Die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht umfassen verschiedene Genres, darunter Liebesgeschichten,Abenteuergeschichten undAnekdoten, bis hin zu Schilderungen mit offenemerotischen Charakter. Das ursprüngliche Werk ist nicht erhalten. Als älteste (nur teilweise erhaltene) Handschrift gilt dieGalland-Handschrift aus dem 15. Jahrhundert. Zahlreiche der Erzählungen finden sich auch in anderen Erzähl- und Märchensammlungen der klassischen arabischen und persischen Literatur.
Als der König Schahriyar feststellen muss, dass seine GattinEhebruch begeht, ist sein Vertrauen in Frauen und ihre Treue nachhaltig zerstört. Er beschließt, nur noch für jeweils eine Nacht zu heiraten, um seine sexuellen Bedürfnisse zu stillen, und am nächsten Tag aus Angst vor Ehebruch seine junge Gattin zu ermorden.Scheherazade, die Tochter seinesWesirs, will diesen Kreislauf der Gewalt mit einer List durchbrechen. Nachdem sie mit Schahriyar in der Nacht das Bett geteilt hat, erzählt sie ihm und ihrer SchwesterDunyazad anschließend eine Geschichte, unterbricht diese jedoch bei Morgengrauen an ihrer spannendsten Stelle (Cliffhanger), wodurch der König – begierig darauf, das Ende zu hören – die Hinrichtung aufschiebt. Da Scheherazade jedoch immer wieder neue Geschichten erzählt bzw. geschickt weitere in eine bereits begonnene einwebt, wiederholt sich der Prozess eintausend weitere Nächte lang. Am Ende rückt der König innerlich ab von seinem Schwur, seine Frau nach der Hochzeitsnacht zu töten, und gewährt ihr Gnade. Scheherazade durchbricht so erfolgreich den Kreislauf der Gewalt.
Insgesamt umfasstTausendundeine Nacht mehr als 550 verschiedene Geschichten.Die Erzählungen unterscheiden sich stark voneinander; sie umfassen historische Erzählungen,Anekdoten,Liebesgeschichten,Tragödien,Komödien,Gedichte,Fabeln, religiöseLegenden undBurlesken. Viele haben explizitenerotischen, einige sogarpornografischen Charakter. Häufig sind die Geschichten in mehreren Ebenen miteinander verknüpft. Der Sprachstil ist oft sehr blumig und verwendet an vielen StellenReimprosa.
Aus Sicht der frühesten arabischen Leser hatte das Werk den Reiz derExotik, es stammt für sie aus einem mythischen „Orient“. Das Strukturprinzip derRahmengeschichte sowie einige der enthaltenenTierfabeln weisen auf einen indischen Ursprung hin und stammen vermutlich aus der Zeit um 250 n. Chr. Eine indische Vorlage ist nicht überliefert, was allerdings auch für viele andere indische Texte aus dieser Zeit gilt. So wird zwar ein indischer Ursprung vermutet, aber dass der Kern der Erzählungen aus Persien stammt, kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass zwischen dem indischen und dem persischen Kulturraum zu jener Zeit enge Beziehungen bestanden.[1]
Die indischen Erzählungen wurden wahrscheinlich in derSpätantike, unter der Herrschaft derSassaniden, um 500 n. Chr. insMittelpersische übertragen und um persische Märchenerzählungen erweitert.[2][3] Das mittelpersische BuchTausend Erzählungen (persisch هزار افسان –hazār afsān), der Vorläufer der arabischen Sammlung, ist verschollen, wird aber noch in zwei arabischen Quellen des 10. Jahrhunderts erwähnt. Einige Figuren inTausendundeine Nacht haben überdies reale Vorbilder aus der persischen Geschichte, zum Beispiel den sassanidischen GroßkönigChosrau I. (reg. 531 bis 579). Da die Sassaniden enge kulturelle Kontakte mit demMittelmeerraum pflegten, haben vermutlich zu ihrer Zeit auch Elemente griechischer Sagen – etwa derOdyssee – Eingang in den Märchenzyklus gefunden.
