Stefan Aust

Stefan Reinhard Aust (*1. Juli1946 inStade) ist eindeutscherJournalist undAutor. Er war von 1994 bis 2008Chefredakteur des NachrichtenmagazinsDer Spiegel. Von 2014 bis 2024 war AustHerausgeber der TageszeitungDie Welt,[1][2] deren Chefredakteur er zudem von Januar bis September 2016 war.
Leben
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Frühes Leben, Ausbildung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Stefan Aust wurde 1946 als ältester Sohn des Landwirts Reinhard Aust (geb. 1905) und dessen Frau Ilse, geb. Hartig (1923–2004), einer Buchhalterin, geboren.[3][4] Er wuchs mit vier Geschwistern auf einem Bauernhof (ca. 15 Hektar) inStadersand auf, wo seine Familie bis Anfang der 1960er Jahre eine kleine Milch- und Obstwirtschaft betrieb.[4][5] Sein Vater war mit 18 Jahren nach Amerika ausgewandert und kehrte im Sommer 1939 nach Deutschland zurück. Sein Großvater war Kaufmann und Reeder.[6]
Aust erlangte seinAbitur am GymnasiumAthenaeum in Stade. Erste journalistische Erfahrungen sammelte Aust in der Arbeit für die dortige SchülerzeitungWir, dabei lernte er bereits die späteren JournalistenHenryk M. Broder undWolfgang Röhl kennen.[7] Ein BWL-Studium brach er nach wenigen Wochen ab.[8] Über Wolfgang Röhl, den jüngeren Brüder des dortigen ChefredakteursKlaus Rainer Röhl, kam Aust nach dem Abitur zu derlinken Publikumszeitschriftkonkret, wo er sich zunächst um das Layout kümmerte.[9]
Journalist, 1966–1986
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Von 1966 bis 1969 arbeitete Aust alsRedakteur bei der Zeitschriftkonkret sowie denSt. Pauli-Nachrichten. Nach eigener Aussage war er nie Anhänger des Kommunismus.[10] 1969 war er für ein halbes Jahr in den USA, wo er sich nach eigenen Erzählungen in einem kleinen Wanderzirkus als Unterwasser-Entfesselungskünstler versuchte.[11] Ab 1970 war er Mitarbeiter desNorddeutschen Rundfunks.
Im September 1970 befreite er auf eigene Faust und mit Hilfe eines Aussteigers derRAF,Peter Homann,[12] die SchwesternBettina und Regine Röhl. Die Zwillinge sind die Töchter vonUlrike Meinhof und dem damaligenkonkret-HerausgeberKlaus Rainer Röhl, die von Mitgliedern der RAF nachSizilien verschleppt worden waren. Aust brachte sie zu ihrem Vater. Nach einer anderen Darstellung entführte Aust die beiden Kinder – die nach Ulrike Meinhofs Willen vor ihrem Vater (aus nicht genau genannten Gründen) geschützt werden und später bei Meinhofs Schwester aufwachsen sollten – in einer Blitzaktion aus Sizilien und brachte sie zu ihrem Vater, obwohl Ulrike Meinhofs Anwälte in einem schwebenden Sorgerechtsstreit um die Kinder gegen die vorläufige Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf Klaus-Rainer Röhl Beschwerde eingelegt hatten.[13]
Nach seinen eigenen Angaben sollenAndreas Baader,Horst Mahler und andere einmal versucht haben, ihn zu ermorden. Er sei allerdings vorgewarnt worden und nachts durch einen Hinterausgang entkommen, „so dass Baader & Co. unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten“.[14]
Von 1972 bis 1986 arbeitete Aust für das FernsehmagazinPanorama.
Panorama zeigte am Abend des 22. September 1981 die Super8-Aufnahmen vom Tod des HausbesetzersKlaus-Jürgen Rattay.
1988–2007: Chefredakteur bei Spiegel TV und Spiegel-Printausgabe
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Ab Mai 1988 war Aust Chefredakteur für dasSpiegel TV Magazin. Anfangs kritisch kommentiert, konnte Aust mit Journalen und Dokumentationen eine gewinnträchtige Verlagsabteilung entwickeln. Zum Chefredakteur des Spiegel wurde Aust am 16. Dezember 1994 ernannt; er schied daher aus der Spiegel-TV-Redaktion aus. Seit Juli 1995 war Aust auch Geschäftsführer derSpiegel TV GmbH. Er moderierte die Fernsehsendung regelmäßig.
