| SteamOS | |
|---|---|
| Entwickler | Valve |
| Lizenz(en) | Open Source mit proprietären Komponenten |
| Erstveröff. | 13. Dezember 2013 |
| Akt. Version | 3.7.17[1]vom6. November 2025 |
| Akt. Vorabversion | 3.5.17 Preview[2] (1. März 2024) |
| Kernel | monolithisch |
| Abstammung | GNU/Linux ↳ Debian GNU/Linux ↳ SteamOS (bis 2.x) ↳ Arch Linux ↳ SteamOS (ab 3.x) |
| Architektur(en) | x86-64 |
| Sprache(n) | mehrsprachig |
| store.steampowered.com/steamos/ | |
SteamOS ist eine vonValve entwickelteLinux-Distribution, die bis Version 2 aufDebian, ab Version 3 aufArch Linux aufbaut. Es läuft alsBetriebssystem sowohl auf den als „Steam Machine“ bezeichnetenSpielekonsolen als auch auf demSteam Deck und ist zudem bis zur Version 2 auch auf „gewöhnlichen“PCs kostenfreiinstallierbar und nutzbar.[3][4][5]
SteamOS ist primär auf Computerspiele ausgelegt, allerdings läuft nur ein Teil der auf Steam vertriebenen Spiele nativ unter Linux. Spiele, welche standardmäßig nur aufWindows lauffähig sind, können jedoch dankProton auch teilweise unter Linux aufgeführt werden. Alternativ können Windows- undmacOS-Titel von anderen Gerätengestreamt werden.
Valve verspricht sich mit SteamOS „signifikante Performance-Verbesserungen“ in Videospielen.[6] Das Betriebssystem wird alsOpen-Source-Software verbreitet.[7] Für SteamOS gebaute (Spiele-)Rechner, welche auf der Grundlage handelsüblicher Computerbauteile gefertigt werden, nennt Valve „Steam Machines“.[8]
Mit der bis SteamOS-Version 2.x enthaltenenPaketverwaltungapt können, wie bei Debian, beliebige Pakete aus denRepositories installiert werden. Somit ist es möglich, SteamOS wie jede andere Linux-Distribution mit Anwendungen wie z. B.LibreOffice,VLC oderSamba zu ergänzen und auch als Büro- oder Multimedia- oder Server-Plattform zu nutzen.[9]
Seit Version 3.0 basiert SteamOS aufArch Linux. Nutzern ist nur erlaubtFlatpaks zu installieren. Es ist jedoch möglich den Arch-PaketmanagerPacman zu aktivieren und andere Pakete zu installieren.[10]
Auf derLinuxCon verkündete Valves Mitgründer und Executive DirectorGabe Newell, dass er „an Linux und Open Source als die Zukunft des Spielens“ glaube. Valve würde Spieleentwicklern dabei helfen ihre Spiele mit Linux kompatibel zu machen.[11] Am 20. September 2013 erstellte Valve eineWebsite mit dem TitelDas Steam-Universum expandiert 2014, die drei Ankündigungen versprach, die „Kunden auf noch mehr Wegen ermöglichen sollen,Steam im Wohnzimmer zu nutzen“.[12][13] Die erste Ankündigung erfolgte am 23. September. Valve sei zu dem Schluss gekommen, dass ein direkt in das Betriebssystem integrierter Steam-Client die beste Spieleerfahrung bieten könne.[14] Dabei werde besonders auf die Offenheit im Sinne vonfreier Software Wert gelegt und es wurde angekündigt, Benutzer könnten jeden Teil der Software anpassen, verändern und ersetzen.[15] In den folgenden Tagen wurde der Betatest von Steam Machines und ein neuartigesGamepad angekündigt.
Im Oktober 2013 kündigte Valve dieSteam Dev Days an, eine zweitägige Entwicklerkonferenz, auf der Spieleentwickler die Möglichkeit haben werden,SteamOS und die darauf aufbauenden Spielkonsolen zu testen und Valve Rückmeldungen zu geben.[16] Ebenfalls im Oktober 2013 kündigteNvidia eine enge Zusammenarbeit bezüglich ihrerGameWorks-Library mit Valve an,[17] die Nvidia-Technologien wiePhysX,OptiX,VisualFX und andere unterSteamOS zur Verfügung stellen wird.
Am 11. Dezember 2013 kündigte Valve an, dass die Prototypen der Steam Machines am 13. Dezember verschickt werden und SteamOS gleichzeitig zum Download freigegeben wird.[18]
Der offizielle Release der mit SteamOS betriebenen Steam Machines war am 10. November 2015.[19] Seit 2019 gibt es für das Betriebssystem in der Version 2.195 keine Updates mehr, es steht jedoch nach wie vor zum Download bereit. Für Version 3.0 gibt es derzeit nur eine Ankündigung, dass es für Handheld-PCs anderer Hersteller und für Desktop-PCs (Gaming-PCs) erscheinen soll.[20] Nur inoffiziell und nur mit Einschränkungen ist es möglich, die SteamOS-Version 3.x des Steam Deck auch auf PCs zu installieren.[21]
Auf der tragbaren KonsoleSteam Deck kommt das aufArch Linux undKDE Plasma basierte SteamOS 3.0 zum Einsatz. Dieses ist über den sogenannten „Desktop Modus“ auch als gewöhnlicher Desktop-PC nutzbar. VomRolling-Release-Modell verspricht sich Valve schnellere Updates, insbesondere bei Gerätetreibern und Grafik-APIs.[22]
Valve veröffentlichte im Mai 2025 ein Update für SteamOS, um das Legion Go S offiziell zu unterstützen.[23] Mit der Veröffentlichung von SteamOS 3.7.8 am 22. Mai gab Valve SteamOS zum Testen auf jedem AMD-Handheld-Computer frei.[24]