Tim und Struppi



Tim und Struppi (imfranzösischsprachigen OriginalLes aventures de Tintin) ist eine der bekanntesten und bedeutendsten europäischenComicserien. DerBelgierHergé (1907–1983) schrieb und zeichnete die humoristischen Abenteuercomics von 1929 bis zum Ende seines Lebens. Der Held der Geschichten ist der junge belgischeReporter Tim (französischTintin), der um die ganze Welt reist und inAbenteuergeschichten verwickelt wird. Die Comicfigur wurde am 10. Januar 1929 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Insgesamt entstanden 24 Comic-Alben. Den geplanten Band 25Tim und die Alpha-Kunst konnte Hergé bis zu seinem Tod nicht mehr fertigstellen. Die Serie inspirierte viele Künstler, darunter denRegisseurSteven Spielberg und den MalerAndy Warhol. Fachleute, die sich ausführlich mit diesem Comic beschäftigen, werden nach dem belgischen Originaltitel der SerieTintinologen genannt.[1][2]
Die Geschichten sind hauptsächlich Abenteuergeschichten, manche habenFantasy- undScience-Fiction-Elemente, andere sind politische Kommentare. Hergé gab das damalige bürgerliche Weltbild vor allem in den ersten Bänden unkritisch wieder. BesondersTim im Kongo wird aufgrund seines unverhohlenenRassismus undKolonialismus stark kritisiert. In späteren Bänden, besonders abDer Blaue Lotos, hat sich Hergé bemüht, andere Kulturen differenziert darzustellen.
Stil
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die frühen Episoden haben selbstironischen, phantasievollen Charakter, während der Witz der späteren Abenteuer leichter zugänglich ist und die Geschichten deutlich an Realismus gewinnen. Ab Mitte der 1930er zeigten sie die jeweilige Mode und Technik sehr detailgetreu.
Alle Geschichten enthalten zahlreiche witzige Situationen und viele visuelle Gags, die an denSlapstick der Stummfilme aus den 1920er Jahren erinnern.
Die Serie wird für ihre Zeichnungen geschätzt, die klar, durchkomponiert und in Bezug auf Objekte wieFahrzeuge, Maschinen oder Gebäude sehr vorbildgetreu sind. Hergés zeichnerische Handschrift, dieLigne claire, mit ihren klar begrenzten, schattenlosen Figuren, war stilbildend und wurde oft kopiert. Bei der minimalistischen Gestaltung von Tims Gesichtszügen orientierte sich Hergé angeblich am noch älteren Vorbild derBécassine. NachGeorg Seeßlens Analyse der Comics bezeichnet der BegriffLigne claire nicht allein einen Zeichenstil, sondern ebenso „die Raum-Aufteilung, die Handlung, die Personen-Charakterisierung“: „Tintin sieht seine Welt als eine vollkommene, reine und manchmal beinahe abstrakte Ordnung […]. Sie mag nicht vollständig aufgeklärt sein, diese Welt, doch sie ist geklärt. Es gibt keinen Raum für Zweideutigkeiten […].“[3] Auch der Hergé-BiografBenoît Peeters sah in derLigne claire den Ausdruck einer „manchmal bis zur Besessenheit gehenden Suche nach Klarheit“.[4]
Umfeld und Zeitgeist
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Rassistische, kolonialistische und antikommunistische Elemente
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das Frühwerk Hergés wurde für die Verwendungrassistischer,kolonialistischer undantikommunistischerStereotype vielfach kritisiert.
"Er stand sehr unter dem Einfluss seines Ziehvaters, einem katholischen Priester, der mit dem Nationalsozialismus sympathisierte. Und die ersten Alben wurden quasi diesem jungen Zeichner in Brüssel, der wenig intellektuellen Hintergrund hatte, in die Feder diktiert", umschreibt 2019 der Comic-Kurator und Hergé-ExperteAlexander Braun die Umstände der Frühphase anlässlich der umstrittenen Neuauflage von"Tim im Kongo"[5]. Bei diesem „Ziehvater“ handelte es sich umNorbert Wallez.
Der erste BandTim im Lande der Sowjets ist in eindeutigpropagandistischer Absicht verfasst und bedient sich der damals verbreiteten Klischees über „Bolschewiken“, die als zugleich böse und dumme Unterdrücker dargestellt werden: „DieSowjets sehen in diesem allerersten Abenteuer aus wie halbe Tiere, sie lügen und betrügen, morden und sengen und trachten Tim natürlich nach dem Leben.“[6] Die Geschichte erschien ursprünglich als Fortsetzungs-Comic in der wöchentlichen Kinderbeilage(Le Petit Vingtième) derkatholischen ZeitungLe Vingtième Siècle, und basierte praktisch ausschließlich auf dem 1928 erschienenen BuchMoscou sans Voiles (Moskau ohne Schleier) des belgischenKonsulsJoseph Douillet, der rund 26 Jahre imzaristischen Russland und neun Jahre in derSowjetunion verbracht hatte – davon etwa neun Monate alspolitischer Häftling derGPU. Da keinSkript existierte und die Handlung unter großem Zeitdruck jede Woche weiterentwickelt werden musste, übernahm Hergé ganze Passagen der starkantikommunistisch gefärbten Vorlage. Später distanzierte er sich von dem Werk als „Jugendsünde“, das lange nach seinem Tod als „Nummer 0“ in die offizielle Albumreihe aufgenommen wurde.[7]
Die für lange Zeit offizielle erste EpisodeTim im Kongo stellt diebelgischeKolonialherrschaft, die faktischeine der brutalsten überhaupt war, als einen Segen für die Ureinwohner dar. Dabei ist der Band unverhohlenrassistisch: Die Schwarzen werden als dumme und faule Kinder dargestellt, die der Führung, Aufsicht und Belehrung von Weißen bedürfen.[8] Tim gibt als strenger Lehrer und Kolonialherr jungen Kongolesen Schulunterricht und belehrt sie in der ersten Fassung,Belgien als ihr Vaterland zu betrachten. Auch einmissionarischer Unterton ist spürbar.[9] Daneben wirdTim im Kongo auch für seine Verherrlichung derGroßwildjagd und für seineexzessive undsadistische Darstellung vonTierquälereien kritisiert.[10] Im August 2007 reichte einkongolesischer Student inBrüssel Klage gegen die weitere Verbreitung ein,[11] diese wurde 2012 abgewiesen.[12] Der Band darf jedoch in einigen Ländern wieSüdafrika nicht verkauft werden. InGroßbritannien und denUSA nahmen die Verlage beziehungsweise Buchhandlungen den Band von sich aus aus dem Sortiment.[13]
Hergé stellte sich später als „Kind seiner Zeit“ dar, das naiv damaligeKlischees verarbeitet habe.[10] Diese Argumentation wurde später von der Hergé Foundation und von anderen Verteidigern des Autors im Wesentlichen übernommen – demnach habe Hergé lediglich zur Entstehungszeit geltende gesellschaftliche Werte und Normen einfließen lassen und diese Positionen später revidiert. Tatsächlich ist abDer Blaue Lotos eine größere Differenziertheit bei der Darstellung anderer Kulturen festzustellen.
Hergés Kritiker leiten dessen Weltbild aus demrechts-katholischen, belgisch-nationalistischen Milieu her, dem er entstammt. Hergé hat in Bezug aufTim im Kongo selbst konstatiert, dass er damals wie beiTim im Lande der Sowjets „voller Vorurteile, die aus dembürgerlichen Milieu stammten, in dem ich verkehrte“ gewesen sei.[14] Georg Seeßlen hinterfragt in seiner Analyse, ob sich Hergé von diesem in seiner Jugend geprägten Weltbild jemals ganz lösen konnte oder ob bei allen einkehrendenAmbivalenzen nicht ein „unterschwelliges Weiterwirken“ zu konstatieren sei.[15]
Auch wurde Hergé oft vorgeworfen, sich mit derNazi-Herrschaft imbesetzten Belgien arrangiert zu haben – was er stets zurückwies.
Weibliche Figuren
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Auffällig ist das fast vollständige Fehlen weiblicher Charaktere. Neben der einzigen Ausnahme Bianca Castafiore gibt es in diesem Comic keine Frauen, die in mehr als einer Folge auftauchen. Die wenigen weiblichen Nebencharaktere sind meist das Anhängsel in einem Paar, in dem der Mann klar die Führungsrolle innehat. InDer Blaue Lotos erscheint nur eine einzige weibliche Person: die Frau von Wang, die um ihren Sohn weint.[16]
Michael Farr zitiert Hergé imTagesspiegel mit:
„Tim ist ein Abenteurer, er lebt ein schnelles, gefährliches Leben, da ist kein Platz für Frauen – mit Ausnahme der Opernsängerin Bianca Castafiore.“[17]
Bianca Castafiore ist keine positiv besetzte Figur. Sie wird aber – anders als die seltenen weiblichen Nebenfiguren – nicht als hilfsbedürftig dargestellt. Sie ist eine ältere, unsensible Dame, die von ihrer künstlerischen Begabung zu überzeugt ist: Mit ihren Arien versetzt sie ihr Umfeld stets in Angst und Schrecken. Als titelgebende Hauptfigur inDie Juwelen der Sängerin verhält sie sich dem Kapitän gegenüber sexuell übergriffig, als sie vorgibt, mit ihm in einer Affäre zu sein. Ansonsten ist die Castafiore hauptsächlich auf ihre Juwelen fixiert, die sie ständig verliert oder glaubt, verloren zu haben.
Hergés Beziehung zu seinen Hauptfiguren
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]In einem Interview mitNuma Sadoul im Mai 1971 antwortete Hergé auf die Frage, was die Welt Tims für ihn sei:
„Das bin ich in allen meinen Formen. Tim, das bin ich, wenn ich mal heldenhaft sein möchte. Die Schultzes, das bin ich, wenn ich mich mal blöd stelle, und Haddock, das bin ich, wenn ich mich zu etwas äußern möchte.“[18]
Für die Neuauflagen der Comic-Alben wurden die Geschichten von Hergé jeweils überarbeitet und die Zeichnungen von ihm,E. P. Jacobs und anderen der Zeit angepasst. In den späteren Abenteuern werden das Umfeld und die Kleidung der Hauptfiguren der jeweiligen Zeit entsprechend gestaltet. So trägt Tim in den 1970er Jahren(Tim und die Picaros) anstatt der klassischenKnickerbocker eine modischer geschnittene Hose.
Originalveröffentlichungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die ersten Abenteuer von Tim erschienen in der Jugendbeilage „Le Petit Vingtième“ der katholischen TageszeitungLe Vingtième Siècle (Le XXe Siècle). Die Erstveröffentlichung war am 10. Januar 1929. Erst 1934 wurde der VerlagCasterman Herausgeber der Alben. Während der Besatzung Belgiens durch deutsche Truppen kamen weitere Comics als tägliche Strips in der AbendzeitungLe Soir heraus. Ab 1946 erschien Tim in seinem eigenen MagazinTintin.
Die frühen Geschichten warenschwarzweiß und hatten einen Umfang von bis zu 124 Seiten. Während desZweiten Weltkriegs wurde die Seitenanzahl wegen der Papierknappheit auf 62 Seiten begrenzt, dafür wurden die Geschichten farbig. Hergé begegnete dem geringeren Seitenumfang, indem er vier statt bisher drei Bildstreifen pro Seite unterbrachte.
Die Zeitschriftenfassung vonDer Sonnentempel musste bei der Umarbeitung zur Albenversion ummontiert werden. Zudem war die bisherige Version zu lang für ein 62 Seiten langes Album, weswegen Hergé insgesamt 333 Bilder herauskürzte. Hingegen warDer geheimnisvolle Stern für die Albenausgabe zu kurz. Im Zuge der Umarbeitung und Ummontierung vergrößerte beziehungsweise erweiterte Hergé einige Bilder und fügte neue hinzu.[19]
Alle vor dem Krieg in Schwarzweiß erschienenen Alben (bis aufTim im Lande der Sowjets) wurden für die Farbversion teilweise oder komplett neu gezeichnet. Je drei Versionen existieren zum Beispiel vonDie Schwarze Insel (1937, 1943 und 1965) undIm Reiche des Schwarzen Goldes (erster Teil 1939/1940, als abgeschlossene Geschichte neu gezeichnet und in Farbe 1948, komplett überarbeitet 1971).