Am 7. Mai 2001 gründete er gemeinsam mit der Produktionsfirmadctp den mittlerweile durchDMAX ersetzten Spiegel-TV-AblegerXXP. Der Sender XXP wurde anDiscovery Channel verkauft. Am 6. Juli 2007 gab Aust seinen Posten als Geschäftsführer der Spiegel TV GmbH ab, er wurde stattdessen Herausgeber der Sendereihe.[15]
Im Oktober 2005 kam es von Seiten zweier Gesellschafter des Blattes (Mitarbeiter KG und Augstein-Erben) zu einem medial viel beachteten Konflikt mit Aust; ihm wurden „Qualitätsmängel in der Berichterstattung“ vorgeworfen. Er setzte sich unter Verweis auf die Statuten des Magazins durch, die der Redaktion komplette journalistische Unabhängigkeit garantieren.[16]
Kritiker hatten Aust schon länger vorgeworfen, seine Arbeit mit privaten Interessen zu verquicken. So wurden Vorwürfe laut, er stehe hinter der besonders negativen Berichterstattung desSPIEGEL über die Stromerzeugung durch Windkraft, daWindkraftanlagen Austs eigene Pferdezucht bedroht hätten. Außerdem hatte Aust einen Artikel der RedakteureHarald Schumann undGerd Rosenkranz abgelehnt, in dem vergleichsweise positiv über die Windenergie berichtet wurde. Kurze Zeit später wurde Windenergienutzung in einer Titelgeschichte scharf kritisiert („Der Windmühlen-Wahn“, Spiegel 14/2004). Schumann soll Berichten zufolge von „Desinformation“ und „Propaganda“ gesprochen und aus diesem Grund seine Kündigung eingereicht haben.[17][18]
Am 15. November 2007 wurde bekannt, dass die Gesellschafter des SPIEGEL-Verlags einvernehmlich und auf Initiative der Mitarbeiter-KG beschlossen hatten, Austs Vertrag über den 31. Dezember 2008 hinaus nicht zu verlängern.[19][20] Dem 61-Jährigen seien „schlechter Führungsstil und mangelnde Innovationskraft“ zur Last gelegt worden.[21] Am 5. Februar 2008 wurde Aust mit sofortiger Wirkung freigestellt. An seine Stelle tratenMathias Müller von Blumencron, bisher Chefredakteur vonSpiegel Online, undGeorg Mascolo, bis zu diesem Zeitpunkt Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros Berlin.[22] Aust reichte gegen seine Kündigung Klage ein.[23]
Am 7. März 2008 gabenSPIEGEL und Aust bekannt, man habe sich auf Grundlage einer außergerichtlichen Einigung darauf verständigt, dass Aust mit sofortiger Wirkung nicht mehr in Diensten des Verlages stehe. Über Einzelheiten und die Höhe seiner Abfindung wurde zunächst nichts bekannt. Der JournalistHans Leyendecker sprach später von ungefähr vier Millionen Euro, die Aust erhalten habe.[24]
2008 führteErich Wiedemann ein Interview mit Stefan Aust, dessen Vertrag als Chefredakteur desSpiegel wenige Monate zuvor durch den Verlag beendet worden war, und berichtete inCicero, Aust mache dieSPD für seinen Sturz verantwortlich. Deren Funktionäre hätten nach der negativen Berichterstattung desSpiegel über die SPD vor derBundestagswahl 2005 beschlossen, mitMario Frank einen Mann ihres Vertrauens als Chefredakteur zu lancieren.[25] Aust dementierte, dies gesagt zu haben, und erklärte, nicht die SPD, sondern die Gesellschafter desSpiegel hätten ihn gestürzt.[26][27]Wolfram Weimer, damaliger Chefredakteur vonCicero, hielt dagegen, alle Zitate in dem Artikel seien von Aust autorisiert gewesen, darauf habe er Wert gelegt.[28]
Seit 2008
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Seit Anfang 2009 war Aust zur Hälfte an der Agenturagenda media GmbH beteiligt,[29] die unter anderem für dieWAZ-Mediengruppe Konzepte fürPrint,Fernsehen undOnline entwickelte. 2015 wurde Agenda Media aufgelöst. Vor derBundestagswahl 2009 produzierte und moderierte Aust mitSabine Christiansen fünf Sendungen fürSat.1.[30]
Über seine Zeit beimSPIEGEL äußerte sich Aust im Juni 2011 in einem Interview mitGentlemen’s Quarterly: „Ich habe das 13 Jahre lang gemacht, hab da eine sehr gute Zeit gehabt, aber eigentlich war es zu lang. Es ist eine unglaublich reizvolle Aufgabe, spannend, aber auch ziemlich aufreibend. Zum Schluss etwas unerfreulich, man hätte meinen Abgang auch eleganter lösen können […] Aber am Ende war ich heilfroh, dass ich da raus war.“[31]
Am 16. Juni 2010 gab dieProSiebenSat.1 Media bekannt, dass der NachrichtensenderN24 samt Produktionsgesellschaft an ein Bieterkonsortium, an dem Aust beteiligt ist, veräußert wurde.[32] Aust war mit 26 % an derN24 Media beteiligt[33] und zugleich als Geschäftsführer tätig.
