| Source-Seine | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Bourgogne-Franche-Comté | |
| Département (Nr.) | Côte-d’Or (21) | |
| Arrondissement | Montbard | |
| Kanton | Montbard | |
| Gemeindeverband | Pays d’Alésia et de la Seine | |
| Koordinaten | 47° 30′ N,4° 42′ O47.49534214.6974275Koordinaten:47° 30′ N,4° 42′ O | |
| Höhe | 354–523 m | |
| Fläche | 16,42 km² | |
| Einwohner | 60(1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 4 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 21690 | |
| INSEE-Code | 21084 | |
| Website | source-seine.fr | |
Source-Seine | ||
Source-Seine ist einefranzösischeGemeinde mit 60 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) imDépartement Côte-d’Or in derRegionBourgogne-Franche-Comté. Auf ihrem Gebiet befinden sich dieQuellen der Seine.
Source-Seine liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich vonDijon. Zu der Gemeinde gehören die beidenWeiler Saint-Germain (gehörte früher zuSaint-Germain-Source-Seine) undBlessey. Etwa einen Kilometer südöstlich der Ortschaft Source-Seine entspringt auf demPlateau von Langres auf 446 Metern Höhe dieSeine. Das Gelände rund um die Quellen ist Eigentum der StadtParis.
Nachbargemeinden sindChanceaux im Nordosten,Frôlois im Nordwesten,Boux-sous-Salmaise im Südwesten,Salmaise im Süden,Bligny-le-Sec im Südosten undPoncey-sur-l’Ignon im Osten.
Die Gemeinde ging am 1. Januar 2009 aus dem Zusammenschluss der beiden GemeindenSaint-Germain-Source-Seine undBlessey hervor.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 25 | 21 | 20 | 32 | 30 | 27 | 24 | 55 | |
| Quellen: Cassini und INSEE | |||||||||

An einer der Seine-Quellen steht einNymphäum, das im 19. Jahrhundert von den ArchitektenGabriel Davioud,Victor Baltard und Combaz entworfen wurde. Es enthält die Kopie einerNymphenstatue des Burgunder BildhauersFrançois Jouffroy.
Die Stadt Paris ist seit 1864 Eigentümer des Geländes. Hier stehen die Überreste einesgallo-römischen Heiligtums der GöttinSequana, von der sich der Name der Seine ableitet. Auf dem archäologischen Gelände wurden mehrere tausend Objekte ausgegraben. Die bekanntesten davon sind zweiBronzestatuen, die 1933 von Henri Corot in einem Versteck östlich des Heiligtums entdeckt wurden. Es handelt sich um die Göttin Sequana und einenFaun, die von Archäologen als „Schatz der Seine“ bezeichnet werden.[1] Als „Schatz des Heiligtums“ betitelte Henri Baudot eine Vase des Rufus, die zahlreicheVotivgaben und Münzen enthielt.Roland Martin und Simone Deyts haben zwischen 1963 und 1967 weiteres Mobiliar,Stelen,Skulpturen und mehr als 300 Votivgaben aus Holz ausgegraben, die im archäologischen Museum vonDijon zu sehen sind.[2]
Ein von Gabriel Grémaud und Roland Martin entdecktesFanum entpuppte sich später als Kultstätte der einheimischenLingonen, die der Göttin Sequana geweiht war. Die Ausgrabungsarbeiten haben weiterhin eine für die heilige Quelle gebaute Kanalisierung zutage gefördert und zwei Becken für die Waschung derPilger, die im Heiligtum ihre Votivgaben hinterließen.[3][4]

