Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unterSteve Jobs (Begriffsklärung) aufgeführt.
Steve Jobs bei derWWDC (2010)Jobs stellte wichtige Apple-Produkte selbst der Öffentlichkeit vor, hier dasMacBook Air im Jahr 2008. Bei solchen Auftritten trug er als Markenzeichen stets einen schwarzen Rollkragenpullover und Blue Jeans.
Jobs 1972 im Jahrbuch der Homestead High School in CupertinoHaus der Eltern Paul und Clara Jobs inLos Altos. Die Garage wurde 1976 zum ersten Firmensitz von Apple Computer.
Steve Jobs wurde als Sohn dessyrischen Politikstudenten Abdulfattah Jandali und der AmerikanerinSchweizer Abstammung Joanne Carole Schieble in San Francisco geboren.[6][7] Da weder die Eltern seiner leiblichen Mutter noch die Eltern des Vaters einer Ehe zugestimmt hätten und seine 23-jährigen Eltern nicht für den Unterhalt des Kindes sorgen konnten, gab Schieble ihren Sohn alsSozialwaise zurAdoption frei.[8] Schieble machte ihre Zustimmung zur Adoption davon abhängig, dass ihr Sohn bei Akademikern aufwachsen sollte. Zunächst lehnte ein Anwalt die Adoption kurz nach Jobs’ Geburt ab, weil er und seine Frau sich eine Tochter wünschten.[8]
Steve Jobs wurde schließlich kurz nach seiner Geburt von demdeutschstämmigen Paul Reinhold Jobs (1922–1993), sein Großvater Rudolf Carl Jobs war noch in Westpreußen geboren, und dessenarmenischstämmiger Frau Clara Jobs geb. Hagopian (1924–1986)[9] ausMountain View, Kalifornien, adoptiert und erhielt von diesen schließlich den Namen Steven Paul Jobs. Dem Ehepaar Jobs, beide keine Akademiker, rang Schieble das Versprechen ab, Jobs den Zugang zumCollege zu ermöglichen.[10] Dies erfuhr er erst rund 20 Jahre später von seinen biologischen Eltern wie auch von seiner leiblichen Schwester, der AutorinMona Simpson.[10][11]Schon in seiner Kindheit erwachte Steve Jobs’ Interesse an der zu dieser Zeit im Wachstum befindlichen Elektronikindustrie. ImSilicon Valley, dem Santa Clara Valley, in dem auch Palo Alto lag, wohnte Jobs in unmittelbarer Nachbarschaft zu Ingenieuren von Firmen wieHewlett-Packard undIntel.[12] Seine Eltern bemerkten früh, dass Jobs schnell lernte. Schon bei der Einschulung in die Monta Loma Elementary konnte er lesen und langweilte sich in den ersten Jahren eher, als etwas zu lernen, bis sich eine Lehrerin seiner annahm und ihm ermöglichte, eine Klasse zu überspringen.[13]
Im Jahre 1972 erreichte er den High-School-Abschluss an der Homestead High School inCupertino, Kalifornien, und schrieb sich amReed College inPortland ein. Das Studium brach Jobs schon nach dem ersten Semester ab, blieb jedoch noch längere Zeit am Campus und besuchte einzelne Vorlesungen.[14] In seiner Studienzeit probierte erLSD.[15]Einem Reporter berichtete er, LSD zu nehmen sei „eines der zwei oder drei wichtigsten Dinge, die er in seinem Leben getan habe“.[16][17] Anfang 1974 arbeitete er einige Monate beiAtari und bereiste anschließend Indien, wo er sich mit dem Hinduismus, dem Buddhismus und derPrimärtherapie (Urschreitherapie) beschäftigte.[18] Finanziert hatte die Reise ihm und seinem Freund Dan Kottke der Atari-IngenieurAllan Alcorn mit der Auflage, über Deutschland zu fliegen. Jobs half in München dann dem dortigen Atari-Vertrieb,Erdungsprobleme amerikanischer 60-Hertz-Netzteile in Atari-Spielecomputern im deutschen 50-Hertz-Stromnetz zu beseitigen.[19]
Im Herbst 1974 war er zurückgekehrt und nahm an Zusammenkünften desHomebrew Computer Clubs teil. Er arbeitete wieder bei Atari und beschaffte einen Auftrag für das SpielBreakout.Steve Wozniak, ein enger Freund, den er einige Jahre zuvor über den gemeinsamen Freund Bill Fernandez kennengelernt hatte,[20] entwickelte das Spiel in vier Tagen. Jobs behauptete, dass er nur 700 Dollar bekommen habe, und gab Wozniak 350 Dollar, obwohl das Honorar 5000 Dollar betrug.[21][22]
In den 1970er Jahren ernährte sich Steve Jobs nach der strengen Ernährungsweise derFrutarier, wodurch nach eigenen Angaben auch der Name seines UnternehmensApple entstand.[23]
Während dieser Zeit entdeckteJohn T. Draper (aliasCaptain Crunch), dass man mit einer modifizierten Spielzeugpfeife, die sich in jeder Packung vonCap’n Crunch Frühstücksflocken befand, den 2600-Hertz-Ton erzeugen konnte, der beiAT&T von den Vermittlungsstellen verwendet wurde, um die Abrechnung der Gesprächsgebühren zu steuern. Wozniak baute daraufhin eineBlue Box, die diesen Ton erzeugen konnte. Er und Jobs begannen 1974, diese Kästen zu verkaufen, die es dem Besitzer ermöglichten, kostenlose Ferngespräche zu führen.
