DieTelefonie (seit1996 veraltete Schreibweise: Telephonie; griechischesKunstwortτηλεφωνίαtēlephonía, vonaltgriechischτῆλεtēle „fern, weit“ undφωνήphonē „Stimme“) bezeichnet in erster Linie die Sprachkommunikation über eine technische Vorrichtung (z. B.Telefonnetz). Der erste Forscher, dem diese Form der Übermittlung von Sprachdaten bereits 1860 gelang, warPhilipp Reis.
Eine Übertragung von Sprache wird entweder durchanaloge Telefondienste erreicht oder durch digitale, zum Beispiel ein Telefonnetz (z. B.ISDN), ein Funknetz (zum BeispielGSM) oder ein paketvermitteltes Datennetz (zum Beispiel bei derIP-Telefonie). Wichtig ist dabei eine möglichst geringe Verzögerung (akzeptabel sind maximal 200 ms) und eine gute Tonqualität (meistens wird der Sprachverständlichkeit wegen der Frequenzbereich zwischen 300 und 3400 Hz übertragen).
Daneben bezeichnet Telefonie die ungewollte Übertragung vonSchallschwingungen, z. B. vomLautsprecher auf dasMikrofon. Dadurch entstehen hohe Pfeiftöne undEchos. BeiHörgeräten werden diese Pfeiftöne von älteren Trägern oft nicht wahrgenommen, wohl aber von jüngeren Leuten in seiner Umgebung.
Auch Belüftungsanlagen können ein Telefonieproblem aufweisen: ein sogenannterTelefoniedämpfer ausMineralwolle wird eingebaut, um die Luft passieren zu lassen, aber die Schallübertragung zu verhindern.
Als weitere Bedeutung wird mitTelefonie oder auchPhonie derSprechfunk bezeichnet, insbesondere in Gegenüberstellung zurTelegrafie. Telefonie in diesem Sinne (etwa beimJedermannfunk) setzt also keine telefonnetzartige Organisationsform voraus.