Seit 1. November 2011 ist Aust Autor für die WochenzeitungDie Zeit.[34]
2013 warfen Reporter desNDR sowie die MenschenrechtlerChristoph Strässer und Emin Milli der von Aust geleiteten agenda media und N24 bezahltePropaganda für das vom „Alijew-Clan autoritär regierteAserbaidschan“ vor.[35]
Im Dezember 2013 wurde bekannt, dass Stefan Aust als Nachfolger vonThomas Schmid neuer Herausgeber der TageszeitungDie Welt wird.[36] Ab dem 1. Januar 2016 übernahm er zusätzlich kommissarisch die Aufgaben des ehemaligen ChefredakteursJan-Eric Peters, bis er am 6. September 2016 vonUlf Poschardt abgelöst wurde. Zum Ende des Jahres 2024 beendete Aust seine Tätigkeit als Herausgeber der TageszeitungDie Welt und wurde auch hier wieder von Ulf Poschardt abgelöst.[37]
Aust verfasste eine Biografie über den Journalisten und AutorKonrad Heiden, die 2016 erschien. Heiden war einer der erfolgreichsten publizistischen Gegner desNationalsozialismus in den 1930er- und 1940er-Jahren, doch nach dem Ende desZweiten Weltkriegs geriet er schnell in Vergessenheit. Aust hatte es sich zum Ziel gesetzt, Heiden wieder zurück ins allgemeine Gedächtnis zu holen. Kritisch bewertet wurde die Biographie vom Gießener HistorikerMarkus Roth. Er wies nach, dass Aust an vielen Stellen Textpassagen nahezu wortwörtlich von Heiden übernommen hat, ohne dies kenntlich zu machen.[38]
Unter dem TitelZeitreise: Die Autobiografie veröffentlichte Aust am 31. Mai 2021 seine Memoiren. Im Dezember 2023 folgte die Veröffentlichung der daraus entstandenen 10-teiligen DokumentationsreiheZeitreise im Videoformat, welche seither in der Mediathek vonWELT Zeitgeschichte abrufbar ist.[39]
2023 erwirkte Aust eine einstweilige Verfügung gegen dasZDF Magazin Royale, weil ein Foto, das ihn angeblich zeigen sollte, auf einem fiktiven RAF-Plakat mit SchauspielerVolker Bruch zu sehen war.[40] Im Anschluss wurde die betreffende Sendung vom ZDF depubliziert.[41]
Privates
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Aust wohnt inLamstedt (Niedersachsen) und in Hamburg-Blankenese.[42] Er betreibt inArmstorf bei Bremervörde einen Reiterhof mitHannoveraner-Gestüt. Für seine Zuchttiere erzielte er auf einer Pferdeauktion hohe Preise.[43]Aust ist verheiratet und Vater zweier Töchter.[44]
Positionen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Stefan Austbezweifelt die Rolle der anthropogenen Treibhausgasemissionen als Ursache derErderwärmung,[45][46] wie auch die Stärke der von Wissenschaftlern wie den „Potsdamer Klimaforschern“ prognostizierten Folgen.[45] Er vertritt die These einer umgekehrten Kausalität: dass Klimaänderungen Änderungen des Kohlendioxid-Gehalts der Luft bewirken.[45] Maßnahmen zum Klimaschutz lehnt er ab.[47] Er hält den „Wirbel“ um die Erderwärmung für „völlig übertrieben“ und einen „Hype“[48] und bezeichneteFridays for Future als „moderne[n]Kinderkreuzzug“.[49]
Auszeichnungen
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- 1989 –Adolf-Grimme-Preis mit Silber fürSpiegel TV
- 1991 –DIVA – Deutscher Entertainment Preis
- 1997 – Verdienstkreuz 1. Klasse
- 2003 –Goldene Feder für seine langjährige journalistische Tätigkeit
- 2005 –Goldene Kamera in der KategorieTV-Journalismus
- 2008 –Ernst-Schneider-Preis fürWettlauf um die Welt, zusammen mitClaus Richter
- 2014 –Georg-August-Zinn-Preis
- 2016 – Ernst-Dieter-Lueg-Preis
- 2018 –Niedersächsischer Staatspreis
Werke
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Ab 1980 hat Aust verschiedene Bücher zu meist politischen Themen verfasst:
- Kennwort 100 Blumen – Verwicklung des Verfassungsschutzes in denMordfall Ulrich Schmücker. Konkret Literatur Verlag, Hamburg 1980,ISBN 3-922144-04-7.