Apple
Steve Jobs im Jahr 1984, als der erste Macintosh eingeführt wurdeSteve Jobs’ Unterschrift findet sich neben anderen im Gehäuse der erstenMacintosh-Computer.
1976 gründeten Jobs und Wozniak zusammen mitRonald Wayne dieApple Computer Company in Jobs’ Garage inLos Altos, Kalifornien. Ihr erstes, mit dem Apfel mit Biss (Bite) beworbenes Produkt war derApple I, der für 666,66 US-Dollar verkauft wurde. Der Prototyp steckte in einem selbst gebauten Holzgehäuse.[11]
1977 wurde derApple II eingeführt, der Apple zu einem wichtigen Akteur im Heimcomputermarkt machte. Im Dezember 1980 erfolgte die Umwandlung von Apple in eineKapitalgesellschaft, und Apple präsentierte denApple III, der jedoch kein vergleichbar großer Erfolg wurde. 1983 warb Jobs denPepsi-ManagerJohn Sculley für den Posten als Geschäftsführer bei Apple an. Im selben Jahr brachte Apple denApple Lisa auf den Markt.
In dieser Zeit machte sich Steve Jobs für eine steuerlich begünstigte Einführung von Personal Computern in Schulen stark. Der erste Artikel derNew York Times, der Jobs erwähnt, handelt von diesem damals noch nicht durchsetzbaren Gesetzesvorhaben:
„Der Hauptsponsor und Initiator dieses Vorstoßes ist die Apple Computer Corporation, deren Vorsitzender, Steve Jobs, zum wiederholten Mal schwor, Computer in jede amerikanische Schule zu bringen.“
–New York Times:Avid E. Sanger –The Computer Develops some Glitches, 9. Januar 1983. Aus dem Amerikanischen übersetzt.
1984 stellte Apple denMacintosh vor. Es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberfläche (also Bildschirmsymbolen statt Kommandozeilen-Code) und derComputermaus als Standardeingabemedium. Die Entwicklung des „Macs“ fing mitJef Raskin und seinem Team an, die durch die Technik inspiriert wurden, die imXerox-Forschungszentrum entwickelt, aber nicht kommerziell verwendet wurde. Der Erfolg des Macintosh brachte Apple dazu, den Apple II zugunsten der Macintosh-Produktlinie aufzugeben, die bis heute verfolgt wird.
Nach einem internen Machtkampf mit Sculley verließ Jobs 1985 das Unternehmen. Fünf wichtige Angestellte folgten ihm.
NeXT
DerNeXTcube (1988) war eine von Jobs' UnternehmenNeXT produzierteWorkstation mit dem aufUnix basierenden BetriebssystemNeXTstep. Der würfelförmige Rechner mit etwa 30 cm Kantenlänge war sowohl vom Hardware-Design als auch der Software sehr fortschrittlich. Das Betriebssystem bildete später die Grundlage fürMac OS X.
