Sommerwurz-Arten sind einjährige oder ausdauerndekrautige Pflanzen und Vollschmarotzer. Die bleichenSprosse werden erst nach Ausbildung der Speicherknolle entwickelt. Sommerwurzpflanzen besitzen keineChloroplasten und können keinePhotosynthese betreiben, sie sind daher vollständig auf die Ernährung durch ihre Wirte angewiesen (Holoparasit). Ihr schnelles Wachstum wird durch die in der Wurzelknolle gespeichertenReservestoffe ermöglicht. Die Sprosse tragen nur reduzierteSchuppenblätter, in deren Achseln im oberen Teil dieBlüten stehen.
DieKapselfrüchte können einige Tausend Samen enthalten und eine Sommerwurzpflanze kann über 300.000 Samen bilden, die später mit dem Wind ausgebreitet werden. Samen der Sommerwurz-Arten gehören mit 0,3 bis 0,5 Millimetern Länge zu den kleinsten allerPflanzensamen. Die Samen können mehrere Jahre im Boden ausdauern, ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren. Ihre Keimung wird von Substanzen, sogenanntenKeimungsinduktoren, ausgelöst, die von Wurzeln der Wirtspflanze ausgeschieden werden. Diese Stoffe werden unter dem BegriffStrigolactone zusammengefasst. Ihre unterschiedliche Struktur trägt zur Wirtsspezifität verschiedenerOrobanche-Arten bei. Erreicht die Keimwurzel eine geeignete Wirtswurzel, dringt sie in diese ein und bildet ein spezielles Kontaktorgan, dasHaustorium. Nach Anschluss an die Leitbündel des Wirtes entwickelt die Sommerwurzpflanze zunächst auf der Wurzeloberfläche ihres Wirtes ein Speicherorgan (Tuberkelstadium), an dem sich der spätere Spross bildet. Ihre Wurzeln sind nicht zur Nährstoffaufnahme aus dem Boden befähigt, können aber bei Kontakt mit Wurzeln des ersten oder eines anderen Wirtes weitere Haustorien bilden. Gelegentlich dringen diese auch in die Wurzeln der eigenen oder einer anderen Sommerwurzpflanze ein.
Sommerwurz-Arten parasitieren nur aufzweikeimblättrigen Wirtspflanzen. Ihre Wirtsselektivität ist unterschiedlich ausgeprägt.[1] Während manche Arten Wirte bestimmter Familien bevorzugen (zum BeispielOrobanche ramosa u. a. Solanaceae), besitzen andere ein sehr enges Wirtsspektrum (zum BeispielOrobanche cumana auf Sonnenblume). Die verursachten Schäden an den Wirtspflanzen sind auf den Entzug von Wasser und Nährstoffen zurückzuführen. In bewässerten und gedüngten Kulturen sind die Schäden wesentlich geringer, wirtschaftliche Bedeutung hat der Sommerwurzbefall daher vor allem in den ärmeren Ländern Afrikas und Westasiens. Neben zahlreichen, nur punktuell oder begrenzt verbreiteten Arten spielen fünf Arten als Schädlinge in landwirtschaftlichen Kulturen eine besondere Rolle:
Orobanche cernua auf Sonnenblumen, Tomaten, Auberginen und Tabak;
Orobanche crenata auf Ackerbohnen, Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Futterwicken, Möhren, Salat und Sonnenblumen;
Orobanche minor auf Klee, Luzerne und Tabak.
Die Samen werden durch landwirtschaftliche Maschinen, verunreinigtes Erntegut, Bewässerungssysteme und Erosion verbreitet. Auch Tiere können die Samen äußerlich und nach Aufnahme mit dem Futter durch ihre Ausscheidungen verschleppen. Die Schäden durch Sommerwurzbefall können durch Bodenbehandlung, Düngung, Bewässerung und Zeitpunkt der Saat beeinflusst werden. DieBekämpfung der Sommerwurzpflanzen nach dem Auftreten erfolgt in wenig entwickelten Ländern durch Entfernen der Blütensprosse von Hand.
Sommerwurz-Arten lassen sich nur schwierig bekämpfen, da sie kein Chlorophyll besitzen und die Samen äußerst widerstandsfähig sind.[2] Nur wenigeHerbizide sind gegen sie wirksam.[3]
Verschiedene biologische Bekämpfungsverfahren werden noch erprobt, die bisher keine wirksame und wirtschaftliche Bekämpfung der Sommerwurzarten ermöglichen:
In Sonnenblumen-Kulturen sollen Maispflanzen als „Fangpflanzen“ dienen, die den Samen vonOrobanche cumana zurKeimung bringen. Da die Keimlinge auf Mais nicht überleben können, sterben diese ab.[4]
Auf längere Sicht erscheint dieZüchtung von resistenten Kulturpflanzensorten die sinnvollste Lösung zu sein.
