,Zeitrelais und elektronische Schaltungen oder Schaltkreise sowie für interne Funktion in Mikrocontrollern verwendet. Solche controllerinterne Strukturen repräsentieren einen oder mehrere unterschiedliche Timer, die unabhängig voneinander betrieben werden können.
Mögliche Einsatzgebiete sind u. a.Impulsgeneratoren,Taktgeber, zurZeitmessung oder Referenzzeitgeber für Ereigniszähler.
Timer können alsSoftware oder alsHardware (elektronische Schaltung) realisiert werden. Beide Varianten benötigen ein Zeitnormal bzw.Zeitglied.Softwarelösungen benutzen dazu die Taktfrequenz des Mikrocontrollers. Die Taktfrequenz ist durch einenSchwingquarz, einen Piezoschwinger oder ein Zeitglied im integrierten Schaltkreis bestimmt. Elektronische Schaltungen bzw. Timerschaltkreise benutzen dazu ein externes Zeitglied (RC-Glied ausWiderstand undKondensator).
Als Zeitverzögerung kann auch die interne Signalverzögerungszeit von elektronischen Schaltkreisen genutzt werden.
Im Nanosekundenbereich werden Zeitglieder alsLeitungen bestimmter Länge ausgebildet, jedoch meist nicht als Timer bezeichnet.
Oft enthalten Timerschaltkreise auch programmierbareFrequenzteiler, sodass sich nicht nur Zeiten im Bereich von Mikrosekunden bis zu Millisekunden, sondern bis zu mehreren Stunden oder Tagen realisieren lassen.[1]