- Hausbesetzer: Wofür sie kämpfen, wie sie leben und wie sie leben wollen. Hoffmann und Campe, Hamburg 1981,ISBN 3-455-08765-5 (mit Sabine Rosenbladt).
- Brokdorf: Symbol einer politischen Wende. Hoffmann und Campe, Hamburg 1981,ISBN 3-455-08782-5.
- Der Baader-Meinhof-Komplex. Hoffmann und Campe, Hamburg 1985,ISBN 3-455-08253-X (erweitert und aktualisiert: Hoffmann und Campe, Hamburg 1997,ISBN 3-455-11230-7; Hoffmann und Campe, Hamburg 2008,ISBN 978-3-455-50029-5; Hoffmann und Campe, Hamburg 2017,ISBN 978-3-455-00033-7. Daneben auch Taschenbuchausgaben)
- Mauss – ein deutscher Agent. Hoffmann und Campe, Hamburg 1988,ISBN 3-455-08641-1 (Neuausgabe 1999,ISBN 3-442-12957-5).
- Der Pirat: Die Drogenkarriere des Jan C.. Hoffmann und Campe, Hamburg 1990,ISBN 3-455-08367-6 (Taschenbuchausgabe 2000,ISBN 3-442-15046-9).
- Die Flucht: Über die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten. Spiegel-Buchverlag, Hamburg 2002,ISBN 3-421-05682-X.
- Der Lockvogel: Die tödliche Geschichte eines V-Mannes zwischen Verfassungsschutz und Terrorismus. Rowohlt, Reinbek 2002,ISBN 3-498-00063-2 (Taschenbuchausgabe 2003,ISBN 3-499-61638-6).
- 11. September. Geschichte eines Terrorangriffs. DVA, Stuttgart 2002,ISBN 3-421-05656-0 (mitCordt Schnibben).
- Irak: Geschichte eines modernen Krieges. Spiegel-Buchverlag, Hamburg 2003,ISBN 3-421-05804-0 (hrsg. mit Cordt Schnibben).
- Die Gegenwart der Vergangenheit: Der lange Schatten des Dritten Reichs. DVA, München 2004,ISBN 3-421-05754-0 (hrsg. mitGerhard Spörl).
- Der Fall Deutschland: Abstieg eines Superstars. Piper, München 2005,ISBN 3-492-04831-5 (mitClaus Richter, Gabor Steingart, Matthias Ziemann).
- Wettlauf um die Welt: Die Globalisierung und wir. Piper, München 2007,ISBN 978-3-492-05032-6 (mit Claus Richter, Matthias Ziemann).
- Deutschland, Deutschland: Expedition durch die Wendezeit. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009,ISBN 978-3-455-50132-2.
- Mit Konfuzius zur Weltmacht: Das chinesische Jahrhundert. Quadriga, Berlin 2012.ISBN 978-3-86995-032-7 (mitAdrian Geiges).
- Hitlers Menschenhändler. Das Schicksal der »Austauschjuden«. Rotbuch, Berlin 2013.ISBN 978-3-86789-186-8 (mitThomas Ammann).
- Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie desNSU. Pantheon Verlag München 2014,ISBN 978-3-570-55202-5 (mitDirk Laabs).