Die vorgenommenen Änderungen inIm Reiche des Schwarzen Goldes nahm Hergé auf Betreiben seines englischen VerlagsMethuen vor: danach wird Tim unter anderem von arabischen statt zuvor britischenMPs festgenommen, es fehlenhebräische Schriftzüge in den Straßen der Phantasiestadt Kemkhâh (zuvor: Caiffa, nach der ersten Überarbeitung von 1948 dannHaifa) und eine Entführungsszene, in der Tim mit einem Finkelstein (Fassung von 1948: Salomon Goldstein) verwechselt wurde.
Auf Druck der US-amerikanischen Verleger nahm Hergé 1973 zudem geringfügige Änderungen an der Farbfassung vonTim in Amerika vor. In drei Bildern wurden Schwarze entfernt und teilweise durch Personen hellerer Hautfarbe ersetzt, da die amerikanischen Verleger keine Vermischung von Schwarzen und Weißen in einem Jugendbuch sehen wollten. Hergé nutzte die Gelegenheit weiterhin, um den Text leicht zu überarbeiten. Dieser Fassung entspricht auch die deutsche Farbversion.
Auch bei der deutschen Fassung der Farbausgabe vonTim im Kongo ist eine abgeänderte Version zum Abdruck gekommen. Die Szene, in der Tim ein Nashorn mit Hilfe einer Stange Dynamit in die Luft jagt, war denskandinavischen Verlegern zu brutal. Hergé zeichnete daraufhin das gesamte Blatt neu. So kommt in den skandinavischen Druckfassungen und eben auch der deutschen Druckfassung das Nashorn mit einem Schrecken davon.
Von 2008 bis 2014 brachte derCarlsen Verlag eine neue Reihe der Alben heraus, die erstmals in deutscher Sprache die ab 1942 erschienenen ersten farbigen Albenversionen in Form vonFarbfaksimiles präsentierte. Gerade die frühen Bände bis einschließlichIm Reiche des Schwarzen Goldes oderDie Schwarze Insel weisen teilweise erhebliche inhaltliche Unterschiede zu den heute verbreiteten Endversionen auf. Bei anderen Alben wurden zudem auch Seiten vertauscht, wiederum andere haben nur unterschiedliche Farbnuancen. Die Ausgaben erschienen als Hardcover gebunden, mit typischem Leinenrücken und gedruckt auf mattem Papier. Diese Alben sind bereits begehrte Sammlerstücke.[20]
Chronologie der verschiedenen Fassungen
(Die Jahreszahlen beziehen sich meist auf die Erstveröffentlichungen als Alben, die sich ab 1934 mit nur geringfügigem zeitlichem Abstand an die Zeitungs- bzw. Zeitschriftenveröffentlichungen anschlossen. Bei abweichenden Fassungen, die nicht als Alben veröffentlicht wurden, sind die Jahreszahlen der Zeitungs- bzw. Zeitschriftenveröffentlichungen angegeben.)
- 1929:Tim im Lande der Sowjets (Tintin au pays des Soviets) – schwarzweiße Fassung
- 1930:Tim im Kongo (Tintin au Congo) – schwarzweiße Fassung
- 1931:Tim in Amerika (Tintin en Amérique) – schwarzweiße Fassung
- 1932:Die Zigarren des Pharaos (Les cigares du pharaon) – schwarzweiße Fassung
- 1934:Der Blaue Lotos (Le lotus bleu) – schwarzweiße Fassung
- 1935:Der Arumbaya-Fetisch (L’oreille cassée) – schwarzweiße Fassung
- 1937:Die Schwarze Insel (L’île noire) – schwarzweiße Fassung
- 1938:König Ottokars Zepter (Le sceptre d’Ottokar) – schwarzweiße Fassung
- 1939–1940:Im Reiche des Schwarzen Goldes (Au pays de l’or noir) – unvollendete, schwarzweiße Fassung
- 1940:Die Krabbe mit den goldenen Scheren (Le crabe aux pinces d’or) – schwarzweiße Fassung
- 1941–1942:Der geheimnisvolle Stern (L’étoile mystérieuse) – schwarzweiße Fassung, das farbige Album erschien gleich anschließend 1942
- 1943:Das Geheimnis der „Einhorn“ (Le Secret de la Licorne) – farbig
- 1943:Der Arumbaya-Fetisch (L’oreille cassée) – farbige Neufassung
- 1943:Die Schwarze Insel (L’île noire) – erste farbige Neufassung
- 1943:Die Krabbe mit den goldenen Scheren (Le crabe aux pinces d’or) – farbige Neufassung
- 1944:Der Schatz Rackhams des Roten (Le trésor de Rackham Le Rouge) – farbig
- 1946:Tim im Kongo (Tintin au Congo) – farbige Neufassung
- 1946:Tim in Amerika (Tintin en Amérique) – farbige Neufassung
- 1946:Der Blaue Lotos (Le lotus bleu) – farbige Neufassung
- 1947:König Ottokars Zepter (Le sceptre d’Ottokar) – farbige Neufassung
- 1947:Die sieben Kristallkugeln (Les 7 boules de cristal) – farbig
- 1946/1947–1948:Der Sonnentempel (Le temple du soleil) – farbige Zeitschriftenfassung
- 1949:Der Sonnentempel (Le temple du soleil) – ummontierte und gekürzte, farbige Albenfassung
- 1950:Im Reiche des Schwarzen Goldes (Au pays de l’or noir) – erste farbige Albenfassung, Fortsetzung der wegen des Krieges unterbrochenen Geschichte von 1939
- 1952:Reiseziel Mond (Objectif Lune) – farbig
- 1954:Schritte auf dem Mond (On a marché sur la Lune) – farbig
- 1954:Der geheimnisvolle Stern (L’étoile mystérieuse) – ummontierte farbige Albenfassung
- 1955:Die Zigarren des Pharaos (Les cigares du pharaon) – farbige Neufassung
- 1956:Der Fall Bienlein (L’affaire Tournesol) – farbig
- 1958:Kohle an Bord (Coke en stock) – farbig
- 1960:Tim in Tibet (Tintin au Tibet) – farbig
- 1963:Die Juwelen der Sängerin (Les bijoux de la Castafiore) – farbig
- 1965:Die Schwarze Insel (L’île noire) – zweite farbige Neufassung
- 1968:Flug 714 nach Sydney (Vol 714 pour Sydney) – farbig
- 1971:Im Reiche des Schwarzen Goldes (Au pays de l’or noir) – überarbeitete, zweite farbige Albenfassung
- 1972:Tim und der Haifischsee (Tintin et le lac aux requins) – farbig, nach dem Zeichentrickfilm
- 1973:Tim in Amerika (Tintin en Amérique) – geringfügig abgeänderte Farbfassung
- 1976:Tim und die Picaros (Tintin et les Picaros) – farbig
- 1983:Tim und die Alpha-Kunst (Tintin et l’Alph-Art) – unvollendete Skizzen
- 2017:Tim im Lande der Sowjets (Tintin au pays des Soviets) – farbige Neufassung
Deutschsprachige Veröffentlichungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Einem deutschsprachigen Publikum wurden Tim und Struppi erstmals am 2. Februar 1952 imHamburger Abendblatt mitTim auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Zepter vorgestellt. In dieser Zeitung erschienen bis 1971 insgesamt 16 der Abenteuer, einige als deutsche Erstveröffentlichung. Ebenfalls ab 1952 brachte der belgische OriginalverlagCasterman die ersten deutschsprachigen Tim-und-Struppi-Alben auf den Markt: dieTim, der pfiffige Reporter betitelteHardcover-Reihe erschien bis 1963; seit 1967 erscheinen dieSoftcover-Alben desCarlsen Verlags.
Weitere bekannte Veröffentlichungen in Zeitungen, Magazinen und gesonderten Alben:
- Dalla (Waso Verlag, 1953/1954):Die schwarze Insel (zweite Fassung), wegen Einstellung des Magazins unvollständig
- Deutscher Hausfreund (1955–1964):Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Der geheimnisvolle Stern, Das Geheimnis der „Einhorn“ […]Der Sonnentempel, Die schwarze Insel (2. Fassung),Reiseziel Mond (beide Mond-Abenteuer zusammengefasst und stark gekürzt)
- Die Woche im Bild (1956/1957, 1961):Die 7 Kristallkugeln, Das gespaltene Ohr (= Arumbaya-Fetisch)
- Pony (Bastei, 1959/1960):Die sieben Kristall-Kugeln, Der Sonnentempel
- Tim (Atar Verlag, 1959–1976):König Ottokars Zepter, Das Geheimnis der „Einhorn“, Der Schatz Rackhams des Roten, Der geheimnisvolle Stern, Schritte auf dem Mond, Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Tim und der Haifischsee, Tim in Tibet undIm Reiche des schwarzen Goldes kamen im SchweizerApotheken-Magazin zum Abdruck, davon die drei Erstgenannten zweimal.
- Der Sonntag (1961/1962):Das gespaltene Ohr
- Berliner Morgenpost (1963–1966):Der geheimnisvolle Stern, Im geheimnisvollen Tibet
- Brigitte (1971–1973):Der Fall Bienlein, in monatlichen Fortsetzungen
- Zack (1973/1975):Tim und der Haifischsee (Comicversion),Flug 714 nach Sydney
- Koralle (1975):MS Ramona funkt SOS (Kohle an Bord), Album desZack Verlags
- Abendpost/Nachtausgabe (1974):Tim und der Haifischsee, in der Zack-Version
- tz Fernsehmagazin (1976/1977):Das Geheimnis der „Einhorn“
- Fix und Foxi (1976–1978):Der geheimnisvolle Stern, Der Fall Bienlein, Die schwarze Insel, Die Zigarren des Pharao, König Ottokars Zepter, Die sieben Kristallkugeln, Der Schatz Rackhams des Roten, Das Geheimnis der „Einhorn“, Der Sonnentempel, Tim und Struppi in Tibet, Flug 714 nach Sydney, bis auf die erste Geschichte alle auf fünf Reihen ummontiert.
- Siehste (1979):Das Geheimnis der „Einhorn“, wegen Einstellung des Magazins gegen Ende stark gekürzt
- Tim und Struppi de Luxe (1982,Bertelsmann/Carlsen): vereintDas Geheimnis der „Einhorn“ undDer Schatz Rackhams des Roten
- Bild Comic-Bibliothek 8 – Tim und Struppi (Weltbild, 2005):Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Der Fall Bienlein
Unvollendete Episode
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1960 beschäftigte sich Hergé mit einem Tim-Abenteuer nach einem Szenario vonGreg –Le Thermozéro. Schon nach kurzer Zeit brach er allerdings die Arbeit daran ab, und so blieb der Comic ein Fragment von acht mit Bleistift vorgezeichneten Seiten: Tim und Haddock werden Zeugen eines Autounfalls und eilen dem Fahrer zu Hilfe, der aus seinemVW Käfer geschleudert wurde. Mit demselben Mann hatte Haddock kurz zuvor an einer Tankstelle noch wegen dessen rasanten Fahrstils debattiert. Bis der Krankenwagen eintrifft, bedeckt Tim das Unfallopfer mit seinem Regenmantel. Mehrere Personen tauchen am Ort des Geschehens auf (später u. a. Fridolin Kiesewetter). Darunter befinden sich zwei teilweise deutsch sprechende, bedrohliche Männer, vor denen das Opfer offensichtlich Angst hat. Als Tim seinen Mantel zurücknimmt, bemerkt er nicht, dass ihm der Mann, anscheinend Mitglied einer Geheimorganisation, ein mysteriöses Objekt untergeschoben hat – im weiteren Verlauf der Geschichte hätte es Tim dann nachBerlin verschlagen sollen. Vermutlich gab Hergé das Projekt auf, weil er weiterhin der alleinige Autor der Serie sein wollte. Es ist nicht auszuschließen, dass Greg kurze Zeit später einige Ideen für dieSpirou-GeschichteQRN ruft Bretzelburg wieder aufgriff. Hergé wandte sich stattdessen der GeschichteDie Juwelen der Sängerin zu. Auch ein späterer Plan, ausLe Thermozéro einJo, Jette und Jocko-Abenteuer zu machen, kam überScribbles vonBob de Moor nie hinaus.
