Movatterモバイル変換


[0]ホーム

URL:


Zum Inhalt springen
WikipediaDie freie Enzyklopädie
Suche

Stadt San Marino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Città di San Marino (San Marino)
Wappen der Gemeinde Città di San Marino
Wappen der Gemeinde Città di San Marino
Lage der Gemeinde innerhalb San Marinos
Lage der Gemeinde innerhalb San Marinos
Staat:San Marino San Marino
Geografische Lage43° 56′ N,12° 27′ O43.93305555555612.449722222222653Koordinaten:43° 56′ N,12° 27′ O
Höhe653 m s.l.m.
Fläche7,09 km²
Einwohner4101(31. Mai 2023)
Bevölkerungsdichte578 Einw./km²
Name der EinwohnerSammarinesi
PostleitzahlRSM-47890
Vorwahl+378
Capitano di CastelloAlberta Simoncini (Uniamo San Marino; seit 2024)
Websitewww.sanmarino.sm
Der BergTitano mit den drei Burgen von Nordost
Flagge der Stadt San Marino

Città di San Marino (deutschStadt San Marino, auch kurzSan Marino genannt oder einfachla città, „die Stadt“) ist die Hauptstadt der RepublikSan Marino. Sie liegt auf dem BergTitano.

Sie ist mit 4.101 Einwohnern auf 7,09 km² die nach Einwohnerzahl drittgrößte, nach Gemeindefläche viertgrößteGemeinde (italienischcomune, san-marinesischcastello) des Landes. Das Gemeindegebiet grenzt an die san-marinesischen GemeindenAcquaviva,Borgo Maggiore,Fiorentino undChiesanuova sowie im Westen an die italienische GemeindeSan Leo (Provinz Rimini). Zur Città di San Marino gehören die Ortsteile (italienischFrazione, san-marinesischCurazie)Cà Berlone,Canepa,Casole,Murata undSanta Mustiola.

Geschichte

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel:Geschichte San Marinos

Der Legende nach wurde die Stadt 301 vom HeiligenMarinus gegründet, der sich als Einsiedler auf den Monte Titano zurückgezogen und dort eine Kapelle und ein Kloster errichtet haben soll. Von da an galt der Monte Titano als Rückzugsort christlicher Flüchtlinge vor den Verfolgungen des KaisersDiokletian.

Schriftlich erwähnt wird ein unabhängiges Gemeinwesen auf dem Monte Titano erstmals imPlacito Feretrano, einem Dokument aus dem Jahr 885.[1] Das 1749 wieder aufgefundene Schriftstück soll allerdings nur eine Kopie sein, deren Authentizität angezweifelt wird.[2]

Ab dem 10. Jh. werden der Monte Titano und die auf ihm befindliche Stadt mit Befestigungsanlagen gegen Angriffe gesichert. Im 11. Jh. entsteht, unmittelbar an den Stadtkern anschließend, die BurgGuaita als nördlichste der drei Burgen auf dem Monte Titano. Zu Beginn des 13. Jh. wird die FestungCesta am höchsten Punkt des Berges errichtet, gegen Ende desselben Jahrhunderts folgt als südlichste Befestigung derTorre Montale.[3] In den folgenden drei Jahrhunderten werden die Burgen ausgebaut und mit Mauern untereinander und mit der Stadt San Marino verbunden.

Seit der Mitte des 13. Jh. ist San Marino als unabhängige Republik bezeugt, in deren Verfassung sich bereits damals Elemente der Gewaltenteilung und der Verhinderung von Machtfülle finden.[4]

Vom 13. bis zum 15. Jh. war die Region Schauplatz zahlreicher kriegerischer Auseinandersetzungen. Zunächst wurde auch San Marino in die Rivalitäten zwischenGhibellinen und Guelfen hineingezogen. Die Republik sympathisierte mit den kaisertreuen Ghibellinen; die Guelfen mussten die Stadt verlassen. Dies führte im Jahr 1247 zur vorübergehendenExkommunikation der San-Marinesen durch PapstInnozenz IV. In den folgenden 200 Jahren musste San Marino immer wieder die Eroberungsversuche der guelfischenMalatesta aus Rimini abwehren. Nachdem jedochSigismondo Malatesta bei PapstPius II. in Ungnade gefallen war, konnte San Marino im Bündnis mit der Kirche und mitFederico da Montefeltro den Krieg gegen die Malatesta im Jahr 1463 siegreich beenden. Durch die damit verbundenen strategisch bedeutenden Geländegewinne im südöstlichen und nordöstlichen Vorland des Monte Titano erreichte die Republik ihre heutige Ausdehnung. San Marino konnte, abgesehen von zwei jeweils nur kurz andauernden Besatzungen (1503 durchCesare Borgia und 1739 durchGiulio Alberoni), seit dem Mittelalter seine Unabhängigkeit bewahren, so dass sich die Stadt stolz als Hauptstadt der weltweit ältesten dauerhaft bestehenden Republik betrachtet.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Historisches Zentrum von San Marino und Monte Titano
UNESCO-Welterbe


