Thon Statistischer Bezirk 74Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/Alternativname falsch Kreisfreie StadtNürnberg | |
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| Koordinaten: | 49° 29′ N,11° 3′ O49.47833333333311.058333333333312Koordinaten:49° 28′ 42″ N,11° 3′ 30″ O |
| Höhe: | 312 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,21 km² |
| Einwohner: | 4915 (31. Dez. 2015)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 2.224 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1899 |
| Postleitzahl: | 90425 |
| Vorwahl: | 0911 |
Lage von Thon in Nürnberg | |
Ehemalige Möbelfabrik in Thon | |
Thon ([toːn] ⓘ) ist seit 1899 ein Stadtteil derkreisfreien StadtNürnberg in derNordwestlichen Außenstadt, der Name der Gemarkung 3472 und der Name des statistischen Bezirks 74.
Thon liegt im Norden Nürnbergs. Durch dieBundesstraße 4 von Nürnberg nachErlangen ist der Stadtteil in der Mitte getrennt. Im Süden grenzt er an die eigentliche Stadt, im Norden, Westen und teilweise im Osten an die Felder desKnoblauchslandes.[2]
| Statistische Nachbarbezirke | |||||||||
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Der Ort wurde 1352 als „ze dem Tann“ (= Tannenwald) erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort lag verkehrsgünstig an einer Fernhandelsstraße in Richtung Hamburg/Lübeck bzw. Leipzig/Danzig. ImErsten und imZweiten Markgrafenkrieg wurde der Ort zerstört. Um 1560 umfasste das Dorf vier Bauernhöfe und neun Güter, die im Besitz desNürnberger Patriziats waren. DieDorf- und Gemeindeherrschaft hatte dasNürnberger Landpflegamt.[3]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Thon aus 15 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. DasHochgericht übte dieReichsstadt Nürnberg aus, was aber vombrandenburg-bayreuthischenOberamt Baiersdorf bestritten wurde. DieDorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Nürnberger Eigenherrenvon Grundherr inne.Grundherren waren die Nürnberger Eigenherrenvon Ebner (1 Gütlein), von Grundherr (2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 2 Güter, 2 Gütlein),von Haller (4 Gütlein),von Holzschuher (1 Gut),von Tucher (2 Gütlein).[4]
1796 kam Thon anPreußen und wurde vomJustiz- und Kammeramt Erlangen verwaltet, 1810 kam es anBayern.[3] Im Rahmen desGemeindeedikts wurde Thon dem 1813 gebildetenSteuerdistriktGroßreuth hinter der Veste zugewiesen. Im selben Jahr entstand dieRuralgemeinde Thon. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit demLandgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung demRentamt Erlangen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand 1 Anwesen von 1822 bis 1834 demPatrimonialgericht (PG)Almoshof, 2 Anwesen von 1822 bis 1835 dem PGBoxdorf, 1 Anwesen von 1822 bis 1835 dem PGLohe undBehringersdorf, 4 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PGNemsdorf und 2 Anwesen von 1821 bis 1836 dem PGWeikershof. 1826 wurde Thon demLandgericht Nürnberg (1879 inAmtsgericht Nürnberg umbenannt) und demRentamt Nürnberg überwiesen (1919 inFinanzamt Nürnberg umbenannt). Die übergeordnete Verwaltung wurde ab 1862 vomBezirksamt Nürnberg übernommen.[5][6] Die Gemeinde hatte 1888 eine Gebietsfläche von 1,102 km².[7]
Am 1. Januar 1899 wurde Thon in dieStadt Nürnberg eingegliedert.[8][9]
Heute ist Thon vor allem ein beliebter Stadtteil für junge Familien, denn es existieren mehrere Kindergärten sowie dieGrundschule amThoner Espan. Vor allem nach Westen sind in den letzten Jahren einige Straßenzüge neu geschaffen worden.
Anfang der 1990er Jahre wurden an der damaligen Bus- und Straßenbahn-Endhaltestelle Thon dieSchöller Stiftungen (zunächstSchöller Holding) errichtet. Die modernen Bürobauten beherbergen neben der Sparkasse verschiedene Versicherungen und Kanzleien.
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 |
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| Einwohner | 127 | 167 | 175 | 164 | 154 | 176 | 253 | 234 | 253 | 378 | 366 | 403 | 397 |
| Häuser[10] | 21 | 24 | 30 | 42 | 44 | ||||||||
| Quelle | [11] | [12] | [13] | [13] | [14] | [13] | [15] | [13] | [13] | [7] | [13] | [13] | [16] |
Der Ort ist seit derReformation überwiegend protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nachSt. Andreas gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nachSt. Clemens gepfarrt. Beide Pfarreien betreiben ein gemeinsamesökumenisches Gemeindezentrum.

Die HaltestelleThon war noch bis 2016 der zentrale Verkehrsknotenpunkt im Norden Nürnbergs mitPark-and-ride-Möglichkeit. Hier endeten die Straßenbahnlinie4 (über denPlärrer nachGibitzenhof) sowie die Buslinien 20 (Erlangen Hugenottenplatz), 22 (Herrnhütte), 26 (Berufsförderungswerk), 28 (Großgründlach-Nord), 29 (Am Steig), 30 (über Erlangen-Tennenlohe nach Erlangen Hugenottenplatz), 30E (Erlangen Hugenottenplatz), 31 (Neunhof), 32 (Flughafen), 35 (Röthenbach), 45 (Mögeldorf-Bahnhof), 47 (Heilig-Geist-Spital – Thon – Forchheimer Straße) und N10 (Erlangen Hugenottenplatz – Nürnberg Hauptbahnhof). So wurde Thon über diverse Buslinien mit den restlichen Stadtteilen der Nordstadt sowie den Orten des Knoblauchslandes und der Nachbarstadt Erlangen verbunden. Auch derFlughafen war in weniger als zehn Minuten per Bus zu erreichen.
Nach der Verlängerung der Straßenbahn bis zur neuen Endhaltestelle „Am Wegfeld“ wurde der Busknotenpunkt größtenteils dorthin verlagert.
| Linie | Verlauf | Takt |
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| Gibitzenhof – Dianaplatz – Alemannenstraße – Brehmstraße – Landgrabenstraße –Steinbühl – Kohlenhof –Plärrer – Obere Turnstraße –Hallertor –Tiergärtnertor –Friedrich-Ebert-Platz – Juvenellstraße – Bucher Straße/Nordring –Thon – Cuxhavener Straße – Schleswiger Straße – Bamberger Straße – Am Wegfeld Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025 | 10 min(werktags) 20 min(sonn-/feiertags) | |
| Dutzendteich – Fliegerstraße – Immelmannstraße – Scharrerstraße –Peterskirche – Harsdörfferplatz – Schweiggerstraße – Hummelsteiner Weg –Aufseßplatz –Christuskirche – Heynestraße – Landgrabenstraße –Steinbühl – Kohlenhof –Plärrer – Obere Turnstraße –Hallertor –Tiergärtnertor –Friedrich-Ebert-Platz – Juvenellstraße – Bucher Straße/Nordring –Thon – Cuxhavener Straße – Schleswiger Straße – Bamberger Straße – Am Wegfeld Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025 | 10 min(werktags) 20 min(sonn-/feiertags) |