Parodien, Persiflagen und Band 25
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Eine von Yves Rodier erarbeitete Reinzeichnung vonTim und die Alpha-Kunst, dem unvollendeten Band 25, erschien 1995. Da die Skizzen von Hergé auf Seite 42 abbrechen, ist das Ende der Geschichte eine reine Erfindung Rodiers.
„Tintin“ spornt auch die Phantasie zahlreicher Zeichner und Fans an. So gibt es vonTim und Struppi eine ganze Anzahl von unautorisierten, zum Teil durch Gerichtsurteile sogar verbotenenParodien undPersiflagen, so zum Beispiel die beiden AbenteuerTim in der Schweiz undLa vie sexuelle de Tintin. Gegen alle diese Parodien ging Hergé zum Teil gerichtlich vor, nicht zuletzt deswegen, weil zum Beispiel die deutlich ausgearbeitetenerotischen Zeichnungen seiner Meinung nach dem Image der Originalserie schaden könnten.
EineParodie zeichneteAlbert Uderzo in den letzten beiden Panels auf Seite 31 des 24.Asterix-BandesAsterix bei den Belgiern. Dort treten Schulze und Schultze als belgische Boten in keltischen Gewändern im Stile ihrer Anzüge und Melonen auf, das Ganze gezeichnet im Stil Hergés und mit Sprechblasen im Stile der Hergé-Comics. Die Sprechblasen enthalten in der deutschen Übersetzung mit „Culius Jäsar ist in Gelbien angekommen“ einen typischen Versprecher. Auch der belgische LegionärMannekenpix im BandAsterix als Legionär ist durch seine einmal zu sehende Haartolle eine Anspielung auf Tim.
In der albenlangen Asterix-Persiflage mit dem TitelFalsches Spiel mit Alcolix, gestaltet vom Berliner Zeichner und Cartoonisten Jens Jeddeloh und erschienen 1989 bei Saga, treten neben den Galliern und Charakteren aus etlichen anderen Comicserien in einer abgesonderten, im Hergé-Stil gehaltenen „Film“-Sequenz Tim und Struppi länger auf. Tim wird in diesem „Film“Timtim im Morgenland mit seinem HundStrapsi in denNahen Osten entsandt und in dieBürgerkriegswirren des Libanon verwickelt. Dem US-amerikanischen VizepräsidentenGeorge Bush wird vonRonald Reagan befohlen,Beirut mit einer mit einemAtomsprengkopf bestücktenCruise Missile zu vernichten. Tim bekommt die Ehre, den Starthebel umzulegen. Tim bewirbt sich mit diesem Film als Referenz bei einem alsSpielberg-Karikatur angelegten Regisseur – somit dem, der ab 2009Tintin als Animationsfilm verwirklicht hat – auf die Rolle des wegen einer Depression und Alkoholproblemen ausfallenden Asterix-Epigonen Alcolix.
Eine Anspielung auf Tim findet sich auch inFranka, der Comicserie desHolländersHenk Kuijpers. Im letzten Panel vonDas Kriminalmuseum (Original:Het Misdaadmuseum) sieht man den Protagonisten „Jarko“ mit den typischen Knickerbocker und Tims blauem Oberteil. Damit nicht genug: Einige Panels vorher erfahren wir, ein belgisches Boot mit dem Namen „Sirius“ (so der Name des Schiffs ausDer Schatz Rackhams des Roten) habe ihn aus dem Hafenbecken gefischt.
DerUS-amerikanische AutorFrederic Tuten veröffentlichte 1993 den RomanTim und Struppi in der neuen Welt (Tintin in the New World), der alsHommage an Tutens Freund Hergé gedacht ist und in dem der Autor Tim und die Personen ausThomas MannsZauberberg einander begegnen lässt.
Der ComicTintín y el loto rosa (Der rosarote Lotus) desspanischen AutorsAntonio Altarriba (und der Zeichner Ricard Castells und Javier Hernández Landazábal) wurde am 17. November 2007 in Spanien anlässlich des 100. Geburtstags Hergés veröffentlicht. Als Hergés Verlag davon erfuhr, wurde die weitere Publikation des Werks verboten – mit der Begründung, im Buch werde „das Wesen der Figur Tims pervertiert“.[21]
In derSimpsons-EpisodeEs war einmal in Springfield (Once Upon a Time in Springfield) aus dem Jahr 2010 liegen sich Tim und Haddock, gerührt von einem Lied, weinend in den Armen. In der EpisodeSzenen einer Ehe (Husbands and Knives) von 2007 sieht man einen kurzen Clip, der sich in der Fantasie vonLisa abspielt, als diese in einem Comic-Heft blättert. Hier sind Motive ausDie schwarze Insel undReiseziel Mond enthalten. Diese Szenen aus beiden Episoden spielen in Paris. In der FolgeIm Namen des Großvaters (In the Name of the Grandfather, 2009) lästertBart über Belgien, woraufhin seine Mutter ihm mit dem Entzug seiner Tim-und-Struppi-Hefte droht. Bart hält dabei den BandDie Krabbe mit den goldenen Scheren in der Hand. Im Vorspann der FolgeIm Rausch der Macht (Politically Inept, with Homer Simpson, 2012) muss Bart den Satz „Tintin did not sucksuck“ (in etwa: ‚TinTin hat nicht geNervtNervt‘) an die Tafel schreiben.
Eine weitere Parodie,Tim im Irak (franz. Originaltitel:Tintin en Irak), wurde kurz nach dem zweiten Irakkrieg 2003 von ihrem Autor Youssouf im Internet veröffentlicht.
Figuren
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Hauptfiguren
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Der junge Reporter Tim (französisch:Tintin) ist der Held der Serie. Tim scheint keine Familie und in den frühen Abenteuern auch keine menschlichen Freunde zu haben. Er wohnt zunächst allein in einem Apartment in der „Labradorstraße Nr. 26“ im ersten Stock, später mit den Freunden Haddock und Bienlein auf Schloss Mühlenhof. Frauen kommen in Tims Leben kaum vor, und wenn, dann allenfalls als Karikatur wie Bianca Castafiore. Er arbeitet als Reporter für die belgische ZeitungPetit XXième, doch sieht man ihn seinen Beruf, außer im ersten BandIm Lande der Sowjets, kaum ausüben. Im zweiten Band,Tim im Kongo, ist nur noch andeutungsweise der Reisezweck einer Reportage zu sehen. In der verfilmten Fassung vonTim in Amerika reist er aufgrund einer Reportage nachChicago. Ansonsten ist er vollauf damit beschäftigt, gegen das Böse zu kämpfen, auch wenn er überall als „der berühmte Reporter“ vorgestellt wird und er manchmal angebliche Reportagen oder Umfragen als Tarnung für Recherchen einsetzt(Tim und die Alpha-Kunst).
Struppi
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Struppi (frz.:Milou) ist Tims treuer Drahthaar-Foxterrier. In den frühen Alben spricht er mit Tim, später hat er nur noch ab und zu Sprechblasen, die seine Gedanken lesbar machen. Für viele Leser war Struppi von Anfang an der heimliche Star der Serie, bis er später in puncto Beliebtheit von Kapitän Haddock überrundet wurde. Die Genese seines Namens geht auf die erste Liebe Hergés mit 18 Jahren zurück. Sie hießMarie-Louise Van Cutsem, hatte aber den SpitznamenMilou.
Kapitän Haddock
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(von links, Figuren imBelgischen Comiczentrum, 2011)
Kapitän Archibald Haddock (frz.:Capitaine Haddock; ‚haddock‘ ist dieenglische Bezeichnung für ‚Schellfisch‘) ist Seefahrer, häufig schlecht gelaunt,cholerisch und dabei tollpatschig. Er raucht Pfeife und liebt Whisky (LieblingsmarkeLoch Lomond). SeineAlkoholkrankheit wird unter anderem inDie Krabbe mit den goldenen Scheren undDer Schatz Rackhams des Roten deutlich herausgearbeitet; sie dient auch sonst allenthalben als humoristische Triebfeder. Haddock taucht erstmals im BandDie Krabbe mit den goldenen Scheren auf und entwickelt sich in den weiteren Bänden zum treuen Gefährten Tims. Am bekanntesten ist Haddock für seine Flüche, sowohl für seine markantesten Beschimpfungen – „Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!“ (frz.: ‚Mille millions de mille sabords!‘) sowie „Hagel und Granaten!“ (frz.: ‚Tonnerre de Brest!‘) – als auch für die farbenfrohen Termini, die er anstelle von unmittelbar anstößigen Worten verwendet. Die Inspiration für diese Eigenart kam durch einen Protest eines Händlers in Zusammenhang mit demViermächtepakt von 1933 zustande, den Hergé einmal gehört hatte und der trotz seiner an sich harmlosen Bedeutung einen sehr offensiven Klang hatte.[22]
Anders als Tim sieht man denKapitän öfters seinen Beruf ausüben. Als Tim ihn inDie Krabbe mit den goldenen Scheren kennenlernt, ist er offiziell Kapitän derKaraboudjan, jedoch hat sein erster Offizier Allan das Kommando an sich gerissen, da Haddock permanent betrunken ist. InDer geheimnisvolle Stern führt er dann aber das Expeditionsschiff zum Meteoriten insNordpolarmeer und inDer Schatz Rackhams des Roten die Sirius in die Karibik. Danach lebt er finanziell unabhängig auf seinem Schloss Mühlenhof (frz.: ‚Moulinsart‘). InIm Reiche des Schwarzen Goldes wird er in einer Krisenlage zur Marine einberufen, um schließlich inKohle an Bord für den entscheidenden Teil der Geschichte ein letztes Mal ein Schiff zu befehligen.
Vermutet wird, dass der Name Haddock aus einem Abendessen Hergés mit seiner Frau Germaine entstand. Germaine beschrieb einen geräucherten Schellfisch mit den Worten: „trauriger englischer Fisch“, inDie Krabbe mit den goldenen Scheren wird Haddock als bemitleidenswerter Alkoholiker dargestellt.[23]
Kapitän Haddocks Vorname, Archibald, wird erst im letzten abgeschlossenen Band von Tim und Struppi(Tim und die Picaros, S. 33) genannt – und das auch nur nebenbei. Zuvor wurde er von allen Figuren meist nur mit „Kapitän“ angesprochen. Im unvollendeten BandTim und die Alpha-Kunst wird der Vorname erneut erwähnt.
Ein eifriger Leser fand 1979 ein Dokument (aus dem Jahre 1913), das KommandantHerbert J. Haddock als Kapitän derOlympic, des Schwesterschiffs derTitanic, auswies. Somit war dieser Name passend für einen Seemann.[23]
Professor Bienlein
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(→ Manneken Pis), 2008
Professor Balduin Bienlein (frz.:Professeur Tryphon Tournesol; ‚tournesol‘ = ‚Sonnenblume‘) trat erstmals inDer Schatz Rackhams des Roten auf. Zu den Errungenschaften des schwerhörigen, aber genialen Erfinders gehören eine atomgetriebene Mondrakete, ein Mini-U-Boot, ein Farbfernseher (mit kleinen Schwächen), aber auch eine unheilbringendeUltraschallwaffe. Seine Motorrollschuhe, die er selber testete, konnten sich nicht durchsetzen. Kapitän Haddock steht den Erfindungen des Professors in der Regel sehr kritisch gegenüber, vor allem einer Tablette, nach deren Einnahme Alkohol ungenießbar ist.