Wahrscheinlich im späteren 8. Jahrhundert, einige Jahrzehnte nach derAusbreitung des Islams in Persien, entstand die Übersetzung aus dem Persischen ins Arabische,Alf Layla (Tausend Nächte). Dies geschah wahrscheinlich inMesopotamien, dem alten Zentrum des Sassanidenreichs und Ort der neuen HauptstadtBagdad, Sitz derabbasidischenKalifen. Dabei wurde das Werk zugleich „islamisiert“, das heißt mit islamischen Formeln und Zitaten angereichert. Älteste Fragmente sind aus dieser Zeit um 850 erhalten (sog.Chicago Fragment) und finden Erwähnung in derarabischen Literatur. Diese Übersetzungen zeichnen sich durch die Verwendung desMittelarabischen aus, eine Zwischenform zwischen dem klassischen, imKoran üblichen Standard-Arabisch und denarabischen Dialekten, die seit jeher dem mündlichen Gebrauch vorbehalten sind.[4] Um 900 entsteht auch die SchwestersammlungHundert und eine Nacht (arabischMi’at layla wa-layla) im äußersten Westen der islamischen Welt. Aus der Zeit um 1150 stammt die erste Erwähnung des arabischen TitelsAlf layla wa-layla in einem Notizbuch eines Kairoer Juden.[1][5]
Im Laufe der Zeit wurden in die Rahmenerzählung weitere Erzählungen verschiedener Herkunft eingefügt, so aus arabischen Quellen Geschichten um den historischen KalifenHārūn ar-Raschīd und im 11. und 12. Jahrhundert phantastische Geschichten aus Ägypten. „Vollständige“ Sammlungen, d. h. Sammlungen, in denen ein Geschichtenrepertoire auf 1001 Nächte verteilt war, werden in einer der oben genannten arabischen Quellen des 10. Jahrhunderts erwähnt, aber es ist wenig wahrscheinlich, dass davon mehr erhalten ist als der Geschichtenbestand des Zyklus von „Der Kaufmann und der Dschinni“. Im Lauf der Jahrhunderte wurden jedoch immer wieder von neuem „vollständige“ Sammlungen kompiliert, die jedoch rasch desintegrierten. Selbst die berühmte Geschichte vonSindbad war nicht Bestandteil aller Versionen der Sammlung. In der Regel dürften stets nur Bruchstücke der Sammlung im Umlauf gewesen sein, die dann individuell mit anderen Geschichten zu einer neuen vollständigen SammlungTausendundeine Nacht zusammengestellt wurden. Somit gibt es fürTausendundeine Nacht keinen geschlossenenUrtext mit einem definierten Autor, Sammler oderRedaktor. Es ist vielmehr eine offene Sammlung mit verschiedenen Bearbeitern, auf die die mündliche Erzähltradition des Orients gewirkt hatte. Bis ins ausgehende 18. Jahrhundert lassen sich Neukompilationen nachweisen. Eine der letzten ist die von dem französischen OrientalistenHermann Zotenberg als solche erkannte Ägyptische Rezension (ZÄR), von der bald nach 1800 einige Handschriften nach Europa gelangten, u. a. durchJoseph von Hammer-Purgstall, der 1806 in Konstantinopel eine französische Übersetzung anfertigte, die jedoch nie gedruckt wurde (dt. Übersetzung durchZinserling, s. u.). Handschriften dieser Rezension waren auch die Vorlagen derDruckausgaben von Bulaq 1835 und Kalkutta I 1839–1842, deren Text wegen seiner Qualität und seiner (scheinbaren) Vollständigkeit lange Zeit als der authentische Text galt.
Der älteste erhaltene arabische Text ist dieGalland-Handschrift, die frühestens um 1450 entstanden ist. Es handelt sich um einen Torso, der mitten in der 282. Nacht abbricht, benannt nach dem französischen OrientalistenAntoine Galland (1646–1715), der diese Handschrift 1701 erworben hatte. Galland publizierte ab 1704 eine französische Adaptation der Geschichtensammlung und leitete so die europäische Rezeption derTausendundeinen Nacht ein. Für die Person der Scheherazade ließ er sich vonMadame d’Aulnoy und derMarquise d’O, einer Hofdame derHerzogin von Burgund, inspirieren. Die Handschrift gelangte nach seinem Tod 1715 in den Besitz derBibliothèque du Roi, der heutigenFranzösischen Nationalbibliothek.