Für Jobs begannen fünf Jahre, die er später als eine seiner kreativsten Phasen bezeichnete.[14]
1986 gründete er mit der FirmaNeXT Inc. ein weiteres Computerunternehmen. Aus Sorge, dass er bei den geplanten NeXT-Rechnern Apple-Technik verwenden würde, ging Sculley gegen Jobs vor Gericht. Der Vorwurf lautete: Bruch treuhänderischer Verantwortlichkeit („Breach of fiduciary responsibility“) und „ruchlose“ Anstiftung zum Abziehen von Apples Geschäftsgeheimnissen. Das Verfahren endete am 17. Januar 1986 mit einem Vergleich, in dem sich Jobs verpflichtete, Apple eine Zeit lang Einblicke in NeXT-Entwicklungen zu gestatten, indem er der Firma Prototypen zeigte, und bis zum 1. Juli 1987 keine eigenen Computer auf den Markt zu bringen.
Um sich auf die Software-Entwicklung konzentrieren zu können, verkaufte Jobs nach sieben Jahren das Hardwaregeschäft im Februar 1993 an den vormaligen InvestorCanon. Von den ursprünglich 530 Mitarbeitern blieben 200 bei NeXT und 100 wechselten zu Canon.[24]
Pixar
Parallel zur NeXT-Gründung investierte Jobs 1986 gemeinsam mitEdwin Catmull fünf Millionen US-Dollar (ein Drittel des ursprünglichen Preises) plus weitere fünf Millionen, umPixar, ein in Emeryville, Kalifornien, ansässiges Computertrickfilm-Studio, von dessen GründerGeorge Lucas aus derLucasfilm-Grafikabteilung herauszukaufen.
Am 24. Januar 2006 gab der Medien- und Entertainment-KonzernWalt Disney Company nach US-Börsenschluss bekannt, dass er Pixar für 7,4 Milliarden US-Dollar übernehmen werde. Als Teil des Geschäfts wurde Pixar-CEO Steve Jobs in den Verwaltungsrat (genau:Board of Directors) von Disney aufgenommen. Zudem wurde Jobs durch seinen Pixar-Anteil von etwa 50,1 % mit 6 % größter Einzelaktionär beiDisney. Im März 2010 hielt Jobs 138 Millionen Disney-Aktien.[25]
1996 kaufte Apple NeXT für 402 Mio. US-Dollar. Jobs übte seitdem eine Beratertätigkeit im Unternehmen aus. Im August 1997 wurde er Mitglied des Vorstandes und kurz darauf, nach der Entlassung vonGil Amelio im September des Jahres, vorübergehend Geschäftsführer des Unternehmens. Noch im gleichen Jahr beendete Jobs viele Produkte und Forschungsprojekte sowie alle langjährigen Wohltätigkeitsprogramme des Unternehmens. Er begründete dies mit der Notwendigkeit, Kosten einzusparen, um dieRentabilität des Unternehmens wiederherzustellen.[26]
Mit dem Kauf von NeXT wurde dessen Technik übernommen und in die Apple-Produkte integriert; hauptsächlich handelte es sich dabei umNeXTStep, das schrittweise aktualisiert und schließlich unter dem Namen „Mac OS X“ zum neuen Betriebssystem derMacintosh-Rechner wurde. Auch das aktuelle 2012 in „OS X“ und 2016 in „macOS“ umbenannte Betriebssystem hat nicht nur oberflächliche Ähnlichkeiten zu NeXTStep wie zum Beispiel dasDock,[11] sondern verwendet dieselben Kerntechnologien, insbesondereFreeBSD,Objective-C und dieCocoa-API.
Unter Jobs’ Führung wurde 1998 deriMac eingeführt, der dem angeschlagenen Konzern half, in die Gewinnzone zurückzukommen. Mit den tragbaren MusikabspielgeräteniPod im Jahr 2001, derJukebox-SoftwareiTunes, demiTunes Store (bis 2006 iTunesMusic Store) und demiPhone (2007) schuf das Unternehmen einen neuen Markt für „Digital-Lifestyle“-Produkte. An den Erfolg dieser Produkte knüpfte das am 27. Januar 2010 durch Jobs präsentierteiPad an.