Zur Ausstattung Bienleins gehört neben Brille, Hut und Schirm meist sein Pendel, dem er fasziniert „nach Westen“ folgt. Eigentlich die Liebenswürdigkeit in Person, sollte man ihn jedoch nicht reizen oder sich über ihn lustig machen, da er zu Wutanfällen fähig ist, bei denen sogar Haddock die Spucke wegbleibt. BienleinsSchwerhörigkeit ist ein Quell beständiger Missverständnisse und Wortspiele, er selbst bezeichnet sich lediglich als „ein klein wenig harthörig“. InReiseziel Mond benutzt er vorübergehend einHörrohr; später im selben Band sowie in der FortsetzungSchritte auf dem Mond trägt er sogar ein Hörgerät im Ohr, um den Funkverkehr besser verfolgen zu können. In späteren Comics kommt nur noch das Hörrohr kurz vor(Die Juwelen der Sängerin, S. 33).
Am Ende vonDer Schatz Rackhams des Roten steuert Bienlein, nachdem er das Patent für das im selben Band getestete Mini-U-Boot gewinnbringend an die Regierung hat verkaufen können, das Geld zum Kauf von Mühlenhof bei, das er seitdem zusammen mit Kapitän Haddock bewohnt. Hier betreibt er ein kleines Labor, das sich im Schlosspark befindet. Hergé selbst verriet in einem Interview, vonAuguste Piccard zur Figur Bienleins inspiriert worden zu sein.
Schulze und Schultze
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Schulze und Schultze (frz.:Dupont et Dupond, in der Zeichentrickserie teilweise auch Schulz und Schulze und im schweizerdeutschen Comic Huber und Gruber) sind zwei ungeschickte Detektive, die wie Zwillinge aussehen und für viele komische Einlagen in den Geschichten verantwortlich sind. Sie sind sehr misstrauisch und halten sich für genial. Zu unterscheiden sind sie allein an der Form ihres Schnurrbartes, den sie nach eigener Aussage bereits seit früher Kindheit tragen: Der von Schulze ist bei genauerem Hinsehen schmaler als der seines Kollegen Schultze, dessen Schnurrbart an den äußeren Enden ein wenig geschweift ist. Unter ihren Hüten tragen sie drei von rechts nach linksüber die Glatzen gelegte Haare. Für ihre geheimen Auslandsmissionen werfen sie sich zu Tarnzwecken stets in „landestypische Tracht“, womit sie bei Freund wie Feind stets für großes Aufsehen und Gelächter sorgen. Oft geraten sie dann an die örtliche Polizei oder an die lokalen Sicherheitskräfte (sieheReiseziel Mond), können sich aber nicht ausweisen, da ihre Dienstausweise ihnen stets abhandenzukommen scheinen.
Schulze und Schultze tauchten zuerst in der Urversion vonDie Zigarren des Pharaos auf, ihrCameo im früheren AbenteuerTim im Kongo ist nur in der später neu gezeichneten, farbigen Fassung des Bandes enthalten. Hergé soll unter anderem durch seinen Vater und dessen Zwillingsbruder zu den Figuren der beiden Detektive inspiriert worden sein.
In der Zeichentrickserie werden die beiden Charaktere „Schulz und Schultze“ genannt, um eine akustische Unterscheidung der beiden Nachnamen zu erzielen. Schulze und Schultze heißen in der niederländischen Version „Jansen en Janssen“, in der spanischen Version „Hernandez y Fernandez“ und in der englischen Version „Thomson and Thompson“. Daraus abgeleitet hat die New-Wave-BandThompson Twins ihren Namen.
Nebenfiguren
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Nestor ist Diener auf Schloss Mühlenhof, der schon den vorherigen Besitzern, den Gebrüdern Vogel-Faull (Das Geheimnis der Einhorn, erstes Auftreten) gedient hatte, ohne allerdings von deren kriminellen Machenschaften zu wissen. Nestor besitzt eigentlich alle Qualitäten eines guten Butlers, hat jedoch einen Hang zum Lauschen. Wenn ungebetene Gäste wie Bianca Castafiore, Fridolin Kiesewetter oder Abdallah auftreten und Haddock entsprechend gereizt reagiert, entgleitet ihm die Situation regelmäßig. Bei langanhaltendem und übermäßigemStress neigt er zur immensen Gewichtsabnahme.(Kohle an Bord)
- Bianca Castafiore (oftmals von den Figuren als „die Castafiore“ bezeichnet) ist eine berühmte Opernsängerin derMailänder Scala. Die kapriziöse Diva trägt ihr Bravourstück, die Juwelenarie(|: Haaa, welch Glück mich zu sehn’ so schön :|, bist du es, Margarethe?) ausGounodsFaust (deutscher Titel:Margarete), zu jeder Gelegenheit vor, nicht immer zur Freude ihrer Zuhörer. Ihr ergebenes Personal besteht aus der Zofe Luise (im französischen Original und in der Zeichentrickserie Irma) und aus Igor Wagner, der sie am Klavier begleitet. Kapitän Haddock, dessen Namen sich die Castafiore nicht merken kann und den sie deswegen oft variiert, wie z. B. in „Kapitän Bardock“ oder „Harrock“, ist zu allem bereit, um ihrer Gegenwart zu entgehen. Dies liegt nicht nur an ihrer durchdringenden Stimme, sondern auch an ihrer lebhaften Persönlichkeit. Der Kapitän scheint sie nicht besonders zu mögen, was inTim und der Haifischsee veranschaulicht wird, als er ihr auf einem Plakat einen Schnurrbart malt. Erstmals tritt sie inKönig Ottokars Zepter auf. Castafiore besitzt eine wertvolle Kollektion an Juwelen, unter denen ein berühmterSmaragd besonders hervorragt, den ihr ein Bewunderer, derMaharadscha von Gopal (aus Hergés SerieJo, Jette und Jocko), zum Geschenk machte. Die Castafiore ist die einzige weibliche Nebenfigur neben der Concierge von Tims Wohnhaus.
- Fridolin Kiesewetter (frz.:Séraphin Lampion) ist ein gelegentlich auftauchender, penetranter Vertreter der Versicherungsgesellschaft „Weitblick“. Er redet, insbesondere zu Haddocks Verdruss, fortwährend und hält sich dabei für unwiderstehlich; gern lädt er sich und seine große Familie selbst ein und ist dann nur schwer wieder loszuwerden. Mit dieser Figur nahm Hergé die etwas „spießbürgerlichen“ Landsleute seiner Zeit, sein eigentliches Publikum, aufs Korn: „Kiesewetter ist ein typischer Belgier, der zu einem Gürtel immer noch einenHosenträger benutzt“ (Hergé).
- Roberto Rastapopoulos, ein offenbar millionenschwerer, international tätigerVerbrecher, der sich in einem Band auchMarquis di Gorgonzola nennt, ist einer von Tims besonders hartnäckigen Gegenspielern. Nachdem er Tims Weg zunächst recht harmlos als Filmproduzent kreuzt, wird bald klar, dass dies nur Tarnung für seine Aktivitäten als König des internationalen Rauschgifthandels ist. Aber auch Menschen- und Waffenhandel, Entführung und Erpressung gehören zu seinem Metier, dem er mit Hilfe verschiedener mediokrer Gestalten nachgeht, u. a. Allan Thompson, dem früheren Ersten Offizier von Kapitän Haddock.
Rastapopoulos ist das Klischee des tot geglaubten Gangsterbosses, der dann später zur Überraschung aller wieder in Erscheinung tritt. Er taucht in den BändenDie Zigarren des Pharaos, Der Blaue Lotos, Kohle an Bord, Flug 714 nach Sydney und schließlich im FilmTim und der Haifischsee auf. Das Geheimnis, ob sich womöglich auch der zwielichtige Endaddin Akass ausTim und die Alphakunst als Rastapopoulos entpuppt hätte, nahm Hergé mit ins Grab. Das Körper- und Nasenvolumen des Magiers sowie Tims Äußerung, dass ihm die Stimme bekannt vorkomme, sind allerdings Indizien dafür. - Allan Thompson ist der ehemalige Erste Offizier von Kapitän Haddock auf dessen früherem Schiff „Karaboudjan“. Der stets in kriminelle Machenschaften verstrickte Gegenspieler von Tim und Haddock debütierte als Rauschgiftschmuggler inDie Krabbe mit den Goldenen Scheren. In dieser Eigenschaft ist er auch im früheren AbenteuerDie Zigarren des Pharaos zu sehen, allerdings nur in der neugezeichneten Version von 1955. InKohle an Bord undFlug 714 nach Sydney ist Allan der Handlanger von Rastapopoulos, dem er beim Sklavenhandel und bei der Entführung von Millionär Laszlo Carreidas assistiert.
Allan ist einer der wenigen Comic-Charaktere, die „normal“ altern durften: Hat er bei seinem ersten Auftritt noch volles lockiges Haar, sieht man am Ende vonFlug 714 nach Sydney, dass die Kapitänsmütze, die er stets trägt, eine deutlich kahle Stelle im schütteren Haar am Hinterkopf verdeckt. Auch trägt Allan zu dem Zeitpunkt ein künstliches Gebiss (es ist allerdings nicht klar, ob er das nicht auch schon vorher getan hat).
- Senhor Oliveira de Figueira ist einportugiesischer Händler, der in der Gegend von Khemed tätig ist. Er verkauft alles Mögliche und Unmögliche an dieAraber. Der Freund Tims ist sehr geschickt im Überreden (man könnte sagen: Übertölpeln) von Leuten und im Geschichtenerzählen. Er tritt in den BändenDie Zigarren des Pharaos, Im Reiche des Schwarzen Goldes undKohle an Bord auf.
- Tschang lernt Tim inDer Blaue Lotos bei seinem Abstecher nachChina kennen, als er den jungen Chinesen vorm Ertrinken rettet. InTim in Tibet wird Tschang nach einem Flugzeugabsturz im Himalaya-Gebirge vermisst und vomYeti gerettet. Tim gelingt es, ihn ausfindig zu machen und zurück in die Zivilisation zu bringen. InDie Juwelen der Sängerin erhält Tim einen Brief von Tschang aus dessen neuer HeimatLondon. Mit der Figur erweist Hergé seinem FreundTschang Tschong-Jen (eigentlich: Zhang Chongren) die Ehre, der ihm 1936 zahlreiche Details für die China-Abenteuer Tims lieferte.
- General Alcazar ist Diktator in der fiktivensüdamerikanischenBananenrepublikSan Theodoros. Tim kennt ihn aus dem BandDer Arumbaya-Fetisch, wo er vorübergehend dessenAdjutant ist. General Alcazars Gegenspieler ist General Tapioca, der vonBordurien unterstützt wird. Beide südamerikanische Diktatoren putschen regelmäßig gegeneinander. In dem BandDie Sieben Kristallkugeln regiert gerade General Tapioca, sodass Alcazar gezwungen ist, als MesserwerferRamon Zarate durch europäischeVarietés zu tingeln. Ebenso verhält es sich im BandKohle an Bord, in dem anfangs erzählt wird, wie er von Waffenhändlern Kampfflugzeuge kauft und am Ende des Bandes seinen Rivalen stürzt. InTim und die Picaros verhilft Tim General Alcazar zurück ins Amt, aus dem ihn General Tapioca zuvor wieder einmal vertrieben hatte. Das Wort „Alcazar“ kommt überSpanisch aus demArabischen und bedeutet so viel wie Festung; „Tapioca“ (beziehungsweise „Tapioka“) ist eine aus einer Wurzel hergestellte Speisezutat – weshalb der schwerhörige Bienlein ab und zu nachfragt: „Und wieso Grießbrei?“
- Dr. J. W. Müller ist ein weiterer wiederkehrender Gegenspieler von Tim – wohl einDeutscher. Er tritt zum ersten Mal inDie schwarze Insel als Chefarzt einerpsychiatrischen Klinik auf, hinter dessen ehrenwerter Fassade sich ein gerissener Geldfälscher undSchmuggler verbirgt. Später trifft Tim ihn inIm Reiche des schwarzen Goldes wieder, wo er unter dem DecknamenProfessor Smith zunächst nur den Eindruck erweckt, mit unlauteren Mitteln die Interessen der Skoil Petroleum zu verfolgen, dann aber gar alsKriegstreiber im Auftrag einer fremden Macht (Deutschland?) enttarnt wird. Unter demPseudonymMuell Pascha hat er inKohle an Bord zudem einenCameo-Auftritt als militärischer Anführer der Revolution gegen Ben Kalisch Ezab.