- Digitale Diktatur: Totalüberwachung, Datenmissbrauch, Cyberkrieg. Econ, Berlin 2014,ISBN 978-3-430-20182-7 (mit Thomas Ammann).
- Hitlers erster Feind: Der Kampf desKonrad Heiden. Rowohlt, Reinbek 2016,ISBN 978-3-498-00090-5. (Rezension eins:Markus Roth:taz.detaz, 27. Juni 2017, S. 15, Rezension zwei: Oliver Pfohlmann inNZZ, 4. Jan. 2017:Ein früher Feind der Nazis,)
- Zeitreise: Die Autobiografie. Piper, München 2021,ISBN 978-3-492-07007-2.
- Xi Jinping. Der mächtigste Mann der Welt. Piper, München 2021,ISBN 978-3-492-07006-5 (mit Adrian Geiges).
Zwei seiner Bücher wurden verfilmt:Der Pirat im Jahr 1997 von RegisseurBernd Schadewald undDer Baader Meinhof Komplex 2008 vonUli Edel.
Filmografie
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Aust hat als Autor bzw. Regisseur verschiedenerDokumentationen und Spielfilme gewirkt:
- 1976: Tod inStammheim – der Weg derUlrike Meinhof
- 1980: Der Kandidat – Co-Drehbuch, Co-Regie mitAlexander Kluge,Volker Schlöndorff,Alexander von Eschwege
- 1982: Krieg und Frieden – Co-Drehbuch, Co-Regie mit Alexander Kluge, Volker Schlöndorff,Axel Engstfeld
- 1983: Sag Nein – Regie
- 1986:Stammheim – Drehbuch (Regie:Reinhard Hauff)
Ausgezeichnet mit demGoldenen Bären auf denFilmfestspielen Berlin - 1986: Baader-Meinhof – Drehbuch und Regie (zweiteilige WDR-Dokumentation über die RAF)
- 2005: Fall Deutschland – dreiteilige Spiegel TV/ZDF-Dokumentation (mitClaus Richter) /Deutscher Fernsehpreis 2005
- 2007: Wettlauf um die Welt – dreiteilige Spiegel TV/ZDF-Dokumentation (mit Claus Richter)[50]
- 2007: Die RAF – zweiteilige Dokumentation für die ARD (mit Helmar Büchel)
- 2008:Der Baader Meinhof Komplex – Berater und Buchvorlage (mitMoritz Bleibtreu undMartina Gedeck)
- 2009: Wettlauf um die Welt – ZDF-Dokumentation (mit Claus Richter)
- 2009: Auferstanden aus Ruinen – ZDF-Dokumentation (mit Claus Richter)
- 2012:Die Jagd auf Adolf Eichmann. Dt. Version einer Dokumentation, 2 Teile, 115 Min. Moderation des Films der israelischen Regisseure Dan Setton und Daniel Paran. Mit Interviews von an der Suche Beteiligten wieZvi Aharoni undIsser Harel. Originaltitel:L'Hidato Shel Adolf Eichmann, Israel, 1994, 91 Min.
- 2013: 45 Min – Der geplünderte Staat: Geheime Milliarden-Deals in Deutschland (mit Thomas Ammann), NDR
- 2015: An der Grenze – 24 Stunden an den Brennpunkten der Flüchtlingskrise, (N24/Welt) /Deutscher Fernsehpreis 2016
- 2016: Der NSU-Komplex – Buch und Regie (mit Dirk Laabs), ARD-Dokumentation im Auftrag von BR/MDR/NDR[51]
- 2023: WELT Zeitreise von Stefan Aust, 10-teilige Dokumentation[52]
Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Oliver Gehrs:Der Spiegel-Komplex. Wie Stefan Aust das Blatt für sich wendete. Droemer/Knaur, München 2005,ISBN 3-426-27343-8. →Besprechung imDeutschlandradio, 27. Juni 2005.
