DerSpeichercontroller (auchMemory Controller) ist einChip, der bei Computern den Datenfluss zwischenProzessor undArbeitsspeicher regelt.
Untergebracht ist der Speichercontroller entweder direkt im Prozessor (Integrated Memory Controller – IMC) oder auf dem Mainboard, dort meistens in derNorthbridge. Der HerstellerIntel platziert den Speichercontroller seit derIntel Core i Serie direkt in der CPU, wie es beiAMD bereits seit Einführung derK8-Architektur der Fall ist. Auch beimIBM Power (seit der fünften Generation) und derCell-Prozessorserie liegt der Speichercontroller innerhalb des Prozessors.
Der Vorteil einer Unterbringung des Speichercontrollers im Prozessor liegt in den kürzeren Wegen der Zugriffe. Der Chip kann so, im Vergleich zur Unterbringung auf demMainboard, direkt adressiert werden – ohne den Umweg über dieNorthbridge. Allerdings unterstützt ein Speichercontroller nur bestimmte Speichertypen, somit legt seine Wahl und Bauweise den Speichertyp des Systems fest. Ist der Speichercontroller im Prozessor integriert, hängt der unterstützte Speichertyp vom Prozessor ab; ist er hingegen auf dem Mainboard integriert, ist der verwendete Speicher vom Prozessor unabhängig, lediglich das Mainboard und dessen Chipsatz bestimmen den Speichertyp.
Der Speichercontroller enthält Funktionen, umdynamischen Speicher (DRAM) zu lesen und zu beschreiben. Da DRAM ohne ständige Aktualisierung die gespeicherten Daten verliert, sorgt der Speichercontroller für das Aktualisieren.
Bei mehrkanaligem Betrieb (Dual Channel oder Triple Channel) werden die Daten auf mehrere verschiedene Speicherbusse aufgeteilt. Hier übernimmt der Controller die transparente Ansteuerung und Zusammenführung aller Kanäle.