- Emir Ben Kalisch Ezab, das Oberhaupt des fiktiven LandesKhemed, ist ein Freund Tims. Der emotionale Emir hat sich stets der Machtübernahmeversuche seines Todfeinds Scheich Bab El Ehr zu erwehren. Trost spendet ihm sein verzogener Sohn, der kleine Abdallah. Die Figur hat Auftritte inIm Reiche des Schwarzen Goldes, Kohle an Bord undTim und die Alphakunst. Vorbild war der GründerSaudi-ArabiensAbd al-Aziz ibn Saud (1875–1953). Der Name ist eine Lautspielerei mit demBrüsseler Ausdruckkalische zap, „Lakritzsaft“, als Begriff für zu dünnen Kaffee.
- Abdallah ist der verwöhnte und verzogene Sohn von Emir Ben Kalisch Ezab, der mit seinen Streichen seine ganze Umgebung in den Wahnsinn treibt – mit Ausnahme seines Vaters, der ihn vergöttert. Er tritt inIm Reiche des Schwarzen Goldes, Kohle an Bord undTim und die Alphakunst auf. Eine Abbildung vonFaisal II. (1935–1958) diente Hergé als Inspiration zur Figur Abdallah.
- Metzgerei Schnitzel (frz.:Boucherie Sanzot von ‚sans os‘ = ‚ohne Knochen‘) ist der Name der Metzgerei in Mühlenhof. Wenn im Schloss das Telefon (Nummer 421) klingelt und Kapitän Haddock oder der Diener Nestor abnimmt, hat sich der Anrufer oft verwählt und möchte eigentlich die Metzgerei Schnitzel (Nummer 431) anrufen. Umgekehrt verwählt sich Kapitän Haddock häufig, wenn er zum Beispiel die Polizei (Nummer 413) oder dieFernsprechvermittlung (inTim und die Picaros) anrufen möchte, und landet so bei der Metzgerei. In beiden Situationen brüllt Haddock derbe Beschimpfungen ins Telefon, während er Nestor dieses untersagt. Der in späteren Bänden unverzichtbareRunning Gag mit der Metzgerei hat seinen Ursprung inDer Fall Bienlein.
- Pjotr Klap (frz.:Piotr Szut) ist ein ausLitauen (im französischsprachigen Original ausEstland) stammender einäugiger Pilot. Er tritt zum ersten Mal inKohle an Bord auf, wo er zunächst alsSöldner im DiensteMuell Paschas mit seinemMosquito FB Mk.VI-Jagdbomber das Schiff von Tim und Haddock versenkt. Dabei wird er von Tim abgeschossen und von diesem und Haddock anschließend aus demRoten Meer gerettet. Im weiteren Verlauf wechselt er die Seiten und rettet durch die Reparatur eines Funkgerätes die Lage. Er bleibt Tim und Haddock freundschaftlich verbunden und tritt inFlug 714 nach Sydney als angestellter Zivilpilot wieder auf.
Weitere Gegenspieler und Bösewichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Tom ist ein Handlanger von Al Capone, der im AlbumTim im Kongo auftritt. Er soll im Auftrag seines Chefs Tim ausschalten, stürzt aber am Schluss des Albums in einen Fluss und wird von Krokodilen verspeist.
- Al Capone tritt inTim im Kongo undTim in Amerika als Gegenspieler auf. Man sieht ihn jedoch nur kurz am Anfang des Amerika-Bandes. In den Tim-und-Struppi-Comics ist er die einzige Figur, die auch real existierte.
- Bobby Smiles ist ein amerikanischer Gangster, mit dem es Tim im AlbumTim in Amerika zu tun bekommt und den er vonChicago bis in denWilden Westen verfolgen muss.
- Mitsuhirato, einJapaner, macht Tim während seines China-Aufenthalts inDer Blaue Lotos im Auftrag des japanischen Geheimdienstes das Leben schwer. Er gilt als eine der radikalsten Figuren der Serie, da er am Ende des BandesHarakiri begeht.
- Dawson ist der korrupte Polizeichef der internationalen Niederlassung inShanghai, der Tim inDer Blaue Lotos den Japanern ausliefert. Später, inKohle an Bord, ist er in Tims Metropole ansässig, wo er in Kooperation mit Rastapopoulos unter dem PseudonymDubreuil ausgediente Militärflugzeuge und sonstige Waffen aus demZweiten Weltkrieg gewinnbringend an Kriegsherren wie Scheich Bab El Ehr oder General Alcazar liefert.
- Ramon und Alonzo sind zweiMexikaner, die, ebenso wie Tim, allerdings mit kriminellen Absichten und Methoden, auf der Jagd nach demArumbaya-Fetisch sind, in dem sich Diamanten befinden. Die beiden ertrinken am Ende des Bandes im Meer.
- Ivan undPuschov sind Dr. Müllers Schmuggelpartner inDie schwarze Insel.
- Oberst Boris, ein Militär des fiktiven Landes Syldavien, ist Tims Gegenspieler inKönig Ottokars Zepter. Dort versucht er, seinen König zu stürzen und Syldavien dem Nachbarland Bordurien anzugliedern. Nach seiner Niederlage trifft Tim ihn im BandSchritte auf dem Mond wieder, wo Boris als blinder Passagier mit auf den Mond reist, um die Rakete auf dem Rückweg nach Bordurien zu lenken. Während eines Kampfes in der Mondrakete löst sich im Gerangel ein Schuss aus seiner eigenen Pistole und tötet ihn. InSchritte auf dem Mond nennt er sich Jorgen.
- Omar Ben Salaad, einmarokkanischer Kaufmann, ist inDie Krabbe mit den goldenen Scheren der Boss einer weltweiten Opiumschmuggler-Gesellschaft. Er wird am Ende des Bandes verhaftet.
- Mr. Bohlwinkel, ein reicher Bankier aus São Rico, versucht inDer geheimnisvolle Stern die Expedition Tims und Haddocks zu sabotieren und wird dafür am Ende vor Gericht gestellt. In der ersten Fassung hieß er nochBlumenstein und kam aus denUSA.
- Die Gebrüder Vogel-Faull sind die ursprünglichen Herren von Nestor, zwei reiche Brüder, die auf Schloss Mühlenhof wohnen und dort Antiquitäten sammeln. Auf der Suche nach demGeheimnis der Einhorn kämpfen sie mit kriminellen Methoden gegen Tim und Kapitän Haddock. Als die Polizei sie letztendlich festnimmt, tauchen sie nicht mehr direkt auf: im nächsten Band,Der Schatz Rackhams des Roten, wird bloß der Ausbruch von Maximus Vogel-Faull erwähnt. Aus Sicherheitsgründen werden dann Schulze und Schultze mit auf das Expeditionsschiff geschickt, mit dem Tim reist. Doch die Vermutung, Maximus Vogel-Faull wolle sich rächen, wurde nicht bestätigt.
- Oberst Sponsz ist ein bordurischer Geheimdienstoffizier, dem Tim und Haddock inDer Fall Bienlein die Entlassungspapiere für den entführten Bienlein entwenden. Im letzten BandTim und die Picaros, in dem der bordurische Geheimdienst die Aufrüstung von General Tapioca in San Theodoros unterstützt, versucht Sponsz – hier nennt er sich Esponja (Spanisch für Schwamm) – sich an Tim und dessen Freunden zu rächen.
- DerYeti scheint inTim in Tibet zunächst die Rolle des Gegenspielers einzunehmen. Im Verlaufe der Geschichte stellt sich jedoch heraus, dass sich hinter dem monströsen Äußeren des geheimnisvollen Schneemenschen ein liebevolles Wesen verbirgt.
Schauplätze
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China
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der BandDer Blaue Lotos führt Tim ins realeChina, vorrangig in die Umgebung vonShanghai und in ein Überschwemmungsgebiet amJangtsekiang. Hergé stellte das zeitgenössische China mit recht detaillierten Landschaften und Bauten dar, mit den späten Folgen desOpiumhandels, verarbeitete Ereignisse derMandschurei-Krise, nahm visionär Ereignisse am Anfang desZweiten Japanisch-Chinesischen Krieges vorweg und setzte sich mit der Rolle der westlichen Machthaber in Shanghai auseinander. Den zur Zeit der angesiedelten Handlung tobendenChinesischen Bürgerkrieg zwischenKommunisten undKuomintang blendete er jedoch völlig aus und wies den Chinesen abgesehen von einigen Kriminellen und Mitläufern lediglich eine passive Opferrolle fremder Mächte zu. Die Darstellung Chinas gelang Hergé vor allem durch die Hilfe vonTschang Tschong-jen.
Königreich Syldavien
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DasKönigreich Syldavien ist ein fiktiverosteuropäischer Staat, in dem König Muskar XII. regiert: Es liegt auf demBalkan und hat 642.000 Einwohner (Stand: 1938), seine Hauptstadt ist Klow. Diese hat ungefähr 122.000 Einwohner und liegt am Zusammenfluss von Moltus und Wladir. Syldavien wird auch „Land des schwarzenPelikans“ genannt. Seine Landesfahne zeigt einen solchen auf gelbem Grund, eine deutliche Parallele zu dem oströmischen, sprichbyzantinischen Doppelkopf-Adler in seinen ursprünglichen Farben Gold(-gelb) und Schwarz, wie ihn bis heute auch die Flagge dergriechisch-orthodoxen Kirche trägt. Eines der Nachbarländer ist dasfaschistisch/stalinistisch regierteBordurien (frz.:Bordüre = ‚Kante‘, ‚Rahmen‘, ‚Einfassung‘, ‚Rand‘). In Syldavien wurden großeUranvorkommen gefunden, daraufhin wurde das KernforschungszentrumSbrodj mit internationalem Personal eingerichtet.
Die AbenteuerKönig Ottokars Zepter,Reiseziel Mond,Schritte auf dem Mond undTim und der Haifischsee spielen zu großen Teilen in Syldavien.
Bordurien
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Ein Nachbarland Syldaviens ist die fiktive osteuropäischeDiktatur Bordurien unter dem Staatschef General Plekszy-Gladz (frz.:Général Plekszy-Gladz). Bordurien ist eine Art Karikatur des „Dritten Reiches“ und später einerstalinistischen Diktatur, in der ständig finstere Ränke geschmiedet werden. InKönig Ottokars Zepter vereitelt Tim eine Verschwörung zum Sturz des Königs des (ebenfalls fiktiven) Nachbarlandes Syldavien und dessen Besetzung, und inDer Fall Bienlein rettet Tim Professor Bienlein aus bordurischer Gefangenschaft. „Plekszy-Gladz“ ist eine Verballhornung vonPlexiglas, „Bordurien“ leitet sich vom französischenBordure für ‚Rand‘ ab. Plekszy-Gladz tritt niemals persönlich auf, sondern nur seineSchergen, darunter Oberst Sponsz, einer von Tims Dauer-Gegenspielern.