Altstadt und Burg von San Marino auf dem Berg Titano
Vertragsstaat(en):San Marino San Marino
Typ:Kultur
Kriterien:(iii)

Fläche:055 ha
Pufferzone:167 ha
Referenz-Nr.:1245

UNESCO-Region:Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung:2008 (Sitzung 32)

Das historische Stadtzentrum von San Marino wurde zusammen mit dem Monte Titano, auf dem es liegt, 2008 als das einzige bis heute fortbestehende Beispiel eines mittelalterlichen italienischenStadtstaates von derUNESCO zumWeltkulturerbe erklärt.

Hauptartikel:Welterbe in San Marino

Aufgrund der abgelegenen Lage auf einem Felsmassiv, das den vorgelagerten OrtBorgo Maggiore um 150 m überragt, konnte die Stadt ihre mittelalterliche Prägung bewahren. Der historische Stadtkern ist auch heute noch auf drei Seiten von den Stadtmauern aus dem 11. bis 14. Jh. umgeben. Auf engem Raum finden sich hier mehrere Sehenswürdigkeiten:

  • Die drei Wehrtürme auf dem Monte Titano; Wahrzeichen von Stadt und Republik San Marino und als solche Bestandteil der jeweiligenWappen:
    • Die BurgGuaita, auchLa Rocca oderPrima Torre genannt (erbaut im 11. Jh. als Wehrturm; Umbauten und Erweiterungen bis ins 16. Jh.)[5]
    • Die BurgCesta („Kiste“), auchFratta oderSeconda Torre genannt (erbaut im frühen 13. Jh. als Wachtturm am höchsten Punkt des Monte Titano; im 14. Jh. erweitert und in das Befestigungssystem der Stadt einbezogen); mit demMuseo Armi Antiche (Museum für alte Waffen; seit 1956)[6]
    • Der TurmMontale (erbaut im 13. Jh.); für die Öffentlichkeit nicht zugänglich
  • DerPalazzo Pubblico (erbaut 1884–1894); zugleich Rathaus der Stadt und Regierungssitz des Landes San Marino[7]
  • DieBasilika San Marino (erbaut 1826–1838); alsKonkathedrale neben der Kathedrale vonPennabilli und dem Dom vonSan Leo eine der drei Hauptkirchen desBistums San Marino-Montefeltro[8]
  • Die KircheSan Pietro (erbaut um 1600 auf älteren Überresten); in der Krypta zwei Wandnischen, die der Legende nach dem HeiligenMarinus und seinem BegleiterLeo di Montefeltro als Ruhestätten gedient haben sollen[9]
  • Die KircheSan Francesco (erbaut 2. Hälfte des 14. Jh., älteste Kirche in San Marino); mit demMuseo San Francesco (seit 1966; sakrale Kunst)[10]
  • Die KapuzinerkircheSan Quirino (erbaut im 16. Jh.)
  • DasMuseo di Stato imPalazzo Pergami Belluzzi (u. a. bedeutende archäologische Funde aus der Region)[11]
  • DasTeatro Titano (Theater; erbaut Mitte des 18. Jh.; Umbau 1936–1941)[12]

DieCosta dell’Arnella, ein Weg, der die Stadt San Marino mit Borgo Maggiore verbindet, bietet Ausblicke auf das Staatsgebiet und weiter bis zurAdria.

Touristenattraktionen sind auch die Wachablösungen vor dem Regierungspalast[13] sowie die halbjährlich stattfindende Militärparade (Anfang April und Anfang Oktober), mit der jeweils die neue Amtszeit derCapitani Reggenti eröffnet wird. Darüber hinaus findet jedes Jahr am 3. September derPalio delle Balestre Grandi statt, auf dem die Armbrustschützen („Balestrieri“) ihr Können zeigen.