Jobs arbeitete bei Apple über mehrere Jahre hinweg für ein Jahresgehalt von einem US-Dollar und wurde damit in dasGuinness-Buch der Rekorde als schlechtest bezahlter Geschäftsführer aufgenommen. Nachdem Apple wieder zu einem gewinnträchtigen Unternehmen geworden war, entfernte das Unternehmen im Januar 2001 das „vorübergehend“ aus Jobs’ Titel des Geschäftsführers. Zusätzlich zu seinem Gehalt erhielt Jobs allerdings einige exklusive Geschenke von der Geschäftsleitung; beispielsweise einen35 Mio. US-Dollar teuren Jet im Jahr 1999, den er in der ungenutzten Zeit an Apple vermietete, sowie fast 30 Millionen Anteile der Apple-Aktien 2000–2002.[11] Im März 2010 hielt Jobs 5,426 Millionen Apple-Aktien.[25]
Im Januar 2011 übergab Steve Jobs das Tagesgeschäft aus gesundheitlichen Gründen anTim Cook.[27] Er blieb jedoch weiterhinCEO von Apple.[28] Am 24. August 2011 trat Steve Jobs endgültig als CEO von Apple zurück.[29][30][31][32] Tim Cook wurde schließlich offiziell zum dauerhaften Nachfolger berufen, nachdem er den Konzern bereits seit dem 17. Januar 2011 vertretungsweise geführt hatte. Jobs selbst wurde zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt. Diese Position hatte er bis zu seinem Tod am 5. Oktober inne.
Privatleben
Steve Jobs’ Haus in Palo AltoStatue von Jobs im Graphisoft Park,BudapestTrauer nach seinem Tod am Apple Store in Frankfurt am Main
1972 begann Steve Jobs eine Beziehung mit der Journalistin Chrisann Brennan, der die 1978 geborene TochterLisa Brennan-Jobs entstammt.[33] 1996 veröffentlichteMona Simpson, die leibliche Schwester von Steve Jobs, mit dem BuchA Regular Guy die Geschichte von Steve und Lisa.
1984 kaufte Steve Jobs das historische „Jackling House“ inWoodside, Kalifornien, in dem er etwa zehn Jahre lebte. In diesen Jahren hatte er eine Beziehung mit der FolksängerinJoan Baez, die ebenfalls in Woodside wohnt.[11][34]
Am 18. März 1991 heiratete JobsLaurene Powell. Das Paar hat drei Kinder, das jüngste Kind aus dieser Ehe ist die SpringreiterinEve Jobs.[35]
Jobs interessierte sich schon als Student für eine gesunde Ernährungsstrategie. Nachhaltig prägten ihn die Ideen des deutschen NaturheilkundlersArnold Ehret.[36][37] Seine Ernährungsgewohnheiten haben sich im Laufe seines Lebens mehrfach geändert. Die längste Zeit seines Lebens war JobsVeganer,[38] bekannte sich zeitweise aber auch zumVegetarismus,[26]Frutarismus[23] und zumPescetarismus.[39] Zugleich war erBuddhist.[39] Jobs bezeichnete sich als Fan vonBob Dylan und denBeatles; letztere waren das Vorbild für sein Geschäftsmodell, wie er in der amerikanischen Dokumentationsserie60 Minutes sagte:[40]
„Das waren vier Typen, die gegenseitig ihre negativen Tendenzen in Schach hielten, sie balancierten sich gegenseitig aus, so dass das Gesamte viel mehr als die Summe der Einzelteile wurde. Große Dinge in der Geschäftswelt werden nicht von einer Person gemacht, sondern von einem Team.“
Am 31. Juli 2004 unterzog sich Steve Jobs einer Operation, bei der einInselzell-Tumor derBauchspeicheldrüse entfernt wurde.[41] Während seiner Abwesenheit vertrat ihn bei AppleCOO Tim Cook.[11][42] Laut der von Steve Jobs autorisierten Biografie vonWalter Isaacson verweigerte sich Jobs nach der Diagnose im Oktober 2003 monatelang einerOperation. Vielmehr griff er aufalternative Behandlungsversuche wie Fruchtsäfte oderAkupunktur zurück, deren Wirksamkeit nie wissenschaftlich bewiesen worden war. Spätere Behandlungen schlossen eine individualisierte Therapie auf Basis einer Genomanalyse von Tumor- und Körperzellen ein.[43] Jobs bereute seine Entscheidung, der evidenzbasierten Medizin zu misstrauen und damit die Behandlung seiner Krebserkrankung zu lange aufgeschoben zu haben – zum Zeitpunkt der Operation hatte der Krebs bereits gestreut.[44]