Markantestes Merkmal Plekszy-Gladz’ ist sein schwarzer Schnurrbart, der Staatssymbol ist, auf allen öffentlichen Gebäuden und Denkmälern prangt und sich sogar in der Stoßstangenform bordurischer Autos wiederfindet. Das Schnurrbartsymbol findet sich auch in der Sprache: DerZirkumflex-Akzent z. B. in Szohôd (der Hauptstadt Borduriens) nimmt öfter die gleiche Form an. Von seinen Untergebenen wird das Schnurrbartsymbol auf einer roten Armbinde getragen. Der schwarze Schnurrbart befindet sich im Innern eines weißen Kreises, eine offensichtliche Anspielung auf die schwarz-weiß-roteHakenkreuzflagge derNationalsozialisten, während die Anhänger Plekszy-Gladz’ allerdings als „Mustaschisten“ (von frz.moustache = ‚Schnurrbart‘) bezeichnet werden, wohl als Anspielung auf diekroatischenUstaschisten. Dabei sind bei bordurischen Uniformen – die in ihrer Form eineMischung aus Elementen des Dritten Reiches (Schnitt, Stehumfallkragen, Trageweise der Armbinde) undsowjetischen Uniformen (Schulterklappen) darstellen – die Schnurrbart-Symbole klarer Ersatz für nationalsozialistische Symbole; auf einer schwarzen Uniformvariante inDer Fall Bienlein findet sich etwa ein doppelter Schnurrbart auf denKragenspiegeln in Anlehnung an die doppelteSigrune derSS. Zusätzlich werden bordurische Militärs wie etwa Oberst Sponsz häufig mitMonokel dargestellt, das in der Populärkultur ein Charakteristikum von NS-Offizieren darstellt. Der militärische Gruß „Amaih Plekszy-Gladz!“ kann in diesem Zusammenhang als Zitat der Formel „Heil Hitler“ gedeutet werden. Demgegenüber erinnert die ausschwenkende Form des Schnurrbartes an die BarttrachtStalins.
Schloss Mühlenhof
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Das bei der gleichnamigen Kleinstadt mit Bahnanschluss gelegenebarocke Schloss Mühlenhof (frz.:Moulinsart) gehörte ursprünglich Haddocks Vorfahren Frantz, Ritter von Hadoque. Zwischenzeitlich war es in den Besitz der kriminellen Brüder Vogel-Faull gelangt und stand nach deren Scheitern am Ende des BandesDer Schatz Rackhams des Roten zum Verkauf. Da die familiäre Beziehung Haddocks zu der Immobilie inzwischen bekannt war, kaufte Haddock das Schloss mit Geld, das Bienlein durch die Einnahmen aus dem Lizenzverkauf für sein Mini-U-Boot an die Regierung aufbringen konnte. In einem Geheimversteck im Schloss fanden Tim und Haddock schließlich den Schatz Rackhams, der dort offenbar von Haddocks Ahnherr eingelagert worden war und die Zwischenzeit unberührt überstanden hatte. Der materiell nun gesicherte Haddock machte das Schloss in der Folge zu seinem Wohnsitz, auf dem sich allerdings auch Tim ab sofort regelmäßig für längere Zeit aufhielt. Das Gleiche gilt für Bienlein, der von Zeit zu Zeit sogar ein Labor in einem Gartenhaus im Park des Schlosses betreibt. Das Schloss, der Park und die umgebenden Ländereien wurden üblicherweise Ausgangs- und Endpunkt der Handlungen der folgenden Geschichten und inDie Juwelen der Sängerin sogar Hauptschauplatz. Bemerkenswerteste Räumlichkeit des Schlosses ist der „Marinesaal“, in dem Haddock verschiedeneDevotionalien um seinen Vorfahren und dieEinhorn ausstellt. Das Schloss ist bis auf die beiden äußeren Flügel von Hergé dem echtenChâteau de Cheverny nachempfunden worden.
Khemed
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Khemed ist ein territorial nicht exakt definiertes, fiktivesEmirat auf derarabischen Halbinsel. Die Hauptstadt ist Watisdah und verfügt über einen Feldflugplatz. Das Hauptexportgut der khemedischen Wirtschaft ist Rohöl. Khemed hat eine Küste amRoten Meer. Es gibt den Dschebel, eine in den Felsen einer Schlucht gehauene Stadt, die Hergé nach dem Vorbild des realenPetra inJordanien gestaltete.
San Theodoros
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gelb: Lage des fiktiven Tempels in derMachu-Picchu-Gegend;
rot: AnkunftsortCusco;
grün: Abreise-OrtCallao;
blau: Streckeper pedes
(gestrichelt: theoretisch),
violett: via Zug

San Theodoros ist ein geografisch nicht genau festzulegenderlateinamerikanischer Staat. Während dieFauna,Flora, die offensichtliche Nähe zumAmazonasbecken sowie die Anspielungen auf denChacokrieg (sieheDer Arumbaya-Fetisch) eher einesüdamerikanische Lokalisierung vermuten lassen, deuten die antikenPyramiden des fiktiven Volkes derPazteken (dieMaya-Stätten, wieChichén Itzá, nachempfunden sind) aufMittelamerika. SeineHauptstadt, Los Dopicos, wurde während General Tapiocas letztem Umsturz in Tapiocapolis umbenannt, während General Alcazar am Ende vonTim und die Picaros verkündet, die Stadt inAlcazaropolis umbenennen zu wollen. Der Gründungsvater der Nation, General Olivaro, ist höchstwahrscheinlich als Anspielung aufSimón Bolívar zu verstehen – ein Denkmal seiner Person taucht bereits inDer Arumbaya-Fetisch auf, dessen Handlung zu einem wesentlichen Teil auf einemKrieg zwischen Paraguay und Bolivien beruht und dem Leser wohl die (in diesem speziellen Buch intendierte) Identifikation von San Theodoros mitBolivien erleichtern soll.
Bei der Darstellung des Militärs von San Theodoros bediente sich Hergé einer Vielzahl von Einflüssen: InDer Arumbaya-Fetisch tragen eigentlich nur höhere Offiziere und Gardeeinheiten (halbwegs) korrekte Uniform, während niedere Dienstgrade ein buntes Sammelsurium aus Uniform, Zivilkleidung und diversen Ausrüstungsgegenständen mit sich herumführen. InTim und die Picaros tragen Regierungstruppen durchwegs einheitliche Uniform mit dem Y-Koppeltragegestell derWehrmacht und dem charakteristischenM35-Stahlhelm. Dies könnte als Anspielung auf den MilitärputschAugusto Pinochets verstanden werden, der 1973, drei Jahre vor Erscheinen vonTim und die Picaros, stattfand. Daschilenische Militär führt diese Uniformelemente in ihren Paradeuniformen bis heute, als Erinnerung an diedeutsche Hilfe beim Aufbau ihrer Streitkräfte. Erhärtet wird diese Vermutung dadurch, dass Tapioca beim letzten Umsturz – wie Tim gleich am Anfang vonTim und die Picaros erläutert – auf bordurische Unterstützung zurückgreifen konnte. Bordurien wird andeutungsweise mit demNS-Staat gleichgesetzt, also wäre eine Traditionsbildung des Militärs von San Theodoros (wenngleich chronologisch gut 60 Jahre später als im Falle Chiles) mit Bezügen auf die Entsprechung des Deutschen Reiches gegeben. General Alcazar ist da in der Darstellung bedeutend uneinheitlicher: Während er inDer Arumbaya-Fetisch eine generische überdekorierte Uniform im Stil des späten 19. Jahrhunderts trägt, erinnern die ganz zum Schluss vonTim und die Picaros gezeigten neuen Einheitsuniformen viel stärker anKuba, besonders den HabitusFidel Castros.
Erschienene Titel
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Übersicht der Comic-Alben
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Alle 25Tim-und-Struppi-Alben mit deutschem Titel, Jahr der Erstveröffentlichung und Originaltitel:
- 00.Tim im Lande der Sowjets, 1929(Tintin au pays des Soviets)
- 01.Tim im Kongo, 1930(Tintin au Congo)
- 02.Tim in Amerika, 1931(Tintin en Amérique)
- 03.Die Zigarren des Pharaos, 1932(Les cigares du pharaon)
- 04.Der Blaue Lotos, 1934(Le lotus bleu)
- 05.Der Arumbaya-Fetisch, 1935(L’oreille cassée)
- 06.Die schwarze Insel, 1937(L’île noire)
- 07.König Ottokars Zepter, 1938(Le sceptre d’Ottokar)
- 08.Die Krabbe mit den goldenen Scheren, 1940(Le crabe aux pinces d’or)
- 09.Der geheimnisvolle Stern, 1942(L’étoile mystérieuse)
- 10.Das Geheimnis der „Einhorn“, 1943(Le Secret de la Licorne)
- 11.Der Schatz Rackhams des Roten, 1944(Le trésor de Rackham Le Rouge)
- 12.Die sieben Kristallkugeln, 1947(Les 7 boules de cristal)
- 13.Der Sonnentempel, 1949(Le temple du soleil)
- 14.Im Reiche des Schwarzen Goldes, 1950(Au pays de l’or noir)
- 15.Reiseziel Mond, 1952(Objectif Lune)
- 16.Schritte auf dem Mond, 1954(On a marché sur la Lune)
- 17.Der Fall Bienlein, 1956(L’affaire Tournesol)
- 18.Kohle an Bord, 1958(Coke en stock)
- 19.Tim in Tibet, 1960(Tintin au Tibet)
- 20.Die Juwelen der Sängerin, 1963(Les bijoux de la Castafiore)
- 21.Flug 714 nach Sydney, 1968(Vol 714 pour Sydney)
- 22.Tim und die Picaros, 1976(Tintin et les Picaros)
- 23.Tim und der Haifischsee, 1973(Tintin et le lac aux requins) – nach dem Zeichentrickfilm
- 24.Tim und die Alpha-Kunst, 1983(Tintin et l’Alph-Art) – unvollendet
Hergé verfügte in seinemTestament, dass niemand nach ihmTim und Struppi weiterführen sollte. So wurde auch sein unvollendetes AbenteuerTim und die Alphakunst nur als eine Serie von Skizzen und Notizen veröffentlicht. 1987 schloss Fanny Vlaminck, Hergés zweite Ehefrau, die Hergé-Studios und gründete die Hergé-Stiftung. 1988 stellte das MagazinTintin sein Erscheinen ein.
Die Hergé-Stiftung, die den Nachlass und die Rechte an den Comics verwaltet, verhinderte 2001, dass der BandTim in Tibet inChina unter dem TitelTim und Struppi im chinesischen Tibet erschien. DieInternational Campaign for Tibet (ITC) verlieh der Hergé-Stiftung im Mai 2006 den „Light of Truth Award“ durch denDalai Lama (weiterer Preisträger:Desmond Tutu).[24]
Die schwarzweißen Originalfassungen der Bände 0 bis 8 wurden 1992–1996 vom Carlsen-Verlag als Faksimile unter dem TitelDie Abenteuer von Tim und Struppi neu aufgelegt. Diese Bände sind mittlerweile gefragte Sammlerstücke.[25]
Ab 22. Oktober 1997 erschienen von Carlsen-Comics Taschenbücher (10,7 cm × 28,2 cm, 64 Seiten), beginnend mit Tim und Struppi, Band 1:Tim im Kongo.
2017 veröffentlichte der Carlsen-Verlag zu seinem 50-jährigen Jubiläum eine Box mit der Gesamtausgabe der Tim-und-Struppi-Bände, die allerdings den auf dem Trickfilm basierenden und nicht von Hergé gezeichneten BandTim und der Haifischsee nicht enthält.
Übersetzungen auf Luxemburgisch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zwischen 1987 und 1994 erschienen sieben Episoden aufLëtzebuergesch. Übersetzer war Lex Roth. In der Reihenfolge des Erscheinens der Originale:
- Dem Pharao seng Zigaren (1992)
- De Bloe Lotus (1994)
- D’Ouer mam Krack (1989)(L’oreille cassée – Der Arumbaya-Fetisch)
- D’Schwaarz Insel (1988)
- Den Onheemleche Stär (1988)(Der geheimnisvolle Stern)
- D’Affaire Ditchen (1987)(Der Fall Bienlein)
- Der Castafiore hir Bijouen (1991)(Die Juwelen der Sängerin)
Während Tim und Struppi hier originalTintin undMilou bleiben und der KapitänKapitän Haddock, wird aus Bienlein/TournesolDitchen und aus den SchultzesBiwer a Biver.
