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Soundchip

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SoundchipAY-3-8910 vonGeneral Instrument
Soundchip YMF744 mit der „Yamaha XG“ genannten Erweiterung zuGeneral MIDI

Unter einemSoundchip versteht man einenintegrierten Schaltkreis zur Klangerzeugung und -ausgabe inelektronischen Musikinstrumenten undComputern. Sie enthalten mindestens einenDigital-Analog-Umsetzer und eineSchnittstelle zum restlichen System.

Geschichte

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Ende der 1970er Jahre wurden Soundchips erstmals fürArcade-Automaten verwendet. Der bekannteste Soundchip dieser Zeit dürfte derAY-3-8910 vonGeneral Instrument gewesen sein, der später unterYamaha-Lizenz vonMicrochip Technology als YM2149 produziert wurde.

In den 1980er Jahren waren Soundchips inHeimcomputern die einzige Möglichkeit, Musik und Klänge wiederzugeben, da die damalige Technologie der Digital-Analog-Umsetzung undAbtastung auf Systemen mit8-Bit-Architektur nur unbefriedigende Ergebnisse bei relativ hohem Ressourcenverbrauch ermöglichte. Neben dem AY-3-8910 (unter anderem imIntellivision,Amstrad/Schneider CPC undAtari ST zu finden) ist derMOS Technology SID durch seine Verwendung imCommodore 64 als bekanntester Soundchip zu nennen. Weitere klanglich interessante und heute noch in der sogenanntenMicromusic verwendeten 8-Bit-Soundchips finden sich inNintendosNES (Ricoh 2A03), imSuper NES (Sony SPC700) und imGame Boy. Mit den damaligen Soundchips waren bereits mehrstimmige Melodien abspielbar. Einige ermöglichten eine Klangerzeugung, wie man sie ausSynthesizern kennt.

Ab Anfang der 1990er Jahre wurden Soundchips fürIBM-PC-kompatible Computer aufSoundkarten eingeführt, die auf derFrequenzmodulations-Synthese basierten (Yamaha YM3812 und Nachfolger, besser bekannt als „Yamaha OPL“). Ohne Soundchip konnte die Tonausgabe nur über denSystemlautsprecher des PCs alsmonophonesRechtecksignal („Piepen“) erfolgen. Dem gegenüber konnten diese ChipsMIDI-Signale selbstständig in Töne wandeln. Die damaligen Chips lehnten sich stark an die Entwicklung elektronischer Musikgeräte wie Keyboards und Synthesizer an.

Spätere Soundchips verfügten nebenpolyphonerKlangsynthese auch über einen eigenen Speicher alsFestwertspeicher (zum Beispiel fürSamples) oderRandom-Access Memory (zur Entlastung des Systemspeichers) sowie über einen eigenenProzessor zur Entlastung des Hauptprozessors und waren in der Lage, gespeicherte Klänge zunächst in 8 Bit, später in 16 BitVerarbeitungsbreite abzuspielen. Weit verbreitet waren die Chips der FirmaE-mu Systems, die wie beiSamplern, ausgehend von einem MIDI-Signal, beliebige Instrumente abspielen konnten, die in Klangbänken, von E-muSoundFonts genannt, zusammengefasst waren. Diese Karten wurden bereits für kommerzielle Musikproduktionen eingesetzt.

Mit Aufkommen besserer PCs und desAC’97-Standards, wurden die Soundchips harmonisiert. Diese enthalten meistens integrierte Wandler und Mischer und verzichten zunehmend auf Audiosynthese via Hardware. Stattdessen gibt es immer mehr Funktionen zur Bearbeitung des Klangs durchWavetable-Synthese. Für Anwendungen in Musikgeräten sind Soundchips mit MIDI-Funktionen jedoch nach wie vor gebräuchlich[1] – insbesondere für FM-Synthese.[2] Diese werden oft in Selbstbauprojekten verwendet.[3] Darüber hinaus gibt es FM-Synthese-Chips in programmierbarer Hardware[4] sowie in virtueller Form für PC-Audio-Software[5] alsPlug-in[6] – einige davon als Freeware.[7]

Moderne Soundchips mitdigitalem Signalprozessor bezeichnet man als APU (AudioProcessingUnit) oder Audio-Codec.

Technik

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Man kann verschiedene Ausführungen unterscheiden:

  • Onboard-Soundchips: direkt auf derHauptplatine befindlich und daher preisgünstig, überPCI angeschlossen
  • Soundkarte: Soundchip auf Steckkarte mit weiteren Komponenten zur nachträglichen Erweiterung des Systems
  • Chips für externe Consumer-Soundgeräte zum Anschluss an Systeme, die nicht über Erweiterungsslots verfügen, angeschlossen z. B. mittelsUSB
  • Chips als herstellerspezifische Sonderbauformen für elektronische Musikinstrumente

Beispiele

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Siehe auch

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Literatur

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Weblinks

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Commons: Soundchips – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. SAM2695 Single Chip Synthesiser with Effects | Profusion. Abgerufen am 17. Juli 2020. 
  2. Fabian Günther-Borstel: OPL2 & OPL3, ihre Klone und Nachbauten. In: AmoRetro.de. 2017, abgerufen am 17. Juli 2020. 
  3. Thorsten Klose: OPL3 Chips. In: www.uCApps.de. 16. Februar 2020, abgerufen am 17. Juli 2020. 
  4. Jürgen Schuhmacher: A FM-Synthesis Module in VHDL with 8 operators - J.S. 2006. 96KHZ, 2006, abgerufen am 17. Juli 2020 (englisch). 
  5. Test: Yamaha Vintage Plug-In Collection, Steinberg. In: AMAZONA.de. 2. Januar 2012, abgerufen am 17. Juli 2020 (deutsch). 
  6. OPL by discoDSP - FM Synthesizer VST VST3 Audio Unit. Abgerufen am 17. Juli 2020 (englisch). 
  7. Ben James: VST4FREE. Bruce Sutherland, 2020, abgerufen am 17. Juli 2020 (englisch). 
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