Diemathematischen BegriffeTeilmenge undObermenge beschreiben eine Beziehung zwischen zweiMengen. Ein anderes Wort für Teilmenge istUntermenge.
Für die mathematische Abbildung der Einbettung einer Teilmenge in ihreGrundmenge, diemathematische Funktion derTeilmengenbeziehung, wird dieInklusionsabbildung verwendet. ist eine Teilmenge von und ist eine Obermenge von, wenn jedesElement von auch in enthalten ist. Wenn zudem weitere Elemente enthält, die nicht in enthalten sind, so ist eineechte Teilmenge von und ist eineechte Obermenge von.Die Mengealler Teilmengen einer gegebenen Menge heißt diePotenzmenge von.
Einige Autoren benutzen auch die Zeichen und für Teilmenge und Obermenge anstatt und.[3][4] Meistens definiert der Autor dann den Begriff „echte Teilmenge“ nicht.
Andere Autoren bevorzugen die Zeichen und fürechte Teilmenge und Obermenge also statt und.[1] Dieser Gebrauch erinnert passenderweise an die Zeichen fürUngleichheit und. Da diese Notation meistens benutzt wird, wenn der Unterschied zwischen echter und nicht echter Teilmenge wichtig ist, werden die Zeichen und eher selten benutzt.
Varianten des Zeichens sind außerdem, und. Falls keine Teilmenge von ist, kann auch benutzt werden. Entsprechende Schreibweisen sind für, und für, sowie (keine Obermenge).
Statt „ ist eine Teilmenge von“ wird auch „Die Menge ist in der Menge enthalten“ oder „Die Menge wird von umfasst“ gesagt. Genauso wird statt „ ist eine Obermenge von“ auch „Die Menge enthält die Menge“ oder „Die Menge umfasst die Menge“ gesagt. Wenn es nicht zu Missverständnissen kommen kann, wird auch „ enthält“ usw. gesagt. Missverständnisse können insbesondere mit „Die Menge enthält dasElement“ entstehen.
Ist einMengensystem, so dass von je zwei der in vorkommenden Mengen die eine die andere umfasst oder von der anderen umfasst wird, so nennt man ein solches Mengensystem eineInklusionskette. Ein Beispiel hierfür liefert das System derlinksseitig unbeschränkten offenen Intervalle von.
Ein spezieller Fall einer Inklusionskette liegt vor, wenn eine (endliche oder unendliche)Mengenfolge gegeben ist, welche vermögeaufsteigend oder vermögeabsteigend angeordnet ist. Man schreibt dann kurz:
Jede Obermenge einerunendlichen Menge ist unendlich.
Auch bei unendlichen Mengen gilt für die Mächtigkeiten:
Bei unendlichen Mengen ist es aber möglich, dass eine echte Teilmenge dieselbe Mächtigkeit hat wie ihreGrundmenge. Zum Beispiel sind dienatürlichen Zahlen eine echte Teilmenge derganzen Zahlen, aber die beiden Mengen sind gleich mächtig (nämlichabzählbar unendlich).
John L. Kelley:General Topology. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1975,ISBN 3-540-90125-6 (Reprint der Edition bei Van Nostrand aus dem Jahre 1955).
↑Adolf Fraenkel:Einleitung in die Mengenlehre: Eine Elementare Einführung in das Reich des Unendlichgrossen. 2. Auflage. Springer, 2013,ISBN 9783662259009,S. 15.