Übersetzungen auf Berndeutsch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Einige Alben wurden aufBerndeutsch übersetzt. Die Serie heißtTäntän’s Abetüür und die Figuren heißen:
- Täntän (Tim)
- Milou (Struppi)
- Käpten Haddock (Kapitän Haddock)
- Theo Tolpell (Professor Bienlein)
- Hueber u Grueber (Schultze & Schulze)
Die Alben sind (Liste eventuell nicht abgeschlossen):
- Em Pharao siner Cigare (Die Zigarren des Pharaos)
- Dr Blau Lotos (Der Blaue Lotos)
- Täntän u d Guldchrabbe (Die Krabbe mit den goldenen Scheren)
- Täntän z Tibet (Tim in Tibet)
- Flug 714 uf Sydney (Flug 714 nach Sydney)
Übersetzungen auf Elsässisch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Bisher sind drei Alben insElsässische übertragen worden:Der Fall Bienlein alsD’Affair mit’m Tournesol, Die Juwelen der Sängerin alsDe Castafiore ihre Schmuck undKönig Ottokars Zepter alsIm Ottokar sinner Zepter. Während die wichtigsten Hauptfiguren hier ihre französischsprachigen Originalnamen beibehalten (Titel:De Tintin un de Milou), geben andere Figuren Gelegenheit zu den üblichen Wortspielen: Fridolin Kiesewetter beispielsweise heißtJules Vumgas („vom Gas“), zwei ReporterFranz Eesch (franzeesch = französisch) undGermain Nischt (elsässische Aussprache vongermaniste = ‚Germanist‘).
Übersetzung auf Neuhessisch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im September 2013 erschien das AlbumTim un die Picaros (ursprünglich vorgesehener Titel:Tim un diehessischen Messerstescher), eine Übertragung des Original-AlbumsTim und die Picaros von Jürgen Leber aufNeuhessisch. In dieser Geschichte trinkt u. a. Kapitän HaddockEbbelwoi aus einemGerippten.[26]
Veröffentlichungen in anderen Medien
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Hörspiele
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Insgesamt wurden zwei verschiedene Hörspielfassungen veröffentlicht. Zwischen 1972 und 1975 vertonteKurt Vethake fünf Geschichten für dieHörzu. Diese hatten keine festen Folgennummerierungen.
Aufgrund der großen Beliebtheit der Comics und der Zeichentrickserie entschied sich das HörspiellabelMaritim 1984 dazu, die Serie erneut als Hörspielreihe zu veröffentlichen. Diese unterschied sich aber von den Hörspielen aus den 1970er Jahren. In einer veränderten Reihenfolge erschienen zunächst zwölf Folgen, die vonHans-Joachim Herwald undMichael Weckler in den „Rabbit Studios“ produziert wurden.
Nach der Übernahme des Labels durch dieAriola wurden die ersten zwölf Folgen unter dem Labelnamen „Ariola Express“ wiederveröffentlicht, wobei das Coverlayout verändert wurde, der Inhalt jedoch identisch blieb. Die übrigen acht Folgen (Folgen 13–20) wurden 1986/1987 unter der Regie von Hans-Joachim Herwald undWolfgang Buresch produziert.
Hörspielindex
Folge | Titel | Produktionsjahr | Verlag / Label |
---|---|---|---|
00 | Der Fall Bienlein | 1972 | Hörzu |
00 | Der Sonnentempel | 1972 | Hörzu |
00 | Der Blaue Lotos | 1975 | Hörzu |
00 | Flug 714 nach Sydney | 1975 | Hörzu |
00 | Das Geheimnis der Einhorn | 1975 | Hörzu |
01 | Die Krabbe mit den goldenen Scheren | 1984 | Maritim / Ariola Express |
02 | Das Geheimnis der Einhorn | 1984 | Maritim / Ariola Express |
03 | Der Schatz Rackhams des Roten | 1984 | Maritim / Ariola Express |
04 | Reiseziel Mond | 1984 | Maritim / Ariola Express |
05 | Der Fall Bienlein | 1984 | Maritim / Ariola Express |
06 | Die Juwelen der Sängerin | 1984 | Maritim / Ariola Express |
07 | Die sieben Kristallkugeln | 1984 | Maritim / Ariola Express |
08 | Flug 714 nach Sydney | 1984 | Maritim / Ariola Express |
09 | Kohle an Bord | 1984 | Maritim / Ariola Express |
10 | Tim und die Picaros | 1984 | Maritim / Ariola Express |
11 | Tim in Tibet | 1984 | Maritim / Ariola Express |
12 | Der geheimnisvolle Stern | 1984 | Maritim / Ariola Express |
13 | Die Zigarren des Pharao | 1986 | Ariola Express |
14 | Der Blaue Lotos | 1986 | Ariola Express |
15 | König Ottokars Zepter | 1986 | Ariola Express |
16 | Im Reiche des schwarzen Goldes | 1986 | Ariola Express |
17 | Tim im Kongo | 1987 | Ariola Express |
18 | Tim in Amerika | 1987 | Ariola Express |
19 | Der Arumbaya-Fetisch | 1987 | Ariola Express |
20 | Die schwarze Insel | 1987 | Ariola Express |
Die Hörspielfolgen erschienen überwiegend auf Hörspielkassetten (MCs) und teilweise auf Langspielplatten (LPs).
Die Sprecher der Hauptrollen sindLutz Schnell als Tim (auch bei der Fernsehserie),Gottfried Kramer als Kapitän Haddock,Joachim Wolff als Professor Bienlein undGünter Lüdke sowieKlaus Wagener als Schulze und Schultze. Eine besondere Rolle nimmtWolfgang Buresch als Struppi ein, der den Part des Erzählers spricht.
Frühe Filmversionen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]In den 1930er Jahren wurde eine Bilderserie auf Filmstreifen zur Vorführung in speziellen Projektoren veröffentlicht. Die einzelnen Bilder enthielten Sprechblasen mit Text.
1947 entstand in Belgien ein Puppen-Animationsfilm mit dem TitelLe Crabe aux pinces d’or von Claude Misonne und Wilfried Bouchery. Der Film hat eine Länge von 58 Minuten und ist seit dem 14. Mai 2008 in Frankreich und Belgien alsDVD erhältlich.
Erste Zeichentrickserie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1957 produzierteUFA/Belvision unterRaymond Leblanc undRay Goossens eine Zeichentrickserie namensLes Aventures de Tintin, d'après Hergé, die zunächst in schwarzweiss, später in Farbe produziert wurde. Diese wurde zunächst in 103 Episoden von etwa 5 Minuten Länge veröffentlicht. Später wurden die einzelnen Episoden zu einer Folge zusammengeschnitten und als VHS-Videos veröffentlicht. Die Folgen wurden gegenüber der Vorlage inhaltlich teilweise deutlich abgeändert, so wurden Handlungsstränge verändert und einzelne Figuren weggelassen, umbenannt, ersetzt oder hinzugefügt.
Insgesamt sieben Comics wurden verfilmt:
- Reiseziel Mond – Spionage (der Film konzentriert sich allerdings eher aufSchritte auf dem Mond)
- Die Krabbe mit den goldenen Scheren
- Der geheimnisvolle Stern
- Das Geheimnis der Einhorn
- Der Schatz Rackhams des Roten
- Der Fall Bienlein
- Die schwarze Insel
Zweite Zeichentrickserie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zwischen 1991 und 1993 wurde in französisch-kanadischer Koproduktion eine Zeichentrickserie unter der Regie von Stéphane Bernasconi und mit der Musik vonRay Parker Jr. und Tom Szeczseniak produziert. CITEL Video veröffentlichte ab 1992 alle Folgen auch auf Video (VHS), in Deutschland erfolgte der Vertrieb durch ATLAS Film.
Von 1991 bis 1993 erschienen 39 Folgen, wobei die meisten Folgen einem halben Album entsprechen und eine – gegenüber den Alben – gekürzte Erzählung beinhalten.
Die FolgenIm Lande der Sowjets von 1929 undTim in Kongo von 1930 wurden nicht für die Fernsehserie umgesetzt. Der letzte BandTim und die Alphakunst von 1983 blieb als Comic unvollendet und kam deswegen nicht für die Verfilmung infrage.
Einige der Folgen, die als VHS-Kassetten erschienen waren, wurden ab 1995 auch digitalisiert alsVideo-CD veröffentlicht, allerdings in der Qualität der VHS-Kassetten. Produziert wurden die Video-CDs von Ellipse Programme, Nelvana Limited in Zusammenarbeit mit den Fernsehsendern France 3, M6 und The Family Channel. Der Vertrieb mit der AltersbeschränkungFSK ab 6 Jahren erfolgte in Deutschland durch Philips Media (nurTim in Tibet) oder Schneider & Partner (Dortmund).
Folgen auf Video-CD in deutscher Sprache:
- Tim in Tibet
- Der Fall Bienlein
- Der Blaue Lotos
- Die schwarze Insel
InKanada wurden zudem drei Sets mit jeweils sieben Folgen in englischer Sprache auf Video-CD von Gipsy Video veröffentlicht. InAsien wurden 21 Video-CDs ab 1997 unter dem Label Tora Entertainment veröffentlicht.
Kinofilme
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die zwei längeren Zeichentrickfilme fürs Kino und Fernseh-Abendprogramm sind:
- Tim und Struppi im Sonnentempel (Le temple du soleil) von 1969 und
- Tim und Struppi und der Haifischsee (Le Lac aux Requins) von 1972
Beide sind in Deutschland seit November 2006 auf DVD erhältlich.
Die zwei Spielfilme fürs Kino sind:
- Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies (Tintin et le mystère de la toison d’or) von 1961
- Tim und Struppi und die blauen Orangen (Tintin et les oranges bleues) von 1964
Die deutschsprachigen Fassungen der beiden Filme wurden im November 2009 erstmals auf DVD veröffentlicht.
Seit 2009 arbeitetenSteven Spielberg undPeter Jackson an einer dreiteiligencomputeranimierten Tim-und-Struppi-Verfilmung in3D. Die Idee entstand schon 1983, als Spielberg Hergé um die Rechte für eine Verfilmung bat.Der erste Teil mit dem NamenDie Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn kam am 27. Oktober 2011 ins Kino.[27] In den Hauptrollen sindJamie Bell als Tim undAndy Serkis als Kapitän Haddock zu sehen. Das Drehbuch stammt vonSteven Moffat,Edgar Wright undJoe Cornish. Der Film wurde vonParamount Pictures,Columbia Pictures undNickelodeon Movies produziert und ist im Motion Capture-Verfahren gedreht.[28] Dieser erste Teil baut lose aufDas Geheimnis der „Einhorn“ auf. Auch aus vielen anderen Alben wurden Elemente und Figuren verwendet. Die beiden ursprünglich geplanten Fortsetzungen sind bis jetzt nicht produziert worden.
Musical
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das belgisch-niederländische MusicalKuifje – De Zonnetemple wurde 2001 inAntwerpen uraufgeführt. Es basiert auf den beiden Tim-und-Struppi-GeschichtenDie sieben Kristallkugeln undDer Sonnentempel und wurde von dem BelgierDirk Brossé komponiert.Die französischsprachige Version mit dem TitelTinTin et le temple du soleil wurde inCharleroi uraufgeführt. 2007 gab es weitere Aufführungen. Das Musical war für denMusical Award 2007 nominiert. Es gibt eine CD-Aufnahme in Französisch und Niederländisch.
Oper
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Am 17. September 2015 wurde die erste Tim-und-Struppi-Oper in Brüssel uraufgeführt. Sie lief bis zum 27. September 2015. Als Kulisse für Schloss Mühlenhof dienteSchloss Solvay (auch:Château de la Hulpe) im Süden von Brüssel. Hauptdarsteller war der erst 13-jährigeAmani Picci.
