Schütte studierte von 1973 bis 1981 an derKunstakademie Düsseldorf beiFritz Schwegler undGerhard Richter. Er zeigt in seinen Werken eine große Vielseitigkeit. Sowohl bei den verwendeten Techniken als auch bei der Formgebung entziehen sich seine Arbeiten weitgehend allen Festlegungen. Es gibt von Schütte Architekturmodelle wie dieFerienhäuser für Terroristen, daneben auch Radierungen und voluminöse Plastiken. Sein Auftritt bei derKunstbiennale Venedig 2005 stellt einen Höhepunkt seiner Karriere dar, da er mit dem Preis für den besten Künstler der Ausstellung ausgezeichnet wurde. Ende 2007 wurde das WerkModel for a Hotel 2007 Schüttes aus farbigen Glasplatten für den vierten Pfeiler desTrafalgar Square ausgewählt. Seine Figur desVater Staat findet sich in den Sammlungen desArt Institute of Chicago und derNationalgalerie Berlin. Schüttes Bronze-SkulpturUnited Enemies wurde zwischen dem 5. März und dem 25. August 2013 imNew Yorker Central Park ausgestellt.[1] Bereits seit 1998 steht an der Freitreppe desNeuen Museums in Weimar Schüttes Bronze-PlastikGroßer Geist.[2]
Das Arbeiten mit den Händen, das Zeichnen, das Aquarellieren, das Modellieren, das Formen mit Ton und Knetmasse, das Bauen mit Holz und anderen Materialien stehen im Zentrum seiner künstlerischen Tätigkeit.
Südlich angrenzend an die ehemaligeRaketenstation Hombroich beiNeuss und in unmittelbarer Nähe zurLangen Foundation, baute er sich eine eigeneSkulpturenhalle, die im April 2016 eröffnet wurde.[3][4] Die Halle dient der Ausstellung eigener und fremder Werke sowie der Lagerung seiner eigenen Skulpturen. FürKrefeld entwarf Schütte 2019 einen Pavillon mit 15 Metern Durchmesser anlässlich desBauhaus-Jubiläums.[5]
Nathalie Küchen:Thomas Schütte. In:Georg-Kolbe-Museum (Hrsg.):Vanitas – Ewig ist eh nichts. Katalog zur Ausstellung, Berlin, 2014, S. 66.
Thomas Schütte. Big Buildings. Modelle und Ansichten 1980-2010. Ausstellungskatalog, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 2010 (Vorwort von Robert Fleck, mit Beiträgen von Rainald Schumacher, in deutscher und englischer Sprache), Verlag Snoeck, Köln,ISBN 978-3-940953-54-4.
Thomas Schütte – Simulation und Wirklichkeit. In: Markus Stegmann:Architektonische Skulptur im 20. Jahrhundert. Historische Aspekte und Werkstrukturen, Tübingen 1995, Seite 163–171.
Irene Kastner, Guido Reuter (Hrsg.):Andersmachen. Das Werk von Thomas Schütte. Köln, Wien, Böhlau 2024 (Studien zur Kunst; 53),ISBN 978-3-412-53063-1.