Steinefrenz
Wappen | Deutschlandkarte | |
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Basisdaten | ||
Koordinaten: | 50° 28′ N,7° 56′ O50.4593747.932386276Koordinaten:50° 28′ N,7° 56′ O | |
Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
Landkreis: | Westerwaldkreis | |
Verbandsgemeinde: | Wallmerod | |
Höhe: | 276 m ü. NHN | |
Fläche: | 4,85 km2 | |
Einwohner: | 771 (31. Dez. 2023)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 159 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 56414 | |
Vorwahl: | 06435 | |
Kfz-Kennzeichen: | WW | |
Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 074 | |
LOCODE: | DE SFZ | |
Adresse der Verbandsverwaltung: | Gerichtsstraße 1 56414 Wallmerod | |
Website: | www.steinefrenz.de | |
Ortsbürgermeister: | Michael Hannappel | |
Lage der Ortsgemeinde Steinefrenz im Westerwaldkreis | ||
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Steinefrenz ist eineOrtsgemeinde imWesterwaldkreis inRheinland-Pfalz. Sie gehört derVerbandsgemeinde Wallmerod an.
Geographische Lage
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt imWesterwald zwischenMontabaur undLimburg an der Lahn. Durch den Ort fließt derEisenbach. Zu Steinefrenz gehören auch dieWohnplätze Am Bahnhof Steinefrenz, Hof Kölsberg, Marienhof, Neumühle und Sonnenhof.[2]
Geschichte
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Steinefrenz wurde im Jahre 959 alsBrencede erstmals urkundlich erwähnt. Damals gehörte der Ort zumZentHumbach. Wohl vom 13. Jahrhundert an war er Teil des Kirchspiels und damit auch des KirchspielgerichtsHundsangen in derGrafschaft Diez.
Vom Jahr 1235 bis 1344 ist eine niederadlige Familie nachweisbar, die sich nach Brencede benannte.
Der Ort gehörte bis 1803 zumKurfürstentum Trier und war dort demAmt Montabaur zugeordnet.
Nach der Auflösung des Kurfürstentums und demReichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde das vorherige kurtrierische Amt Montabaur, damit auch Steinefrenz, dem FürstentumNassau-Weilburg zugesprochen und gehörte nach der Gründung desRheinbundes (1806) zumHerzogtum Nassau. Während der naussauischen Regierung gehörte Steinefrenz zum Amt Meudt imRegierungsbezirk Ehrenbreitstein, später zumAmt Wallmerod. Von 1866 bis 1945 gehörte Steinefrenz zurpreußischen ProvinzHessen-Nassau und war Teil desUnterwesterwaldkreises.
Die Kirche St. Matthias wird 1525 erstmals erwähnt. 1746 wurde sie neu erbaut. 1905 erfolgte die Errichtung einerPfarrvikarie. 1916 wurde neben der alten Kirche ein Neubau fertig. Im Jahr 1948 stürzte die alte Kirche ein.
Ebenfalls 1525 wird erstmals eine Mühle im Gemarkungsgebiet erwähnt, 1564 eine weitere. Eine Ölmühle ist für das Jahr 1682 überliefert und die Neumühle von 1710 an.
Im heutigen Gemeindegebiet von Steinefrenz und der Nachbargemeinde Girod befand sich das Dorf Potenhain, das 1412 erstmals erwähnt wird und wohl kurz nach 1476wüst fiel. Seine Gemarkung wurde Steinefrenz und Girod zugeschlagen. Ebenso erging es der Gemarkung von Wenigenfrenz, das 1364 erstmals genannt wird. Spätestens 1564 war der Ort wüst.
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Steinefrenz, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]
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Politik
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Bürgermeister
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Michael Hannappel wurde am 14. Juli 2014 Ortsbürgermeister von Steinefrenz.[4] Bei derDirektwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 93,56 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[5] Er wurde im Juni 2024 wiedergewählt.
Hannappels Vorgänger Klaus-Dieter Kühner hatte das Amt von 1994 bis 2014 ausgeübt.[6]
Wappen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]![]() | Blasonierung: „Spätgotischer Rundschild, unter goldenem Schildhaupt, darin eine viermal gewellte blaue Leiste, Schild gespalten, vorne in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten in Rot ein goldenes Beil nach links.“ |
Wappenbegründung: Die blaue Wellenleiste im Schildhaupt symbolisiert den Eisenbach, die vier Wellen die ehemals vier Mühlen, die Farben Blau und Gold weisen auf die frühere Zugehörigkeit zuNassau hin; das rote Kreuz ist aus demkurtrierer Wappen übernommen; das goldene Beil stellt das Attribut des Schutzpatron der Gemeinde, den hl.Matthias dar. Das Wappen wurde von Manfred Limbach entworfen und am 23. März 1988 von derBezirksregierung Koblenz genehmigt. |
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Östlich des Orts verläuft dieBundesstraße 8, dieLimburg an der Lahn undHennef (Sieg) verbindet.
- Die nächste Autobahnanschlussstelle istNentershausen an derBundesautobahn 3 (Köln–Frankfurt am Main), etwa drei Kilometer entfernt.
- Steinefrenz verfügt über einenBahnhof an derUnterwesterwaldbahn vonDiez nachSiershahn. Der Bahnhof trug bis 1910 die Bezeichnung „Wallmerod“.[7] Hier verkehrt heute die Linie RB 29, die von derHessischen Landesbahn (HLB) als „Dreiländerbahn“ betrieben wird und imRheinland-Pfalz-Takt ca. stündlich verkehrt.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Mathias Metternich (1747–1825), Professor für die Fächer Mathematik und Physik, Publizist, Anhänger der Aufklärung und Mitglied des Illuminatenordens
Siehe auch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Hellmuth Gensicke:Die Vier Kirchspiele. In:Nassauische Annalen Band 63, 1952, S. 309–327.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Internetpräsenz der Ortsgemeinde Steinefrenz
- Ortsgemeinde Steinefrenz auf den Seiten der Verbandsgemeinde Wallmerod
- Literatur überSteinefrenz in derRheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑abStatistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 31. Dezember 2023, Landkreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden; Fortschreibung des Zensus 2011 (Hilfe dazu).
- ↑Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.):Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022.S. 76 (PDF; 3,3 MB).
- ↑Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz:Regionaldaten.
- ↑Niederschrift über die konstituierende Sitzung am 14. Juli 2014. (PDF) Ortsgemeinde Steinefrenz, 20. Juli 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juli 2020; abgerufen am 8. Juli 2020.
- ↑Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 8. Juli 2020 (siehe Wallmerod, Verbandsgemeinde, vierte Ergebniszeile).
- ↑Heimberger, Schultheiße und Bürgermeister zu Steinefrenz. Ortsgemeinde Steinefrenz, abgerufen am 8. Juli 2020.
- ↑Eisenbahndirektion Mainz (Hg.):Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 6. August 1910, Nr. 33. Bekanntmachung Nr. 575, S. 335.