Im August 2008 wurde vom NachrichtendienstBloomberg versehentlich ein unvollständiger Nachruf auf ihn veröffentlicht, der aber umgehend wieder gelöscht wurde.[45] Anfang Januar 2009 äußerte sich Jobs in einem offenen Brief über seinen Gesundheitszustand und seine damit verbundene Abwesenheit bei derMacworld. Dabei führte er seinen Gewichtsverlust auf eineHormonstörung zurück.[46][47][48]
Später, im Januar 2009, kündigte Jobs an, sich krankheitsbedingt bis Ende Juni 2009 aus dem Tagesgeschäft von Apple zurückzuziehen.[49] Im Juni 2009 wurde bekannt, dass sich Steve Jobs im April einerLebertransplantation im Methodist University Hospital inMemphis (Tennessee) unterzogen hatte.[50] Der Grund für die Lebertransplantation wurde nicht bekannt, jedoch wurde angenommen, dass der TumorLebermetastasen gebildet hatte.[51][52] Zur Apple-Präsentation imYerba Buena Center for the Arts in San Francisco kehrte Jobs am 9. September 2009 auf die Apple-Bühne zurück.[53]
Im August 2011 wurde die erste von Steve Jobs genehmigte Biografie unter dem TitelSteve Jobs von Walter Isaacson im VerlagSimon & Schuster angekündigt.[54] Nach einer zuvor im Jahr 2005 erschienenen Biografie des VerlagsJohn Wiley & Sons hatte Jobs den Verkauf aller Werke dieses Verlages in denApple Stores verbieten lassen, da diese Biografie nicht von ihm autorisiert worden war.[55] In seinem Finanzbericht für das Jahr 2010 erklärte der Verlag, dass es zu einer Einigung gekommen sei und die Bücher des Verlages für das iPad zugänglich sein sollten.[56]
Am 5. Oktober 2011 starb Steve Jobs zu Hause im Kreise seiner Familie[57] an den Folgen seiner Krebserkrankung.[58] Am 7. Oktober wurde er auf demkonfessionslosen FriedhofAlta Mesa Memorial Park in Santa Clara, Kalifornien, beigesetzt. Tim Cook lud die Mitarbeiter des Unternehmens zu einer internen Gedenkveranstaltung am 19. Oktober 2011 ein.[59] Eine öffentliche Trauerfeier des Unternehmens wurde ausgeschlossen.[60]
Beginnend mit seinem Todestag zeigte Apple auf der Startseite der Firmen-Homepage ein großformatiges Porträt von Jobs in schwarzweiß auf ganzseitig weißem Hintergrund, neben dem nurSteve Jobs 1955–2011 stand.[61][62] Am 20. Oktober 2011 schaltete Apple eine spezielle Gedenkseite auf seiner Internetpräsenz frei, auf der kontinuierlich Beileidsbekundungen veröffentlicht werden, die per E-Mail gesendet wurden.[63] Für diese Erinnerungsseiteapple.com/stevejobs haben bisher über eine Million Menschen (Stand 2023) einen Beitrag verfasst.[64]
Ein Jahr nach dem Tod schaltete Apple ein Video über Steve Jobs auf die Startseite der Internetpräsenz.[65]
Zitate
“Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works.”
„Design ist nicht nur, wie es aussieht oder sich anfühlt. Design ist, wie es funktioniert.“
–Steve Jobs:The Guts of a New Machine (1993, Artikel in derNew York Times)[66]
„Ich hatte etwas über eine Million Dollar, als ich 23 war, über 10 Millionen mit 24 und mehr als 100 Millionen mit 25 und es war egal, weil ich es nicht fürs Geld gemacht habe.“
–Steve Jobs:Triumph der Nerds (1996, TV-Dokumentation)[67]
“Your work is going to fill a large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do what you believe is great work. And the only way to do great work is to love what you do. If you haven’t found it yet, keep looking. Don’t settle. As with all matters of the heart, you’ll know when you find it.”
„Eure Arbeit wird einen großen Teil eures Lebens ausmachen und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist etwas zu tun, das ihr für großartiges Schaffen haltet. Und der einzige Weg, Großartiges zu leisten, ist, wenn ihr liebt, was ihr tut. Und falls ihr es noch nicht gefunden habt, haltet Ausschau. Gebt euch nicht zufrieden. Genau wie bei allen Herzensangelegenheiten werdet ihr merken, wenn ihr es gefunden habt.“
Die frühen Jahre des Unternehmens Apple und Steve Jobs werden in dem SpielfilmDie Silicon Valley Story (1999) nachgestellt. Der Film beruht auf dem BuchFire in the Valley: The Making of the Personal Computer vonPaul Freiberger undMichael SwaineISBN 0-07-135895-1, er ist allerdingskeine Dokumentation und enthält teilweise auch fiktive Inhalte.
