mit Reick-Nordwest mit Reick-Nordwest Stadtteil und Statistischer Stadtteil Nr. 76 vonDresden | |
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| Koordinaten | 51° 1′ 38″ N,13° 45′ 47″ O51.02720833333313.762969444444125Koordinaten:51° 1′ 38″ N,13° 45′ 47″ O. |
| Höhe | 125 m ü. NN |
| Fläche | 2,35 km² |
| Einwohner | 10.313(31. Dez. 2013) |
| Bevölkerungsdichte | 4389 Einwohner/km² |
| Eingemeindung | 1892 |
| Postleitzahl | 01219 |
| Vorwahl | 0351 |
| Website | www.dresden.de |
| Stadtbezirk | Prohlis |
| Verkehrsanbindung | |
| S-Bahn | S 1, S 2 |
| Straßenbahn | 4, 11, 13 |
| Bus | 61, 63, 66, 68, 85 |
Strehlen ist ein Stadtteil vonDresden imStadtbezirk Prohlis im Südosten der Stadt. Strehlen grenzt an den innerstädtischenVorstadtgürtel.
Am Rand des Ortskerns befindet sich die wichtigste Geschäftsstraße Strehlens, dieLockwitzer Straße. Zusammen mit demWasaplatz bildet sie ein Stadtteilzentrum mit Bankfilialen, Einzelhändlern und Gastronomie im Südosten Dresdens.
Strehlen grenzt an die StadtteileZschertnitz,Mockritz,Leubnitz-Neuostra,Reick,Gruna,Seevorstadt undSüdvorstadt.
DieGemarkung Strehlen umfasst fast vollständig den Stadtteil Strehlen sowie weiterhin Teile der (statistischen) Stadtteile Gruna,Seevorstadt-Ost/Großer Garten,Südvorstadt-Ost,Räcknitz/Zschertnitz undLeubnitz-Neuostra.

Als Ort wurde Strehlen urkundlich 1288 zum ersten Mal alsStrowelin, das heißt „Ort des Strowela“ erwähnt. 1307 erwarb dasKloster Altzella für seinen Klosterhof inLeubnitz den größten Teil des Dorfes und 1312 noch dazu die Hälfte des StrehlenerVorwerks. Nach derReformation kam der Ort 1550 als Besitz des Klosterhofes zum Leubnitzer Amt, der unter der Lehnshoheit des Dresdner Rates stand. Infolgedessen erwarben viele Bürger Dresdens in Strehlen Felder und Wiesen. Durch die Anlage desGroßen Gartens musste das Dorf 1676 etwa 59 Hektar seines Gebietes abgeben. Dafür gingen zuvor die Fluren derWüstung Frankenberg an Strehlen über.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zum Wohnort der Oberschicht, es entstanden hier viele derDresdner Villenbauten, darunter auch einige Prachtbauten an der Parkstraße und derWiener Straße. AmWasaplatz gab es eine geschlossene Bebauung im Stil der Jahrzehnte von 1870 bis 1900. Auf dem Gelände des ehemaligenRothen Hauses, einem Forsthaus mit Schenke, zwischen Bahndamm, August-Bebel-Straße und Franz-Liszt-Straße, entstand ab 1860 einekönigliche Villa und ein eigener Bahnhof. Auf diesem Gebiet entstand von 1935 bis 1938 dasLuftgaukommando Dresden, später mit veränderter Nutzung: zwischen 1945 und 1952 Sitz der Sächsischen Landesregierung, danachMilitärakademie „Friedrich Engels“, nach derWende Musterungsstelle der Bundeswehr. Die Gebäude südlich der August-Bebel-Straße werden zunehmend von derTU Dresden genutzt.[1] In Strehlen endete am Gasthaus Dorotheenhof diePferdebahn. Im Strehlen der Jahrhundertwende lebte und arbeitete in der Residenzstraße 20 (heute August-Bebel-Straße) der ImpressionistWilhelm Claudius (1854–1942), Urgroßneffe des DichtersMatthias Claudius.
Im Jahr 1892 wurde der Ort nach Dresden eingemeindet. Ausschlaggebend hierfür waren die häufigen Überschwemmungen imKaitzbachgelände, die den Bau eines Flutkanals zur Lingnerallee notwendig machten. Dies war für die Gemeinde nur gemeinsam mit der Stadt Dresden realisierbar.[2]
Südlich des ehemaligen Dorfes entstanden von 1900 bis 1930 geschlossene Wohnsiedlungen, die später auch in offenerer Bauweise als Genossenschaftswohnungen ausgeführt wurden. Beiderseits der Reicker Straße entstand auf den ehemaligen Feldern großerGärtnereien ab 1980 ein Neubaugebiet. Seit März 2001 steht an der Reicker Straße, umschlossen vomOtto-Dix- und Rudolf-Bergander-Ring, das EinkaufszentrumOtto-Dix-Center (ODC).
DieStrehlener Straße liegt im benachbarten Stadtteil Südvorstadt.
DerS-BahnhofStrehlen liegt an derBahnstrecke Pirna–Coswig und wird durch die Linien S 1 und S 2 bedient. Zur besseren ÖPNV-Anbindung des S-Bahnhofs bauten dieDresdner Verkehrsbetriebe in den Jahren 2017 bis 2019 zwischenTiergartenstraße undWasaplatz eine neue Straßenbahntrasse über die Oskarstraße und den Gustav-Adolf-Platz. Diese ist zwar etwas länger als die vorherige Streckenführung über dieWasastraße, für mehrere Tausend Fahrgäste täglich reduzieren sich jedoch die Umsteigezeiten zwischen S- undStraßenbahn.[3]