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Suzi Quatro

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Suzi Quatro (2017)

Susan „Suzi“ Kay Quatro (*3. Juni1950 inDetroit) ist eineUS-amerikanische Sängerin, Komponistin[1] undBassistin. In den 1970er Jahren gehörte sie – vor allem inEuropa – zu den erfolgreichstenRockmusikerinnen.

Biografie

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Suzi Quatro hat italienisch-ungarische Wurzeln. Sie wuchs mit ihren drei Schwestern und einem Bruder bei den Eltern Helen und Arthur Quatro im Detroiter VorortGrosse Pointe auf. Der Vater hatte eine eigene Band, das „Art-Quatro-Trio“.

Suzi Quatro (2011)

Im Alter von 5 Jahren sah sie einen der Auftritte vonElvis Presley in derEd Sullivan Show und hatte die Eingebung, es ihm nachzumachen.[2] Mit 8 Jahren trat Quatro das erste Mal mit ihrem Vater auf. In der Folge nahm sie klassischenKlavierunterricht und wurde auch inPercussion ausgebildet. Mit 14 Jahren bat sie ihren Vater um ein Tiefton-Instrument, bekam einen Fender Precision Bass, brachte sich das Spielen selbst bei und wandte sich demRock and Roll zu.[3] Sie nannte sich „Suzi Soul“ und wurde die Bassistin der Detroiter BandPleasure Seekers, bei denen auch ihre Schwestern engagiert waren.

Wie viele der damaligenGaragenbands nahmen auch Quatro und diePleasure Seekers eineSingle auf. MitNever Thought You’d Leave Me / What a Way to Die erlangten sie lokale Aufmerksamkeit. Auch die Nachfolgesingle, schon für das überregionale Label Mercury, wurde ein kommerzieller Erfolg.

1971 gaben sich diePleasure Seekers den Namen „Cradle“ und spielten nun härteren Rock und ihre eigenen Stücke. Zu dieser Zeit sah derMusikproduzentMickie Most die Gruppe, während er eine neue Platte mitJeff Beck in Detroit produzierte. Er lud Suzi Quatro nachEngland ein, um mit ihr an einer Solokarriere zu arbeiten. Ende 1971 kam sie nachLondon. Zwei Jahre lang arbeitete sie in den Studios, umLieder zu schreiben und aufzunehmen. Die erste SolosingleRolling Stone wurde zwar inGroßbritannien ein Flop, aber inPortugal gelangte sie 1972 auf Platz 1 der Hitparade. Nun wurde eine Band zusammengestellt, mit der Quatro auf Tour ging.

Suzi Quatro mit Band (links Len Tuckey) 1973

Anfang 1973 wurden vonMickie Most zwei neue Komponisten für sein Label RAK verpflichtet,Nicky Chinn undMike Chapman. Beide schrieben Quatros ersten Nummer-1-HitCan the Can. Besonders großen Erfolg hatte sie inEuropa,Australien undJapan. 1974 erhielt sie in Deutschland denGoldenenBravo Otto, dann 1975, 1978 und 1979 denBronzenen sowie 1980 denSilbernen Bravo Otto der JugendzeitschriftBRAVO.

Als sie eine Version vonElvis PresleysAll Shook Up aufnahm, lud dieser sie daraufhin nachGraceland ein. Quatro lehnte jedoch ab, was sie bis heute bedauert: „Ich habe ihn abgewiesen wie ein Idiot, weil ich zu nervös war, um meinen Helden zu treffen.“[4]

In den USA wurde Quatro 1977 eine TV-Rolle in derSitcomHappy Days angeboten. Sie unterbrach ihre Japan-Tour und nahm das Angebot für fünfzehn Folgen an.