Weblinks
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Stefan Aust im Katalog derDeutschen Nationalbibliothek
- Stefan Aust beiIMDb
- Stefan Aust beifilmportal.de
- „Konkrete Geschichten – kein Wischiwaschi“,Die Zeit, 06/1995
- „Hoch zu Ross. Der Chefredakteur von Deutschland“,taz, 12. März 2005
- „Wir sind nicht im Krieg, wir sind im Wahlkampf“,Der Tagesspiegel, 28. Januar 2007, Interview
- „Leser fragen – Autoren antworten“, Exklusiv-Interview mit Stefan Aust auf www.hugendubel.de (Memento vom 1. Februar 2010 imInternet Archive)
- BR-alpha: Menschen hautnah – Stefan Aust, der Chef
- WDR 5 (Westdeutscher Rundfunk) Erlebte Geschichten vom 13. Februar 2024:Der Journalist Stefan Aust
Einzelnachweise
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- ↑„Axel Springer übernimmt N24 / Multimediales Nachrichtenunternehmen aus N24 und WELT-Gruppe entsteht“,Axel Springer, 9. Dezember 2013, abgerufen am 8. Juli 2024
- ↑Axel Springer: Ulf Poschardt löst Stefan Aust als »Welt«-Herausgeber ab. In:Der Spiegel. 26. November 2024,ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Dezember 2024]).
- ↑Oliver Gehrs:Der Spiegel-Komplex: Wie Stefan Aust das Blatt für sich wendete. Droemer Knaur, 2005,S. 34–35.
- ↑abGregor Gysi & Stefan Aust. In: youtube. 7. April 2019, abgerufen am 8. Juli 2024.
- ↑"Unterwegs mit Stefan Aust", Minute 06:19-06:53 (Memento vom 28. Juli 2019 imInternet Archive),NDR, 13. Juni 2019
- ↑@1@2Vorlage:Toter Link/www.ndr.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024.Suche in Webarchiven)
- ↑"Unterwegs mit Stefan Aust", Minute 07:42-08:23 (Memento vom 28. Juli 2019 imInternet Archive),NDR, 13. Juni 2019
- ↑"Unterwegs mit Stefan Aust", Minute 06:56-07:12 (Memento vom 28. Juli 2019 imInternet Archive),NDR, 13. Juni 2019
- ↑"Unterwegs mit Stefan Aust", Minute 19:27-20:40 (Memento vom 28. Juli 2019 imInternet Archive),NDR, 13. Juni 2019.
- ↑@1@2Vorlage:Toter Link/www.ndr.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024.Suche in Webarchiven)
- ↑@1@2Vorlage:Toter Link/www.ndr.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024.Suche in Webarchiven)
- ↑Aussage Austs in der Fernsehsendungim dialog auf Phoenix gesehen am 24. September 2008 (wdh.)
- ↑Jutta Ditfurth:Ulrike Meinhof – Die Biografie. Ullstein 2007, S. 291 f.
- ↑Chat zur RAF-Debatte mit Stefan Aust. Spiegel Online, 24. April 2007, abgerufen am 7. Januar 2025.
- ↑Aust wird Herausgeber von „Spiegel TV“,FAZ, 6. Juli 2007
- ↑„Stefan Aust – Stationen einer Karriere“,Süddeutsche Zeitung, 15. November 2007
- ↑„Auf der Spur des Windenergie-Gegners Aust“ (Memento vom 6. August 2004 imInternet Archive),Netzeitung, 29. Juli 2004
- ↑„Der Chefredakteur von Deutschland“,die tageszeitung, 12. März 2005
- ↑„Keine Vertragsverlängerung für Stefan Aust“ (tagesschau.de-Archiv),ARD-Tagesschau, 15. November 2007
- ↑Jochen Voß: "Spiegel": Aust muss Ende 2008 gehen. In: DWDL.de. 31. Dezember 2008, abgerufen am 19. November 2023.
- ↑„Spiegel-Chef Aust soll gehen. Vorzeitiger Abgang“,Süddeutsche Zeitung, 15. November 2007
- ↑„Blumencron und Mascolo neue Chefredakteure des SPIEGEL“,Spiegel Online, 5. Februar 2008
- ↑„Stefan Aust will weiterkämpfen“,Die Welt, 5. Februar 2008
- ↑ndr.de@1@2Vorlage:Toter Link/www3.ndr.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2018.Suche in Webarchiven)
- ↑Erich Wiedemann:Der Fall Stefan Aust, Cicero, 2008 (Auszug). Vollständig nachlesbar unter:Der Fall Stefan Aust, Cicero exklusiv, Focus, 18. Juni 2008.
- ↑Stefan Aust dementiert Meldung über SPD-Intrigen, WeltN24, 17. Juni 2008.
- ↑Joachim Huber:Ex-Spiegel-Chef: „Das kratzt mich wenig“, Der Tagesspiegel, 19. Juni 2008.