Die GattungOrobanche wurde in die Familie derBraunwurzgewächse (Scrophulariaceae) gestellt. Sie wird nach molekulargenetischen Daten in die Familie derSommerwurzgewächse (Orobanchaceae) eingeordnet. Die Unterscheidung der einzelnen Arten anhand morphologischer Eigenschaften ist schwierig. Es erfolgte nach molekulargenetischen Untersuchungen eine Aufspaltung der GattungOrobanche s. l. (bis zu 200 Arten) in einige Gattungen. Bei Joel 2009 sind die beiden GattungenOrobanche s. str. (Chromosomengrundzahl x = 19) undPhelipanchePomel (Chromosomengrundzahl x = 12) getrennt.[7] Schneider stellt 2016 weitere Arten in die reaktivierte GattungAphyllonMitch.[8] Damit werden in der GattungOrobanche s. str. (nur noch bis zu 100 Arten) keine Untergattungen, Sektionen oder Untersektionen akzeptiert.[6]
DieOrobanche-Arten gedeihen meist in den warmen bis gemäßigten Gebieten derNordhalbkugel. In Europa kommen etwa 40 Arten vor.
Elsässer Sommerwurz (Orobanche alsaticaKirschleger, Syn.:Orobanche bartlingiiGriseb.,Orobanche caudataDe Not.,Orobanche cervariaeGodr.,Orobanche fuscovinosaMaire,Orobanche libanotidisRupr.,Orobanche mayeri(Suess. & Ronniger) Bertsch & F.Bertsch,Orobanche alsatica subsp.libanotidis(Rupr.) Tzvelev,Orobanche alsatica subsp.mayeri(Suess. & Ronniger) Kreutz,Orobanche alsatica var.mayeriSuess. & Ronniger)[6]: Sie ist in Europa und inTunesien verbreitet.[9]
Amethyst-Sommerwurz (Orobanche amethysteaThuill., Syn.:Orobanche bracteataViv.,Orobanche atticaReut.,Orobanche eryngiiDuby,Orobanche knappiiPant.):[6] Sie ist von Marokko sowie Algerien über Portugal, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Schweiz, Italien, Südosteuropa (Kroatien, Serbien, Albanien, Bulgarien, Griechenland), bis zum Iran und Afghanistan verbreitet.[9][10]
Orobanche amoenaC.A.Meyer (Syn.:Orobanche amoenoidesKabulov,Orobanche arianaGontsch.,Orobanche colossea(Beck) Novopokr.,Orobanche ianthinaFranch.):[6] Sie kommt im europäischen Russland, im Iran, Afghanistan, Pakistan, in Zentralasien, in China, in derMongolei und inSibirien vor.[10]
Orobanche anatolicaBoiss. & Reut. ex Reut., (Syn.:Orobanche bractealisStev. ex Beck,Orobanche leucopogonBoiss. & Hausskn. ex Boiss.,Orobanche anatolica var.leucopogon(Boiss. & Hausskn. ex Boiss.) Beck): Sie kommt in der Türkei vor.[6][9]
Orobanche armenaTzvelev:[6] Sie kommt in Armenien und im asiatischen Teil der Türkei vor.[10]
Panzer-Sommerwurz (Orobanche artemisiae-campestrisVaucher ex Gaudin, Syn.:Orobanche artemisiaeGren. nom. illeg.,Orobanche ambiguaMoris,Orobanche carotaeDes Moul.,Orobanche centaurinaBertol.,Orobanche hieracii-pilosellaeF.W.Schultz,Orobanche lilacinaF.W.Schultz,Orobanche loricataRchb.,Orobanche picridis-hieracioidisF.W.Schultz,Orobanche scolymiPomel)[6][9]: Sie kommt in Marokko, auf derIberischen Halbinsel, in Frankreich und in Griechenland vor.[10]
Orobanche calendulaePomel (Syn.:Orobanche artemisiae-campestris subsp.calendulae(Pomel) O.Bolòs, Vigo, Masalles & Ninot): Sie kommt in Marokko, Algerien, Portugal und Spanien vor.[10]