In einem Film mit dem TitelJobs, der im August 2013 in die US-amerikanischen Kinos kam, wird die Zeit zwischen 1971 und 2000 dargestellt; die Geschichte endet demnach noch vor der Einführung des iPod im Jahr 2001. Vor allem die kreativen Anfangsjahre der Apple-Gründung, der Rauswurf aus dem Unternehmen sowie seine spätere Rückkehr im Jahr 1997 werden thematisiert. Jobs wird in dem Spielfilm vonAshton Kutcher verkörpert.[70]
Im April 2013 erschien im Internet der FilmiSteve der ProduktionsfirmaFunny or Die. Darin spieltJustin Long Steve Jobs undJorge Garcia übernimmt die Rolle des Steve Wozniak.
Am 12. November 2015 hatte der SpielfilmSteve Jobs unter der Regie vonDanny Boyle nach einem Drehbuch vonAaron Sorkin in Deutschland Premiere, in den USA war sie fünf Wochen zuvor angelaufen.[71] Die Hauptrolle übernahmMichael Fassbender. Der Film ist keine konventionelle Biografie, sondern porträtiert Jobs in Auseinandersetzung mit wichtigen Personen in seinem Leben anlässlich dreier Produkteinführungen in den Jahren 1984, 1988 und 1998.
2011 wurde Jobs stellvertretend für alle Mitwirkenden an der „ErfolgsgeschichteiPod“ posthum mit dem Grammy für seine Verdienste ausgezeichnet.[73] Den Preis nahmEddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services, bei der Verleihung derGrammy Awards am 12. Februar 2012 imStaples Center vonLos Angeles stellvertretend entgegen.
Im August 2013 verliehDisney seinen PreisDisney Legends Award an Jobs, für seine „wegweisende“ Arbeit bei Pixar. Den Preis nahmJohn Lasseter für den verstorbenen Jobs an.[74]
Jobs gab dem 1988 erschienenen SoftwarepaketMathematica diesen Namen.[75][76]
Anlässlich des erstenTodestags von Steve Jobs entstand eineWachsfigur, die inMadame TussaudsHong Kong ausgestellt wird. Jobs ist darauf in seiner charakteristischen Kleidung (Jeans, Pullover, Turnschuhe) zu sehen.[77]
Apple veröffentlichte am 5. Oktober 2012 eine Sonderstartseite mit einem Video über Steve Jobs. Auf einer darauffolgenden Seite würdigt Tim Cook, der neue Apple CEO, Steve Jobs als großen Visionär.[78]
Am 12. September 2017 wurde anlässlich der Präsentation des iPhone X ein Monolog von Steve Jobs zu Beginn des Events in dem verdunkelten Steve Jobs Theater präsentiert.[79]
Alan Deutschman:Das unglaubliche Comeback des Steve Jobs: Wie er Apple zum zweiten Mal erfand. Campus Verlag, Frankfurt/New York 2001,ISBN 3-593-36781-5.
Jessie Hartland:Steve Jobs. Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders. Eine Comic-Biographie. S. Fischer, Frankfurt am Main 2016,ISBN 978-3-7373-4027-4.
Walter Isaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. Aus dem Englischen übertragen von Antoinette Gittinger, Oliver Grasmück, Dagmar Mallet, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. 1. Auflage. C. Bertelsmann Verlag, München 2011,ISBN 978-3-570-10124-7.
Carsten Knop:Big Apple. Das Vermächtnis des Steve Jobs. Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt am Main 2011,ISBN 978-3-89981-271-8.
Brent Schlender, Rick Tetzeli:Becoming Steve Jobs: The Evolution of a Reckless Upstart into a Visionary Leader. 1. Auflage. Crown Business, New York 2015,ISBN 978-0-385-34740-2.
Daniel Smith:How to think like Steve Jobs. Des Apfels Kern: Was jeder von ihm lernen kann. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2014,ISBN 978-3-86265-103-0 (Die englische Originalausgabe erschien 2013).