- ↑Hans-Jürgen Jakobs:Aust und der „Spiegel“: Frank und frei, Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010.
- ↑agendamedia
- ↑Süddeutsche Zeitung:Neu: Sabine Christiansen bei Sat 1 – Jetzt mal Tempo, 1. Juli 2009
- ↑(Unklare Abgrenzung von wörtlichem und indirektem Zitat im Original)GQ
- ↑ProSiebenSat.1 verkauft Nachrichtensender N24 an Bieterkonsortium um Torsten Rossmann und Stefan Aust 16. Juni 2010
- ↑Anteile der Eigentümer an N24 Media GmbH (Memento vom 8. Juli 2011 imInternet Archive) (PDF; 92 kB)
- ↑Stefan Aust geht zur ZEIT, Süddeutsche.de vom 2. November 2011.
- ↑Christoph Heinzle undAnnette Leiterer:Stand: 23.10.2013 01:00 UhrEx-„Spiegel“-Chef Aust in der Kritik: „Propaganda“ für Aserbaidschan?, 23. Oktober 2013. In: ndr.de
- ↑SZ vom 9. Dezember 2013: Stefan Aust wird „Welt“-Herausgeber
- ↑Ulf Poschardt wird Herausgeber der WELT,DIE WELT vom 27. November 2024.
- ↑Markus Roth:„Wer erzählt hier eigentlich?“, in:die tageszeitung, 27. Juni 2017, S. 15.
- ↑WELT Zeitgeschichte: Zeitreise von Stefan Aust, Teil 1-10. 23. Dezember 2023, abgerufen am 25. Oktober 2024.
- ↑Christian Gehrke: Einstweilige Verfügung von Stefan Aust: Jan Böhmermann löscht Sendung. 6. Januar 2023, abgerufen am 5. Februar 2023.
- ↑Joachim Huber: Stefan Aust vs. Jan Böhmermann: „Welt“-Herausgeber erwirkt einstweilige Verfügung. In: Tagesspiegel. 5. Januar 2023, abgerufen am 8. Januar 2023.
- ↑Stefan Aust beiWho’s Who Germany, The People-Lexicon, abgerufen am14. Februar 2024.
- ↑Spiegel-Chef Aust im Glück: 400.000 Euro für sein Pferd,Hamburger Abendblatt, 15. Oktober 2007
- ↑Norddeutscher Rundfunk, 1. Juli 2016:Der Vollblutjournalist Stefan Aust
- ↑abc„Ich habe niemanden geschont“,Die Zeit, Interview vom 26. Mai 2021
- ↑Journalist stellt in ARD-Talk kuriose Klima-Theorie auf – Rossmann-Gründer empört,Focus, abgerufen am 14. Februar 2024
- ↑„Es wird der Moment kommen, wo man die Realität zur Kenntnis nehmen muss“,Die Welt, Interviewclip vom 29. März 2023
- ↑Warten wir doch, bis der Klimahype abgeklungen ist, Kommentar inDie Welt vom 1. Juni 2019
- ↑„Wie ein moderner Kinderkreuzzug“,Die Welt, Interview vom 25. März 2019
- ↑„Zeig doch mal die Bilder“,die tageszeitung, 28. März 2007
- ↑Toralf Staud:"Der NSU-Komplex": Die Rekonstruktion des Unfassbaren. In:Die Zeit. 7. April 2016,ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 15. August 2016]).
- ↑„WELT Zeitreise von Stefan Aust“, WELT (Dokumentation/ Zeitgeschichte), 2023
Personendaten | |
---|---|
NAME | Aust, Stefan |
ALTERNATIVNAMEN | Aust, Stefan Reinhard (vollständiger Name) |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist, Chefredakteur des Spiegels |
GEBURTSDATUM | 1. Juli 1946 |
GEBURTSORT | Stade |
- Publizist
- Zeitungsjournalist
- Fernsehjournalist
- Journalist (Deutschland)
- Chefredakteur
- Herausgeber
- Person (Lamstedt)
- Terrorismusexperte
- Person (Spiegel-Verlag)
- Person (Die Welt)
- Person (Klimawandelleugnung und -skepsis)
- Pferdezüchter
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Träger des Niedersächsischen Staatspreises
- Grimme-Preisträger
- Deutscher
- Geboren 1946
- Mann
- Person (WeltN24)
- Fernsehmoderator (Deutschland)