Ende der 1970er Jahre endete die Zusammenarbeit mit dem RAK-Label. Quatro arbeitete aber weiterhin mit Mike Chapman. Die ganz großen Erfolge stellten sich zwar nicht wieder ein, aber 1978 nahm sie mitChris Norman das LiedStumblin’ In auf, das besonders in Deutschland ein großer Erfolg wurde. Auch die 1979 erschienene SingleShe’s in Love with You wurde ein Hit. Von diesem Titel nahmSchlagersängerBernhard Brink mitIch wär’ so gern wie du eine deutsche Version auf.

Ihre schauspielerischen Qualitäten konnte sie in einigen Gastauftritten in verschiedenen englischenSerien beweisen, so zum Beispiel in der Folgelove you to death der erfolgreichen SerieDempsey & Makepeace oder in der KrimiserieInspector Barnaby in der FolgeMord mit Groove (2007).

Andrew Lloyd Webber engagierte Quatro im Jahr 1985 für die Titelrolle im MusicalAnnie Get Your Gun. DiePremiere war 1986 im LondonerWest End Theatre. Ihr Engagement im Musical dauerte einige Jahre. 1989 ging Quatro auf eine erfolgreiche Tour durch dieSowjetunion.

1993 arbeitete Quatro an ihrem MusicalTallulah Who. Im Mittelpunkt stand die in den 1930er-Jahren bekannte SchauspielerinTallulah Bankhead.

Seit 2000 moderiert Quatro aufBBC 2 die RadiosendungRocking with Suzi Q.

Am 25. Dezember 2005 hatte der FilmNaked under Leather Premiere. Darin spielt sie sich selbst.

Suzi Quatro in derAIS Arena inCanberra,Australien am 26. September 2007

Im Februar 2006 erschien das AlbumBack to the Drive. 2009 nahm Suzi Quatro mitThe Jordanaires (der Backing Group von Elvis Presley) den TributesongSinging with Angels auf, der im Januar 2010 veröffentlicht wurde.

Im August 2011 erschien ihr AlbumIn the Spotlight.[5]

Am 19. Oktober 2016 erhielt Suzi Quatro denEhrendoktor in Anerkennung ihrer Verdienste um die Musik von derAnglia Ruskin University in Cambridge, England.[6]

Privates

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Am 8. Dezember 1976 heiratete Suzi Quatro ihren langjährigen Gitarristen Len Tuckey in Romford/EssexEngland.[7]

Im September 1982 wurde Quatros Tochter geboren, im Oktober 1984 kam ihr Sohn zur Welt.

1992 endete die Ehe von Quatro und Tuckey. Im Oktober 1993 heiratete Quatro den deutschen Tour-Promoter Rainer Haas.

Suzi Quatro lebt seit 1980 in einemelisabethanischen Herrenhaus in Chelmsford,Essex und besitzt ein Apartment in Spanien.[3]

Diskografie

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Hauptartikel:Suzi Quatro/Diskografie

Studioalben

JahrTitelHöchstplatzierung, Gesamtwochen/​‑monate, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne QuellenTemplate:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen/Mo­nate, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE AT CH UK US
1973Suzi Quatro
auch bekannt als:Can the Can
DE4
Gold
Gold
[8]
(15 Mt.)DE
AT5
(6 Mt.)AT
UK32
Silber
Silber

(4 Wo.)UK
US142
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1973
Verkäufe: + 330.000[8]
1974QuatroDE15
(5 Mt.)DE
US126
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1. Oktober 1974
1975Your Mamma Won’t Like MeDE42
(1 Mt.)DE
US146
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1. Mai 1975
1976Aggro-Phobia
Erstveröffentlichung: 1976
1978If You Knew Suzi…US37
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Juli 1978
Verkäufe: + 100.000
1979Suzi … and Other Four Letter WordsUS117
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1979
Verkäufe: + 50.000
1980Rock HardUS165
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1980
1982Main Attraction
Erstveröffentlichung: November 1982
1991Oh, Suzi Q.
Erstveröffentlichung: 9. September 1991
2006Back to the DriveCH78
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 17. Februar 2006
2011In the Spotlight
Erstveröffentlichung: 26. August 2011
2019No ControlDE31
(2 Wo.)DE
AT39
(1 Wo.)AT
CH42
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 29. März 2019
2021The Devil in MeDE28
(3 Wo.)DE
CH24
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 26. März 2021