Jeffrey S. Young, William L. Simon:Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens. (Deutsche Übersetzung von:iCon Steve Jobs). Scherz, Frankfurt am Main 2006,ISBN 3-502-15052-4.
Lisa Brennan-Jobs:Beifang – Eine Kindheit wie ein Roman. (Aus dem Englischen übertragen von Bettina Abarbanell). Berlin-Verlag, München 2018,ISBN 978-3-8270-1364-4.
↑abIsaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. 2011, S. 21. Jobs’ Eltern waren zu dieser Zeit noch nicht verheiratet, die Hochzeit fand erst im Dezember 1955 statt; 1962 wurde die Ehe annulliert, vgl. ebd. S. 22.
↑Walter Isaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. 2011, S. 1.
↑abIsaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. 2011, S. 22.
↑abcdefJeffrey S. Young, William L. Simon:Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens. 1. Auflage. Scherz, 2006,ISBN 978-3-502-15052-7 (englisch:iCon. Steve Jobs. The Greatest Second Act in the History of Business. Übersetzt von Charlotte Lyne).
↑Isaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. 2011, S. 28f.
↑Isaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. 2011, S. 31f.
↑Isaacson:Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers. 2011, S. 42 u. 46.
↑„Als er in Deutschland ankam, war dies eine Sensation. Man erwartete dort keinen Hippie-Techniker mit wilden Augen. Dank eines zweistündigen Kurses überErdungsschleifen, den Alcorn ihm gegeben hatte, löste er das Problem in zwei Stunden.“ Aus: Jeffrey S. Young:Steve Jobs. 1989, S. 75.
↑Steve Wozniak und Gina Smith – iWoz:Wie ich den PC erfand und Apple mitgründete.
↑Breakout bei Gaming History (englisch), abgerufen am 14. Juni 2010.
↑abHow rich is Steve Jobs today? Fortune. In: tech.fortune.cnn.com.CNN Money, 11. März 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. November 2010; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
↑Apple Media Advisory. In: businesswire.com. 17. Januar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 15. November 2016; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
↑Steve Jobs Resigns as CEO of Apple. Apple Press Info. In: apple.com. Apple Inc., 24. August 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Dezember 2016; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
↑Letter from Steve Jobs. Apple Press Info. In: apple.com. Apple Inc., 24. August 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2016; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
↑Joe Nocera (Kolumnist im Ressort Wirtschaft bei der New York Times):Good Guys and Bad Guys: Behind the Scenes with the Saints and Scoundrels of American Business (and Everything in Between). Portofolio Trade,ISBN 978-1-59184-439-6, S. 53: „In college, Jobs had […] become interested in the power of diets, devouring such books asThe Mucusless Diet Healing System by a nineteenth-century Prussian named Arnold Ehret. Those interests remained strong even after he returned to the Santa Clara Valley, where he had grown up. He became a fruitarian and lectured his friends on the evils of bagels […]“.
↑Melissa Dahl:The strange eating habits of Steve Jobs – NBC News. In:NBC News. 2. November 2011 (nbcnews.com [abgerufen am 6. August 2025]).
↑abJason D. O’Grady: Jobs gets out of the Happy Meal business. Apparently Steve Jobs doesn't care too much for the food at McDonald’s or at minimum he wants to stop using it to promote Disney/Pixar films to kids. In: ZDNet. 9. Mai 2006, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. August 2014; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
↑E-Mail von Steve Jobs an seine Mitarbeiter. Apple Press Info – Apple Media Advisory. In: apple.com.Apple Inc., 14. Januar 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2017; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
↑hongrich: 'Celebrating Steve' Special Event aufYouTube, 24. Oktober 2011, abgerufen am 25. Februar 2024 (Video vom 19. Oktober 2011 (81 Minuten); Laufzeit: 80:58 min).
↑Ben Miller: Apple.com mit Sonderseite. In: GIGA. 5. Oktober 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2013; abgerufen am 6. August 2025.
Mike Markkula(1977–1981) • Steve Jobs(1981–1985) • Mike Markkula(1985–1993) • John Sculley(1993) • Mike Markkula(1993–1997) • Edgar S. Woolard Jr.(1997–2000) •Lead-Directors(2000–2011) • Steve Jobs(2011) •Arthur D. Levinson(seit 2011)