Orobanche camptolepisBoiss. & Reut. (Syn.:Orobanche coriosepalaSolms ex Beck in Engl.,Orobanche gontscharoviiNovopokr.,Orobanche ovataBlakelock,Orobanche platylepisReut. ex Boiss.,Orobanche schugnanicaNovopokr.)[6]: Sie kommt in West- und Zentralasien vor.[10]
Orobanche canescensC.Presl (Syn.:Orobanche littoralisLojac. nom. illeg.):[6] Sie kommt in Korsika, in Italien und in Griechenland vor.[10]
Orobanche castellanaReut. (Syn.:Orobanche amethystea subsp.castellana(Reut.) Rouy,Orobanche amethystea var.henriquesiiJ.A.Guim.)[6] Sie kommt in Marokko, Spanien, Portugal, Frankreich, Korsika und auf den Kanarischen Inseln vor.[9]
Orobanche clarkeiHook. f. (Syn.:Orobanche nicotianae sensuClark nonWight)[6]: Sie kommt in Indien, Pakistan, Tadschikistan, im Altai und im westlichen Xinjiang vor.[10]
Bläuliche Sommerwurz (Orobanche coerulescensStephan ex Willd., Syn.:Orobanchella coerulescens(Stephan ex Willd.) R.Piwowarczyk, M.Nobis & J.Madeja,Orobanche ammophilaC.A.Mey.)[6]
Orobanche colorataK.Koch. (Syn.:Orobanche anatolica auct. nonBoiss. & Reut. ex Reut.,Orobanche anatolicaBoiss. & Reut.)[6]: Sie kommt in Aserbaidschan, Georgien und in der Kaukasusregion vor.[9]
Gezähnelte Sommerwurz (Orobanche crenataForsskal, Syn.:Orobanche speciosaDC.):[6] Sie kommt aufMadeira, in Nordafrika, in Südeuropa, in der Ukraine, in Westasien und im Kaukasusraum vor und ist auf den Azoren und Kanaren einNeophyt.[10]
Orobanche densifloraSalzm. ex Reut. (Syn.:Orobanche crinita sensuRchb. nonViv.):[6] Sie kommt in Marokko, Algerien, Portugal, Spanien und in Malta vor.[10]
Orobanche denudataMoris (Syn.:Orobanche decoraMoris ex Reut.)[6]: Dieser Endemit kommt nur auf Sardinien vor.[9]
Pestwurz-Sommerwurz oder Hellgelbe Sommerwurz (Orobanche flavaC.F.P. Mart. ex F.W.Schultz, Syn.:Orobanche tussilaginisF.W.Schultz ex Mutel): Es gibt zwei Varietäten:[6]
Orobanche flavaC.F.P. Mart. ex F.W.Schultz var.flava[6]
Orobanche foetidaPoiret (Syn.:Orobanche foetida var.lusitanicaBrot.):[6] Sie kommt in Marokko, Algerien, Portugal, Spanien, Tunesien, Libyen, auf Sardinien, in Kroatien und in der Türkei vor.[10]
Orobanche fuliginosaReuter ex Jord. (Syn.:Orobanche sabulicolaLojac.,Orobanche angelicifixaPéteaux & St.-Lag.)[6]: Sie kommt im südöstlichen Frankreich, in Sardinien, Griechenland und in der westlichen Türkei vor.[10]
Orobanche gamosepalaReut. (Syn.:Ceratocalyx reuteriLange,Orobanche phoeniceaFisch. ex Beck,Orobanche puniceaPrescott,Necranthus orobanchoidesGilli)[6]: Sie kommt in der Türkei, inAserbaidschan, Georgien, Armenien und im Kaukasusraum vor.[9]
Orobanche kotschyiReut. (Syn.:Orobanche spectabilisReut.,Orobanche bucharicaNovopokr.,Orobanche xanthostachyaNovopokr.)[6]: Sie kommt in West- und Zentralasien, im Kaukasusraum, in Pakistan und im nördlichenXinjiang vor.[10]
Orobanche krylowiiBeck[6]: Sie kommt im europäischen Russland, in Sibirien, Zentralasien und in Xinjiang vor.[10]
Orobanche kurdicaBoiss. & Hausskn. ex Boiss.[6]: Sie kommt in der östlichen Türkei, Kaukasus, Iran und Irak vor.
Orobanche litoreaGuss. (Syn.:Orobanche minor var.litorea(Guss.) Bég.,Orobanche angelicifixaPéteaux & St. Lager):[6] Sie kommt in Frankreich, Italien, Tunesien, Sizilien, Sardinien, Griechenland, in der Ägäis und in der Türkei vor.[9]
Orobanche loscosiiL.Carlón, M.Laínz, G.Moreno Moral & Ó.Sánchez Pedraja (Syn.:Orobanche ritro sensuLoscos et auct. hisp., nonGren.)[6]
Berberitzen-Sommerwurz (Orobanche lucorumA.Braun, Syn.:Orobanche berberidis(W.D.J.Koch) Facchini): Sie kommt in Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in Italien und im früheren Jugoslawien vor.[10]
Gelbe Sommerwurz (Orobanche luteaBaumg., Syn.:Orobanche alpigenaK.Koch,Orobanche armenaTzvelev,Orobanche concreta(Beck) Rouy,Orobanche fragrantissimaBertol.,Orobanche hiansSteven,Orobanche prosgolicaFormánek,Orobanche rubensWallr.):[6] Sie ist in Mittel- undSüdeuropa sowie in Westasien und Kaukasusraum[9] bis Zentralasien verbreitet.
Orobanche lycoctoniRhiner (Syn.:Orobanche aconiti-lycoctoniMoreno Mor. & al.)[6]: Sie kommt in Spanien, Frankreich, in der Schweiz, in Österreich und in Slowenien vor.[9]
Orobanche maritimaPugsley (Syn.:Orobanche minor subsp.maritima(Pugsley) Rumsey): Sie kommt in Spanien, Portugal, Frankreich, Großbritannien und auf den Kanalinseln vor.[9]
Orobanche mayeri(Suess. & Ronniger) Bertsch & F.Bertsch (Syn.:Orobanche alsatica subsp.mayeri(Suess. & Ronniger) Kreutz,Orobanche alsatica var.mayeriSuess. & Ronniger):[6] Diese seltene Art kommt an isolierten Fundorten in den Bergen Polens, Deutschlands, der Slowakei sowie Rumäniens vor.
Orobanche megalanthaHarry Sm. (Syn.:Orobanche eximiaHarry Sm.)[6]: Sie kommt nur im nördlichen Sichuan vor.[10]
Kleine Sommerwurz oder Kleewürger (Orobanche minorSm., Syn.:Orobanche barbataPoir.,Orobanche minor var.flavescensReut.)[6]
Orobanche montserratiiA.Pujadas & D.Gómez: Sie wurde 2000 erstbeschrieben. Sie kommt in Spanien und Frankreich vor.[9][6] (Syn.:Orobanche alsatica auct. nonKirschl.)[6]
Orobanche owerini(Beck) Beck (Syn.:Orobanche crenata var.oweriniBeck). Sie kommt in der Türkei, in Aserbaidschan, Armenien, Georgien und in der Kaukasusregion vor.[9] Es gibt zwei Varietäten:[6]
Orobanche palaestinaReut. (Syn.:Orobanche minor var.palaestina(Reut.) Pau.): Südliche Türkei bis Israel.[13][6]
Orobanche panciciiG.Beck (Syn.:Orobanche reticulata auct. nonWallr.)[6]: Sie kommt in Österreich, Slowenien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Griechenland und Bulgarien vor.[9]
Orobanche pycnostachyaHance (Syn.:Orobanche pycnostachya var.genuinaBeck nom. illeg.): Sie kommt in China, Sibirien, in der Mongolei, in Korea und in Russlands Fernem Osten vor.[10] Es gibt zwei Varietäten:[6]
Orobanche rigensLoisel. (Syn.:Orobanche rapum-genistae subsp.rigens(Loisel.) P.Fourn.,Orobanche thyrsoideaMoris ex Bertol.,Orobanche rigens var.nigricansBeck)[6]: Sie kommt in Sardinien und in Korsika vor.[9]
Salbei-Sommerwurz (Orobanche salviaeF.W.Schultz, Syn.:Orobanche alpestrisF.W.Schultz):[6] Sie kommt in Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in Slowenien, auf der Balkanhalbinsel und in Rumänien vor.[10]
Orobanche sanguineaC.Presl (Syn.:Orobanche crinitaViv.):[6] Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien,Libyen, Portugal, Spanien, auf denBalearen, in Frankreich, Italien,Malta, Kroatien,Montenegro und Griechenland vor.[10]
Orobanche santolinaeLoscos & J.Pardo (Syn.:Orobanche loricata subsp.santolinae(Loscos & J.Pardo) O.Bolòs & Vigo)[6]: Sie kommt in Spanien vor.[10]
Orobanche variegataWallr. (Syn.:Orobanche condensataMoris):[6] Sie kommt von Marokko, Algerien sowie Tunesien über Spanien, Portugal sowie Frankreich bis Italien vor.[10]