Galland fügte zudem als Fortsetzung seiner ersten Übersetzungen einige in seiner arabischen Vorlage nicht vorhandene Geschichten hinzu: Hierzu zähltSindbad der Seefahrer, die er schon nach einer alleinstehenden arabischen Vorlage aus seinem Besitz übersetzt hatte, bevor er von der Existenz des Manuskripts derTausendundeinen Nacht erfuhr. Weiterhin nahm er zehn Geschichten auf, die er 1709 vonHanna Diyab, einem ausAleppo (Syrien) stammendenmaronitischen Christen, übernommen hatte. Wie aus Gallands Tagebuch hervorgeht und von der späteren Literaturgeschichtsschreibung bestätigt wurde, hatte Diyab diese und mehr als ein Dutzend andere Geschichten Galland auf Arabisch erzählt. Darunter befanden sich die populären GeschichtenAladin und die Wunderlampe sowieAli Baba und die Räuber, die teilweise von Diyabs eigenem Leben inspiriert waren, denn sie ließen Parallelen zu dessen Autobiografie erkennen.[6]
Nach der durch Galland beginnenden Orient-Rezeption in Europa kam es zu dem paradoxen Vorgang, dass europäische Kompilationen, inklusive der „entschärfenden“ Bearbeitungen, wieder zurück ins Arabische übersetzt wurden und so die arabische Rezeption selbst beeinflussten.[7]
2010 gab die OrientalistinClaudia Ott bekannt, in der Tübinger Universitätsbibliothek eine bisher unbekannte arabische Handschrift, vermutlich aus der Zeit um 1600, entdeckt zu haben, die in praktisch unmittelbarer Fortsetzung der Galland-Handschrift mit der 283. Nacht einsetzt und bis zur 542. Nacht reicht.[7] 2010 entdeckte Ott zudem in Andalusien im Aga-Khan-Museum die bislang älteste erhaltene Kompilation der Scheherazad-Geschichten:Hundert und eine Nacht, die kleine Schwester der großen Geschichtensammlung, die imMaghreb und im maurischenAndalusien entstand. Sie datiert von 1234.[8]Bislang liegen von Claudia Ott drei Bücher mit Übersetzungen vor, „[z]wei weitere Bände mit Erstübersetzungen arabischerTausendundeine-Nacht-Handschriften sind in Arbeit“ (C. Ott, August 2024).[9]
„Hier beginnen die Tausend Nächte und die eine Nacht“ (Zwischentitel vonFranz von Bayros in der von Karwath und Neumann herausgegebenen, illustrierten Ausgabe, Wien 1906–1914)
InEuropa wirdTausendundeine Nacht häufig fälschlich mitMärchen für Kinder gleichgesetzt, was der Rolle des Originals als Geschichtensammlung für Erwachsene mit zum Teil sehrerotischen Geschichten in keiner Weise gerecht wird. Ursache für dieses Missverständnis ist vermutlich die erste europäische Übersetzung des französischenOrientalistenAntoine Galland, der die Geschichten 1704–1708 übertrug und dabei die religiösen und erotischen Komponenten des Originals entschärfte oder tilgte. Diese Übertragung durch Galland hatte in der Folge eine unerwartet große Wirkung.
Die erste deutsche Übersetzung aus arabischen Originaltexten stammt von dem OrientalistenGustav Weil. Sie wurde 1837–1841 veröffentlicht und war nurcum grano salis werkgetreu: die Poesie- und Reimprosapartien waren nicht formgetreu, das Repertoire entstammte einer Auswahl aus verschiedenen Versionen. Die erste wirklich werkgetreue Übersetzung stammt vonRichard Francis Burton, der die Geschichten in 16 Bänden 1885–1888 unter dem TitelThe Book of the Thousand Nights and a Night veröffentlichte und damit imviktorianischen England einen Skandal auslöste. Auf Grundlage der Burtonschen Übersetzung entstand eine deutsche Übersetzung durchFelix Paul Greve.
Ebenfalls auf Burtons Übersetzung basierte eine zwischen 1906 und 1914 inWien erschienene Ausgabe, die zunächst vonCary von Karwath, später von Adolf Neumann herausgegeben wurde. Auf dem Titelblatt wurde die 18 Bände umfassende Übertragung als „vollständige und in keiner Weise gekürzte (bzw. zensierte) Ausgabe nach den orientalischen Texten“ bezeichnet, doch lehnte sie sich nicht nur an den arabischen Urtext wie alle zuvor publizierten deutschen Übersetzungen an, sondern folgte in den erotischen Textpassagen wie auch im Titel („Das Buch der Tausend Nächte und der einen Nacht“) deutlich dem Vorbild Burtons. Die lediglich fürSubskribenten bestimmte, erotisch illustrierte undbibliophil ausgestattete Auflage von 520 Exemplaren löste wegen der freizügigen Textstellen und der vonFranz von Bayros,Raphael Kirchner u. a. geschaffenen Illustrationen bald nach dem Erscheinen in derk.u.k.-Monarchie und imDeutschen Reich einen Skandal aus. Die Illustrationen der Ausgabe – z. T. auch die kompletten Bände – wurden von den Behörden indiziert und beschlagnahmt.
