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Strafprozessrecht

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DasStrafprozessrecht oderStrafverfahrensrecht istformalrechtlicher Natur und normiert mit derStrafprozessordnung die Verfahrensregeln für Strafprozesse. Der Verfahrensablauf setzt dabei sowohl die Erhebung derAnklage als auch den gerichtlichenEröffnungsbeschluss voraus. Der Strafprozess (auch Strafverfahren) an sich dient als streitiges Verfahren vor demStrafgericht einer richterlichenEntscheidungsfindung übermaterielle Rechtsfragen desStrafgesetzbuches nach dem Bruch einerRechtsnorm durch denDelinquenten.[1]

Verfahrenstypen

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Rechtsvergleichend lassen sich dreiIdealtypen des Strafverfahrens herausstellen.[2]

Derinquisitorische Strafverfahrenstyp zeichnet sich dadurch aus, dass alle zur Entscheidungsfindung notwendigen Informationen von staatlichen Organen zusammengetragen werden (Amtsermittlungs- bzw.Untersuchungsgrundsatz), denen auchZwangsmittel zur Verfügung stehen.

Für denkontradiktorischen Strafverfahrenstyp ist charakteristisch, dass es – ähnlich demZivilverfahren – Aufgabe der Parteien (also des staatlichen oder privaten Anklägers sowie des Angeklagten) ist, die Informationen für die Entscheidungsfindung zusammenzutragen, anhand derer das Gericht als unparteiischer Dritter entscheidet.

Imkonsensualen Strafverfahrenstyp schließlich wird das Verfahren durch die formelle Unterwerfung des Beschuldigten unter das Strafangebot eines staatlichen Organs erledigt. Dabei handelt es sich oft um ein zwischen staatlicher Seite und der Seite des Beschuldigten ausgehandeltes Angebot („Deal“).

Der inquisitorische Strafverfahrenstyp war kontinentaleuropäisch lange vorherrschend, erhielt aber in letzter Zeit auch kontradiktorische und vor allem konsensuale Züge.

Als Alternative zu gängigen gerichtlichen Strafverfahren kann das KonzeptRestorative Justice genannt werden, welches eine alternative Form derKonflikttransformation darstellt.

Siehe auch

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Zum Strafprozessrecht in den einzelnen Rechtsordnungen:

Literatur

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  • Craig M. Bradley:Criminal procedure: A worldwide study. Carolina Academic Press, Durham, NC 2007,ISBN 978-1-59460-244-3. 
  • Philip L. Reichel:Comparative Criminal Justice Systems: A Topical Approach. 5. Auflage. Prentice Hall, 2007,ISBN 978-0-13-239254-9. 
  • Harry R. Dammer, Jay S. Albanese:Comparative Criminal Justice Systems, International Edition. 4. Auflage. Cengage Learning Emea, 2010,ISBN 978-0-495-81270-8. 
  • Emmanouil Billis:Die Rolle des Richters im adversatorischen und im inquisitorischen Beweisverfahren. Modelltheoretische Ansätze, englisches und deutsches Beweisführungssystem, internationalrechtliche Dimensionen [The Role of the Judge in Adversarial and Inquisitorial Systems of Criminal Procedure. Theoretical Models, Evidentiary Proceedings in England and Germany, International Dimensions]. Berlin, Duncker & Humblot 2015,ISBN 978-3-86113-804-4
  • Ettore Dezza:Geschichte des Strafprozessrechts in der Frühen Neuzeit. Eine Einführung.Springer-Lehrbuch, 2017.ISBN 978-3-662-53244-7

Weblinks

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Einzelnachweise

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  1. Meyer-Goßner:StPO-Kommentar, Einleitung Rn. 2
  2. Thomas Weigend:Die Reform des Strafverfahrens, in:ZStW 1992, 486 (489).
Bitte denHinweis zu Rechtsthemen beachten!
Normdaten (Sachbegriff):GND:4116635-8 (GND Explorer,lobid,OGND,AKS)
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