8-mm-, Super-8-mm- und VHS-Filme
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Das FilmunternehmenUFA ATB veröffentlichte 1975 von Tim und Struppi vor der Verbreitung von Videos auchSuper-8-Schmalfilme mit Ton (wählbar in Schwarzweiß oder Farbe). Es handelte sich hierbei um Zusammenschnitte des KinofilmsTim und Struppi im Sonnentempel (Le temple du soleil) von 1969.
Veröffentlicht wurden drei 80 m lange Filme:
- 1. TeilIm Sonnentempel (341–1)
- 2. TeilIm Lande der Inkas (342–1)
- 3. TeilDie Sonnenfinsternis (343–1)
Filme auf DVD
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Zum 75. Jubiläum 2004 und 2005 wurde in zwei Sammelboxen auf DVD die 1991 bis 1993 produzierte 39-teilige französisch-kanadischeFernsehserie verkauft, wobei die 18 Doppelfolgen jeweils zu einer einzelnen langen Folge zusammengeschnitten wurden, sodass es insgesamt 21 Folgen gibt. Die DVDs sind auch einzeln erhältlich. Regie führte Stéphane Bernasconi und die Musik wurde vonRay Parker Jr. und Tom Szeczseniak zusammengestellt.
Die Collection 1
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Episoden:
- DVD 1:Die Zigarren des Pharaos, König Ottokars Zepter, Die schwarze Insel
- DVD 2:Der Arumbaya-Fetisch, Der Fall Bienlein
- DVD 3:Der geheimnisvolle Stern, Tim in Tibet, Tim und die Picaros
- DVD 4:Im Reich des schwarzen Goldes, Kohle an Bord
Veröffentlichung in Deutschland am 29. November 2004.
Die Collection 2
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Episoden:
- DVD 1:Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Das Geheimnis der „Einhorn“, Der Schatz Rackhams des Roten
- DVD 2:Der Blaue Lotos, Flug 714 nach Sydney
- DVD 3:Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Die Juwelen der Sängerin
- DVD 4:Reiseziel Mond, Schritte auf dem Mond, Tim in Amerika
Veröffentlichung in Deutschland am 24. Januar 2005.
BeiDer geheimnisvolle Stern, Der Schatz Rackhams des Roten undTim in Amerika handelt es sich um Einzelfolgen, der Rest sind Doppelfolgen.
Tim & Struppi – Spielfilm-Box (3 DVDs)
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Zeichentrick-KinofilmeTim und Struppi im Sonnentempel (Le temple du soleil) von 1969 undTim und Struppi und der Haifischsee (Le lac aux requins) von 1972 sind zusammen mit dem FernsehfilmDer Fall Bienlein von 1964 alsTim & Struppi – Spielfilm Box am 20. November 2006 auf DVD in Deutschland veröffentlicht worden.
Tim & Struppi – Jubiläums-Sonderedition (8 DVDs)
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- DVD 1:Die Zigarren des Pharao, König Ottokars Zepter, Die schwarze Insel
- DVD 2:Der Arumbaya-Fetisch, Der Fall Bienlein
- DVD 3:Der geheimnisvolle Stern, Tim in Tibet, Tim und die Picaros
- DVD 4:Im Reich des schwarzen Goldes, Kohle an Bord
- DVD 5:Die Krabbe mit den goldenen Scheren, Das Geheimnis der Einhorn, Der Schatz „Rackhams“ des Roten
- DVD 6:Der Blaue Lotos, Flug 714 nach Sydney
- DVD 7:Die sieben Kristallkugeln, Der Sonnentempel, Die Juwelen der Sängerin
- DVD 8:Reiseziel Mond, Schritte auf dem Mond, Tim in Amerika
Extras: Jubiläums-Sticker und zwei Sammlerpostkarten
Spiele
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Tim und Struppi wurde auf denVideo- und Computerspielmarkt eingeführt. Das Software-UnternehmenInfogrames veröffentlichte 1988 in Frankreich auf einer 5¼″-Diskette das PC-SpielTintin Sur La Lune. Im folgenden Jahr erschienen Versionen für die SpielkonsoleAtari 2600 und für den HeimcomputerC64 aufDatasette. Für denCommodoreAmiga und denAtari ST erschien das Spiel auf 3,5″-Diskette.
Es folgten von Infogrames 1995 für denSuper Nintendo und denGame Boy zwei Spiele mit den TitelnTim in Tibet undTim und der Sonnentempel und 1998 nur in Frankreich ein Druckstudio mit Bildschirmschoner und Desktopicons für denPC.
2001 kamTim und Struppis Abenteuerreisen (Tintin – Objectif Aventure) für diePlayStation und den PC auf den Markt. Die Windows-Version erschien nicht in Deutschland und im englischsprachigen Raum nur in kleiner Auflage.
EinQuartettspielTintin et les voitures folgte 2007, in dem die Autos aus allen Geschichten abgebildet waren.
2011 botiTunes das Adventure-SpielDie Abenteuer von Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn der FirmaGameloft an.
Am 13. Juni 1978 war bei der2. RundeSpiel ohne Grenzen Tim und Struppi das Thema aller Spielrunden. Gespielt wurde inRochefort, Belgien.[29]
Kunsthandel
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Am 8. April 2017 erzielte ein seltener 21 × 15 cm großer Farbdruck (basierend auf einem Tuschebild als Vorlage) aus dem BandTim in Amerika bei einer Versteigerung in Paris 753.000 Euro. In zwei Fällen erzielten Originale von Hergé 2014 und 2015 Preise um zwei Millionen Euro.[30] Im November 2017 wurde eine Originalzeichnung von 1939 aus dem BandKönig Ottokars Zepter für eine Titelseite der ZeitungsbeilageLe Petit Vingtième im Auktionshaus Artcurial in Paris für 505.000 Euro versteigert.[31] Für eine Coverzeichnung desBlauen Lotos wurden im Januar 2021 in einem Pariser Auktionshaus 3,2 Millionen Euro geboten. Somit ist es das bis zu diesem Zeitpunkt wertvollste Comic-Titelbild überhaupt.[32]
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Michael Farr:Auf den Spuren von Tim und Struppi. Carlsen Verlag, Hamburg 2006,ISBN 3-551-77110-3.
- Michael Farr:Tim & Co. Carlsen Verlag, Hamburg 2009,ISBN 978-3-551-77135-3.
- Michel Serres:Hergé, mon ami, Paris, Éditions Moulinsart, 2000,ISBN 978-2-7465-1115-6
- Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (Hrsg.):Tim und Struppi – 60 Jahre Abenteuer. Katalog zur Ausstellung vom 22. März bis 20. Mai 1990, Hamburg 1990,ISBN 3-551-72280-3.
- Benoit Peeters, Jens Peder Agger:Hergé – Ein Leben für die Comics. Carlsen Verlag, Hamburg 1983,ISBN 3-551-02819-2.
- Tom McCarthy:Tim & Struppi und das Geheimnis der Literatur. Blumenbar Verlag, Berlin 2010,ISBN 978-3-936738-61-2.
- Georg Seeßlen:Tintin, und wie er die Welt sah. Fast alles über Tim, Struppi, Mühlenhof & den Rest des Universums. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-86505-711-2.
- Volker Hamann:Hergé – Eine illustrierte Bibliographie.Edition Alfons, Barmstedt 2007,ISBN 978-3-940216-00-7.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Deutsche Fanseite – alles rund um das Thema Tim und Struppi
- Der Mühlenhof Podcast – ein deutschsprachiger Podcast über Tim und Struppi
- tintin.com (englisch)
- Tintinologist.org (englisch)
- intertintin.com
- Anne Kleinknecht:Tim und Struppi – Der Erfolgscomic aus Belgien. Bei:Bayern 2,Radiowissen. Ausstrahlung am 12. November 2019 (Podcast)
- Aleš Pickar:Sapristi! 26-teilige deutschsprachige Rezension der Comic-Bände der Serie
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Christoph Dallach:Ein toller Langweiler. In:Der Spiegel.Nr. 18, 2007,S. 182 (online –30. April 2007).
- ↑Zum 100. Geburtstag von Hergé. In: faz.net. 22. Mai 2007, archiviert vom Original am 2. November 2012; abgerufen am 17. Juli 2009.
- ↑Georg Seeßlen:Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011,ISBN 978-3-86505-711-2, S. 153.
- ↑Benoît Peters:Hergé – Ein Leben für die Comics. Carlsen Verlag, Reinbek 1983. Zitiert nach: Georg Seeßlen:Tintin, und wie er die Welt sah. Berlin 2011, S. 153.
- ↑deutschlandfunkkultur.de: Hergé, Schöpfer von Tim und Struppi - Belgiens erfolgreichster Comic-Export. Abgerufen am 20. September 2023.
- ↑Christian Malzahn:Tim bei den Faschisten. In: die tageszeitung, 16. Juli 1992.
- ↑Tim und Struppi 0: Tim im Lande der Sowjets. 22. November 2004, abgerufen am 20. September 2023.
- ↑Georg Seeßlen:Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 80–81.
- ↑Jean-Marie Apostolidès,The Metamorphoses of Tintin, or Tintin for Adults, Stanford University Press 2010,ISBN 978-0-8047-6031-7, S. 15–16.
- ↑abGeorg Seeßlen:Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 81.
- ↑Welt Online: Student aus Kongo verklagt Tim und Struppi
- ↑NZZ-Online: «Tim und Struppi im Kongo» nicht rassistisch
- ↑Inou: „Tim im Kongo“ verboten in mehreren Ländern: Großbritannien, USA und Südafrika. afrikanet.info, 12. August 2007, archiviert vom Original am 24. November 2007; abgerufen am 25. November 2013 (englisch).
- ↑Michael Farr:Auf den Spuren von Tim & Struppi. Carlsen Comics, Hamburg 2006,ISBN 3-551-77110-3,S. 22.
- ↑Georg Seeßlen:Tintin, und wie er die Welt sah. Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2011, S. 47.
- ↑Hergé:Der blaue Lotos. 22. Auflage. Carlsen, Hamburg 1997,ISBN 3-551-01520-1.
- ↑„Da ist kein Platz für Frauen“. Abgerufen am 17. März 2021.
- ↑Zitat aus dem Interview mit Numa Sadoul vom 27. Mai 1971 in Nizza. Veröffentlicht im BuchTinTin et Moi – Entretiens avec Hergé.
- ↑Michael Farr:Auf den Spuren von Tim und Struppi. Carlsen Verlag, Hamburg 2006.
- ↑Tim und Struppi – Farbfaksimile Ausgabe läuft aus, 7. Oktober 2014
- ↑Tintín y el loto rosa. In: Antonio Altarriba. 25. April 2012, abgerufen am 19. Februar 2021 (spanisch).
- ↑Harry Thompson:Tintin: Hergé and his creation. First Auflage. Hodder & Stoughton, 1991,ISBN 0-340-52393-X.
- ↑abFarr, 2005, S. 92.
- ↑Süddeutsche Zeitung, 23. Mai 2006, auchSZ-Online
- ↑Die Abenteuer von Tim und Struppi beim Deutschen Comic Guide
- ↑Jasmin Schülke:Tim und Struppi auf Hessisch, Artikel auffr-online vom 4. September 2013, abgerufen am: 10. September 2013.
- ↑Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn auf imdb.de
- ↑Spielberg entzaubert „Tim und Struppi“ (Memento vom 25. Oktober 2011 imInternet Archive) In:Rheinische Post
- ↑Kompletter Wettkampf Spiel ohne Grenzen 2. Runde in Rochefort/Belgien YouTube 1:13:22, englisch
- ↑753.000 Euro für „Tim und Struppi“-Farbdruck orf.at, 9. April 2017, abgerufen am 9. April 2017.
- ↑„Tim und Struppi“-Bild für halbe Million Euro versteigert Hamburger Abendblatt vom 20. November 2017.
- ↑DEUTSCHLANDFUNK: Tim und Struppi – Rekordergebnis bei Versteigerung. Abgerufen am 14. Januar 2021.