Streichelzoo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springenZur Suche springen
Streichelzoo imSt. Louis Zoo
Georgia Aquarium in Atlanta (USA), Streichelbecken

AlsStreichelzoo wird eineGehegeeinrichtung bezeichnet, in der ausgesuchteHaustiere gehalten werden, die als friedfertig undhandzahm gelten und speziell Kindern direkten Zugang und Kontakt zu den Tieren ermöglichen sollen. Streichelzoos sind für gewöhnlich Teil öffentlicherTierparks und/oderZoos.

Inhaltsverzeichnis

Definition

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Ein Streichelzoo ist ein Gehege, in dem Tiere gehalten werden, die

  • robust und zahm genug sind, um von Besuchern gestreichelt und ggf. auf den Arm genommen zu werden,
  • von sich aus und bereitwillig den Kontakt zum Menschen suchen (also besonders zutraulich sind),
  • deren Rassen oder Arten für gewöhnlich kein aggressives Verhalten zeigen und
  • den Besuchern in der Regel keine schweren Verletzungen zufügen können.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Erste Streichelzoos wurden bereits in den 1930er-Jahren eingerichtet, etwa in den Zoos vonLeipzig undMünchen. Der Begriff „Streichelzoo“ aber entstand erst später und geht auf den VeterinärmedizinerWolfgang Salzert zurück.

Tiere und deren Haltung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Häufige Tiere sinddomestizierteZiegen undSchafe,Meerschweinchen,Kaninchen,Hängebauchschweine undMinischweine, manchmal auchEsel,Miniponys (besondersShetlandponys) undHühner.

Um die Gesundheit der Tiere sicherzustellen, wird das Futter von den Zoos bereitgestellt und entweder in Automaten oder von einemKiosk angeboten. Heute werden Streichelzoos oft so eingerichtet, dass die Tiere einen eigenen Rückzugsraum haben und von sich aus den Kontakt zum Besucher suchen können.

Streichelbecken

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Eine besondere Form ist dasStreichelbecken. Hier soll Besuchern die Möglichkeit geboten werden, ausgesuchteAquarientiere zu berühren und zu füttern. Zu den häufigsten Tieren in Streichelbecken zählenDelfine, verschiedeneRochen und kleinbleibende, friedfertigeHai-Arten. Beispielsweise können imGeorgia Aquarium inAtlanta (Georgia)Stechrochen undSchaufelnasen-Hammerhaie gestreichelt werden. Ein Streichelbecken existiert auch imAquarium des Zoologischen Gartens in Berlin.

Literatur

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  • Hanna Rheinz:Zwischen Streichelzoo und Schlachthof: Über das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Kösel-Verlag, München 2011,ISBN 9783641060817.
  • Sylvia Greiffenhagen, Oliver N. Buck-Werner:Tiere als Therapie – Neue Wege in Erziehung und Heilung. Kynos Verlag, Mürlenbach 2011,ISBN 9783942335324.

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: Streichelzoo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Streichelzoo – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Normdaten (Sachbegriff):GND:4496327-0(lobid,OGND,AKS)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Streichelzoo&oldid=254184637
Kategorie: