Sonderanhänger 58

DerSonderanhänger 58 (kurz: Sd. Ah. 58) diente bei derWehrmacht zum Transport der3,7-cm-Flak 43.[1][2]
Entwicklung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Um die 3,7-cm-Flak 43 fahrbar zu machen, wurde einAnhänger speziell für diesesGeschütz entwickelt. Dabei löste der Sonderanhänger 58 mit der Flak 43 den früherenSonderanhänger 52 mit der3,7-cm-Flak 36 ab.[1]
Technische Beschreibung
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Der Sonderanhänger 58 bestand aus 6 Hauptteilen. Dies waren
- der Rahmen mit Schwingschenkel,Achse undFedern
- dieBremsanlage
- die Kettenwinde
- dieKotflügel
- dieRäder
- und die Beleuchtungseinrichtung.[2]
Der Rahmen des Anhängers war gabelförmig mit einer vorderen Querversteifung mit einer auswechselbaren Zugöse am vorderen Ende. Hinter der Zugöse befand sich der schwenkbare Aufnahmehaken zum Einhängen des Tragezapfens des Lafettendreiecks. Um den Anhänger mitMuskelkraft bewegen zu können, befanden sich Handgriffe an beiden Seiten des Rahmens. Ausgerüstet war der Anhänger mit einerDruckluftbremse und einer unabhängig arbeitenden Handhebelbremse. Um die Druckluftbremse zu befüllen, wurde der Druckluftschlauch mit demZugfahrzeug verbunden.[2] DieHandbremse wurde durch Zug- und Bremshebel betätigt. An den Enden der Längsholme befand sich je eineWinde, um das Geschütz hochziehen bzw. ablassen und verzurren zu können. An den Gehäusen der Winden befanden sich klappbare Antriebskurbeln, Kurbelhalter und Zurrhaken. An den Kotflügeln befanden sich Haken und Schnallriemen, um das Geschütz sichern zu können. Die Räder waren luftbereifteScheibenräder mit 5,7atü und derBremstrommel. Als Beleuchtungseinrichtung bezeichnete man beim Sonderanhänger 58 die Rück- und Bremslichter.[3]
Einsatz
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Bereits nach der Einführung des Anhängers wurden die ersten Mängel festgestellt. Eines der Hauptprobleme waren die Winden, welche steckenblieben oder sich verhakten. Durch eine Formänderung wurden die meisten Mängel jedoch schnell behoben. Die am häufigsten eingesetzten Zugmittel waren derRaupenschlepper Ost, dasSonderkraftfahrzeug 3, schwere geländegängige Lastkraftwagen 4,5 t oder auch die mittleren und schweren Lastkraftwagen (offen) mit 3 t oder 4,5 t. Zusammen mit der 3,7-cm-Flak 43 kam der Sonderanhänger bei den motorisierten Fla-Batterien derLuftwaffe und bei den Fla-Kompanien des Heeres zum Einsatz. Eine Heeres-Fla-Kompanie hatte dabei einenSoll-Bestand von neun Sonderanhängern 58.[1]
Siehe auch
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten |Quelltext bearbeiten]- Wolfgang Fleischer:Typenkompass Deutsche Heeresfahrzeuge. Anhänger und Sonderanhänger bis 1945. Motorbuch, Stuttgart 2015,ISBN 3-613-03804-8.
- Heereswaffenamt:L. Dv. T. 1054/1, 3,7 cm Flak 43 und 3,7 cm Flakzwilling 43 (mit Schwebedornvisiert 43 und Sonderanhänger 58 und 206). Allgemeine Beschreibung, Wirkungsweise und Behandeln. Berlin 1944.