Gustav Weils Übersetzung erschien ab 1837 (vollständig umgearbeitet 1865) und basierte auf den Texten der ersten arabischen, sogenanntenBulaq-Ausgabe von 1835 und derBreslauer Ausgabe. Eine weitere deutsche Übersetzung besorgteMax Henning fürReclams Universal-Bibliothek in 24 Bänden. Sie erschien ab 1896 und stützte sich auf eine spätere Bulaker Ausgabe sowie auf eine Auswahl weiterer Ausgaben und Quellen.
1918 wurde der Tübinger OrientalistEnno Littmann vom Insel Verlag mit einer Überarbeitung der Greve’schen Übersetzung beauftragt. Er entschloss sich jedoch zu einer fast völligen Neuübersetzung, der er die redigierte, in Indien gedruckte arabische Ausgabe von 1839–1842 (Kalkutta II) zugrunde legte.[10]
Die erste Übersetzung aus dem arabischen Text derWortley-Montagu-Handschrift, einer 1764 inÄgypten entstandenen und wenig später in die OxforderBodleian Library gebrachte Sammlung, schufFelix Tauer. Sie wird als Ergänzungsband zur Littmann’schen Übertragung betrachtet.
Mahmud Tarshuna, ein tunesischer Arabist, veröffentlichtMi’at layla wa-layla auf der Grundlage von sechs arabischen Handschriften aus dem 18. und 19. Jahrhundert.[1]
Der Arabist und IslamwissenschaftlerMuhsin Mahdi (1926–2007) legte 1984 nach fünfundzwanzigjähriger Arbeit einekritische Edition der Galland-Handschrift vor. Damit ist der Text der ältesten erhaltenen arabischen Fassung in seiner ursprünglichen Form verfügbar. 2004 erschien von derArabistinClaudia Ott erstmals eine deutsche Übersetzung dieser Edition.[11] Ihr Ziel war eine bis in die Klanggestalt undMetrik textgetreue Übertragung. Otto Kallscheuer hebt in derZeit ihr „klares, lebhaftes Deutsch“ hervor und dass sie auf „orientalisierende Ausschmückungen“ verzichtet habe.[12]
Die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht wurden vielfach adaptiert und nacherzählt. Adaptionen zu einzelnen Geschichten finden sich in jeweiligen Artikeln zur betreffenden Geschichte (sieheTausendundeine Nacht – Liste der Geschichten).
1001 Nacht (2012), zwei Teile, Italien, Frankreich, Spanien, Deutschland
Miguel Gomez adaptiert die Geschichte in seiner Trilogie „1001 Nacht“ (2016) in die Teile „Volume 1: Der Ruhelose“, „Volume 2: Der Verzweifelte“ und „Volume 3: Der Entzückte“ (As Mil e Uma Noites:O Inquieto,O Desolado undO Encantado)
Auf den Titel des MärchensDer wunderbare Reisesack[16] (Zweihundertfünfundneunzigste Nacht aus dem Zyklus „Tausendundeine Nacht“) geht der Name des FilmsMeschok bes dna aus dem Jahr 2017 unter der Regie vonRustam Chamdamow zurück.
1001 Nacht, Ballett von Mark McClain, Mitarbeit Martine Reyn (Uraufführung am 26. Oktober 2024 Landestheater Coburg); Musik u. a. Scheherazade von Nikolai Rimski-Korsakow[18]
„Das Buch von der Tausendundeinen Nacht gehört zu den Büchern, die schon in den Tagen unserer Kindheit unsere Phantasie in Bewegung gesetzt, unseren Puls beschleunigt und unsere Wangen gerötet hat. [...] Sie waren aber doch nur schöne Märchen, die zu den Ammenerzählungen getan wurden, als uns die Geschichten von kühnen Afrikaforschern und Nordpolfahrern zu fesseln begannen, und es blieb von ihnen nur eine undeutliche Vorstellung phantastischer Dinge in uns zurück, die aber [...] zum Gegenstand des gebrauchten Vergleichs (dienten): wunderbar wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht.“– Karl Martin Schiller, 1926, als Herausgeber der Neuauflage der Breslauer Ausgabe von Max Habicht (1824)[19]
Kalkutta I-Ausgabe:The Arabian Nights Entertainments. In the Original Arabic. Published under the Patronage of the College of Fort William, by Shuekh Uhmud bin Moohummud Shirwanee ool Yumunee. Zwei Bände. Kalkutta 1814–1818 (Band 1).