  • Neogotischer Regierungspalast in San Marino
    Neogotischer Regierungspalast in San Marino
  • Wehrturm Cesta, in dem sich das Museum alter Waffen befindet; aufgenommen vom Wehrturm Montale
    WehrturmCesta, in dem sich das Museum alter Waffen befindet; aufgenommen vom Wehrturm Montale
  • Via Piana, eine Altstadtstraße in San Marino
    Via Piana, eine Altstadtstraße in San Marino
  • Ausstellungsstücke aus dem Museum alter Waffen des Wehrturmes Cesta
    Ausstellungsstücke aus dem Museum alter Waffen des WehrturmesCesta
  • Basilika von San Marino

Wirtschaft

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft der Stadt San Marino basiert vor allem auf Handel und Dienstleistungen.[14] Zahlreiche Läden und Restaurationsbetriebe sind auf die Bedürfnisse der jährlich rund zwei Millionen Touristen[15] eingestellt, die einen Besuch der historischen Altstadt mit der Möglichkeit des zollfreien Einkaufs verbinden. In den letzten Jahren erlitt die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt einen spürbaren Rückschlag, bedingt durch den Rückgang der Besucherzahlen und die Konkurrenz neuer Einkaufszentren in anderen Orten der Republik San Marino.[16]

Verkehr

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

San Marino verfügte vor dem Zweiten Weltkrieg über eine unter der Diktatur vonBenito Mussolini gebauteEisenbahn (Bahnstrecke Rimini–San Marino), die die Hauptstadt mit dem italienischen Eisenbahnnetz inRimini verband. Die Trasse der gewundenen Strecke mit ihren 17Tunneln ist nur noch in Teilen vorhanden.[17] Pläne zur Wiedereröffnung dieser Eisenbahnstrecke sind, abgesehen von einem 800 Meter langen Teilstück, das seit 2012 als Museumsbahn betrieben wird, bisher nicht verwirklicht worden.[18]

Für den Personennahverkehr werdenBusse eingesetzt. Es besteht eine Busverbindung nachRimini, die überwiegend im 75-Min.-Takt bedient wird. Eine Kraftstraße verbindet San Marino mit Rimini.

EineSeilbahn, dieFunivia di San Marino, verkehrt zwischen der Hauptstadt undBorgo Maggiore.

Bildung

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

In San Marino befindet sich dieAccademia internazionale delle scienze San Marino (Internationale Akademie der Wissenschaften San Marino).

Gemeindepartnerschaften

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Berühmte Einwohner

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]

Weblinks

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
Commons: San Marino (city) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]
  1. Placito Feretrano aufsanmarinosite.com (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  2. Placito fertrano, la data e altro auflibertas.sm (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  3. Stadtbefestigung von San Marino aufburgenwelt.org, abgerufen am 13. März 2016.
  4. Political system (Memento vom 4. August 2012 imInternet Archive) aufvisitsanmarino.com (englisch), abgerufen am 13. März 2016.
  5. Prima Torre (Memento vom 28. Januar 2016 imInternet Archive) Website der Staatlichen Museen San Marinos (italienisch), abgerufen am 13. März 2016
  6. La Seconda Torre e il Museo delle Armi Antichi (Memento vom 27. Januar 2016 imInternet Archive) Website der Staatlichen Museen San Marinos (italienisch), abgerufen am 13. März 2016
  7. Il Palazzo Pubblico (Memento vom 28. Januar 2016 imInternet Archive) Website der Staatlichen Museen San Marinos (italienisch), abgerufen am 13. März 2016
  8. Le chiese madri Website der Diözese San Marino - Montefeltro (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  9. Chiesetta di San Pietro aufvisitsanmarino.com (italienisch), abgerufen am 13. März 2016
  10. Museo San Francesco (Memento vom 27. Januar 2016 imInternet Archive) Website der Staatlichen Museen San Marinos (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  11. Il Museo di Stato (Memento vom 28. Januar 2016 imInternet Archive) Website der Staatlichen Museen San Marinos (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  12. Teatro Titano (Memento vom 13. September 2016 imInternet Archive) aufvisitsanmarino.com (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  13. Palazzo Pubblico - Cambio della Guardia aufvisitsanmarino.com (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  14. Castello di San Marino Città Offizielle Website derRepubblica di San Marino (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  15. turistico Seite mit Tourismusstatistiken desUfficio Informatica, Tecnologia, Dati e Statistica della Repubblica di San Marino (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  16. Informazioni generali Castello San Marino Città -Profilo economico Offizielle Website derRepubblica di San Marino (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  17. Kurzbeschreibung der Bahnstrecke aufferrovieabbandonate.it (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  18. Galleria Montale e Treno Storico (Memento vom 13. März 2016 imInternet Archive) aufvisitsanmarino.com (italienisch), abgerufen am 13. März 2016.
  19. Gemellaggio San Marino-Arbe (Memento vom 13. März 2016 imInternet Archive) Bericht vom Juli 2008 aufsorpresa.sm (italienisch), abgerufen am 20. Februar 2016.
  20. San Leo e Città di San Marino: il gemellaggio compie 20 anni Bericht vom 28. November 2015 aufsmtvsanmarino.sm (italienisch), abgerufen am 20. Februar 2016.
Gemeinden vonSan Marino
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Stadt_San_Marino&oldid=263302671
Kategorien:

[8]ページ先頭

©2009-2026 Movatter.jp