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

TV-Auftritte

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  • 1977–79:Happy Days („Happy Days Again“) als Leather Tuscadero
  • 1980:The Kenny Everett Video Show als sie selbst (Episode 3.1)
  • 1982:Minder. Sie spielt die „Nancy“ (als Suzy Quatro) in der Episode 3.1Dead Men Do Tell Tales.
  • 1985:Dempsey & Makepeace. Sie spielt die „Catherine Warren“ in der Episode 2.3Love You to Death.
  • 1994:Absolutely Fabulous. Sie spielt eine Krankenschwester in der Episode 2.1Hospital.
  • 1999:Never Mind the Buzzcocks als sie selbst (Episode 6.6)
  • 1999:This Is Your Life. Als sie selbst in der EpisodeSuzi Quatro
  • 2001:Heart-throbs of the 70s Moderation
  • 2007:Midsomer Murders: The Axeman Cometh (Inspector Barnaby: Mord mit Groove), Episode 10.4 als Mimi Clifton

Auszeichnungen

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  • Bravo Otto
    • 1973: „Gold“ in der Kategorie „Sängerin“
    • 1974: „Gold“ in der Kategorie „Sängerin“
    • 1975: „Bronze“ in der Kategorie „Sängerin“
    • 1978: „Bronze“ in der Kategorie „Sängerin“
    • 1979: „Bronze“ in der Kategorie „Sängerin“
    • 1980: „Silber“ in der Kategorie „Sängerin“

Literatur, Film

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  • Irwin Stambler:The Encyclopedia Of Pop, Rock And Soul. St. Martin’s Press, New York City 1989,ISBN 0-312-02573-4, S. 546f.
  • Barry Graves/Siegfried Schmidt-Joos:Das neue Rock-Lexikon, Bd. 2. Gianna Nannini - ZZ Top, 323.–353. Tsd., vollständig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1990,ISBN 3-499-16321-7, S. 643
  • Suzi Q, Dokumentarfilm 2019, Regie: Liam Firmager, 98 min

Weblinks

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Commons: Suzi Quatro – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Suzi Quatro. Abgerufen am 26. März 2024. 
  2. Mayer Nissim: Suzi Quatro reveals exactly why she snubbed Elvis Presley. In: goldradio.com. 9. Januar 2025, abgerufen am 12. August 2025 (englisch). 
  3. abMichael Loesl: „Zum Glück haben wir Musik in dieser Welt!“ In: Aachener Zeitung. 2. März 2024, abgerufen am 10. März 2024. 
  4. Eternity in black leather. 21. Februar 2005, abgerufen am 19. Februar 2023 (englisch). 
  5. Constantin Aravanlis: Suzi Quatro - In The Spotlight. In: Weser Kurier. 19. August 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juni 2020; abgerufen am 3. Juni 2020. 
  6. Adam Care: Wilko Johnson and Suzi Quatro receive honorary degrees in Cambridge. 19. Oktober 2016, abgerufen am 19. Februar 2023 (englisch). 
  7. Ja-Wort in der Kirche. Abgerufen am 19. Februar 2023. 
  8. abGünter Ehnert:Hit Bilanz – Deutsche Chart LP’s 1962–1986. Hrsg.: Taurus Press. 1. Auflage. Verlag populärer Musik-Literatur, Hamburg 1994,ISBN 3-922542-29-8,S. 296. 
Personendaten
NAMEQuatro, Suzi
ALTERNATIVNAMENQuatrocchi, Susanna Kay
KURZBESCHREIBUNGUS-amerikanische Rockmusikerin
GEBURTSDATUM3. Juni 1950
GEBURTSORTDetroit, USA
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