Orobanche yuennanensis(Beck) Hand.-Mazz. (Syn.:Orobanche alsatica var.yuennanensisBeck)[6]: Sie kommt im westlichen Guizhou, im südwestlichen Sichuan und im nördlichen Yunnan vor.[10]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zuAphyllonMitch. (Syn.:AnoplanthusEndl. nom. superfl.,ThalesiaRaf. ex Britton nom. superfl.,Anoplanthus sect.EuanoplonEndl.,Loxanthes Raf.) gehören:[6]
Aphyllon cooperiA.Gray (Syn.:Orobanche cooperi(A.Gray) A.Heller,Myzorrhiza cooperi(A.Gray) Rydb.,Orobanche ludoviciana var.cooperi(A.Gray) Beck). Sie kommt in Nordamerika vor.[10]: Es gibt drei Unterarten:[6]
Aphyllon tuberosum(A.Gray) A.Gray (Syn.:Phelypaea tuberosaA.Gray,Orobanche bulbosaBeck)[6]: Sie kommt in Kalifornien und im mexikanischen Baja Norte vor.[10]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zuBoschniakiaC.A.Mey. ex Bong. gehören:[6][16]
Boschniakia himalaicaHook. f. & Thomson (Syn.:Xylanche himalaica(Hook. f. & Thomson) Beck,Boschniakia kawakamiiHayata,Xylanche kawakamii(Hayata) Beck)[6]
Boschniakia rossica(Cham. & Schltdl.) B.Fedtsch. (Syn.:Orobanche rossicaCham. & Schltdl.,Lathraea clandestinaGeorgi nonL.,Boschniakia glabraC.A.Mey. ex Bong.,Orobanche glabra(C.A.Mey. ex Bong.) Hook.,Lathraea amentaceaSchlecht. ex Ledeb.,Lathraea strobilaceaSchlecht. ex Ledeb.): Es gibt zwei Varietäten:[6]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zur monotypischen GattungBoulardiaF.W.Schultz (Syn.:CeratocalyxCoss. nom. illeg.,Orobanche subgen.CeratocalyxCoss. ex Nyman,Orobanche subgen.Ceratocalyx(Coss.) Pomel comb. superfl.,Orobanche subgen.Boulardia(F.W.Schultz) A.Pujadas comb. superfl.,Orobanche sect.Boulardia(F.W.Schultz) Batt.) gehört:[6]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zuConopholisWallr. gehören:[6]
Conopholis alpinaLiebm. (Syn.:Conopholis panamensisWoodson,Conopholis sylvaticaLiebm.). Sie kommt in Texas, Mexiko, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama vor.[10]: Es gibt zwei Unterarten:[6]
Conopholis alpina var.mexicana(A.Gray ex S.Watson) R.R.Haynes (Syn.:Conopholis mexicanaA.Gray ex S. Watson,Conopholis alpinaLiebm.,Conopholis americana sensuEndl. nonWallr.)[6]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zur monotypischen GattungEpifagusNutt. (Syn.:LeptamniumRaf. nom. inval.,MylancheWallr.) gehört:[6]
Epifagus virginiana(L.) W.P.C.Barton (Syn.:Orobanche virginianaL.,Leptamnium virginianum(L). Raf.,Mylanche virginiana(L.) Wallr.): Sie kommt im östlichen Kanada und in den östlichen Vereinigten Staaten vor.[10]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zuKopsiopsis(Beck) Beck gehören:[6][16]
Nicht mehr zur GattungOrobanche s. str. sondern zuPhelipanchePomel, auchBlauwürger[17] genannt (Syn.:KopsiaDumort. nom. rejic.,Orobanche subgen.Phelipanche(Pomel) Tzvelev,Orobanche subgen.Trionychon(Wallr.) Spach,Orobanche subgen.Phelypaea(Desf.) Nyman,Orobanche sect.TrionychonWallr.,Phelypaea sect.Trionychon(Wallr.) C.A.Mey.) gehören:[6][18]
Phelipanche aedoiCarlón, G.Gómez, M.Laínz, Moreno Mor., Ó.Sánchez & Schneew. (Syn.:Orobanche arenaria sensuFoley nonBorkh.)[6]: Dieser Name wurde 2008 aus Spanien erstveröffentlicht.[10]
↑C. A. J. Kreutz:Orobanche. Die Sommerwurzarten Europas / The European Broomrape Species. Stichting Naturpublikaties Limburg, Maastricht 1995,ISBN 90-74508-05-7.
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↑Adam C. Schneider:Resurrection of the genus Aphyllon for New World broomrapes (Orobanche s.l., Orobanchaceae). In:PhytoKeys, Volume 75, 2016, S. 107–118.doi:10.3897/phytokeys.75.10473
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