Das Dorf Susmiou ist auf einem künstlichen Erdhügel errichtet worden. Bei derVolkszählung des Béarn im Jahre 1385 wurden 18 Haushalte gezählt. Am Ende desMittelalters gehörte das Dorf zurBailliage von Navarrenx und besaß zweiLaienklöster. Das Kloster von Suzan wurde 1336 erstmals erwähnt und war im Besitz von Arnaud Guilhem. Die Aufzeichnungen besagen, dass die beiden Laienklöster in der Folge an die Familien Abadie und Lafuntzun übergingen. In einem Viertel des Dorfes lebten auchCagots, eine Personengruppe, die vom 13. bis weit ins 19. Jahrhundert hinein in Spanien und Frankreich aus heute noch unbekannten Gründen diskriminiert und weitgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen war. Gemäß Experten leben heute noch Nachkommen von Cagots in Susmiou. In denHugenottenkriegen wurde das Dorf im Jahre 1569 bei der Belagerung von Navarrenx niedergebrannt. Die Geschichte Susmious wurde von drei bedeutenden Familien bestimmt, die nacheinander über dieGrundherrschaft verfügten. Im 16. Jahrhundert war es die Familie Auga, vom 16. bis zum 18. Jahrhundert die Familie Mesplès, anschließend bis zurFranzösischen Revolution die Familie Faget. Susmiou bildete zusammen mitNavailles undAngos einBaronat, das demVicomte von Béarn unterstand und den Namen des Baronats von Gabaston trug.[2][3]
Sus-Menour (12. Jahrhundert, laut Pierre de Marcas BuchHistoire de Béarn, S. 403),
Susmeor (13. Jahrhundert,fors de Béarn,Manuskript aus dem 14. Jahrhundert),
Sente-Katerine de Susmioo (1385, Notare aus Navarrenx),
L’abadie-jusan,L’abadie-susan de Susmio,Susmio,Suusmioo undSusmyon (1535, 1535, 1536, 1538 bzw. 1546,réformation de Béarn, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts),
Die Gemeinde erreichte einen vorläufigen Höchststand ihrer Größe mit rund 220 Einwohnern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Folgezeit stagnierte die Größe der Gemeinde bei kurzzeitigen Phasen der Erholung bis nach demZweiten Weltkrieg auf rund 100 Einwohner. Seitdem ist ein zeitweise starker Aufwärtstrend zu verzeichnen, der neue Höchststände erreicht und noch heute andauert.
Jahr
1962
1968
1975
1982
1990
1999
2006
2009
2023
Einwohner
123
131
202
227
250
251
287
301
348
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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz Quellen:EHESS/Cassini bis 1999,[5]INSEE ab 2006[6][7]
Pfarrkirche, gewidmetKatharina von Alexandrien. Die heutige Kirche wurde im 17. Jahrhundert errichtet, nachdem der einfache Vorgängerbau wie das ganze Dorf im Jahre 1569 zerstört worden war. DaseinschiffigeLanghaus wird mit einer halbrundenApsis verlängert. IhrSichtmauerwerk lässtBruchsteine und grobeWerksteine erscheinen. Der Eingang befindet sich unterhalb eines kleinenGlockenturms, der auf dem Gebäude aufragt. Er besitzt mehrere Schallöffnungen und eine kleine, mitSchiefer gedeckteHaube mit einem Kreuz aus Eisen an ihrer Spitze. Im Kircheninneren sind die Gewölbe mitTäfelwerk und der Fußboden ist mitTomette-Fliesen bedeckt. Die Kirche birgt einen Grabstein aus dem Jahre 1604.[8]
Ehemaliges Laienkloster. Die Gebäude sind offensichtlich nach der Gründung des Laienklosters errichtet worden. Sie bestehen aus mehreren rechtwinklig angeordneten Flügeln, wovon zwei die Wohnräume auf zwei Etagen bergen.[9]
EhemaligeWassermühle von Labat-Gougy. Sie befindet sich am Ufer des Lausset und mahlte einst das Getreide für die Bewohner von Susmiou. Zum Zeitpunkt des Baus der Wassermühle war das Territorium auf die Familien Abadie und Lafuntzun aufgeteilt. Der Ursprung des Namens der Mühle ist nicht gesichert, aber der Name Labat erlaubt einen Zusammenhang mit der Familie Abadie zu vermuten. Die Mühle besteht im Wesentlichen aus einem rechteckigen Gebäude. IhrWalmdach ist mit den für das Béarn typischen flachen Ziegeln gedeckt, die aufgrund der Halterung mit Haken „Picon“ genannt werden. Zwei großeSchornsteine lassen vermuten, dass das Mehl in Backöfen gleich zu Brot verarbeitet wurde. Heute ist die Mühle eine kleine ländliche Unterkunft. Der Besitzer, Hervé Baltar, ist diplomierter Angellehrer und vermittelt seine Kenntnis an Gäste, um in der Nähe Forellen oder Lachse zu fischen.[10]
Handel und Dienstleistungen sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.
Susmiou liegt in den ZonenAOC desOssau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.[11]
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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015[12] Gesamt = 48
↑Ma commune : Susmiou. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).
↑Conseil régional d’Aquitaine: Susmiou. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 22. Dezember 2017; abgerufen am 21. Dezember 2017 (französisch).Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäßAnleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/visites.aquitaine.fr