Bulaq-Ausgabe:Kitâb alf laila wa-laila. Zwei Bände. Bulaq (Kairo) 1835. (Erste nichteuropäische Ausgabe. Textgrundlage ist eine sprachlich bearbeitete Handschrift der vonHermann Zotenberg erkannten um 1775 kompiliertenEgyptian Recension [ZER]. Weitere Ausgaben erschienen in den folgenden Jahren.)
Kalkutta II:The Alif Laila or Book of the Thousand Nights and one Night, Commonly known as „The Arabian Nights Entertainments“. Now, for the first time, published complete in the original Arabic, from an Egyptian manuscript brought to India by the late Major Turner. Edited by W. H. Macnaghten, Esq. Vier Bände. Kalkutta 1839–1842.
Der Tausend und Einen Nacht noch nicht übersezte Mährchen, Erzählungen und Anekdoten, zum erstenmale aus dem Arabischen in’s Französische übersezt vonJoseph von Hammer, und aus dem Französischen in’s Deutsche vonAug. E. Zinserling, Professor. 3 Bände. Cotta, Stuttgart & Tübingen 1823 f. (Digitalisat vonBand 1,Band 2 undBand 3 beiGoogle Books). Nachdruck: Olms, Hildesheim 1976. Auch als:Märchen aus hundert und einer Nacht (=Die Andere Bibliothek, Band 15). Greno, Nördlingen 1986,ISBN 3-921568-72-2.
Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Zum Erstenmale aus dem arabischen Urtext treu übersezt von Dr.Gustav Weil. Herausgegeben und mit einer Vorhalle vonAugust Lewald. Mit 2000 Bildern und Vignetten von F. Groß. 4 Bände. Verlag der Classiker, Stuttgart und Pforzheim 1839–1841 (Digitalisat vonBand 1,Band 2,Band 3 undBand 4 imInternet Archive).
Tausend und eine Nacht. Aus dem Arabischen übertragen von Max Henning. 24 Bände. Reclam, Leipzig 1896–1900.
Das Buch der tausend Nächte und der einen Nacht. Vollständige und in keiner Weise gekürzte Ausgabe nach den vorhandenen orientalischen Texten besorgt vonCary von Karwath,[20] Adolf Neumann,[21] mit Illustrationen von Choisy Le Conin (das istFranz von Bayros),[22]E. Rantzi,[23]M Mathieux,[24]R. Chapelin,[25]Ferdinand d´Or,[26]Raphael Kirchner.[27] 18 Bände als „Privatdruck nur für Subskribenten […] mit 520 handnumerierten Exemplaren [deren] Nr. 1 bis 20 die Luxusausgabe [...] vom Herausgeber signiert, [in Seide gebunden und mit einem Messingschild versehen] ist.“ C. W. Stern Verlag, Wien 1906–1914; (verkleinerter) Nachdruck bei:Bibliotheca Historica, 2013.
Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Vollständige deutsche Ausgabe in zwölf Bänden aufgrund derBurton’schen englischen Ausgabe besorgt vonFelix Paul Greve. Zwölf Bände. Insel, Leipzig 1907–1908; auch in:Digitale Bibliothek, Band 87.Directmedia, Berlin 2003 (Neuausgabe in elektronischer Form).ISBN 3-89853-187-2.
Die Erzählungen aus den Tausendundein Nächten. Vollständige deutsche Ausgabe in sechs Bänden. Nach dem arabischen Urtext der Calcuttaer Ausgabe aus dem Jahr 1830. Übertragen vonEnno Littmann. Insel, Wiesbaden und Frankfurt am Main 1953 und 1976; erneut Komet, Frechen 2000,ISBN 3-89836-308-2.
