Dieser Artikel behandelt vor allem Herkunft, Darstellung und Aussprache des Buchstabens T. Die verschiedenen Bedeutungen dieses Zeichens finden sich unterT (Begriffsklärung).
DasFingeralphabet Deutschlands, Luxemburgs und derRomandie fürGehörlose bzw.Schwerhörige stellt den BuchstabenT dar, indem die geschlossene Hand nach links zeigt, während derZeigefinger nach links gestreckt ist. DerDaumen liegt auf dem Zeigefinger und zeigt nach oben. Beim Fingeralphabet Österreichs, Liechtensteins und der Deutschschweiz wird die geschlossene Hand nach vorne gezeigt, der Daumen nach oben gestreckt und der Zeigefinger auf den Daumen gelegt.
Die Frühform des Buchstabens in derprotosinaitischen Schrift ist ein Kreuz. Die Bedeutung dieses Symbols ist unklar, wahrscheinlich war es eine Markierung. DiePhönizier gaben dem Buchstaben den NamenTaw, mit dem Lautwert [t]. Sowohl in der protosinaitischen als auch in der phönizischen Schrift konnte das Taw auch liegend geschrieben werden, in einer Form, die dem X ähnelt.
In dasgriechische Alphabet wurde der Buchstabe alsTau aufgenommen. Die Griechen verwendeten dabei die auf der Spitze stehende Form des Taw. Schon im Frühgriechischen wanderte allerdings der Querbalken bis an die Spitze des Buchstabens.
Die Etrusker und nach ihnen die Römer übernahmen den Buchstaben als T. Dabei änderten sie weder Lautwert noch Aussehen.
In derStandardaussprache des Deutschen wird (wie auch imEnglischen und weiteren Sprachen) das t in den meisten Wortpositionenbehaucht gesprochen[tʰ]. Hierbei handelt es sich um einadjungiertes, keindistinktives Merkmal, es ist also zur Unterscheidung nicht notwendig. In einigen süd- und ostdeutschen Dialekten werden die stimmlosen Phoneme nicht behaucht. So wird dast ähnlich wied ausgesprochen. Häufig werden in den gleichen Gebieten stimmhafte Konsonanten (b, d, g, s) stimmlos oder abgeschwächt stimmhaft realisiert, so dass eine Unterscheidung von t und d schwierig ist. Vielerorts werden die stimmlosen Varianten als „hart“ und die stimmhaften als „weich“ verdeutlicht.[1]
Dieses Phänomen kann man an den Aussprachehinweisen aus dem 19. Jahrhundert nachvollziehen.
„zur aussprache: d t th sein auch gleich auf der zungen anainander, vertritt ainer den andern, wie dan auch bei den Kriechen gewonlich ist. AVENTIN. 4, 22, 31; das d mit seinem gleichen t dringt die zunge oben an den gumen, rürend die untern zene mit der spitzen, und so man den athem mit gewalt herrausz truckt wirts ein t, so mann aber lind truckt, wirts ein d. P. JORDAN leyenschul (1533) A 7b; das t ist ein harter mitlauter .. wan man ihn ausspricht, so eröfnet man die zähne ein wenig und stöbbelt die zunge wider die unterzähne, und mus ihn gleichsam mit kraft heraus stoszen. ZESEN rosenm.“