Thurniaceae
Thurniaceae | ||||||||||||
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | ||||||||||||
Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
Thurniaceae | ||||||||||||
Engl. |
DiePflanzenfamilieThurniaceae gehört zur Ordnung derSüßgrasartigen (Poales). Sie besitzt eindisjunktes Areal mit einer Gattung inSüdamerika im nordöstlichenBrasilien sowie inGuyana und der anderen Gattung inSüdafrika. Die Arten der Thurniaceae gedeihen in feuchten Gebieten.
Beschreibung und Ökologie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]


Die Arten der Thurniaceae sind große, kräftige,ausdauerndekrautige Pflanzen, mitRhizomen. Die wechselständigen, an der Pflanzenbasis konzentriert (grundständig), drei- bis vierzeilig angeordnetenLaubblätter sind einfach, ungestielt, ledrig, parallelnervig und ganzrandig oder kurz gesägt.
InkopfigenBlütenständen sind viele Blüten dicht gedrängt zusammengefasst; es können ein oder mehrere Blütenköpfen an einem Stängel stehen.
Die kleinen, zwittrigenBlüten sindradiärsymmetrisch und dreizählig. Es sind sechs gleichgestaltige, häutigeBlütenhüllblätter vorhanden. Es sind zwei Kreise mit je dreifertilenStaubblättern; sie sind immer untereinander frei, sie können aber mit den Blütenhüllblättern verwachsen sein bei manchen Arten. DreiFruchtblätter sind zu einem oberständigenFruchtknoten verwachsen. Es ist ein kurzer Griffel mit drei Narben vorhanden. DieBestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie).
Die dreikantigenKapselfrüchte enthalten jeweils nur drei Samen. Die Samen sind behaart und geflügelt.
Systematik und Verbreitung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Familie Thurniaceae wurde 1907 durchAdolf Engler inSyllabus der Pflanzenfamilien, 5. Auflage, S. 94 aufgestellt. Typusgattung istThurniaHook. f.[1] Der Gattungsname ehrt den englischen Forscher und Entdecker Everard Ferdinand Im Thurn (1852–1932).[2] Ein Synonym für ThurniaceaeEngl. nom. cons. ist PrioniaceaeS.L.Munro & H.P.Linder.[3] Die nächsten Verwandten sind dieJuncaceae undCyperaceae.
Die Familie Thurniaceae gedeiht in feuchten Gebieten und besitzt eindisjunktes Areal, die eine Gattung ist in derNeotropis im nordöstlichenBrasilien und inGuyana verbreitet und die andere Gattung kommt imSüdlichen Afrika vor.
Es gibt nur eine oder zweiGattungen mit etwa drei bis fünfArten in der Familie der Thurniaceae:[3][4]
- PrioniumE. Mey.: Sie enthält nur noch eine Art:
- Palmenschilf (Prionium serratum(L. f.) Drège, Syn.:Prionium palmitaE.Mey.,Acorus palmitaLicht.,Juncus serratusL. f.): Sie ist in den südafrikanischen Provinzen vomWest- über dasOstkap bis ins südlicheKwaZulu-Natal verbreitet. Diese Art wurde verwendet, um daraus Bürsten herzustellen.
- ThurniaHook. f.: Die nur drei Arten sind in Südamerika verbreitet:
- Thurnia jenmaniiHook. f.: Sie kommt nur inGuyana vor.[4]
- Thurnia polycephalaSchnee: Sie kommt im südöstlichen Kolumbien, in Venezuela und im nördlichen Brasilien vor.[4]
- Thurnia sphaerocephala(Rudge) Hook. f.: Sie kommt im nördlichen Südamerika von Kolumbien bis ins nördliche Brasilien vor.[4]
Quellen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Die Familie der Thurniaceae bei derAPWebsite. (Abschnitte Systematik und Beschreibung)
- Die Familie der Thurniaceae beiDELTA von L.Watson und M.J.Dallwitz. (Abschnitt Beschreibung)
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑Thurniaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 25. Dezember 2014.
- ↑Lotte Burkhardt:Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II.Botanic Garden and Botanical Museum Berlin,Freie Universität Berlin, Berlin 2018,ISBN 978-3-946292-26-5doi:10.3372/epolist2018.
- ↑abThurniaceae imGermplasm Resources Information Network (GRIN),USDA,ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am 25. Dezember 2014.
- ↑abcdThurniaceae. In:POWO =Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew:Kew Science, abgerufen am 8. Januar 2017.