Die Erzählungen aus den tausendundein Nächten. Die in anderen Versionen von ‚Tausendundeine Nacht‘ nicht enthaltenen Geschichten der Wortley-Montague-Handschrift der Oxforder Bodleian Library, aus dem arabischen Urtext vollständig übertragen und erläutert vonFelix Tauer. Insel-Verlag, Leipzig 1983.
Erzählungen der Schehersâd aus den tausendundein Nächten. Deutsch vonMax Henning, in:Taschenbibliothek der Weltliteratur, Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar 1983.
Tausendundeine Nacht. Übersetzt vonClaudia Ott. Zehnte, durchgesehene Auflage. C. H. Beck, München 2009 (nach der bis dato ältesten bekannten arabischen Handschrift in der Ausgabe vonMuhsin Mahdi:Alf laila wa-laila).ISBN 3-406-51680-7.
Claudia Ott (Übers.):Buch der Liebe. C.H. Beck, München 2022. (Quelle) „[M]it vier großen, spannenden und teils abgründigen Liebesromanen. Der erste schließt unmittelbar an die Galland-Handschrift an, die den Anfang enthält.“[28]ISBN 978-3406790355
Claudia Ott (Übers.):101 Nacht. Aus dem Arabischen erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott nach der Handschrift des Aga Khan Museums. Manesse, Zürich 2012 (nach der ältesten Handschrift aus Andalusien von 1234. Enthält auch bislang unbekannte Geschichten).ISBN 3-7175-9026-X.
Claudia Ott (Übers.):Tausendundeine Nacht. Das glückliche Ende. Nach der Handschrift der Rasit-Efendi-Bibliothek Kayseri erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott. C. H. Beck München 2016,ISBN 978-3-406-68826-3
Adolf Gelber:1001 Nacht. Der Sinn der Erzählungen der Scheherazade. M. Perles, Wien 1917.
Stefan Zweig:Das Drama in Tausendundeiner Nacht. In:Rezensionen 1902–1939. Begegnungen mit Büchern. 1983E-Text Gutenberg-DE.
Heinz Grotzfeld:Neglected Conclusions of the Arabian Nights: Gleanings in Forgotten and Overlooked Recensions. In:Journal of Arabic Literature. Berlin 1985,16.ISSN0030-5383.
Johannes Merkel (Hrsg.):Eine von tausend Nächten. Märchen aus dem Orient. Weismann, München 1987, 1994,ISBN 3-88897-030-X.
↑Jacob W. Grimm:Selected Tales. Penguin Books, Harmondsworth 1982,ISBN 0-14-044401-7, S. 19.
↑Jack David Zipes, Richard Francis Burton:The Arabian Nights. The Marvels and Wonders of the Thousand and One Nights. Signet Classic, New York 1991,ISBN 0-451-52542-6, S. 585.
↑Rachel Schnold, Victor Bochman:The Jews and “The Arabian Nights”. In: Ministry of Foreign Affairs (Hrsg.):ARIEL. The Israel Review of Arts and Letters.Band103, 1996,ISSN0004-1343,ZDB-ID 1500482-X (englisch,mfa.gov.il [abgerufen am 20. Juli 2014]).
↑Nachwort von Bernard Heyberger. In: Diyab, Hanna,Von Aleppo nach Paris: die Reise eines jungen Syrers bis an den Hof Ludwigs XIV. Unter Berücksichtigung der arabischen Handschrift aus der französischen Übertragung übersetzt von Gennaro Ghirardelli, Berlin: Aufbau Verlag, 2022, S. 442–482.ISBN 978-3-8477-2045-4
↑abIjoma Mangold:Die Nacht Nummer 283. In:Die Zeit. 10. Juni 2010,ISSN0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 30. November 2023]).
↑Dawn B. Sova:Critical Companion to Edgar Allan Poe. A Literary Reference to His Life and Work. Facts on File / Infobase, New York 2007, S. 177 f. (online).
↑Jules Verne:Scheherazade’s Last Night and Other Plays. First English Translation. North American Jules Verne Society / BearManor Media, Albany/GA 2018 (online).
↑CLICKSPORTS: 1001 Nacht. Abgerufen am 11. Februar 2025.
↑Max Habicht:Tausend und eine Nacht – Arabische Erzählungen, F.W. Hendel Verlag, Leipzig 1926, 12 Bände (Erstausgabe 1824–1843,Breslauer Edition und Tunesische Handschrift), Band 12, S. 9.